Ich bilde DHBW Studenten aus. Das soll es heißen.
Also bist du Ausbilder in einem der Praxisbetriebe? Das wäre eine Info zusätzlich zu "Ich bin Ausbilder", die einen Mehrwert gehabt hätte. Ich bin, wie schon erwähnt auch Ausbilder, aber nicht im Bereich des dualen Studiums und bei einem Studium gehe ich erstmal davon aus, dass es hauptsächlich Dozenten sind, welche Lehren. Aber ich hab auch keine Berührungspunkte mit dualem Studium. Daher sagte mir "Ausbilder" in dem Zusammenhang erstmal nix.
Mich hat das Ganze aber noch etwas übers Wochenende beschäftigt. Meiner Meinung nach könnte man die Forderung der CDU und das Vorgehen der DHBW differenzieren.
Dazu müsste man aber klar Abgrenzen, was die Forderung der CDU genau ist. "Gendern" ist ja ein breitgefächerter Begriff, wie ja der von dir verlinkte Leitfaden zeigt. Es gibt ja nicht nur das Gendersternchen, sondern auch schon lange im deutschen Sprachgebrauch vorliegende Alternativen zum generischen Maskulinum, welche einfach nur viel zu selten eingesetzt werden/wurden. Meine Vermutung ist halt, dass es der CDU hauptsächlich um dieses Sternchen geht.
Damit ergeben sich für mich 2 Fragen:
Hat die DHBW Studenten abgewertet, weil diese in Arbeiten nicht das Gendersternchen verwendeten, aber sonstige gendergerechte Sprache verwendet haben?
Möchte die CDU "nur" das Gendersternchen, oder sämtliche gendergerechte Sprache verbieten? Letzteres wird wohl kaum umsetzbar sein, da eben schon lange Teil des Sprachgebrauchs. Erstes würde bedeuten, dass sie tatsächlich dass umsetzen, was sie der "Gegenseite" vorgeworfen haben. Aber hier könntest du ja evtl einen Einblick geben, ob die DHBW die Verwendung des Gendersternchen einfordert, oder eben "nur" Wert auf eine gendergerechte Sprache gelegt wird.
Denn bewertungstechnisch kann ich es schon verstehen, dass man Wert darauf legt eine einseitige Darstellung der Geschlechter zu vermeiden, besonders wenn eben auch Frauen in einer wissenschaftlichen Abhandlung beleuchtet werden sollen, oder als Quellen dienten. Dann könnte die Verwendung des generischen Maskulinums falsche Rückschlüsse zulassen. Aber das ist nur meine unqualifizierte Überlegung. Da meine Schüler*innen keine wissenschaftlichen Abhandlungen schreiben, muss ich mir darüber zum Glück keine Gedanken machen. Sollte unsere Schule aber etwas entsprechendes Fordern, würde ich mir wünschen, dass man genauere Vorgaben bezüglich der Bewertung erhält als "Hierbei ist auch auf Verwendung gendergerechter Sprache zu achten." Aber ich nehme mal an, dass die Dozenten der DHBW, da auch nochmal genauere Vorgaben erhalten haben, hoffe ich zumindest.