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Der Nahostkonflikt

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Oh nein, wie können es diese Familien nur wagen alles erdenklich mögliche zu tun um ihren entführten Angehörigen zu helfen...
Es geht nicht um die Familien, dass die jede Chance nutzen wollen ist mir klar. Es geht darum wie Deutschland leichtfertig Staatsbürgerschaften verteilt, sogar in Abwesenheit, während eines Schadenfalls. Ob die Leute Bezug zu Deutschland haben ist völlig egal.
 
Es geht nicht um die Familien, dass die jede Chance nutzen wollen ist mir klar. Es geht darum wie Deutschland leichtfertig Staatsbürgerschaften verteilt, sogar in Abwesenheit, während eines Schadenfalls. Ob die Leute Bezug zu Deutschland haben ist völlig egal.

Sprechen wir jetzt hier von Versicherungsbetrug, oder darum Menschenleben mit allen erdenklich möglichen Mitteln zu retten?
 
Sprechen wir jetzt hier von Versicherungsbetrug, oder darum Menschenleben mit allen erdenklich möglichen Mitteln zu retten?
Diese Leute lassen sich nur einbürgern um sofort eine staatliche Leistung abzurufen, insofern ist der Vergleich zu einer Versicherung nicht all zu weit hergeholt.

Und grundsätzlich: Kann man nicht helfen ohne gleich jedem einen dt. Pass in die Hand zu drücken?
 
Diese Leute lassen sich nur einbürgern um sofort eine staatliche Leistung abzurufen, insofern ist der Vergleich zu einer Versicherung nicht all zu weit hergeholt.

Also nur nochmal für mich: wir sprechen hier schon davon, dass da Menschenleben auf dem Spiel stehen?

Und grundsätzlich: Kann man nicht helfen ohne gleich jedem einen dt. Pass in die Hand zu drücken?

Keine Ahnung, wie das rechtlich zu bewerten ist, aber ich denke schon, dass es einen Unterschied macht, ob ich mich als Land für meine Staatsbürger einsetze, oder für die Staatsbürger eines anderen Landes.
 
Es geht nicht um die Familien, dass die jede Chance nutzen wollen ist mir klar. Es geht darum wie Deutschland leichtfertig Staatsbürgerschaften verteilt, sogar in Abwesenheit, während eines Schadenfalls. Ob die Leute Bezug zu Deutschland haben ist völlig egal.
Was ist das wieder für ein würdeloser Unfug?
Erstens, Deutschland vergibt nicht "leichtfertig" Staatsbürgerschaften und es ist auch nicht "völlig egal" ob die zu Einbürgernden "Bezug zu Deutschland haben".
Es ist klar geregelt wer Anrecht auf den deutschen Pass hat und wer nicht. Die Vergabe erfolgt auf dieser Grundlage, die auch faktisch überprüft wird. Und es gibt in jedem Fall - und in diesem ist es selbstverständlich kein Stück anders - einen Bezug zu Deutschland, denn die für die Staatsbürgerschaft berechtigten Personen bzw. ihre Familie sind Deutsche - bzw. sind es gewesen, bis die Nationalsozialisten neu definiert haben wer Deutscher sein kann und wer nicht. Hier wird also nur Recht wiederhergestellt, das im Nationalsozialismus auf die schlimmste Art und Weise verwehrt wurde:

Antragsberechtigt sind:

Personen, die im Zusammenhang mit Verfolgungsmaßnahmen aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen in der Zeit vom 30.01.1933 bis zum 08.05.1945.

  1. die deutsche Staatsangehörigkeit vor dem 26.02.1955 aufgegeben oder verloren haben (insbesondere durch Einbürgerung auf Antrag in einen anderen Staat),
  2. von einem gesetzlichen Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Eheschließung, Legitimation oder Sammeleinbürgerungen deutscher Volkszugehöriger ausgeschlossen waren,
  3. 3.1) nach Antragstellung nicht eingebürgert worden sind oder
    3.2) allgemein von einer Einbürgerung - die bei einer Antragstellung sonst möglich gewesen wäre - ausgeschlossen waren oder
  4. ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland – in den Grenzen vom 31.12.1937 – aufgegeben oder verloren haben, wenn der Aufenthalt
    4.1) bereits vor dem 30.01.1933 begründet worden war
    oder
    4.2) als Kind auch nach diesem Zeitpunkt begründet worden war
  5. Abkömmlinge der o. g. Personen
https://www.germany.info/us-de/service/staatsangehoerigkeit/einbuergerung-art-116-2-gg/1216804#:~:text=Mit Inkrafttreten des 4.,auch staatsangehörigkeitsrechtliche Nachteile erlitten haben.
 
