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Der Politikthread

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@lüsterneLINDA

Ich persönlich bin nichtmals ein Freund oder Verfechter des (Turbo)kapitalistischen Systems. Gerade wir in der Autobranche leiden unter dem "befohlenen" Wachstumsdruck von oben.

Das Problem ist: irgendwer hat die Bude von Cycron mal gebaut und viel Geld dafür bezahlt. Damit er darin wohnen kann. So wie die rund 1,6 Millionen Mietwohnungen in Berlin.

Und diese Wohnungen reichen nicht aus. Und es gibt auch kein natürliches Recht in Berlin zu wohnen. Warum soll ausgerechnet ein Berliner nicht in der Lage sein, auch andere Wohnorte in Betracht zu ziehen? Das haben Millionen Menschen bereits hinter sich gebracht.

Aber egal, darum geht es ja eigentlich nicht. Das, was hier gefordert wird sind sozialistische Umtriebe. Und die funktionieren nur, wenn der Staat, bzw. die Stadt das leisten kann, was gefordert wird. Und das kann Berlin nicht. Der Markt ist zwingend angewiesen auf fremdes Geld. Wo würdest du in Wohnraum investieren? In ein reguliertes Berlin, oder in ein unreguliertes München? Und wenn der Mietendeckel bundesweit käme, dann kann man auch gleich in Gold investieren... Niemand mit Geld hat ein Interesse daran, sich von oben seine Dividende madig machen zu lassen.

Um das nochmals klarzustellen. Ich glaube kaum, dass @Cale , @BitByter oder ich den ungezügelten Mietenwahnsinn befürworten. Es geht darum, WIE es jetzt gemacht werden soll.

Aber wir drehen uns jetzt auch schon mehrfach im Kreis und ihr seid davon überzeugt, dass das die richtige Lösung ist, bzw. besser als nichts. Die nächsten Jahre werden diesbezüglich spannend.
 
Ja genau um das wie geht es und dafür gibt es ein gutes Beispiel. Ich wiederhole mich jetzt sicher zum 10. Mal. Aber bevor ich in diesen Fred geschaut habe, wusste ich nicht Mal, das unter ALLEN Experten NYC mit ihrem Mietendeckel als absolutes Musterbeispiel dafür gilt, was so eine Regulierung mit einer Stadt anrichten kann!

Um ehrlich zu sein sehe ich es genau anders herum. NYC zeigt seit Jahrzehnten das so eine Regulierung absolut vertretbar ist und die Stadt trotzdem (ich behaupte gerade deshalb) eine, wenn nicht DIE, faszinierendste der Welt ist.
 
Und es gibt auch kein natürliches Recht in Berlin zu wohnen. Warum soll ausgerechnet ein Berliner nicht in der Lage sein, auch andere Wohnorte in Betracht zu ziehen? Das haben Millionen Menschen bereits hinter sich gebracht.

Weil es schwerwiegende Probleme nach sich ziehen kann, sein soziales Umfeld zu verlassen. Ich war nicht immer so menschenscheu wie heute, früher waren mind. 3x die Woche Freunde bei mir. Aber aufgrund der Arbeit musste ich ins 65km entfernte Langenfeld ziehen und darunter hat mein soziales Leben sehr gelitten. Anfänglich hab ich noch versucht, neue Freundschaften zu schließen was aber mehrfach gescheitert ist. Je älter man ist umso schwieriger wird es, in einer neuen Stadt Anschluss zu finden. Als Resultat hab ich mich an die Einsamkeit gewöhnt und bin auch gar nicht mehr in der Lage am normalen sozialen Leben teilzunehmen. Daher finde ich schon, daß es ein gewisses Recht auf Wohnen in seiner Heimat Stadt geben sollte.
 
Aber der Mietendeckel galt in NY doch nicht von 1962 bis heute. Es gab in den letzten Jahren eine Mietpreisbremse, die de facto so viele Schlupflöcher hatte, dass sie nutzlos war. Erst jetzt wird wieder ein Deckel eingeführt.

Und welche Auswirkungen der Deckel in NY hatte, das hast du selbst gelesen.
 
Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass dieser "Vorschlag" nicht von DEN Grünen kommt, sondern ein grüner Abgeordneter hat das im Interview mit der Bild angeregt. Auf Basis einer holländischen Studie, wonach Radfahrer im Schnitt einen Fehltag pro Jahr weniger haben.

Dabei ist die Idee nicht verwegen. Sie würde aber an Formalitäten, administrativem Aufwand und Überwachung eh scheitern.

