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Der Politikthread

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Wer eine Wohnung als Altersvorsorge vermietet und dem die Mieten nicht hoch genug sind, kann doch immer noch diese Wohnung verkaufen! Die Preise für Wohnungen sind dank der Niedrigzinsen sehr hoch. Wo ist das Problem?

Genau das wird auch passieren. Wo das Problem ist? Frag mal die "armen, kleinen Mieter", die man ja schützen will und die jetzt ne Eigenbedarfsklage bekommen werden.
 
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um mal die ideen der berliner regierung zu viusualisieren:

Bei einer Wohnung mit 70 Quadratmetern würde die Kaltmiete also je nach Erstbezug und Lage zwischen 394,80 Euro und 557,90 Euro liegen.

Der von SPD, Linke und Grünen geführte Berliner Senat will die Mieten vom Jahr 2020 an für fünf Jahre einfrieren, um die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt zu beruhigen.

https://www.sueddeutsche.de/wirtsch...-der-berliner-mietendeckel-aussehen-1.4576075

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https://www.finanzen-rechner.net/inflationsrechner.php
 
Genau das wird auch passieren. Wo das Problem ist? Frag mal die "armen, kleinen Mieter", die man ja schützen will und die jetzt ne Eigenbedarfsklage bekommen werden.
Und alles andere macht auch keinen sinn, niemand kauft eine wohnung mehr wenn er nicht selbst rein will, denn Rendite wirft sie ja nicht mehr ab.
 
Das wird 2025 einen gewaltigen Ruck in Berlin geben, und zwar nach oben.

Falls, der Deckel dann wieder abgeschafft wird, woran ich ernsthaft Zweifel anmelde. Wer auch immer dann in Berlin am Ruder sein wird, er darf dann einen massiven Mietanstieg auf seine Kappe schreiben, der politischem Selbstmord gleich kommt. Wenn das Ding eingeführt wird, haben wir das ne ganze Wile...
 
wovon du so alles ausgehst. niemand weiß, was bis dahin passiert. deine grundrente ist bis heute nichts als träumerei und ab dem 65. lebensjahr mit 500€ rente zu leben ist wohl alles andere als der wunsch vieler rentner...

aber ist mir auch egal. dann bin ich halt der bonze (übrigens ohne eigenheim) und ihr seid die armen schlucker, die unter "menschen" wie mir zu leiden haben...
Das war nicht als persönliche Wertung dir gegenüber zu verstehen. Ich bin nur einfach nicht der Ansicht das der durchschnittliche Hauskäufer und Vermieter derjenige ist der sich am meisten sorgen um seine Rente machen muss.

Und @Zimtzicke ich will gar nicht den geplanten mietspiegel als Lösung proklamieren. Ich glaube nur das es eine nötige Diskussion entfacht und sicherlich eine bessere als keine Lösung ist. Der verstärkte soziale Wohnungsbau wäre sicherlich eine zu bevorzugende Lösung aber das Geld dafür müsste man aus Quellen bekommen welche die Politik augenscheinlich nicht anzapfen möchte.
 
Und alles andere macht auch keinen sinn, niemand kauft eine wohnung mehr wenn er nicht selbst rein will, denn Rendite wirft sie ja nicht mehr ab.
Und Nachfrage danach gibt es ja genug. Die bisherigen Mieter (wenn sie keine Mittel zum Kauf haben) dürften es dann noch viel schwieriger haben, eine neue Wohnung zu finden, da die gedeckelte Miete die Nachfrage eher noch steigert. Im Gegensatz zum Angebot. Schöne neue Welt in Berlin ...
 
Und Nachfrage danach gibt es ja genug. Die bisherigen Mieter (wenn sie keine Mittel zum Kauf haben) dürften es dann noch viel schwieriger haben, eine neue Wohnung zu finden, da die gedeckelte Miete die Nachfrage eher noch steigert. Im Gegensatz zum Angebot. Schöne neue Welt in Berlin ...
Wird lustig wenn im prenzberh oder mitte dann 10000 bewerber auf 1 wohnung kommen, denn wieso soll ich in Neukölln wohnen wenn die bonzenwohnung in mitte dasselbe kostet.

die linke wird das nicht durchbekommen in der form.
 
Und alles andere macht auch keinen sinn, niemand kauft eine wohnung mehr wenn er nicht selbst rein will, denn Rendite wirft sie ja nicht mehr ab.

