Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der Politikthread (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Jetzt stell Dich mal nicht so an und fahr die 40KM zur Arbeit halt mit dem Rad.

hab mir ein neon leibchen besorgt damit man mich auch sieht wenns dunkel wird :)

BcPPpWA.jpg
 
Wenn die Infrastruktur stimmt könnte man Städte auch komplett ohne Autos(maximal Taxis) realisieren, weiß nicht wie das bei euch in Berlin so ist aber würde ich zB. in Wien oder Tokio leben würde ich mir sicher kein eigenes Auto antun wollen.
Geht ja auch ohne Auto, an sich die Infrastruktur super nur spielt da der Mensch nicht mit, der will nun mal im Auto nach Hause fahren. Jetzt kommts aber trotzdem darauf an wo man wohnt, gibt schon echt scheiss Ecken und wenn man Pech hat kommste am Ende dann nicht mal mehr nach Hause weil Abends kaum bis gar nicht was fährt. Viele wollen ja im Günen leben und suchen sich entsprechend in Randgebieten eine Haushälfte, natürlich kommen die ohne Auto nicht mehr nach Berlin rein bzw. mit der SBahn wenn diese fährt. Die Mensch will halt immer alles auf ein mal haben, Großer Garten, großes Haus, dafür wenig bezahlen, das Geld fürs Auto sollen andere Steuerzahler bezahlen, Arbeit möglichst 30h bei vollem Lohnausgleich usw. So ist der Mensch halt.
 
Geht ja auch ohne Auto, an sich die Infrastruktur super nur spielt da der Mensch nicht mit, der will nun mal im Auto nach Hause fahren. Jetzt kommts aber trotzdem darauf an wo man wohnt, gibt schon echt scheiss Ecken und wenn man Pech hat kommste am Ende dann nicht mal mehr nach Hause weil Abends kaum bis gar nicht was fährt. Viele wollen ja im Günen leben und suchen sich entsprechend in Randgebieten eine Haushälfte, natürlich kommen die ohne Auto nicht mehr nach Berlin rein bzw. mit der SBahn wenn diese fährt. Die Mensch will halt immer alles auf ein mal haben, Großer Garten, großes Haus, dafür wenig bezahlen, das Geld fürs Auto sollen andere Steuerzahler bezahlen, Arbeit möglichst 30h bei vollem Lohnausgleich usw. So ist der Mensch halt.

Zu diesem Kommentar ist es mir ein Anliegen meine persönliche Sicht kund zu tun.

Wenn ich meine Tagesstrecke von 30 Km in unter 1h mit Öffis bewältigen könnte wird ich das tun!

Ich habe also NICHT den Anspruch dass mein Auto der Steuerzahler bezahlt.
Aber ich bin mir meiner eigenen Sterblichkeit bewusst, und jeden Tag 3 Stunden in Öffis sitzen wo es mit dem Auto in 50 Min schaffbar ist, is schlichtweg unattraktiv. Und das wird bei sehr vielen menschen das Thema sein.
 
hab ja nicht so viel Ahnung von berlin aber habe mir mal so angesehen was bei euch eine Jahreskarte kostet für die Verkehrsbetriebe, da bin ich fast vom stuhl gefallen.. die billigste um die 760 Euro. Weil wir eben vorher auch bei der Mobilität waren. Bei uns in Wien zahlt man 365, gibt's seit 2012 und seit dem hat in Wien fast jeder so eine. Natürlich haben noch viele ein Auto aber solche Sachen sind eben ein Anreiz darauf zu verzichten.

Wobei das auch nur exklusiv in Wien so ist.

In Linz hast du 20% des Öffi Angebots das Wien bietet und bezahlst für ne Jahreskarte nen flotten Tausender...

Dafür fährt ab 23 uhr keine Bim mehr, und wenn du gerne auch attraktive Anschlüss an Regionallinien hättest träum lieber weiter.
 
Nee, ich habe auch kein Abo. Interessant, der Link braucht die Anmeldung :ugly: Dann einfach über die Startseite vom Tagesspiegel gehen.

Der Artikel nennt sich "Insider-Papier offenbart große Vorbehalte in Lompschers eigener Verwaltung"

Unglaublich...

