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Der Nahostkonflikt

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Die UN-Mission ist doch längst gescheitert. Was tun sie dort überhaupt noch? Der Auftrag bestand darin, die Terrororganisation Hisbollah im Süden zu entwaffnen. Seit 2006 hat diese jedoch massiv aufgerüstet und feuert seit über einem Jahr regelmäßig Raketen auf Israel. Also, was machen die UNIFIL-Soldaten noch dort? Sollen sie als Schutzschild für die Hisbollah dienen, oder was?
Selbst wenn man dieser Meinung ist ändert das genau was an der zweifelsfreien Unrechtmäßigkeit dieser Angriffe?

Denn im übrigen entscheidet nicht Israel oder Deutschland oder sonst irgendein sich dazu berufener Staat zu beurteilen, ob ein UN-Mandat gescheitert ist, sondern das entscheidet die Nationengemeinschaft selbst und diese hat das Mandat Jahr für Jahr erneuert.
 
Ja, aber trotzdem kann man ja auch mal hinterfragen was die da genau die letzen 18 jahre gemacht haben?!
Die Idee war auf dem Papier imho ausgezeichnet und das wäre eine hervorragende Lösung geworden.
Aber die Hisbollah hat auch in diesen Regionen, in denen die UNIFIL tätig ist, tunnelsysteme gebaut, die noch größer und ausgeprägter sind als die der HAMAS. Niemand hat etwas dafür getan, dass die libanesische Armee stark genug wird der Hisbollah zu trotzen.
Die Sicherheitsrat-resolution hat ausdrücklich die Entwaffnung aller Milizen neben der Armee gefordert und trotzdem sind da überall Rakten an der Grenze und Unterschlüpfe aufgebaut worden.

Aber natürlich gibt das Israel nicht das Recht die zu beschiessen, ob das nun absichtlich oder Fehler vereinzelter Kräfte sind wie jeder da für sich beansprucht spielt dabei auch keine Rolle. Sowas darf nicht passieren. UNO-Friednessoldaten und die Bereiche darum sollten absolut tabu sein. Und ich hoffe die UNO bleibt da auch hart und unnachgiebig, die genau dort zu lassen wo sie sind.
 
Ja, aber trotzdem kann man ja auch mal hinterfragen was die da genau die letzen 18 jahre gemacht haben?!
Die Idee war auf dem Papier imho ausgezeichnet und das wäre eine hervorragende Lösung geworden.
Aber die Hisbollah hat auch in diesen Regionen, in denen die UNIFIL tätig ist, tunnelsysteme gebaut, die noch größer und ausgeprägter sind als die der HAMAS. Niemand hat etwas dafür getan, dass die libanesische Armee stark genug wird der Hisbollah zu trotzen.
Die Sicherheitsrat-resolution hat ausdrücklich die Entwaffnung aller Milizen neben der Armee gefordert und trotzdem sind da überall Rakten an der Grenze und Unterschlüpfe aufgebaut worden.
Ein Ziel verfolgen und ein Ziel erreichen sind eben zwei verschiedene Dinge.
Ergo, wenn ein Ziel bis dato nicht erreicht wurde dann bedeutet es nicht automatisch, dass 18 Jahre lang Däumchen gedreht wurde.
Dass bestimmte Ziele nicht erreicht wurden bedeutet auch nicht, dass man diesen Zielen ohne entsprechende UN-Mission auch nur ein My näher wäre.
Wer sagt also, dass die Hisbollah anderenfalls nicht noch aufgerüsteter wäre, das Tunnelsystem (über dessen Ausmaß ich gerne Mal eine verlässliche Quelle lesen würde) nicht noch ausufernder wäre etc.

Im übrigen darf man davon ausgehen, dass UN-Mandate nicht auf Grundlage von Hoffnung und gutem Willen erteilt werden, sondern der (Miss)Erfolg aufgrund einer entsprechenden Dokumentation der Mission bewertet wird.