Es gibt eine Ausnahme, die wird auch kommen. Mieter raus, komplett neu sanieren und die Ausstattung erhöhen und dann neu vermieten.

@Cale

Joa, das wird schon spannend werden. :D

Ich befürchte aber, wenn sie den Mietendeckel 2025 nicht aufheben, dann wird der Berliner Wohnungsmarkt komplett kollabieren. Das kam jetzt so schnell, dass gerade Privatanbieter kaum reagieren konnten. In den nächsten 5 Jahren wird sich in Berlin aber jeder Wohnraumeigentümer genau anschauen, was da passiert.
 
Das Thema ist etwas komplizierter und solch Beiträge wie von @Urgs zeigen, dass man als außenstehender das Ausmaß dahinter nicht sieht. Was aber auch gar nicht verwerflich ist, früher hätte ich exakt das selbe gepostet.

Meine Schwiegereltern haben ein Wohnhaus in Berlin. Sie selbst haben eine Wohnung in besagtem Haus, genau wie wir und sogar meine Mutter. Das Haus haben sie auf ihre Tochter also meine Partnerin überschrieben. Und trotzdem zahlen wir ganz normal Miete. Eine Sache, die ich zu Beginn nicht verstanden habe.
Aber die Sache ist ganz einfach. Erstens muss das Haus eh noch abbezahlt werden. Sowas dauert. Zahlt man einfach Miete, geht das schneller. Dazu kommen unfassbar viele laufenden Kosten und Abgaben ala Steuern. Was so ein Haus für Summen verschlingt unterschätzen die meisten.
"Das Viertel ist im Wert gestiegen, bitte zahlen Sie hier und dort blablubb". Wieder 20.000 Euro verbrannt.
Oder macht mal ein Dach neu.
Wenn die Hütte also mal abbezahlt ist, dann weiß doch kein Mensch wie sich das alles über die Jahre / Jahrzehnte entwickelt, wie @BitByter schon schrieb. Manche tun so, als ob sowas dafür sorgt, dass man automatisch dick und fett abgesichert ist. Dabei ist das doch mehr als ungewiss. Es kann so viel passieren auf dem langen Weg.
Ihr Ziel ist es zB, wenn Ihre Eltern mal nicht mehr sind, das Haus zu verkaufen. Aber wer sagt denn, dass man dann direkt aufhören kann arbeiten zu gehen, seinen Lebensabend in saus und braus zu verbringen wird trotzdem eher unwahrscheinlich.
Sag niemals nie, aber eigtl buttern wir bisher nur jede Menge Zeit und Geld in das Objekt. Wir arbeiten beide Vollzeit, waren noch nie im Urlaub, sehen uns oft tagelang nur zwischen Tür und Angel, aber der kleine Vermieter von nebenan ist der böse, schon klar.
 
Wer eine Wohnung für 200k kauft, um die zu für 700 zu vermieten, kann ja mal rechnen, wann man alleine die eigenen Kaufkosten drin hat. Ohne Verzinsung natürlich. Und dann die Erhaltungskosten im Laufe der Jahre...

Das klingt als wenn die Wohnung über die Jahre an Wert verliert und man unbedingt den Kaufpreis wieder rein bekommen muss. Dabei ist die Miete einfach nur Rendite auf das Kapital welches man jederzeit wieder zu Geld machen kann.
 
Genau das wird auch passieren. Wo das Problem ist? Frag mal die "armen, kleinen Mieter", die man ja schützen will und die jetzt ne Eigenbedarfsklage bekommen werden.
Als Mieter hat man sowieso nie die Sicherheit, sein ganzes Leben in der gleichen Wohnung zu verbringen.
Außerdem kann man Wohnungen auch mit Mietern verkaufen.

Wenn man sein Geld in Mietwohnungen anlegt, muss man auch mit dem verbundenen Risiko klar kommen. Es ist eben bei weitem keine risikofreie Geldanlageform.

Man Stelle sich nur Mal vor, die Mieten würden in Berlin nicht so extrem steigen, die müssten ja dann quasi ihre Lebensmittel von der Tafel beziehen!

Von welchen Mietsteigerungen sind die denn damals ausgegangen und dachten sich dabei, wird schon gut gehen?

Das Risiko muss man bei jeder Anlage realistisch einschätzen.
 
