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Der Politikthread

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Vllt seh ich das Problem auch zu scharf aber ich glaube nicht dass wir per se ein Land sind das Migranten ablehnt, also liegt der Kanckpunkt für mich bei den Straftätern aus dieser Gruppe.
Wir sind ein Land, das Migrant*innen nicht ablehnt aber auch niemals in das bestehende "Wir" aufnimmt.
Und das ist ein Problem.
 
So einiges hier wird dauernd platt mit GG und Menschenrechten weggebügelt, obwohl es teilweise nur um die Umsetzung bestehender Rechtsnormen geht, oder um irgendwelche Einzelheiten in der (Handhabung der) Verwaltung.

Wo fordere ich denn etwas Anderes? Wenn ein Flüchtling keinen positiven Asylbescheid hat oder sogar schon einen gültigen Abschiebebescheid, dann soll er auch das Land verlassen. Das gilt auch für straffällige Asylbewerber.

Aber irgendwas beschleicht mich, dass es darum nicht geht. Hier soll doch einem Menschen das grundsätzliche Bleiberecht verwehrt werden, wenn er straffällig wurde. Und das geht nunmal nicht. Wenn er hier sein darf, wird er auch nach unserem Rechtssystem bestraft.
 
Bei sowas bekomme ich immer extremen Blutdruck, wenn ich derartiges höre. Wir haben eine erschlagende, wissenschaftliche Evidenz zu dem Thema (bei dessen Ausblick mittlerweile selbst den besonnensten Forschern ganz anders wird), welches DAS wichtigste Thema unserer Zeit ist und dann kommen da irgendwelche Kleingeister mit viel Meinung und wenig Ahnung ums Eck, die sich selbst die absurdesten Argumente zuspielen. Leider spiegelt sich das auch in der Politik wieder. Ist mir unverständlich wie man das so verdrängen kann. Das ist als ob einem gerade die Stadt im Hintergrund abbrennt und man sich einfach der anderen Richtung und viel geringeren Problemen stattdessen zuwendet.
Für mich auch immer wieder traurig zu sehen dass die Leute sich an wesentlich banaleren Dingen aufreiben (wo ich z.B. diese ganze Flüchtlingsthematik mit rein zähle) anstatt mal den wirklich wichtigen Problemen ins Auge zu sehen. Gerade die Maulhelden die mit ihrem scheiß Rassismus auf die Straße rennen und lauthals skandieren dass sie ja Angst um die Zukunft ihrer Kinder haben sollten vielleicht mal begreifen dass deren Kinder und Enkel wahrscheinlich mal eine Welt erben werden in der man gar keine Zukunft mehr haben kann weil der Planet unter ihren Füßen zugrunde gerichtet wurde.
Aber man kann sich ja auch getrost ausruhen auf so glorreichen Errungenschaften wie Dieselfahrverboten und der Abschaffung der Glühlampe.
 
@dweezzu Es ist aber nun mal auch schwierig, hier irgendwie groß was zur Sache zu sagen weil hier eben nicht differenziert wird und mit groben Verallgemeinerungen das Spiel der Rasstist*innen (ob bewusst oder unbewusst) gespielt wird.
Wenn hier grob pauschalisierend und homogenisierend von Migrant*innen gesprochen wird, dann wird es schwierig nicht auch allgemein auf bestehende (Menschen-)Rechte für Alle zu verweisen. Denn Migrant*innen sind in der Mehrheit bspw. deutsche Staatsbürger*innen. Also was darauf antworten?

Ich hab es so vernommen, dass er recht klar von einschlägig Vorbestraften und denen sprach, die endgültig ohne Chance auf Aufenthalt bleiben und ausreisen müssten.

Dass der Staat unfähig wirkt, ist halt immer gefährlich und Futter für die Extremisten, sowohl wenn die o.g. Gruppe ihm auf der Nase rumtanzt, als auch wenn der Verfaschungsschutz wieder Mist baut, vertuscht oder sonst was. Es soll jeder einzelne verkackte Hitlergruß verfolgt werden.

"Also was darauf antworten?"
- Ja, es gibt Probleme, deren Beseitigung vermutlich den richtigen Leuten Wind aus den Segeln nehmen würde.

anstatt

- sowas überhaupt anzusprechen ist das Spiel der Rassisten spielen



PS: und damit sage ich persönlich jetzt nicht, dass es dort überbordende Probleme tatsächlich gibt und der Staat nur xx% von yy% Abschiebungen durchführt. Hab ich viel zu wenig Ahnung von.
 
Wir sind ein Land, das Migrant*innen nicht ablehnt aber auch niemals in das bestehende "Wir" aufnimmt.
Und das ist ein Problem.

:skep:

So sind "wir" also. Ok.

Jetzt habe ich wieder das Problem, dass ich nicht verstehe wie du das meinst, denn für den vermeintlichen Inhalt bist du zu intelligent.