Alles, was wir hier an Argumenten gebracht haben, sieht der Senat offensichtlich auch (oh Wunder...). Aber untersucht wurde das noch nicht. Aber bis Ende der Woche soll ein Gesetzentwurf auf dem Tisch liegen. Alle betrauten Juristen halten die Vorschläge für rechtswidrig. Andere Verwaltungen werden erst garnicht gehört.

WTF? :skep:

So kann man sich als Linke natürlich auch profilieren, um den schwarzen Peter dann an die Anderen weiter geben zu können.
 
Zu diesem Kommentar ist es mir ein Anliegen meine persönliche Sicht kund zu tun.

Wenn ich meine Tagesstrecke von 30 Km in unter 1h mit Öffis bewältigen könnte wird ich das tun!

Ich habe also NICHT den Anspruch dass mein Auto der Steuerzahler bezahlt.
Aber ich bin mir meiner eigenen Sterblichkeit bewusst, und jeden Tag 3 Stunden in Öffis sitzen wo es mit dem Auto in 50 Min schaffbar ist, is schlichtweg unattraktiv. Und das wird bei sehr vielen menschen das Thema sein.

Ja, bei mir auch. Das ist natürlich schön in der Stadt, wenn man da schnell mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vorankommt.
Ich brauche für meinen Arbeitsweg mit dem Auto ca. 20 Minuten, mit dem Bus würde ich etwas über eine Stunde brauchen + 5 Minuten Fußweg. Also 1,5 Stunden länger hin- und zurück jeden Tag. Uff, nee danke.
Und es ist ja nicht nur der Arbeitsweg, im Dorf kann man ja auch nichts machen. Und nach 22Uhr fährt dann teilweise nichtmal mehr ein Bus. Also ohne Auto bist Du hier einfach aufgeschmissen.
 
Wobei das auch nur exklusiv in Wien so ist.

In Linz hast du 20% des Öffi Angebots das Wien bietet und bezahlst für ne Jahreskarte nen flotten Tausender...

Dafür fährt ab 23 uhr keine Bim mehr, und wenn du gerne auch attraktive Anschlüss an Regionallinien hättest träum lieber weiter.

ja das stimmt, war aber nur auf wien bezogen, in den andern Städten gibt es einen großen aufholbedarf, das hast aber in Deutschland in kleineren Städten auch.
 
Unglaublich...

Alles, was wir hier an Argumenten gebracht haben, sieht der Senat offensichtlich auch (oh Wunder...). Aber untersucht wurde das noch nicht. Aber bis Ende der Woche soll ein Gesetzentwurf auf dem Tisch liegen. Alle betrauten Juristen halten die Vorschläge für rechtswidrig. Andere Verwaltungen werden erst garnicht gehört.

WTF? :skep:

So kann man sich als Linke natürlich auch profilieren, um den schwarzen Peter dann an die Anderen weiter geben zu können.

Alles erzkapitalistische Schwarzseher :D
 
Sehr gute Kolumne zum Thema Mietendeckel:

Deckel drauf und fertig! - Zeit Online

Die klassische Gegenargumentation lautet bei Vorschlägen zur staatlichen Regulierung immer Marktschädigung, Vertrauensverlust bei Investoren, Benachteiligung von privaten Eigentümern, und so weiter. Auch interessant, oder? Wie die "Regeln des Marktes" derart gut inhaliert wurden, dass man sie reflexhaft zurückbeten kann. Bloß weil etwas üblich ist, das jetzt bitte nur als Fußnote verstehen, ist es noch lange nicht ethisch.
Wenn Wohneigentum verkauft wird und Mietimmobiliengiganten die Häuser übernehmen, kann man gar nicht so schnell Briefe öffnen, wie die Mieterhöhungen ins Haus flattern. Eine Arbeitslosengeld-2-Bezieherin kann eine Erhöhung von wenigen Euro bereits dazu zwingen, die Wohnung zu verlassen, weil die vom Jobcenter vorgesehenen Unterkunftskosten überschritten sind. Die Unterkunftskosten sind aber, gemessen am rasant steigenden Mietniveau in Städten wie Berlin, so grotesk gering, dass man besser gleich auf einen Baum zieht.
Gerade in einem Stadtteil wie Kreuzberg, das vor der Besiedelung in den Siebzigerjahren ein wirklich mieses Drecksloch ohne ordentliche Infrastruktur war, ist die Situation ungerecht. Es waren die Gastarbeiter, die entlang des ehemaligen Mauerstreifens gemeinsam mit Linken, Studenten und Hausbesetzern die Gegend zu dem gemacht haben, was sie heute ist: ein Investorenparadies. Die Migranten, Grünen, Linken und Ökos haben ihre Läden, Schneidereien, ihre Clubs und Bars, ihre alternativen Kitas und Schulen und alles das eingerichtet, was sie aus Guatemala oder Griechenland, Göttingen oder Gaziantep kannten oder wovon sie immer träumten. Das ist ja überall in der Welt so: Die Arbeiter und Secondos machen aus Ödnis (Kreuzberg übrigens, so waren die offiziellen Pläne, sollte Stadtautobahn werden) lebenswerte Dörfer inmitten von Metropolen.
Es ist übrigens kein Naturgesetz, dass ein Mensch den Großteil seines Einkommens in die Miete stecken muss. Es ist die Folge von einem ungenügend regulierten Markt. Ein Drittel, so lauten die Empfehlungen, solle man für die Miete ausgeben. Solche Wohnungen gibt es in Berlin aber kaum noch für Normalverdiener. Alles, was neu vermietet wird, auch wieder so ein Naturgesetz, wird in der Miete erhöht. Warum eigentlich? Wozu? Die Löhne bleiben nämlich niedrig. Das ist doch alles völlig irre.
Der Gesetzesentwurf – man muss das noch einmal betonen, es handelt sich um eine Idee – ist aus einem weiteren Grund gut. Weil es die Möglichkeit gibt, grundsätzlich daran zu erinnern, dass das Recht auf adäquates Wohnen in Artikel 11 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte eingeschrieben ist: "Die Vertragsstaaten erkennen das Recht eines jeden auf einen angemessenen Lebensstandard für sich und seine Familie an, einschließlich ausreichender Ernährung, Bekleidung und Unterbringung, sowie auf eine stetige Verbesserung der Lebensbedingungen." Das steht da drin, weil die Verbesserung der Lebensbedingungen geregelt werden muss. Wenn es der Markt von alleine richten würde, stünde es da nicht.

Oh wunder. Gegen radikale, ungehemmte Marktmechanismen helfen manchmal nur radikale und drastische Gegenmaßnahmen. Hier wird von einigen Leuten ein, in seinen Grundfesten, kaputtes und zerstörerisches System verteidigt und als unantastbar und naturgegeben hingestellt, dass einem einfach nur übel und schlecht bei werden kann. Dann wird einem von genau den selben Leuten auch noch vorgeworfen ideologischer Terrorismus und Sozialismus zu betreiben. Von oben herab wird einem dann erzählt "Man wäre albern oder dumm", "Man habe ja keine Ahnung und was man da erzählt oder verteidigt wäre eh nur sozialistischer und populistischer Blödsinn".

Und solche Sätze kommen dann ausgerechnet von dem selben Personenkreis, die dann auch noch ernsthaft ein solch kaputtes und zerstörerisches System mit solch Mantren verteidigen wie "aber das schreckt doch Investoren ab, das kann man doch nicht machen weil..." und dass obwohl sich genau diese Investoren seit knapp einem Jahrzehnt in Berlin ne goldene Nase verdienen. Mit den aktuellen Neubauten und beim aktuellen Mietpreisniveau in Berlin unverschämt hohe Rediten einfahren. Wer es vielleicht vergessen hat:

Dank höherer Mieten
Deutsche Wohnen macht mehr Gewinn - NTV
Trotz Enteignungsdebatte in Berlin: Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen erfreut seine Anleger mit sprudelnden Gewinnen und steigenden Dividenden. Zum Ärger der Mieter, denn der Grund für das Wachstum sind vor allem die stark steigenden Mieten in der Hauptstadt.

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen hat seinen operativen Gewinn 2018 im Jahresvergleich um elf Prozent auf knapp 480 Millionen Euro gesteigert. Das teilte das börsennotierte Unternehmen mit. Die Mieteinnahmen stiegen um 3,4 Prozent, in Berlin sogar um 3,6 Prozent. Die Deutsche Wohnen vermietet bundesweit rund 160.000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten, rund zwei Drittel davon in Berlin.