Meine Behörde erlaubt es seit einiger Zeit, dass sich Kollegen, die regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, sich pro Monat pauschal 2h Dienstsport abrechnen können. Ich persönlich empfinde das als unfair. Ich gehe jede Woche laufen, zum BBall-Training und mache Hantel-Workouts. Ich finde einfach Fahrräder scheiße! Ich bin aber sicherlich fitter, als jeder Anti-Sportler, der seinen Kadaver für diese beiden Stunden auf sein Fahrrad schwingt. Wenn, dann sollte generell ein gesunder Lebenswandel honoriert werden.

Aber Du hast natürlich Recht... Wie soll man das nachweisen, überwachen, abrechnen?
 
@Zimtzicke, Respekt, daß Du noch weiter diskutierst! Wer es jetzt noch nicht kapiert hat, der will es einfach nicht (oder kann es nicht) anders sehen. Ich fürchte, bei Einigen ist der Deckel nun mal die Lösung, dogmatisch fixiert. Ungeachtet aller Konsequenzen. Wie beim Brexit, da sind Diskussionen sinnlos :D
 
Aber der Mietendeckel galt in NY doch nicht von 1962 bis heute. Es gab in den letzten Jahren eine Mietpreisbremse, die de facto so viele Schlupflöcher hatte, dass sie nutzlos war. Erst jetzt wird wieder ein Deckel eingeführt.

Und welche Auswirkungen der Deckel in NY hatte, das hast du selbst gelesen.
Nein, da hast du was falsch verstanden.

https://en.wikipedia.org/wiki/Rent_control_in_New_York

Rent control und die später zusätzlich eingeführte rent stabilization gibt es durchgehend in NYC. Je nach politischer Lage haben allerdings Politiker diese hier und da gelockert, sodass es immer mehr Schlupflöcher gegeben hat, die findige Investoren für sich ausgenutzt haben. Natürlich hatten die sicher nichts damit zu tun, dass es immer mehr Schlupflöcher durch die Politik gegeben hat. Lobbyismus oder wie ich es lieber nenne Korruption.

Aber nur weil es in letzter Zeit immer mehr Schlupflöcher gab heißt es nicht automatisch, dass der Mietendeckel in NYC praktisch seit Jahrzehnten komplett wirkungslos war und sich deshalb NYC so prächtig entwickelt hat.
 
Richtig. Da, wo Geld geflossen ist, hat sich NY prächtig entwickelt. Und da, wo kein Geld geflossen ist, leben die Menschen in Shitholes. Schöne neue Welt... :ugly:
 
Geht ja auch ohne Auto, an sich die Infrastruktur super nur spielt da der Mensch nicht mit, der will nun mal im Auto nach Hause fahren. Jetzt kommts aber trotzdem darauf an wo man wohnt, gibt schon echt scheiss Ecken und wenn man Pech hat kommste am Ende dann nicht mal mehr nach Hause weil Abends kaum bis gar nicht was fährt. Viele wollen ja im Günen leben und suchen sich entsprechend in Randgebieten eine Haushälfte, natürlich kommen die ohne Auto nicht mehr nach Berlin rein bzw. mit der SBahn wenn diese fährt. Die Mensch will halt immer alles auf ein mal haben, Großer Garten, großes Haus, dafür wenig bezahlen, das Geld fürs Auto sollen andere Steuerzahler bezahlen, Arbeit möglichst 30h bei vollem Lohnausgleich usw. So ist der Mensch halt.
Hier wäre aber auch wieder die Stadt gefragt zB. mit günstigen Park&Ride Angeboten an den Stadtgrenzen, wo es dann mitm Shuttlebus weitergeht.

Ich persönlich könnte aber auch nicht 30+ Minuten zur Arbeit pendeln und das dann auch noch mitm Auto, bin auch zu geizig dafür und froh dass ich in 15 Minuten mitm Bus und 10 Min zu Fuß von Zu Hause zur Arbeit und retour komme, gibt zwar Wartezeiten aber damit kann ich leben.

Ich finde Arbeitgeber sind mittlerweile auch gefordert umzudenken, muss zB. Der Arbeitnehmer unbedingt im Büro anwesend sein oder kann er seine Arbeit auch von daheim aus verrichten? Bei vielen Jobs lautet die Antwort ja und so könnte man die Straßen weiter entlasten und nebenbei die Umwelt schonen.
 
@Cycron

Du wärest wirklich gut daran beraten, die Emotionalität mal aussen vor zu lassen. Denn deine Ausführungen, ohne jeglichen Lösungsansatz, ähneln dem Begriff Populismus mehr als das, was wir hier versuchen sachlich zu erklären, wo uns Populismus vorgeworfen wird.

Du solltest eines mal verinnerlichen, und das ist jetzt ganz wertneutral und nicht persönlich gemeint. Spiegelt auch nicht meine Meinung wieder. Das, was ihr da vorhabt, vertreibt Kapital. Es wird nicht nur keines nachkommen, es wird auch abgezogen werden. Und deine Stadt ist mit 58 Milliarden Euro verschuldet. Nen Scheissdreck wird die Koalition in Berlin selbst investieren können ohne Investoren. Eine Koalition, die augenscheinlich alle Konsequenzen ihres Vorhabens kennt.

Wirf mir/uns nicht vor, wir würden kapitalistische Sprüche nachplappern. Wir verschliessen nur nicht die Augen vor der Realität.


Schon verstanden.
Ich vertrete allerdings die Meinung, dass ich ein "weiter so" nicht akzeptieren KANN und will. Und das Kann ist hier sehr entscheidend, weil es hier in Berlin tatsächlich für viele kein "noch ein bisschen höhere Mieten, aber dafür bekommt ihr mehr Wohnungen" mehr mit zu machen geht. Hier ist tatsächlich für viele Ende im Gelände. Beim Gürtel sind einige tatsächlich schon beim letztem Loch. Enger geht nicht mehr.


Und wenn das für alle erstmal heißt: Okay kein Kapital mehr, keine Investition, keine neuen Bauten mehr.
Ganz ehrlich? Wenn das eben der saure Apfel ist in den die Stadt Berlin und seine Bewohner beißen müssen um endlich Luft zum Atmen in der Mietpreis-Frage zu bekommen. Dann ist das halt eben so. Und wenn hier alles in 5 Jahren um die Ohren fliegt, weil es keine schützenden Folge Programme mehr gibt. Dann ist das halt so. Ob die Leute sich die Wohnungen in 5 Jahren schleichend oder schlagartig nicht mehr leisten können. Ist den meisten mittlerweile auch scheiß egal. Wir hoffen auf einen Schutz und Lösungen auch nach diesen 5 Jahren. Sollte da im Anschluss nix kommen. Dann hat man versagt, weil der Senat seine Bürger nicht langfristig vor brutal steigende Mieten schützen konnte.

BTW: Übergeht man hier auch gerne einige Tatsachen. Das Berlin zum aktuellen Mietpreis-Niveau lukrativ ist. Wieso das unaufhörlich steigen muss damit es lukrativ bleibt und bei einer kurzen Stagnation (nach dem innerhalb von einem Jahrzehnt auf 90+% rauf gegangen wurde), tödlich für die Bauindustrie sein soll. Das soll mit bitte hier nochmal einer erklären. Inflation? 90% in 10 Jahren?
 
@Zimtzicke, Respekt, daß Du noch weiter diskutierst! Wer es jetzt noch nicht kapiert hat, der will es einfach nicht (oder kann es nicht) anders sehen. Ich fürchte, bei Einigen ist der Deckel nun mal die Lösung, dogmatisch fixiert. Ungeachtet aller Konsequenzen. Wie beim Brexit, da sind Diskussionen sinnlos :D

Lustig, ich könnte ähnlich abwertende Begriffe für die Gegenseite finden.
Aber habt ruhig euren Spaß.
 
sry aber wie kann man jedes mal so in den rage Modus verfallen... da ist ja jedes diskutieren sowieso sinnlos. Und ja ich bin auch gegen die Mietdeckelung aus den von einigen anderen hier schon erwähnten gründen.

Wie kann man da nicht in Rage verfallen?

Da verdienen Firmen und Privat Leute aktuell ne menge Kohle.
Und wenn man das Erpressungsmittel "entweder wir gewinnen noch fetter an euch in Berlin oder wir gehen" einfach zu fressen hat, oder sonst GTFO

Klar bin ich da in Rage!
 
Der Typ ey... :lol:

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Satiriker
Böhmermann will SPD-Chef werden - Spiegel Online
Die SPD sucht händeringend einen neuen Vorstand, viele mögliche Kandidaten lehnen eine Bewerbung ab. Nun hat der Satiriker Jan Böhmermann in seiner Show "Neo Magazin Royale" angekündigt, SPD-Chef werden zu wollen. Willy Brandt sei ihm im Traum erschienen und habe ihm gesagt: "Du musst es machen, der Olaf (Scholz) ist 'ne Pfeife."


Es könne juristische Schwierigkeiten geben, sagte er. Aber: "Ich, Jan Böhmermann, möchte Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands werden." An die Adresse der Parteimitglieder sagte der Entertainer: "Ich bin bereit, die SPD zu retten, wenn Ihr mir dabei helft."
Jedoch müsse er noch drei Herausforderungen bewältigen, schreibt der 38-Jährige auf der Website: "1. Formell muss die Kandidatur für den Parteivorsitz bis Sonntag um 18 Uhr eingereicht sein. 2. Ich brauche bis dahin die Unterstützung von fünf SPD-Unterbezirken, einem Bezirk oder einem Landesverband. 3. Ich brauche bis dahin eine gültige Mitgliedschaft in der SPD."

Zu seiner Bewerbung:
http://neustart19.de/
 
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