@Gerri
Woran liegt es eigentlich, dass gerade dieses Thema Abschiebung straffälliger Migranten bei dir immer als so hohes Problem dargestellt wird? Wären für dich die Probleme gelöst, wenn wir einen straffälligen Migranten einfach in die Heimat statt in den Knast schicken? Was ändert das? Rechtsgefühl?
Wären in Chemnitz 6.000 Menschen auf die Strasse gegangen, wenn ein Deutscher einen Deutschen erstochen hätte? Eher nicht. Das passiert hundertfach und wir bekommen es nichtmals mit. Und das ist das Problem bei dem braunen Pack. Es geht nicht um die Tat. Es geht nicht um das Opfer. Es geht darum, seinen Fremdenhass endlich offen nach aussen tragen zu können.
Ich bin dafür udn war auch ein wenig stolz dass Deutschland sich 2015 entschieden hat, so vielen Menschen zu helfen, auch und gerade als eines dcer wenigen Länder in Europa v.a. in diesem Maße.
Umso bitterer finde ich es, dass nachdem die breite Mehrheit der Deutschen die Flüchtlinge mit offenen Armen empfangen hat, recht schnell eine kleine aber deutliche Welle an verrohten Straftaten zu beobachten war, wie wir sie teilweise noch nicht kannten. Ob das 6 Syrer sind die einen Obdachlosen anzünden, ein Mann mit ner Machete eine Frau vergewaltigt auf nem offenen Feld, oder jetzt 3x 10 jährige Kinder ein 4. Kind vergewaltigen. Gleichzeitig bemerkt man eine gewisse Hilflosigkeit beim Staat, wenn man gerade bei Morden liest, dass die Leute meist vorher schon einschlägig vorbestraft sind oder schon hätten abgeschoben werden sollen.
In diesem Moment sorgen die Täter und der Staat in meinen Augen dafür, dass die Toleranz gegenüber Flüchtlingen in der Bevölkerung sinkt und gleichzeitig die Flüchtlinge die sich hier ein normales Leben aufbauen sollen und der überwiegende Teil sind, in ein schlechtes Licht gerückt werden.
Es wird also eine kleine, straffällige Gruppe an Menschen um einen, imo, zu hohen Preis geschützt.
Und man kann es nicht vergleichen wenn ein Deutscher einen Deutschen erstochen hätte..... wir haben diese Leute mit offenen Armen empfangen, sie in unser Land gelassen und bekommen, teilweise, eben das zurück. Das ist doch etwas komplett Unterschiedliches.
Auch ich bin nicht dafür das das GG aufgeweicht wird oder Menschenrechte missachtet werden, aber den Täterschutz über den Frieden im Land zu stellen, ist es mir nicht wert. Und eine andere Lösung habe ich nicht. Das sie gut ist, behaupte ich allerdings auch nicht.
Ich hoffe ihr konnte dir damit meinen Gedankengang klar machen.
Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz: um Leute nicht "nach rechts zu drängen" erfüllen "wir" (als gesellschaftliche "Mitte") einfach ihre politischen Forderungen, weil wenn die rechte Politik nicht von rechts gemacht wird sondern aus der Mitte heraus ist es ja per definitionem keine rechte Politik mehr und die Leute stehen nicht rechts sondern schön in der Mitte. Alles eine Frage der Perspektive.
Und nicht vergessen: sowas kommt von sowas! Wir wissen alle Bescheid, ich will niemanden hören der irgendwann mal das Gegenteil behauptet.
Nunja, man könnte einfach konsequenter sein. Das würde in vielen Fällen oft schon reichen.
Sobald jmd. ausreisepflichtig wird, ist die Hemmschwelle die "Sau rauszulassen" natürlich wesentlich geringer. Da müsste schneller und konsequenter reagiert werden.
Davon ab geb ich dir Recht. Man sollte natürlich nicht nach Rechts rücken aber immer bedenken, je größer der Spielraum für straffällige Migranten ist (egal ob es Leute sind die schon ausreisepflichtig sind und nicht abgeschoben werden oder straffällig gewordene Migranten welche nicht abgeschoben werden dürfen), desto größer wird der Spielraum für die Rechten.
Ist nur meine Meinung und die mag falsch sein/ Fehler aufweisen aber so wie es aktuell gehandhabt wird, funktioniert es anscheinend nicht, also muss man irgendwas tun.