AKTIEN IM FOKUS:
Vonovia und Deutsche Wohnen schütteln Mietendeckel-Schock ab -
OnVista
FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von Deutsche Wohnen und vor allem Vonoviahaben den Schock über die Mietendeckel-Pläne des Berliner Senats vom Wochenanfang am Dienstag vergessen gemacht. Vonovia kletterten um 1,7 Prozent und nahmen damit über dem Hoch vom Freitag wieder Kurs auf ihre 50- und 200-Tage-Linien. Deutsche Wohnen kehrten mit plus 2,3 Prozent auf das Niveau vom Freitag zurück.

Die Anteilsscheine der gänzlich auf Immobilien in der Hauptstadt konzentrierten Ado Properties erholten sich um 3 Prozent, leiden aber noch deutlich unter den zu Wochenbeginn durchgesickerten Plänen von Berlins Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke), die Mieten zu deckeln.

Das sind genau die selben Unternehmen (und viele andere und vor allem auch klein und privat Investoren) die in Berlin seit knapp einem Jahrzehnt ihre Aktienkurse vervielfachen konnten und trotz Untergangsstimmungen in der News einfach weiterhin prächtig Gedeihen und satte Gewinne einfahren. Ich kann diesen Bullshit einfach nicht mehr hören. Was stimmt den mit euch nicht, wenn man hier ernsthaft anfängt solch ein kaputtes ungezügeltes System verteidigt? Nur weil exakt diese Firmen, die trotz Mietpreisbremse es geschafft haben in Berlin die Mieten innerhalb eines Jahrzehnt explodieren zu lassen (Rauf auf 90% und bisher auch kein Ende in Sicht). Und diese UNVERSCHÄMT hohen Gewinne sollen jetzt auf einmal in Gefahr sein? Weil es plötzlich für die nächsten 5 Jahre (hoffentlich aber noch viel länger) nicht noch weiter nach oben gehen soll? Weil es sich plötzlich nicht mehr lohnt für 40-50% des Berliner Lohnniveaus zu vermieten?

Fuck, ist das euer ernst ein solch kaputtes und zügelloses System zu verteidigen?
Weil ihr euch sorgen macht, dass dieses asoziale System investments zurückziehen könnte, weil in Berlin Wohnungsmangel herrscht?
Ein Wohnungsmangel, der so ganz nebenbei in Berlin noch einige Jahrzehnte mit oder ohne Mietendeckel bleiben wird. Ein erpresserisches Tool, für immer weiter steigende Mieten (weshalb in Berlin seit Jahren auch wie wild auf immer weiter steigende Mieten spekuliert wird). Die meisten Investoren haben doch überhaupt kein Interesse, dass diese Nachfrage zum erliegen kommt. Ist sie doch dass perfekte Erpressungsmittel und "Rechtfertigung" für immer weiter steigende Mieten und einer immer perfider werdenden Gewinnmaximierung.

Ein System dass beim aktuellen Mietpreisspiegel in Berlin seine Aktienkurse so nebenbei innerhalb von wenigen Jahren vervielfachen kann. Jahr für Jahr neue Rekordgewinne einfährt und immer noch nicht gesättigt ist und dann trotzdem noch mit dem Absprung und Investment Rückgang in Berlin droht, sollte sich der Mechanismus durch Regulationen nicht fortführen lassen. Ein Mechanismus der innerhalb von 10 Jahren die Mieten in Berlin um 90% steigen ließ. Dazu geführt hat, dass man in Berlin mittlerweile 40-50+% seines Einkommens für die Miete verplanen muss. Der Menschen in Nöte und Verzweiflung treibt. Und solche Firmen vergleichen zu anderen Branchen in kürzester Zeit Steinreich gemacht hat. Ein solches System ist einfach tief im Kern zerstörerisch und kaputt. Vor solch einem System sollte/muss der Stadt/Senat eigentlich seine Bürger schützen. Weil Wohnen und eine Heimat muss und braucht leider jeder und das ist schließlich auch nichts was man sich aussuchen kann. Abgesehen davon, dass es einfach ethisch und moralisch Fragwürdig ist weniger privilegierte Menschen aus ihrer Heimat und zu Hause zu verjagen, kann auch eine Stadt wie Berlin nicht ohne Geringverdiener auskommen (dessen Lohnniveau in Berlin vergleichsweise immer noch sehr sehr Niedrig ist). Denn den Bäcker, Zeitungsverkäufer, Pflegekraft, Handwerker ect. braucht auch eine so tolle und Hippe Stadt wie Berlin.