Also nur nochmal für mich: wir sprechen hier schon davon, dass da Menschenleben auf dem Spiel stehen?

Ich checks auch null.

Vor allem wir sprechen hier von ~120 übrigen Geiseln, selbst wenn die ALLE (höchst unwahrscheinlich) ne 2. Staatsbürgerschaft hier beantragen, wenns daran scheitert haben wir ganz andere Probleme (so und so).
 
5. Abkömmlinge der o. g. Personen
Für mich wäre es verständlich, wenn es sich rein auf die betroffenen Personen und deren direkte Nachkommen beziehen würde. Allerdings wurde das Gesetz erst 77 Jahre nach Kriegsende (2021) erlassen. D.h. von der ersten Generation dürften nicht mehr viele Leben und die Zweite auch schon steinalt sein. Also bezieht es sich auf Generation 3 oder 4 ++ und was haben die noch für einen Bezug zu Deutschland? Ich finde es schon erschrecken, dass die Hürden so niedrig sind, dass sie sogar in Abwesenheit eine deutsche Staatsbürgerschaft bekommen und dann als Deutsche zählen. Die können dann bei uns wählen, in der EU herum reisen usw.

Und ja es geht um Menschenleben, aber wenn wir jeden einbürgern dessen Leben in Gefahr ist, dann viel Spaß. Es muss auch anders gehen.

Deutsche Staatsbürgerschaft für Nachfahren von NS-Verfolgten
Im Juni 2021 beschloss der Bundestag eine weitreichende Änderung des Einwanderungsgesetzes: Zahlreiche Nachkommen von NS-Verfolgten haben jetzt erstmals einen gesetzlichen Anspruch auf die deutsche Staatsbürgerschaft. Der britisch-deutsche Historiker Dr. Nicholas Courtman gehört selbst zu den Betroffenen und beriet den Bundestag als Sachverständiger. Er erklärte uns, was das Gesetz für ihn bedeutet, wer die Staatsbürgerschaft beantragen kann und wie man Nachweise erbringt. Hier können auch die Dokumente der Arolsen Archives helfen.
https://arolsen-archives.org/news/staatsbuergerschaft-fuer-nachfahren-von-ns-verfolgten/

„Diese neuen Einbürgerungsregelungen könnten Hunderttausende Menschen betreffen. Selbst wenn nur wenige davon Gebrauch machen, weil sie keinen Bezug zu Deutschland haben: Es ist ein wichtiger symbolischer Akt der Wiedergutmachung“
https://arolsen-archives.org/news/staatsbuergerschaft-fuer-nachfahren-von-ns-verfolgten/
 
