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Der Politikthread

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Ich vermute, Trayal bezieht sich darauf, dass es durchaus seriöse Untersuchungen gibt, die zum Fazit kommen, dass die Hartz Reformen einerseits so gut wie gar nichts zum später folgenden Aufschwung und den sinkenden Arbeitslosenzahlen beigetragen haben und andererseits enormen sozialen Sprengstoff bergen und die wachsende Ungleichheit in Deutschland noch weiter befördert haben.
 
Die Agenda 2010 war damals in weiten Teilen wichtig und richtig.

Aber seitdem hat sich unser Land gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch verändert. Das sind dynamische Prozesse. Und so ist das System mal mindestens stark reformbedürftig. Da hat die Politik zu lange nur rumgewurschtelt.

So stehen Staat, Sozialsysteme (noch) und Wirtschaft heute glänzend wie selten da, dafür stehen immer mehr Menschen und Familien am Abgrund.
 
Haushaltblockade in den USA vorläufig beendet
https://www.tagesschau.de/ausland/trump-ende-shutdown-101.html
Viel interessanter finde ich ja die Umfragen
In einer Umfrage der "Washington Post" und des Senders ABC machten 53 Prozent Trump und die Republikaner für den Shutdown verantwortlich, 34 Prozent die Demokraten. 54 Prozent der Befragten sprachen sich gegen eine Grenzmauer aus, 42 Prozent dafür. Seit Beginn der Haushaltssperre sind Trumps ohnehin mäßige Zustimmungswerte noch weiter gesunken.
Es sprechen sich echt fast die Hälfte für die bekloppte Mauer aus :fp:
 
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Ich vermute, Trayal bezieht sich darauf, dass es durchaus seriöse Untersuchungen gibt, die zum Fazit kommen, dass die Hartz Reformen einerseits so gut wie gar nichts zum später folgenden Aufschwung und den sinkenden Arbeitslosenzahlen beigetragen haben und andererseits enormen sozialen Sprengstoff bergen und die wachsende Ungleichheit in Deutschland noch weiter befördert haben.

Danke, das bringts gut auf den Punkt. Es gibt einen sehr stichthaltigen Verdacht, dass es sich hier bloß um eine Korrelation aber nicht um eine Kausalität handelte, die aber grobe, langfristige Verwerfungen nach sich zieht. Wie gewichtig diese jedoch sind, obliegt der eigenen Ideologie. Ist aber grundsätzlich bedenklich, wenn diese bloß aus einer Korrelation hervorgingen.
 
So stehen Staat, Sozialsysteme (noch) und Wirtschaft heute glänzend wie selten da

Da habe ich als nicht Deutscher einen anderen Blick. Als Österreicher graut mir etwa davor, dass unsere neoliberal rechte Regierung unseren ziemlich starken (Sozial)Staat auf euer Niveau oder, im Worst Case, sogar noch darunter positionieren könnte.
 
Da habe ich als nicht Deutscher einen anderen Blick. Als Österreicher graut mir etwa davor, dass unsere neoliberal rechte Regierung unseren ziemlich starken (Sozial)Staat auf euer Niveau oder, im Worst Case, sogar noch darunter positionieren könnte.

Ich meinte auch nur in finanzieller Sicht. Die Sozialkassen sind eigentlich fast alle voll gefüllt.
 
Jup, was sonst? :D

Ich hab da letztens noch ein interessantes Interview mit dem Toyota-Chef gelesen.

Der Mix an Antrieben wäre hier entscheidend. Wasserstoff wäre perfekt. Synthetisch hergestellter Wasserstoff braucht aber viel Energie. Die dürfte natürlich nur aus Erneuerbaren kommen. Das schafft man in DE nicht. Man könnte das in der marokkanischen Wüste realisieren. Da sprechen wir aber a) über ein labiles Land und b) müsste der Transport sicher organisiert sein. Daher wäre es schwierig, alleine auf Wasserstoff zu setzen. Aber der Schwerlasttransport eignet sich z.B. dafür. Oder schwere SUV und Limousinen.

