Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der Nahostkonflikt

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Gut, dann hab ich das offensichtlich missverstanden. Ich dachte immer, dass der Iron Dome dazu da ist, die Gefahr zu minimieren, die von feindlichen Angriffen ausgeht.
Aber du kannst du mir sicherlich den eigentlichen Zweck des Iron Dome erläutern.
Glaube eher das @kingpin68 und @Azrael1965 davon ausgehen, dass du es nicht als schlimm empfindest das Israel angegriffen wird, da sie ja den Iron Dome haben.

Ich gehe aber mal davon aus, das dem nicht so ist.
 
Die Angriffe sind durch den Iron Dome natürlich weniger tödlich und zerstörerisch.
Das ist aber auch eine Sache, die die Israelis sich erst im Laufe der Zeit erarbeitet und entwickelt haben.
Die früheren israelisch-arabischen Kriege in dem Gebiet hatten natürlich da auch noch ein anderes Zerstörungsbild in Israel.
Mingo gehts dann sicherlich um die Bedrohungslage, dass er sagt....die Raketen, die da auf Israel fliegen richten halt dadurch (zum Glück) nicht soviel an. Während die Raketen aus Israel im Libanon und dem Gaza-Streifen ganz anderen Schaden anrichtet.
Und wie ist da die Relation und die Bedrohunslage zu sehen? Ist die Reaktion angemessen?
Andererseits muß man sich auch fragen wie lange man einfach da sitzen und zusehen soll wie sich Hamas und Hisbollah um einen herum hochrüsten? Wann ist der richtige und angemessene Zeitpunkt da so zuzuschlagen?
Alles schwierige Fragen was angemessen ist. Wobei die Ausgangslage halt bleibt: Hamas und Hisbollah wollen den Staat Israel auslöschen.
 
Gab übrigens in der Zwischenzeit einen neuen Vorfall:
Unifil wirft Israel Angriff auf Posten vor
Unifil, die UN-Friedensmission im Libanon, hat Israel die absichtliche Zerstörung einer ihrer Beobachtungstürme vorgeworfen. Laut Mission ereignete sich der Vorfall in Marwahin.
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/blauhelme-unifil-angriff-israel-nahost-100.html

Das israelische Militär hat nach UN-Angaben erneut einen Posten der Blauhelmsoldaten im Süden des Libanon angegriffen. Ein Bulldozer des israelischen Militärs habe absichtlich einen Beobachtungsturm und den Zaun einer Stellung der Friedenstruppen in Marwahin zerstört, teilte die UN-Mission im Libanon (Unifil) auf der Plattform X mit. Marwahin liegt nahe der Grenze zu Israel.

Den Angriff auf Blauhelmsoldaten, ich gehe mal von einem Versehen aus, wird auch niemand gutheißen.
Stimmt, der Bulldozer ist aus Versehen gegen den Turm gefahren...

Und hier hat bei den Panzern der Gang geklemmt und sie haben aus Versehen das Tor der Blauhelme eingefahren:

Die UN-Friedenstruppe im Libanon (Unifil) hat der israelischen Armee vorgeworfen, mit Panzern in eine Stellung der Blauhelmsoldaten im Südlibanon eingedrungen zu sein und zudem ihre Truppenbewegungen blockiert zu haben. Am frühen Morgen hätten zwei israelische Panzer das Haupttor der Stellung in der Gegend von Ramia zerstört und seien "gewaltsam" eingedrungen, hieß es in einer Erklärung von Unifil. Nach 45 Minuten seien die Panzer wieder abgezogen – nachdem die UN-Soldaten bei der israelischen Militärführung gegen das Vorgehen protestiert hatten.
https://www.zeit.de/politik/ausland/2024-10/unifil-netanjahu-libanon-abzug-forderung
 
Nahost - Israel greift Ziele im Iran an – Teheran: „begrenzte Schäden“

Einen Monat nach den Raketenangriffen des Iran hat das israelische Militär in der Nacht die erwarteten Vergeltungsangriffe ausgeführt. Die Armee teilte mit, es habe präzise Angriffe auf Anlagen zur Raketenproduktion und andere militärische Einrichtungen gegeben. Inzwischen sei der Einsatz beendet, die Flugzeuge seien sicher heimgekehrt.


https://www.deutschlandfunk.de/israel-greift-ziele-im-iran-an-teheran-begrenzte-schaeden-100.html
 
Israel verbietet UNRWA Arbeit auf seinem Staatsgebiet
Stand: 28.10.2024 20:12 Uhr

Das UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA muss seine Arbeit in Israel im kommenden Jahr einstellen. Das israelische Parlament billigte einen umstrittenen Gesetzentwurf, der der Organisation die Tätigkeit auf israelischem Staatsgebiet untersagt. Das bedeutet, dass die Organisation auch ihre Einsätze in den Palästinensergebieten kaum fortsetzen kann, weil Israel die Grenzübergänge kontrolliert.