Klar, die Überlegungen kann jeder Einzelne für sich auch anstellen (wie sinnvoll das immer ist ohne entsprechenden Überblick über die Faktenlage sei mal dahingestellt) und muss auch erlaubt sein.
Kritisch wird es allein dann, wenn diese Diskussion in einem Kontext stattfindet, wo sie dann als Relativierung für die israelischen Angriffe herhält.
 
Apropos Relativierung: Die ständigen Raketenangriffe der Terrororganisation Hisbollah werden relativiert oder teilweise sogar ignoriert. Als Argument habe ich da auch schon öfter gehört: Israel hat ja den Iron Dome.
 
Apropos Relativierung: Die ständigen Raketenangriffe der Terrororganisation Hisbollah werden relativiert oder teilweise sogar ignoriert. Als Argument habe ich da auch schon öfter gehört: Israel hat ja den Iron Dome.

Ja, natürlich? In Relation zu den abgefeuerten Raketen gibt es dank des Iron Dome verhältnismäßig wenige Auswirkungen in Form von Zerstörungen und Opfern.
Das ist eine Relativierung im wahrsten Sinne des Wortes.

Ein Angriff auf eine UN-Mission wird aber nicht relativ besser oder schlechter wenn man den Sinn dieser Mission anzweifelt.
 
Dann drücke ich es mal so aus: Man kann die Angriffe doch nicht verharmlosen, nur weil Israel ein gutes Verteidigungssystem hat.

Den Angriff auf Blauhelmsoldaten, ich gehe mal von einem Versehen aus, wird auch niemand gutheißen. Dennoch muss man nach dem Nichterreichen der Ziele die UN-Mission in Frage stellen.
 
Dann drücke ich es mal so aus: Man kann die Angriffe doch nicht verharmlosen, nur weil Israel ein gutes Verteidigungssystem hat.
Das muss ich auch gar nicht machen, das übernimmt ja eben das Verteidigungssystem.
Weil ich weiß nicht, ob es dir klar ist, aber genau das ist der ureigene Sinn eines Verteidigungssystems: Angriffe zu verharmlosen.

Von daher weiß ich nicht so Recht worauf du hinauswillst.
 
Ja gut, dann sind die täglichen Angriffe der Terrororganisation Hisbollah ja nicht so schlimm. Die hunderttausend Israelis, die man im Norden evakuiert hat, können ja auch woanders leben.
 
Ja gut, dann sind die täglichen Angriffe der Terrororganisation Hisbollah ja nicht so schlimm. Die hunderttausend Israelis, die man im Norden evakuiert hat, können ja auch woanders leben.


Da läuft mir ja gleich ein tränchen runter…

Im Gegensatz zu den zehntausenden Palästinensern die durch illegalen Siedlungsbau etc. vertrieben wurden können die Israels iwann wieder zurück.
 
Verharmlosen ist in dem Zusammenhang doch total das falsche Wort. Nur weil man in der Lage ist einen Angriff größtenteils zu neutralisieren, bedeutet das ja nicht, dass dieser dadurch ungefährlicher oder halt "harmloser" wird. Was ein Quatsch.
 
Verharmlosen ist in dem Zusammenhang doch total das falsche Wort. Nur weil man in der Lage ist einen Angriff größtenteils zu neutralisieren, bedeutet das ja nicht, dass dieser dadurch ungefährlicher oder halt "harmloser" wird.
Doch genau das bedeutet es?!

edit: Aber ist dann auch mal gut inzwischen verlieren wir uns wirklich in Semantik.
 
Der Iron Dome hat nicht einmal eine 100% Erfolgschance und das wäre so als ob man jeden angreifen kann wenn er oder sie eine Schutzweste trägt. Seltsame Argumentation.
Es wäre eine seltsame Argumentation, wenn ich mich dafür aussprechen würde dass Israel ruhig angegriffen werden kann/soll/darf, weil es doch den Iron Dome gibt. Das habe ich wo genau getan?
Bitte mal die Pferde im Zaum halten.
 