Und ja es geht um Menschenleben, aber wenn wir jeden einbürgern dessen Leben in Gefahr ist, dann viel Spaß. Es muss auch anders gehen.
Das ist doch kompletter Mumpitz was du schreibst. Die Menschen haben doch nicht das Recht zur Staatsangehörigkeit, weil ihr Leben in Gefahr ist. Sie haben unabhängig davon das Recht auf die deutsche Staatsbürgerschaft - dass sie sich gerade in Lebensgefahr befinden spielt bei der Beurteilung über ihre Einbürgerung überhaupt keine Rolle.
Umgekehrt wird doch ein Schuh draus: Was wäre das denn für ein Rechtsverständnis, wenn der deutsche Staat eine Einbürgerung, für die eine faktische und rechtliche Grundlage besteht, ablehnen würde, weil sich der künftige Bundesbürger gerade in einer unverschuldeten Notlage befindet.
Und außerdem: Wenn du den von dir verlinkten Artikel der Süddeutschen tatsächlich auch gelesen hast dann wüsstest du, dass Deutschland ohnehin keine eigenen Schritte an Israel vorbei unternehmen würde, ganz gleich ob und wie viele in Geiselhaft befindliche Personen noch zu deutschen Staatsbürger*innen werden oder nicht.
Für mich wäre es verständlich, wenn es sich rein auf die betroffenen Personen und deren direkte Nachkommen beziehen würde. Allerdings wurde das Gesetz erst 77 Jahre nach Kriegsende (2021) erlassen. D.h. von der ersten Generation dürften nicht mehr viele Leben und die Zweite auch schon steinalt sein. Also bezieht es sich auf Generation 3 oder 4 ++ und was haben die noch für einen Bezug zu Deutschland?
Besser spät als nie, das Gesetz ist dann eben 77 Jahre zu spät erlassen worden. Dafür kann die jetzige Generation, die dadurch ein Anrecht auf die Staatsbürgerschaft hat, ja nichts. Nochmal: Im Nationalsozialismus wurde Deutschen - jüdischen Deutschen, deutschen Sinti und Roma usw. - aufgrund einer völkisch-rassistischen Ideologie das Deutsch-Sein abgesprochen. Im Zuge ihrer Verfolgung haben viele Menschen ihre Staatsbürgerschaft verloren, abgelegt oder ablegen müssen. Wäre dieses Unrecht damals nicht geschehen, wären sie vermutlich deutsche Staatsbürger geblieben, und ihre Kinder, und ihre Kindeskinder...
Diese Menschen haben nun erstmals die Möglichkeit, die erzwungene Ausbürgerung ihrer Familie wieder (ein Stück weit) rückgängig zu machen.
Ich finde es schon erschrecken, dass die Hürden so niedrig sind, dass sie sogar in Abwesenheit eine deutsche Staatsbürgerschaft bekommen und dann als Deutsche zählen. Die können dann bei uns wählen, in der EU herum reisen usw.
Ich kann es nur nochmal betonen: Sie zählen als Deutsche, weil sie schon immer Deutsche waren und dies nur nicht mehr sind, weil die Nazis es so wollten. Es wäre grotesk für die Wiedereinbürgerung Hürden zu errichten, wenn der Verlust der Staatsbürgerschaft damals gegen ihren Willen erfolgte.

Und da dieses Gesetz ohnehin nur in wenigen Einzelfällen zur Anwendung kommt oder kommen wird (das passende Zitat hast du ja schon mitgeliefert), ist das ohnehin keine große Debatte wert.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Mingo : Soweit, so bekannt. Ich bin trotzdem anderer Meinung.

Und außerdem: Wenn du den von dir verlinkten Artikel der Süddeutschen tatsächlich auch gelesen hast dann wüsstest du, dass Deutschland ohnehin keine eigenen Schritte an Israel vorbei unternehmen würde
Erstens habe ich das nie behauptet und zweitens ist das eine ziemlich dreiste Unterstellung. Da machst Du es Dir schon sehr einfach...
Darum geht es mir gar nicht. Mich stört, dass die deutsche Staatsbürgerschaft an Leute vergeben wird, die keinen Bezug mehr zu Deutschland haben, von denen die meisten kein deutsch sprechen dürften und vielleicht nicht mal wissen wo Deutschland genau liegt. Wenn man solche Leute im Schnellverfahren einbürgert entwertet das für mich die deutsche Staatsbürgerschaft und das stört mich. Ebenso wie die Staatsbürgerschaft im konkreten Fall genutzt wird, als reiner Notnagel und nicht um sich in Deutschland ein Leben aufzubauen.

Ich kann es nur nochmal betonen: Sie zählen als Deutsche, weil sie schon immer Deutsche waren und dies nur nicht mehr sind, weil die Nazis es so wollten. Es wäre grotesk für die Wiedereinbürgerung Hürden zu errichten, wenn der Verlust der Staatsbürgerschaft damals gegen ihren Willen erfolgte.
Ähm das ist knapp 80 Jahre her, wir reden 3-4 Generationen später... gegen deren Willen ist gar nichts passiert. Und so glasklar kann es nicht sein, sonst hätte es nicht 77 Jahre gedauert. Reine Symbolpolitik.
 
@Mingo : Soweit, so bekannt. Ich bin trotzdem anderer Meinung.

Erstens habe ich das nie behauptet und zweitens ist das eine ziemlich dreiste Unterstellung. Da machst Du es Dir schon sehr einfach...
Darum geht es mir gar nicht. Mich stört, dass die deutsche Staatsbürgerschaft an Leute vergeben wird, die keinen Bezug mehr zu Deutschland haben, von denen die meisten kein deutsch sprechen dürften und vielleicht nicht mal wissen wo Deutschland genau liegt. Wenn man solche Leute im Schnellverfahren einbürgert entwertet das für mich die deutsche Staatsbürgerschaft und das stört mich. Ebenso wie die Staatsbürgerschaft im konkreten Fall genutzt wird, als reiner Notnagel und nicht um sich in Deutschland ein Leben aufzubauen.