Weitere Informationen in Kürze.

Quelle: Tagesschau


:kotz:
 
Die Angriffe sind durch den Iron Dome natürlich weniger tödlich und zerstörerisch.
Das ist aber auch eine Sache, die die Israelis sich erst im Laufe der Zeit erarbeitet und entwickelt haben.
Die früheren israelisch-arabischen Kriege in dem Gebiet hatten natürlich da auch noch ein anderes Zerstörungsbild in Israel.
Mingo gehts dann sicherlich um die Bedrohungslage, dass er sagt....die Raketen, die da auf Israel fliegen richten halt dadurch (zum Glück) nicht soviel an. Während die Raketen aus Israel im Libanon und dem Gaza-Streifen ganz anderen Schaden anrichtet.
Und wie ist da die Relation und die Bedrohunslage zu sehen? Ist die Reaktion angemessen?
Andererseits muß man sich auch fragen wie lange man einfach da sitzen und zusehen soll wie sich Hamas und Hisbollah um einen herum hochrüsten? Wann ist der richtige und angemessene Zeitpunkt da so zuzuschlagen?
Alles schwierige Fragen was angemessen ist. Wobei die Ausgangslage halt bleibt: Hamas und Hisbollah wollen den Staat Israel auslöschen.
Und das mit allen Mitteln.
 
»Die gesamte Bevölkerung in Nordgaza ist akut vom Tod bedroht«
Die Menschen im Norden Gazas leiden infolge israelischer Angriffe entsetzliche Not. 15 Organisationen der Uno und privater Helfer warnen in einem gemeinsamen Statement: »Die Lage ist apokalyptisch.«
https://www.spiegel.de/ausland/isra...edroht-a-23e8fc7c-a4d4-4633-ba19-ee8f9c5702e8

Zu den Unterzeichnern gehörten unter anderem die Leiter
  • des Uno-Nothilfebüros (OCHA),
  • des Flüchtlingshilfswerks (UNHCR),
  • des Kinderhilfswerks (Unicef),
  • der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
  • und des Welternährungsprogramms (WFP)
  • sowie etwa der Hilfsorganisation Oxfam.
»Die Lage im Norden Gazas ist apokalyptisch«, warnen die Unterzeichner. »Die Region ist seit fast einem Monat in einem Belagerungszustand. Der Bevölkerung werden selbst rudimentäre Unterstützung und überlebenswichtige Versorgungsgüter verwehrt, während die Bombardierungen und andere Angriffe anhalten. Allein in den vergangenen Tagen sind mehrere Hundert Palästinenser getötet worden – und die meisten von ihnen sind Frauen und Kinder.«
Frick sagte dem RND weiter, die humanitäre Krise im Gazastreifen übersteige jede Vorstellungskraft und erfordere eine umfassende Antwort, in der die UNRWA eine zentrale Rolle spiele. »Ein Verbot von UNWRA nimmt denen, die ums nackte Überleben kämpfen, die letzte Kraft.«
Wenn das kein Kriegsverbrechen ist, dann weiß ich auch nicht. :nein:
 
In der vergangenen Woche hat das Büro des Hochkommissars für Menschenrechte seinen aktuellen Bericht über die humanitäre Lage in Gaza veröffentlicht.
Er behandelt den Zeitraum vom 1. November 2023 bis zum 30. April 2024, das letzte halbe Kriegsjahr ist hierbei also ausgeklammert und es ist davon auszugehen, dass dies die verlässlichsten Daten sind, die man für diesen Zeitraum zur humanitären Lage in Gaza bekommen kann: https://www.ohchr.org/sites/default...tries/opt/20241106-Gaza-Update-Report-OPT.pdf

Alleine das Inhaltsverzeichnis lässt erahnen, welchem Horror die Zivilbevölkerung Gazas seit dem vergangenen Oktober ausgesetzt war und weiterhin ist.
Mit den hier vorgelegten Zahlen ist vieles dessen, was das Israelische Militär offiziell verlautbaren lässt - insbesondere dass es sich bei den Bombarierungen in Gaza um gezielten Beschuss handelte und die IDF alles unternehmen würde um zivile Opfer zu vermeiden - schlicht nicht in Einklang zu bringen:

IMG_0400.jpeg

Die größten Opferzahlen sind in folgender Reihenfolge bei diesen Altersgruppen auszumachen: Kinder im Alter von 5-9, Kinder im Alter von 10-14, Gefolgt von Kleinkindern im Alter von 0-4.
Die Opfer bombardierter „residental buildings“ gleichen der Verteilung der Gesamtbevölkerung, die Daten lassen keine Interpretation zu, dass durch diese Angriffe in irgendeiner Weise Hamas-Kombattanten (überwiegend männlich, kampffähiges Alter) in höherem Maße getötet würden.
Zum Vergleich, wie Daten aussehen müssten um eine solche Interpretation zumindest zuzulassen:
IMG_0401.jpeg
IMG_0402.jpeg

Der Bericht hat augenscheinlich auch die Bundesregierung dazu bewegt sich heute klar und eindeutig zur Menschenrechtslage in Gaza zu äußern:

IMG_0404.jpeg

https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/humanitaere-lage-gaza/2683906

Allein bleibt es hierbei jedoch bei einem zynischen Lippenbekenntnis, wenn man gleichzeitig hinter den USA weiterhin der größte Waffenlieferant für diese und andere Kriegsverbrechen in Gaza und dem Libanon bleibt und ansonsten jede praktische Konsequenz deutscher Außenpolitik gegenüber der Netanjahu-Regierung ausbleibt.
 
Gibt ihnen bitte noch mehr Waffen und Geld… :fp:
Die rechtsextreme israelische Regierung erhofft sich unter der Trump-Administration möglicherweise noch nonchalanter gegen internationales Völkerrecht verstoßen zu können.
Aber man muss sich nichts vormachen, ob man nun rote Linien zieht, wie es die Biden-Administration tut, die aber immer wieder ohne jegliche Konsequenzen bleiben auch wenn sie überschritten werden, oder ob man sich die diplomatischen Krokodilstränen einfach spart, ist vollkommen gleich:
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
Absolut beschämend.
 
Führt Trumps Wahlsieg zur Annexion des Westjordanlands?
Die Nationalreligiösen in Premier Benjamin Netanyahus Regierung sehen sich vor der Erfüllung eines Traums. Sie hoffen, dass der neue US-Präsident ihnen helfen wird, den Palästinensern dauerhaft Land wegzunehmen.
https://www.spiegel.de/ausland/west...nexion-a-8449e536-18a0-4cc9-b197-883d49b4ac50

Die Regierung Netanyahu fühlt sich offenbar von der Wahl Trumps ermutigt. Und der neue US-Präsident sendete dieser Woche bereits ein deutliches Signal: Er nominierte den proisraelischen, siedlernahen ehemaligen Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee, zum nächsten US-Botschafter in Israel. Huckabee ist schon lange ein begeisterter Anhänger der Rechten in der israelischen Politik. Er sagte 2017: »Es gibt bestimmte Worte, die ich nicht benutze. Es gibt kein Westjordanland, sondern nur Judäa und Samaria. Es gibt keine Siedlungen, sondern Gemeinschaften, Nachbarschaften, Städte. Es gibt keine Besatzung.« Er nahm an der Grundsteinlegung einer illegalen Siedlung teil und kündigte an, sich dort eine Ferienwohnung kaufen zu wollen.

Sieht sehr schlecht aus für die Palästinenser.
 
Wirklich mutig, aber ich glaube aber kaum, dass sich etwas ändern wird. Es gab schon so viele die Israel verbrecherische Kriegsführung kritisiert hatten und alle wurden Mundtot gemacht: Amnesty, UNO, Human Rights Watch, Ärzte ohne Grenzen, Rotes Kreuz, Blauhelme usw.

Passend dazu übrigens auch:
Papst Franziskus mahnt Untersuchung zu Genozid-Vorwurf gegen Israel an
Wegen der vielen zivilen Opfer im Gazastreifen sieht sich Israel dem Vorwurf ausgesetzt, mit seiner Kriegsführung einen Völkermord zu begehen. Papst Franziskus hat sich nun für eine sorgfältige Prüfung ausgesprochen.
https://www.spiegel.de/ausland/gaza...ael-an-a-4c4a39f0-76ed-4808-9aed-220e5c1b62c6
 
Ungarn - Orban lädt Netanjahu ein – Haftbefehl würde nicht vollstreckt

Nach dem Erlass des internationalen Haftbefehls gegen Israels Ministerpräsidenten Netanjahu hat Ungarns Regierungschef Orban seinen Amtskollegen demonstrativ in sein Land eingeladen. Orban sagte im ungarischen Rundfunk, er garantiere Netanjahu, dass der Haftbefehl nicht vollstreckt werde.


https://www.deutschlandfunk.de/orba...-haftbefehl-wuerde-nicht-vollstreckt-100.html
 
Zurück
Oben