Und falls man sich sorgen um all jene Vermieter macht, die doch seit eh und je nur für faire Mieten waren, weil diese Vermieter doch tatsächlich durch einen Mietdeckel in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnten. Für diesen Personenkreis sind doch Ausnahmeregelungen geplant. Man muss sich hier tatsächlich um niemanden sorgen, dass er durch das Vermieten in Schwierigkeiten gerät. Es gibt die in Berlin, die seit eh und je zu fairen Preisen vermieten und dies geschützt dank Ausnahmeregelungen auch in Zukunft werden können und die, vor denen man seine Bürger (bei all dem ganzen Miet- und Markmechanismus Wahnsinn) beschützen muss. Die die jetzt schon, beim heutigen Niveau, unverschämt hohe Renditen und Gewinne - auf kosten der Allgemeinheit - einfahren.

Das System ist einfach kaputt und gehört stark, sehr stark reguliert und das am besten so schnell wie möglich.
Und wenn es dazu erstmal, weil man noch nicht die perfekte Antwort zur Lösung des Problems zur Hand hat, der kontroverse Mietendeckel wird. So verschafft man sich zumindest erstmal Zeit diese tickende Bombe der rasant steigenden Mieten einzufrieren. Denn die Mietpreisbremse hat bisher einfach noch zu gar keiner Beruhigung oder Verbesserung der Lage verholfen. In Berlin herrscht Not und die Lage brennt, da muss ganz schnell ein Stopp her. Das verschafft zumindest erstmal Zeit sich für bessere Lösungen zu beraten.

Vom Mietendeckel wird kein Vermieter auf die Straße gehen müssen, wenn wir hingegen weiterhin nichts tun, dafür sehr bald sehr viele Mieter. Denn das nimmt ja alles echt kein Ende. Ist der Mietendeckel die perfekte und dauerhafte Lösung für das Problem? Nein, aber das will und sollte sie ja auch nie sein, sondern lediglich erstmal Luft und Zeit verschaffen bis man hoffentlich sehr bald mit einer besseren Idee um die Ecke kommt. Die hoffentlich irgendwie den Spagat vollzieht zwischen, Mieter/Bürger vor steigenden Mieten zu schützen und ausrechend Anreize für neuen Wohnbau zu schaffen. Denn beides zu bekommen scheint aktuell einfach schwierig, weil der Markt einfach zutiefst asozial vor jegliche schützende Regulierung reagiert. Vielleicht muss hier tatsächlich (um ein Auswandern der Investoren ins Umland zu verhindern) eine deutschlandweite Lösung auf den Tisch. Im gesamten Bundesland das Thema Wohnen/Eigentum neu geregelt und verhandelt werden.



BTW: Sollten wir aufhören, wenn wir über das Thema Mietendeckel sprechen immer wieder nur über Frau Lompscher's Entwurf zu sprechen. Denn das ist nicht der Mietendeckel, der kommen wird. Wie der Mietendeckel letztendlich aussehen wird wissen wir vielleicht erst in ein paar Monaten. Aber Lompscher's Entwurf bietet halt das perfekte Futter und ist die perfekte Angriffsfläche um erstmal gegen den Mietendeckel zu wettern.


Und das ist tatsächlich mein voller Ernst und meine Meinung zum Thema und dafür lass ich mich hier nur sehr ungern blöd von der Seite anmachen und mich nur sehr ungern als Dumm / Blöd / Ideologisch verblendet / sozialistischer Irrer abstempeln. Denn bei aller liebe, beim bisherigen Mechanismus zu bleiben, ihn auch noch zu verteidigen und anderen als naturgegeben vor zu predigen, ist hier tatsächlich die viel größere Idiotie und Frechheit.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Du hast doch keinen Nachteil dadurch, aber es ist ein zusätzlicher Schubser Richtung Gesundheit und Umweltschutz. Es gibt auch Arbeitgeber, die geben zusätzliche Urlaubstage, wenn man keine Krankheitstage hat, etc. Wie beschränkt muss man geistig sein, um das zu verurteilen?

Der Betrieb soll jedem die Möglichkeit geben etwas für Gesundheit usw. Zu tun. Und nicht nur dem Radfahrer, der für 5km das Auto stehen lässt. . So hab ich das gemeint.
Jeder sollte die Chance haben, auf solche Boni Zugriff zu haben.
 