Sonst würde ich jetzt nach Auskunft fragen wie dann "die", "Belgier", "Finnen" und "Moslems" sind.
 
Für mich auch immer wieder traurig zu sehen dass die Leute sich an wesentlich banaleren Dingen aufreiben (wo ich z.B. diese ganze Flüchtlingsthematik mit rein zähle) anstatt mal den wirklich wichtigen Problemen ins Auge zu sehen. Gerade die Maulhelden die mit ihrem scheiß Rassismus auf die Straße rennen und lauthals skandieren dass sie ja Angst um die Zukunft ihrer Kinder haben sollten vielleicht mal begreifen dass deren Kinder und Enkel wahrscheinlich mal eine Welt erben werden in der man gar keine Zukunft mehr haben kann weil der Planet unter ihren Füßen zugrunde gerichtet wurde.
Aber man kann sich ja auch getrost ausruhen auf so glorreichen Errungenschaften wie Dieselfahrverboten und der Abschaffung der Glühlampe.

Geb ich dir Recht, es gibt wirklich wichtigere Dinge.
 
In meinen Augen, ja. Ich kann es nicht verstehen, bzw. ich habe kein Verständnis dafür, dass Zugewanderte, die hier kriminelle Taten begehen dann auch noch auf Staats(also auch meine)kosten im Gefängnis (wo es den Leuten besser geht als bspw. Obdachlosen) untergebracht werden (sollen).

Weil man drei Mahlzeiten am Tag bekommt und nicht im Regen sitzen muss? :ugly:

Ich schätze, du warst noch niemals deiner Freiheit beraubt. Ansonsten führen wir doch zukünftig als Strafe einfach Obdachlosigkeit ein statt Knast...
 
Frag mal nen Obdachlosen, ob er nicht lieber in den Knast will...

Viele wollen ja nicht mal ne Wohnung, selbst wenn sie sie bekommen könnten. Eine Welt, die ich hoffentlich nie werde "verstehen" können. Weil ich glaube, dann ist man bereits mittendrin.

Und die Obdachlosen, die eigentlich gar kein Aufenthaltsrecht hier haben, gehen Behörden sowieso aus dem Weg. Logischerweise.
 
Wow, ok. :O_o:

Also zunächst mal finde ich es bemerkenswert, dass ausgerechnet die Moderatoren dieses Threads offensichtlich am meisten Schwierigkeiten haben sich an die eigenen Worte zu erinnern:
@pil wunderbare Einleitungsworte übrigens. Ich hoffe der damit vermittelte Gedanke wohnt dem Thread auch inne und setzt sich im ganzen Forum so fort.
Das müsste eigentlich jeder mit einem "ok" bei der Anmeldung hier bestätigen um Mitglied zu werden :)
vs.

Und darüber hinaus bin ich verwundert ob der Reaktionen auf meine eigentlich recht harmlose Bemerkung. Das von mir verwendete "Wir" habe ich mir ja nicht selbst ausgedacht, sonder es aus Gerris Formulierung aufgenommen um damit auf ebenjene Trennung zu verweisen, die damit automatisch gemacht wird: hier "wir" und dort "die"; in dem Fall "Wir Deutschen" und "Die Migrant*innen".
Nun wollen Migrant*innen aber nicht immer als "die" anderen gelten und wahrgenommen werden, sondern eigentlich auch Teil des "Wir" sein. Das geht aber nicht, solange immer wieder dieser Gegensatz aufgemacht wird (der zunächst einmal natürlich auf sprachlicher Ebene vollzogen wird). Man sieht das ja aktuell wieder an Seehofer und seiner Formulierung: Migration ist die Mutter aller Probleme. Viele deutsche (!) Migrant*innen (!!) fühlen sich durch diese Bemerkung zu recht verletzt und ausgeschlossen.
Migration wird als solches problematisiert - und damit auch unweigerlich Migrant*innen, weil sie ihre eigene oder familiäre Migrationsgeschichte ja nicht einfach ablegen können und wollen.
 
CSU halt. Was soll man auch erwarten? Ich traue denen nix zu, garnix, nichtmal banale Änderungen bzw. Verbesserungen für irgendwas. Guck dir die weltfremden, senilen Arschgeigen wie Seehofer und Mortler nur mal an. Ein Armutszeugnis, dass solche Leute überhaupt politische Ämter bekleiden dürfen.
 
In dieser Radikalität verschiebt sich die Mitte eben wie bei einem Tauziehen dahin, wo die Kräfte stärker sind.
Und ich kann diesbezüglich eine gewisse Tendenz erkennen...
Ich weiß nicht....

In meiner persönlichen Wahrnehmung verschiebt sich die Mitte bei starken rechten Kräften derzeit eher nach links, was ich für mich selbst übrigens auch beobachte.
 
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