Ähm das ist knapp 80 Jahre her, wir reden 3-4 Generationen später... gegen deren Willen ist gar nichts passiert. Und so glasklar kann es nicht sein, sonst hätte es nicht 77 Jahre gedauert. Reine Symbolpolitik.

Da sitzen Menschen in einer lebensbedrohlichen Lage und du hast "Angst" dass dir deine DURCH ZUFALL angeborene Staatsbürgerschaft "entwertet" wird? Ich kann grad nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte...

Ohne Nazideutschland wären diese Menschen übrigens noch deutsche Staatsbürger, egal ob das nun 3, 4 oder mehr Generationen wären. Aber was schreib ich hier eigentlich, dir sind Menschenleben einen Dreck wert und ich glaub da kann man auch mit einer Wand diskutieren.
 
Deine Beiträge zeigen deutlich, dass dir deine, durch die Lebenslotterie zugeloste, Staatsangehörigkeit wichtiger ist, als die Leben der Geißeln.
Ich schreibe weiter oben, dass man den Leuten helfen soll ohne sie gleich einzubürgern, das hast Du sogar zitiert. Und trotzdem schreibst Du danach mir sind Menschenleben nichts wert, nur weil ich bei der Staatsbürgerschaft anderer Meinung bin.

Sätze wie
Ich kann grad nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte...
oder eben
dir sind Menschenleben einen Dreck wert
bringen überhaupt gar nichts für eine Diskussion, außer diese unnötig zu eskalieren. Ich respektiere die Meinung von Dir und z.B. @Mingo doch auch, es ist schlicht eine andere Perspektive.
 
Ich habe mehrfach meine Irritation zum Ausdruck gebracht, dass ich nicht verstehen kann, wieso man nicht jedes erdenkliche Mittel nutzen sollte, die Leben der Geißeln zu retten. Wenn die deutsche Staatsbürgerschaft dazu gehört, dann kann ich einfach nicht verstehen, wieso man nur dagegen argumentieren kann.

Klär mich doch mal auf, inwiefern "deine" Staatsangehörigkeit entwertet wird, wenn Geißeln diese erhalten könnten und dadurch auch nur minimal die Chance steigen könnte, die Geißeln zu retten. Wirst du dadurch plötzlich in deiner eigenen Sicherheit gefährdet? Hast du dadurch irgendwelche Nachteile zu befürchten?
 
Und sowas passiert eben häufig, Leute sind empört über eine andere Meinung und schießen dann schnell verbal übers Ziel hinaus und schon ist einer vernünftigen Diskussion darüber eben oft der Nährboden entzogen.
Andere Meinungen sollte man halt auch mal gelten lassen, selbst wenn die halt konträr zur eigenen Weltanschauung oder Idealen steht.
Darüber kann man dann diskutieren und seinen Standpunkt vertreten oder eben halt auch nicht daran teilnehmen, wenn einem die Energie dafür fehlt und man sich da nicht so involvieren will. Aber meiner Meinung ist es immer gut sich mit unterschiedlichen Standpunkten auseinanderzusetzen.
 
Ok, ich entschuldige mich für meine Wortwahl. Dennoch habe ich mehrfach geschrieben, dass ich nicht verstehen kann, wie man einfach mal komplett ausklammert, dass es hier um Menschenleben geht und nicht um "Versicherungsbetrug". Die wollen keine staatlichen Leistungen in Form von Geld abgreifen, sondern gerettet werde aus einer lebensbedrohlichen Lage.

Weiß nicht so recht, da fällt es mir halt enorm schwer, die "andere Seite" zu verstehen. Es geht halt nicht darum ob etwas "richtig" oder "falsch" ist. Sobald es um Menschenleben geht gilt dieser Grundsatz einfach nicht mehr. Hier werden ja auch nicht Menschenleben gegen andere Menschenleben aufgewogen, wie vlt. in anderen Diskussionen. Es wird ein von Menschen erfundenes, abstraktes Konstrukt, dass die meisten hier nur durch Zufall erlangt haben (mich eingeschlossen) gegen Menschenleben aufgewogen...da ist mir leider die Hutschnur geplatzt.

Ich werde versuchen meine Wortwahl in Zukunft mehr zu beachten. Notfalls muss ich mich aus solchen "Diskussionen" früher zurückziehen.
 
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