Sehr gute Kolumne zum Thema Mietendeckel:

Deckel drauf und fertig! - Zeit Online



Oh wunder. Gegen radikale, ungehemmte Marktmechanismen helfen manchmal nur radikale und drastische Gegenmaßnahmen. Hier wird von einigen Leuten ein, in seinen Grundfesten, kaputtes und zerstörerisches System verteidigt und als unantastbar und naturgegeben hingestellt, dass einem einfach nur übel und schlecht bei werden kann. Dann wird einem von genau den selben Leuten auch noch vorgeworfen ideologischer Terrorismus und Sozialismus zu betreiben. Von oben herab wird einem dann erzählt "Man wäre albern oder dumm", "Man habe ja keine Ahnung und was man da erzählt oder verteidigt wäre eh nur sozialistischer und populistischer Blödsinn".

Und solche Sätze kommen dann ausgerechnet von dem selben Personenkreis, die dann auch noch ernsthaft ein solch kaputtes und zerstörerisches System mit solch Mantren verteidigen wie "aber das schreckt doch Investoren ab, das kann man doch nicht machen weil..." und dass obwohl sich genau diese Investoren seit knapp einem Jahrzehnt in Berlin ne goldene Nase verdienen. Mit den aktuellen Neubauten und beim aktuellen Mietpreisniveau in Berlin unverschämt hohe Rediten einfahren. Wer es vielleicht vergessen hat:

Dank höherer Mieten
Deutsche Wohnen macht mehr Gewinn - NTV


AKTIEN IM FOKUS:
Vonovia und Deutsche Wohnen schütteln Mietendeckel-Schock ab -
OnVista


Das sind genau die selben Unternehmen (und viele andere und vor allem auch klein und privat Investoren) die in Berlin seit knapp einem Jahrzehnt ihre Aktienkurse vervielfachen konnten und trotz Untergangsstimmungen in der News einfach weiterhin prächtig Gedeihen und satte Gewinne einfahren. Ich kann diesen Bullshit einfach nicht mehr hören. Was stimmt den mit euch nicht, wenn man hier ernsthaft anfängt solch ein kaputtes ungezügeltes System verteidigt? Nur weil exakt diese Firmen, die trotz Mietpreisbremse es geschafft haben in Berlin die Mieten innerhalb eines Jahrzehnt explodieren zu lassen (Rauf auf 90% und bisher auch kein Ende in Sicht). Und diese UNVERSCHÄMT hohen Gewinne sollen jetzt auf einmal in Gefahr sein? Weil es plötzlich für die nächsten 5 Jahre (hoffentlich aber noch viel länger) nicht noch weiter nach oben gehen soll? Weil es sich plötzlich nicht mehr lohnt für 40-50% des Berliner Lohnniveaus zu vermieten?

Fuck, ist das euer ernst ein solch kaputtes und zügelloses System zu verteidigen?
Weil ihr euch sorgen macht, dass dieses asoziale System investments zurückziehen könnte, weil in Berlin Wohnungsmangel herrscht?
Ein Wohnungsmangel, der so ganz nebenbei in Berlin noch einige Jahrzehnte mit oder ohne Mietendeckel bleiben wird. Ein erpresserisches Tool, für immer weiter steigende Mieten (weshalb in Berlin seit Jahren auch wie wild auf immer weiter steigende Mieten spekuliert wird). Die meisten Investoren haben doch überhaupt kein Interesse, dass diese Nachfrage zum erliegen kommt. Ist sie doch dass perfekte Erpressungsmittel und "Rechtfertigung" für immer weiter steigende Mieten und einer immer perfider werdenden Gewinnmaximierung.