Die Brennstoffzelle ist weniger effizient als Batterieelektrisch alleine. Aber sicher eine Alternative für Sprinter und Co und auch für LKW. Die können aufgrund ihrer Grösse alle Antriebe beherbergen. Auch hier ist der Einsatz bei grösseren PKW möglich und preislich durchsetzbar.

Und rein Batterieelektrisch ist für die meisten PKW die Option der Wahl.

Unmöglich ist da relativ wenig.

Imo hat Toyota ein großes Interesse daran, Wasserstoff Antriebe stark zu reden, weil sie da nun mal investiert sind. Tatsächlich ist Wasserstoff m.e. Mist: Die Effizienz ist unterirdisch im Vergleich zu Elektroautos und die Infrastruktur ist teuer aufzubauen. Und da die Elektroinfrastruktur gerade schon aufgebaut wird und wir die in jedem Fall brauchen, verursacht die Wasserstoffinfrastruktur einfach nur noch zusätzliche Kosten.
Gleichzeitig werden die Nachteile der Elektromobilität - Ladeinfrastruktur, Ladezeit, Reichweite, Kosten - Jahr für Jahr kleiner.
 
Imo hat Toyota ein großes Interesse daran, Wasserstoff Antriebe stark zu reden, weil sie da nun mal investiert sind. Tatsächlich ist Wasserstoff m.e. Mist: Die Effizienz ist unterirdisch im Vergleich zu Elektroautos und die Infrastruktur ist teuer aufzubauen. Und da die Elektroinfrastruktur gerade schon aufgebaut wird und wir die in jedem Fall brauchen, verursacht die Wasserstoffinfrastruktur einfach nur noch zusätzliche Kosten.
Gleichzeitig werden die Nachteile der Elektromobilität - Ladeinfrastruktur, Ladezeit, Reichweite, Kosten - Jahr für Jahr kleiner.

Die Effizienz von Verbrennunsmotoren war schon immer eher schlecht. Trotzdem begleiten sie uns seit mehr als 100 Jahren.

Genauso wie E-Autos nicht nur Vorteile haben (auch in Zukunft), so hat Wasserstoff nicht nur Nachteile. Wasserstoff ist zumindest theoretisch unendlich produzierbar, mit Hilfe von erneuerbaren Energien sogar umweltfreundlich. Man wird es eh nicht schaffen, komplett auf Wasserstoff umzusteigen, aber ich denke, es gibt schon Einsatzgebiete, wo dies lohnenswert wäre.

Batterieelektrisch braucht zukünftig Unmengen an Rohstoffen, die zumindest heute noch a) unter sehr fragwürdigen Bedingungen in b) fragilen Ländern und c) mit sehr umweltunfreundlichen Bedingungen abgebaut werden.

Und nicht falsch verstehen. Ich bin 100% pro E-Mobilität. Mir geht das alles noch viel zu langsam. Ich denke nur, dass ein sinnvoller Mix der Antriebe durchaus Sinn macht.
 
Aber vllt erschwert es gerade der Mix.

Wenn man direkt aus Wasserstoff gegangen wäre, wäre es sicher lohnenswerter gewesen, auch wenn es 10 Jahre länger dauert um es durchzusetzen, bzw flächendeckend einsetzen zu können.
 
Imo hat Toyota ein großes Interesse daran, Wasserstoff Antriebe stark zu reden, weil sie da nun mal investiert sind. Tatsächlich ist Wasserstoff m.e. Mist: Die Effizienz ist unterirdisch im Vergleich zu Elektroautos und die Infrastruktur ist teuer aufzubauen. Und da die Elektroinfrastruktur gerade schon aufgebaut wird und wir die in jedem Fall brauchen, verursacht die Wasserstoffinfrastruktur einfach nur noch zusätzliche Kosten.
Gleichzeitig werden die Nachteile der Elektromobilität - Ladeinfrastruktur, Ladezeit, Reichweite, Kosten - Jahr für Jahr kleiner.
Ob Tankstellen Benzin oder Wasserstoff ausgebe ist doch vollig egal
 
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