Ein Ziel verfolgen und ein Ziel erreichen sind eben zwei verschiedene Dinge.
Ergo, wenn ein Ziel bis dato nicht erreicht wurde dann bedeutet es nicht automatisch, dass 18 Jahre lang Däumchen gedreht wurde.
Dass bestimmte Ziele nicht erreicht wurden bedeutet auch nicht, dass man diesen Zielen ohne entsprechende UN-Mission auch nur ein My näher wäre.
Wer sagt also, dass die Hisbollah anderenfalls nicht noch aufgerüsteter wäre, das Tunnelsystem (über dessen Ausmaß ich gerne Mal eine verlässliche Quelle lesen würde) nicht noch ausufernder wäre etc.

Im übrigen darf man davon ausgehen, dass UN-Mandate nicht auf Grundlage von Hoffnung und gutem Willen erteilt werden, sondern der (Miss)Erfolg aufgrund einer entsprechenden Dokumentation der Mission bewertet wird.

Klar, die Überlegungen kann jeder Einzelne für sich auch anstellen (wie sinnvoll das immer ist ohne entsprechenden Überblick über die Faktenlage sei mal dahingestellt) und muss auch erlaubt sein.
Kritisch wird es allein dann, wenn diese Diskussion in einem Kontext stattfindet, wo sie dann als Relativierung für die israelischen Angriffe herhält.

Ich habe auch nicht gesagt, dass es sonst nicht (noch) schlimmer wäre oder dass die ganze Sache nutzlos war.
Ich sage nur, dass das was man da umsetzen wollte ganz offensichtlich nicht geklappt hat.
Und das gilt es eben dann im Gesamtkontext auch mal zu hinterfragen und aufzuarbeiten warum das so ist und was man in der Vergangenheit besser hätte machen können um das mit in die Zukunft zu nehmen.

Das mit den Tunneln und den Dimensionen habe ich das nur die Tage gelesen und dann teilweise bei Ronzheimer gesehen
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https://www.welt.de/politik/ausland...im-Hisbollah-Gebiet-so-gefaehrlich-macht.html

Unter dem Deckmantel von Unternehmen wären da wohl auch mit Nordkoreanischer Hilfe große Tunnelsysteme angelegt worden nach dem 2. Libanonkrieg 2006.

Sogar Tunnel direkt nach Israel gibt es
https://www.deutschlandfunk.de/armee-nach-israel-fuehrender-hisbollah-tunnel-entdeckt-102.html

Ende 2018 befasste sich sogar der UN-Sicherheitsrat mit den Tunneln. Der Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für Friedensmissionen, Jean-Pierre Lacroix, bezeichnete die Enthüllungen zu den Tunneln als „Angelegenheit für ernsthafte Besorgnis“. Die UN-Truppe im Libanon (UNIFIL) war im Bilde, wurde aber von der Regierung in Beirut daran gehindert, sie aufzuspüren.

Tal Beeri behautet, das Tunnelsystem sei älter, größer und anspruchsvoller als das von der Hamas. Er schätzt seine Gesamtlänge im Südlibanon auf Hunderte Kilometer


https://www.morgenpost.de/politik/a...-Tunnelsystem-bedrohlicher-als-bei-Hamas.html
 
Doch genau das stellst Du in den Raum. die Angriffe sind dadurch nicht harmloser.
Gut, dann hab ich das offensichtlich missverstanden. Ich dachte immer, dass der Iron Dome dazu da ist, die Gefahr zu minimieren, die von feindlichen Angriffen ausgeht.
Aber du kannst du mir sicherlich den eigentlichen Zweck des Iron Dome erläutern.
 
Gut, dann hab ich das offensichtlich missverstanden. Ich dachte immer, dass der Iron Dome dazu da ist, die Gefahr zu minimieren, die von feindlichen Angriffen ausgeht.
Aber du kannst du mir sicherlich den eigentlichen Zweck des Iron Dome erläutern.
Ist er auch, aber die Angreifer haben keine Ahnung wie gut der Iron Dome wirkt und sie versuchen ihn auch zu durchbrechen indem er viele Geschosse gleichzeitig einsetzt. Nur weil jemand einen Selbstverteidigungssport betreibt kann ich nicht davon ausgehen dass er auch unbeschadet meinen Angriff widersteht.
 
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