Ein System dass beim aktuellen Mietpreisspiegel in Berlin seine Aktienkurse so nebenbei innerhalb von wenigen Jahren vervielfachen kann. Jahr für Jahr neue Rekordgewinne einfährt und immer noch nicht gesättigt ist und dann trotzdem noch mit dem Absprung und Investment Rückgang in Berlin droht, sollte sich der Mechanismus durch Regulationen nicht fortführen lassen. Ein Mechanismus der innerhalb von 10 Jahren die Mieten in Berlin um 90% steigen ließ. Dazu geführt hat, dass man in Berlin mittlerweile 40-50+% seines Einkommens für die Miete verplanen muss. Der Menschen in Nöte und Verzweiflung treibt. Und solche Firmen vergleichen zu anderen Branchen in kürzester Zeit Steinreich gemacht hat. Ein solches System ist einfach tief im Kern zerstörerisch und kaputt. Vor solch einem System sollte/muss der Stadt/Senat eigentlich seine Bürger schützen. Weil Wohnen und eine Heimat muss und braucht leider jeder und das ist schließlich auch nichts was man sich aussuchen kann. Abgesehen davon, dass es einfach ethisch und moralisch Fragwürdig ist weniger privilegierte Menschen aus ihrer Heimat und zu Hause zu verjagen, kann auch eine Stadt wie Berlin nicht ohne Geringverdiener auskommen (dessen Lohnniveau in Berlin vergleichsweise immer noch sehr sehr Niedrig ist). Denn den Bäcker, Zeitungsverkäufer, Pflegekraft, Handwerker ect. braucht auch eine so tolle und Hippe Stadt wie Berlin.

Und falls man sich sorgen um all jene Vermieter macht, die doch seit eh und je nur für faire Mieten waren, weil diese Vermieter doch tatsächlich durch einen Mietdeckel in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnten. Für diesen Personenkreis sind doch Ausnahmeregelungen geplant. Man muss sich hier tatsächlich um niemanden sorgen, dass er durch das Vermieten in Schwierigkeiten gerät. Es gibt die in Berlin, die seit eh und je zu fairen Preisen vermieten und dies geschützt dank Ausnahmeregelungen auch in Zukunft werden können und die, vor denen man seine Bürger (bei all dem ganzen Miet- und Markmechanismus Wahnsinn) beschützen muss. Die die jetzt schon, beim heutigen Niveau, unverschämt hohe Renditen und Gewinne - auf kosten der Allgemeinheit - einfahren.

Das System ist einfach kaputt und gehört stark, sehr stark reguliert und das am besten so schnell wie möglich.
Und wenn es dazu erstmal, weil man noch nicht die perfekte Antwort zur Lösung des Problems zur Hand hat, der kontroverse Mietendeckel wird. So verschafft man sich zumindest erstmal Zeit diese tickende Bombe der rasant steigenden Mieten einzufrieren. Denn die Mietpreisbremse hat bisher einfach noch zu gar keiner Beruhigung oder Verbesserung der Lage verholfen. In Berlin herrscht Not und die Lage brennt, da muss ganz schnell ein Stopp her. Das verschafft zumindest erstmal Zeit sich für bessere Lösungen zu beraten.

Vom Mietendeckel wird kein Vermieter auf die Straße gehen müssen, wenn wir hingegen weiterhin nichts tun, dafür sehr bald sehr viele Mieter. Denn das nimmt ja alles echt kein Ende. Ist der Mietendeckel die perfekte und dauerhafte Lösung für das Problem? Nein, aber das will und sollte sie ja auch nie sein, sondern lediglich erstmal Luft und Zeit verschaffen bis man hoffentlich sehr bald mit einer besseren Idee um die Ecke kommt. Die hoffentlich irgendwie den Spagat vollzieht zwischen, Mieter/Bürger vor steigenden Mieten zu schützen und ausrechend Anreize für neuen Wohnbau zu schaffen. Denn beides zu bekommen scheint aktuell einfach schwierig, weil der Markt einfach zutiefst asozial vor jegliche schützende Regulierung reagiert. Vielleicht muss hier tatsächlich (um ein Auswandern der Investoren ins Umland zu verhindern) eine deutschlandweite Lösung auf den Tisch. Im gesamten Bundesland das Thema Wohnen/Eigentum neu geregelt und verhandelt werden.



BTW: Sollten wir aufhören, wenn wir über das Thema Mietendeckel sprechen immer wieder nur über Frau Lompscher's Entwurf zu sprechen. Denn das ist nicht der Mietendeckel, der kommen wird. Wie der Mietendeckel letztendlich aussehen wird wissen wir vielleicht erst in ein paar Monaten. Aber Lompscher's Entwurf bietet halt das perfekte Futter und ist die perfekte Angriffsfläche um erstmal gegen den Mietendeckel zu wettern.


