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Der Politikthread

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@Zimtzicke
Soweit ich weiß, sind ihre Wohnungen nicht von dem Mietendeckel betroffen. Dieser deckt wohl nicht 100% aller Mietwohnungen in NYC ab, sondern nur einen Teil.
Ich kann mich aber auch täuschen und sie leben in einem Mietendeckelshithole. Ich blicke da auch nicht durch.

Sie sehen das aber so, lieber leben sie in einer scheiß Wohnung die sie sich leisten können, als weg von Brooklyn ziehen zu müssen. Diese Freiheit haben sie ja jederzeit.
 
2030 erwartet uns doch erstmal die nächste Flüchtlingskrise, wenn alle Berliner in den Rest der Republik umgesiedelt werden müssen... Aber vielleicht wird Berlin dann wenigstens mal schön. :grins:
 
Der Mietdeckel kann ja nur der Anfang sein. Ich verstehe nicht, warum wir so engstirnig denken, dass Immobilien ein INVESTMENT SEIN MÜSSEN! Wie wäre es mit Daseinsvorsorge für den Einzelnen? Begleitet von einem Kollektiv an Wohnungsbau-Experten, das sinnvoll plant und mit der Stadt gemeinsam die richtigen Schritte einleitet, damit "jeder" lebenswert leben kann, auch in einer Großstadt?

Wie wäre es mit neuen Gesetzen, die "Eigentum verpflichtet", wie es im Grundgesetz steht, fordern und fördern?

Warum reden wir nur über zu wenig Sozialwohnungen, wo es doch genügend "Normalverdiener" gibt, die keine Sozialwohnung wollen und auch nicht bekommen, weil sie ja "zu viel" verdienen? Was ist mit diesen Leuten, die eigentlich mal die breite Mittelschicht waren? Sollen die weiterhin den Kräften des Marktes ausgesetzt sein? Sollen sie sich halt einen besser bezahlten Job suchen oder aus der Stadt wegziehen?!

Jetzt könnte ich den Bogen spannen, dass Shareholder Value und das Versagen der Politik in der Finanzkrise 2008 die Hauptgründe sind, dass sich Kapital immer ungerechter verteilt, obwohl es davon so viel im System gibt wie noch nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Gebt den Mitarbeitern mehr Beteiligung am Unternehmen als den Investoren, und sie können sich auf einmal die Mieten leisten. Zieht Finanzinstitute zur Verantwortung, die frei jedweder Moral auch Großstädte zu unbezahlbaren Leerständen verkommen lassen.

Stoppt die Spekulation mit Immobilien und macht andere Finanzanlagen wieder attraktiver, durch eine andere Zinspolitik, zum Beispiel.

Ein befreundetes Ehepaar von mir hat sich in Frankfurt am Main letztes Jahr eine 3-Zimmer-Wohnung gekauft, 78 qm für knapp 600.000 Euro. In der Gewissheit, dass die Finanzwelt wegen des Brexit in Heerscharen nach Frankfurt übersiedeln wird, wussten sie, dass die eigentlich komplett schizophrenen 600.000 Euro sich amortisieren werden, weil spekuliert werden wird. Und so ist es gekommen. Der Gebäudekomplex, in dem sie wohnen werden, wird nächstes Jahr fertiggestellt, aber sie haben schon in Eigentümerversammlungen mitbekommen, dass andere Wohnungen in dem Komplex innerhalb eines Jahres zwei Mal den Besitzer und bis zu 30 % an Wert zugelegt haben. Bevor die Hütte überhaupt steht!

Hinzu kommen die ganzen "Edel-Apartments" in bester Innenstadt-Lage, die ein bisschen schöneres Parkett haben, das Bad mit Villeroy & Boch ausgestattet ist und die über elektrische Rolläden verfügen: Kein Mega-Luxus also, wird aber als solcher vermarktet und bepreist. In der Wiesbadener Innenstadt gibt es nun also in Top-Lage auf dem Grundstück einer ehemaligen Commerzbank-Filiale einen solchen "Luxus-Bau" mit 10 Wohnungen, wovon nach einem Jahr nur drei bewohnt sind! Warum? Weil die Chose ein Spekulationsobjekt war und ist und nicht dazu dient, dringend nötigen Wohnbedarf zu vernünftigen Kosten abzudecken. Aber es macht sich ja immer mehr die Akzeptanz in der Gesellschaft breit, dass "Wohnen in der Innenstadt" nur noch ein Privileg für reiche Leute sein darf! Allein dieses Denken ist schon ein deutliches Zeichen, was falsch läuft in unserer Gesellschaft.

Wenn ich jetzt noch anfange, vom Klimaschutz zu reden, für den es sinnvoll wäre, dass die Menschen nah an ihrem Arbeitsplatz wohnen, und dass es durch horrende Mieten und Immobilienpreise zu immer mehr Pendlern (und wegen Fehlinvestitionen wie oben beschrieben immer mehr Leerstand in den Städten) kommen wird, stelle ich mir die Frage, wie ein so komplexes wie umfassendes Problem allein durch die in Eigeninteressen zerbröselte Privatwirtschaft gestemmt werden soll?

Wir brauchen im jetzigen Zustand und in unserem Gesellschaftssystem meiner Meinung nach eine gemeinsame Aktion von Staat und Privatwirtschaft, um in den nächsten 10 Jahren überhaupt eine Wende zum Positiven erreichen zu können. Eine Gemeinschaftsaktion, die nicht von Gewinnmaximierung und furchtbar träger Bürokratie erodiert, kaputt gemacht werden darf.
 
Ich hätte jetzt ehrlich gesagt damit gerechnet, dass ich etwas zu lesen bekomme, mit dem ich nicht gerechnet habe!:skep:

Deine 2 Minuten googlen haben also genau dass hervorgebracht, was der Mietendeckel in NYC bezwecken sollte, die Mieten steigen nachweislich langsamer!
Ist das „Deine“ Essenz, die Du aus dem Zitat raus ziehst ?? :lachweg:

Du hast die Diskussion anscheinend schon vor längerer Zeit argumentativ verlassen ;) Ich wundere mich ernsthaft, dass Dir die meisten hier noch antworten.....
 
Ist das „Deine“ Essenz, die Du aus dem Zitat raus ziehst ?? :lachweg:

Du hast die Diskussion anscheinend schon vor längerer Zeit argumentativ verlassen ;) Ich wundere mich ernsthaft, dass Dir die meisten hier noch antworten.....
Welche Essenz hast du dir aus den quellenlosen Auszügen gezogen?

Wieso will kein einziger Mieter in NYC, dass man den Mietendeckel, der ja angeblich die Ausgeburt des Bösen (und Dummen) ist, dass man ihn abschafft? Wieso wird er da, wo er Schlupflöcher hat, ausgebessert und nicht sukzessive abgeschafft?

Wie wäre es mit eigenen Argumenten bevor man anderen vorwirft keine einzubringen?
 
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