Außerdem kann man Wohnungen auch mit Mietern verkaufen.

Die Mieter (bzw. deren Miete) sind ja das Problem. Wenn verkauft wird, dann zur Eigennutzung, keiner kauft jetzt wegen der Rendite. Nachfrage gibt es jetzt schon genug und die wird noch zunehmen.

Und ja, Risiko gehört zu einer Anlage, da bin ich voll bei Dir. Meine größte Kritik ist auch nicht die Ungerechtigkeit für die Vermieter (obwohl die durchaus vorhanden ist), sondern daß der Deckel eine billige populistische Masche ist, die die Situation noch verschlimmert. Und die dummen Schafe jubeln, weil sie die Tragweite nicht verstehen. Ist da nicht anders als bei den rechten Populisten und deren Wählern...
 
Nicht hierzulande, aber in Spanien und Portugal gab es das Jahrzehnte lang. Auch in UK hatte man einen quasi-Deckel und die Auswüchse waren dementsprechend. Naja, die Erfahrungen wird man dann jetzt auch in Berlin machen.
 
Bisher kam es aber noch nicht sooo oft vor, dass der Gesetzgeber eine jahrelange Nullrunde bei der Rendite vorschreibt.
Aber die Vermieter haben ja offenbar sicher mit dieser extremen Mietexplosion gerechnet, sonst funktioniert ihre Altersabsicherung ja nicht!

Wer dann aber nicht im Gegenzug auch mit einer großen politischen Unruhe rechnet, ist halt äußerst naiv. Sorry, da haben sie halt Pech gehabt. Scheiße gelaufen.

Ich persönlich hätte da ja eher konservativer geplant.

Was diese Mietpreisbremse am Ende bringt/anrichtet kann ich nicht abschätzen. So wie es derzeit läuft kann es ja offensichtlich auch nicht weiter gehen. Ich halte es da grundsätzlich nicht verkehrt Mal zur Abwechslung irgendwas zu unternehmen.
 
Nicht hierzulande, aber in Spanien und Portugal gab es das Jahrzehnte lang. Auch in UK hatte man einen quasi-Deckel und die Auswüchse waren dementsprechend. Naja, die Erfahrungen wird man dann jetzt auch in Berlin machen.

Mein Post war auch eher für Linda gedacht.

In Portugal und Spanien war afair vor allem das Problem in dieser Zeit, dass viele Häuser quasi bis zur Unbewohnbarkeit verrottet sind, gerade Altbauten. Da hat ja keiner mehr Geld reingesteckt. Wer aber drin gewohnt hat, wollte mangels Alternativen auch nicht freiwillig raus. Ein erstrebenswerter Zustand...

@lüsterneLINDA

Ich weiss nicht, ob alle Vermieter mit Explosionen bei den Mieten gerechnet haben. Nicht für jeden Vermieter ist seine Immobilie ein Spekulationsobjekt. Aber natürlich rechnet man mal mindestens mit Steigerungen, die Inflation und Erhalt abdecken.
 
Ich halte es da grundsätzlich nicht verkehrt Mal zur Abwechslung irgendwas zu unternehmen.

D'accord, aber vielleicht sollte man was Sinnvolles machen. Nichts, was woanders schon gemacht wurde und nur Mist rauskam und von dem jeder halbwegs Informierte dringend abrät.
Warum bist du gegen die Mietbremse und was wäre deine Alternative?
Meine Kritik kannst Du in meinen ganzen letzten Posts ablesen, die wiederhole ich nicht nochmal. Die Lösung: mehr Wohnungen! Ist auch die einzige sinnvolle Lösung. Man muß mehr Wohnraum schaffen. Dafür gibt es reichlich Möglichkeiten, aber wenn man es halbwegs zügig machen will, braucht man dazu auch private Investitionen.

Gerne auch mit Zuckerbrot und Peitsche: Verpflichtung zum Bau, wenn die Grundstücke nicht genutzt werden + Verpflichtung zu Sozialwohnungen. Dafür aber auch Sonderabschreibungen und keine Mietdeckelung bei nicht-Sozialwohnungen. Vielleicht auch Zuschüsse und zeitweise verringerte Grundsteuer in Gebieten mit extremen Wohnungsmangel. Der Staat selber kann auch Bauherr werden, wobei das wieder zu Lasten der Steuerzahler geht. Gibt viele Möglichkeiten...
 
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