Alle vier Staffeln von Evil auf Paramount gesehen.
Ich hatte Bock auf eine Mischung aus Horror und Akte X - und genau so hat sich Evil in der ersten Staffel angefühlt. War das wirklich der Teufel? Oder war es eher eine psychische Krankheit, die dieses Verhalten verursacht hat. Die Serie springt von jeder Folge zu einem neuen "Monster of the Week", aber behält sich einen roten Storyfaden bei. Zwar werden immer wieder Folgen nie richtig aufgelöst - und auch später nicht thematisiert - aber das konnte ich aufgrund der interessanten Konstellation und Thema ignorieren. Ab der dritten, und spätestens ab der vierten Staffel, wird die Hauptgeschichte dermaßen absurd und Hauptcharaktere dermaßen beschissen geschrieben, dass ich mich schäme, dass ich mir das wirklich angeschaut habe. Wie gesagt, es beginnt stark, bietet dann immer am Ende die Breaking Bad Momente, wo man unbedingt wissen will wie es weitergeht, aber alleine der weibliche Hauptcharakter ist ein unsympathisches, narzissistisches, psychopathisches Wesen, wie ich es selten erlebt habe. Die Autoren wollen, dass man mit dem Charaktere Mitleid hat und mitfiebert, aber das geht einfach nicht.
Jeder der gute Serien mag, sollte bei Evil - auch wenn die ersten Folgen richtig stimmig sind - wirklich einen Bogen darum machen. Ich hab es zu spät erkannt und mir dann gesagt, dass ich doch noch wissen will wie es endet - ein Fehler.