Und das ist tatsächlich mein voller Ernst und meine Meinung zum Thema und dafür lass ich mich hier nur sehr ungern blöd von der Seite anmachen und mich nur sehr ungern als Dumm / Blöd / Ideologisch verblendet / sozialistischer Irrer abstempeln. Denn bei aller liebe, beim bisherigen Mechanismus zu bleiben, ihn auch noch zu verteidigen und anderen als naturgegeben vor zu predigen, ist hier tatsächlich die viel größere Idiotie und Frechheit.

sry aber wie kann man jedes mal so in den rage Modus verfallen... da ist ja jedes diskutieren sowieso sinnlos. Und ja ich bin auch gegen die Mietdeckelung aus den von einigen anderen hier schon erwähnten gründen.
 
@Cycron

Du wärest wirklich gut daran beraten, die Emotionalität mal aussen vor zu lassen. Denn deine Ausführungen, ohne jeglichen Lösungsansatz, ähneln dem Begriff Populismus mehr als das, was wir hier versuchen sachlich zu erklären, wo uns Populismus vorgeworfen wird.

Du solltest eines mal verinnerlichen, und das ist jetzt ganz wertneutral und nicht persönlich gemeint. Spiegelt auch nicht meine Meinung wieder. Das, was ihr da vorhabt, vertreibt Kapital. Es wird nicht nur keines nachkommen, es wird auch abgezogen werden. Und deine Stadt ist mit 58 Milliarden Euro verschuldet. Nen Scheissdreck wird die Koalition in Berlin selbst investieren können ohne Investoren. Eine Koalition, die augenscheinlich alle Konsequenzen ihres Vorhabens kennt.

Wirf mir/uns nicht vor, wir würden kapitalistische Sprüche nachplappern. Wir verschliessen nur nicht die Augen vor der Realität.
 
Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass dieser "Vorschlag" nicht von DEN Grünen kommt, sondern ein grüner Abgeordneter hat das im Interview mit der Bild angeregt. Auf Basis einer holländischen Studie, wonach Radfahrer im Schnitt einen Fehltag pro Jahr weniger haben.

Dabei ist die Idee nicht verwegen. Sie würde aber an Formalitäten, administrativem Aufwand und Überwachung eh scheitern.
 
Zum Thema moderne Mobilität in Städten kann man sich gerne das hier mal ansehen. Aber als Deutscher braucht man da starke Nerven, ich hab immer mal wieder spontan zu heulen begonnen.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Total genial wie sie alle am radeln sind, selbst die Älteren. Und ihre Gesundheit wird es ihnen danken, entlastet sicherlich auch die Krankenkassen. Dieser geisteskranke Fokus auf Autos in Deutschland nervt mich und ich würde es sehr begrüßen wenn man die Städte in Zukunft Auto frei gestaltet.
 
Nochmal allgemein zum Thema Mietendeckel:

Was mir bei der ganzen Diskussion aufgefallen ist, ist wie das auf Kapitalisum ausgelegte System vielen hier die typischen engstirnigen Sichtweisen indoktriniert hat. Im Kapitalismus ist Wachstum die Lösung für alles. Deshalb gibt es für die derzeitige Situation in Berlin auch nur eine richtige Lösung, wir brauchen mehr Wohnungen! Je mehr desto besser.
Alles andere ist totaler Quatsch und wer andere Ideen verfolgt ein nichtswissender Depp. Alle Experten können ja nicht irren, schließlich kennen die sich mit dem kapitalistischen unumstößlichen Martkmechanismen aus.

Aber wir sollten alle mittlerweile an dem Punkt angelangt sein um zu wissen, dass es kein unendliches Wachstum geben kann. Der ungebremste Drang nach ständigem Wachstum ist viel mehr das eigentliche Problem als die Lösung.

Ressourcen sind endlich auf der Erde. Das sehen wir jeden Tag in den Nachrichten und die junge Generation geht dafür demonstrieren.

So ist es auch mit den Städten, die können nicht unendlich groß wachsen und vor allem nicht in der Geschwindigkeit die nötig wäre um die aktuelle Nachfrage zu befriedigen. Vor allem werden zu schnell wachsende Städte schnell wieder unattraktiv.

In dem Berliner Wohnungsmarkt muss deshalb meiner Meinung nach radikal etwas geändert werden, um der Situation wirklich Herr zu werden. Ob der Mietendeckel, wie er gerade im Gespräch ist, wirklich mehr positive als negative Auswirkungen haben wird, wovon ich derzeit aber ausgehe, wird sich zeigen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben