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Gefangenenaustausch - FDP-Politiker Baum verteidigt Entscheidung der Bundesregierung – Amnesty: „Aufenthalte in Russland jetzt noch gefährlicher“

Nach dem jüngsten Gefangenenaustausch zwischen Russland und mehreren westlichen Staaten hat der frühere Bundesinnenminister Baum das Verhalten der Bundesregierung verteidigt. Der FDP-Politiker appellierte an die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft, auch anderen Freiheitskämpfern in Russland weiter Hoffnung zu machen. Ähnlich äußerte sich Amnesty International.


https://www.deutschlandfunk.de/fdp-...mnesty-aufenthalte-in-russland-jetzt-100.html
 
Ich bilde DHBW Studenten aus. Das soll es heißen.

Also bist du Ausbilder in einem der Praxisbetriebe? Das wäre eine Info zusätzlich zu "Ich bin Ausbilder", die einen Mehrwert gehabt hätte. Ich bin, wie schon erwähnt auch Ausbilder, aber nicht im Bereich des dualen Studiums und bei einem Studium gehe ich erstmal davon aus, dass es hauptsächlich Dozenten sind, welche Lehren. Aber ich hab auch keine Berührungspunkte mit dualem Studium. Daher sagte mir "Ausbilder" in dem Zusammenhang erstmal nix.

Mich hat das Ganze aber noch etwas übers Wochenende beschäftigt. Meiner Meinung nach könnte man die Forderung der CDU und das Vorgehen der DHBW differenzieren.

Dazu müsste man aber klar Abgrenzen, was die Forderung der CDU genau ist. "Gendern" ist ja ein breitgefächerter Begriff, wie ja der von dir verlinkte Leitfaden zeigt. Es gibt ja nicht nur das Gendersternchen, sondern auch schon lange im deutschen Sprachgebrauch vorliegende Alternativen zum generischen Maskulinum, welche einfach nur viel zu selten eingesetzt werden/wurden. Meine Vermutung ist halt, dass es der CDU hauptsächlich um dieses Sternchen geht.

Damit ergeben sich für mich 2 Fragen:
Hat die DHBW Studenten abgewertet, weil diese in Arbeiten nicht das Gendersternchen verwendeten, aber sonstige gendergerechte Sprache verwendet haben?
Möchte die CDU "nur" das Gendersternchen, oder sämtliche gendergerechte Sprache verbieten? Letzteres wird wohl kaum umsetzbar sein, da eben schon lange Teil des Sprachgebrauchs. Erstes würde bedeuten, dass sie tatsächlich dass umsetzen, was sie der "Gegenseite" vorgeworfen haben. Aber hier könntest du ja evtl einen Einblick geben, ob die DHBW die Verwendung des Gendersternchen einfordert, oder eben "nur" Wert auf eine gendergerechte Sprache gelegt wird.

Denn bewertungstechnisch kann ich es schon verstehen, dass man Wert darauf legt eine einseitige Darstellung der Geschlechter zu vermeiden, besonders wenn eben auch Frauen in einer wissenschaftlichen Abhandlung beleuchtet werden sollen, oder als Quellen dienten. Dann könnte die Verwendung des generischen Maskulinums falsche Rückschlüsse zulassen. Aber das ist nur meine unqualifizierte Überlegung. Da meine Schüler*innen keine wissenschaftlichen Abhandlungen schreiben, muss ich mir darüber zum Glück keine Gedanken machen. Sollte unsere Schule aber etwas entsprechendes Fordern, würde ich mir wünschen, dass man genauere Vorgaben bezüglich der Bewertung erhält als "Hierbei ist auch auf Verwendung gendergerechter Sprache zu achten." Aber ich nehme mal an, dass die Dozenten der DHBW, da auch nochmal genauere Vorgaben erhalten haben, hoffe ich zumindest.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also bist du Ausbilder in einem der Praxisbetriebe?
Richtig, bei einem dualen Studium sind die Studenten 50% an der Hochschule und 50% im Betrieb. In den Ausbildungsbetrieben gibt es Ausbilder, die während der Praxisphase die Studenten betreuen. Neben der Personalverantwortung stellt man die Arbeitsaufgaben, gibt Einführungen und Hilfestellungen, stellt Themen für die Projekt- und Abschlussarbeiten und gibt am Ende auch Bewertungsempfehlungen und Noten.

Hat die DHBW Studenten abgewertet, weil diese in Arbeiten nicht das Gendersternchen verwendeten, aber sonstige gendergerechte Sprache verwendet haben?
Bei Abschlussarbeiten gibt es ein Bewertungsschema und dort ist auch der Punkt Dokumentation. Man könnte hier bei nicht gendergerechter Sprache abwerten, wenn man spitzfindig ist. Ich würde das nicht tun, allerdings kommt es auch auf den von der Hochschule gestellten Zweitgutachter an. Mir ist wichtig, dass die Arbeit ordentlich strukturiert ist und die Formeln stimmen. Zumal ich nicht viel vom Gendern halte, da es die Sprache unnötig verkompliziert und wenig bringt.
 
Zumal ich nicht viel vom Gendern halte, da es die Sprache unnötig verkompliziert und wenig bringt.
Das ist halt eine bloße Meinung. In dem von dir verlinkten Dokument wird dagegen mit Verweis auf wissenschaftliche Studien begründet, dass dies nicht so sein muss.

Z.B. hier:
"Texte werden durch geschlechtersensible Sprache nicht weniger verständlich, wie einige wissenschaftliche Untersuchungen zeigen (vgl. Braun et al. 2007: S. 183–189)"
und hier:
Dass die meisten Menschen an Männer denken, wenn von Astronauten, Wissenschaftlern und Politikern die Rede ist, belegen verschiedene linguistische und psychologische Studien (vgl. Stahlberg/Sczesny 2001: S. 131–140). Frauen werden auf diese Weise nicht mitgemeint, sondern ausgeschlossen.

Will damit sagen, man saugt sich sowas ja nicht aus den Fingern, sondern tut als wissenschaftliche Institution gut daran, damit auch einen wissenschaftlichen Stand abzubilden.
 
Neue Sprachgepflogenheiten setzen sich ja in der Regel schleichend und "organisch" in einer Gesellschaft durch. Dass es diese heftigen Diskussionen von beiden Seiten gibt zeigt imo nur, dass es beim Gendern keine organische sprachliche Entwicklung war sondern eine künstlich eingepflanzte Sprachvariation. Und beide Seiten scheinen "ihrer Sache" nicht wirklich zu trauen, wenn sie es so hart verteidigen oder angreifen müssen. Eigentlich könnten sich da alle Seiten mal entspannen und sollten jeden so schreiben und sprechen lassen, wie er/sie will. Wenn Gendern angenommen wird, setzt es sich in ein paar Jahrzehnten von selbst durch. Und wenn nicht, dann halt nicht.
 
Bei Abschlussarbeiten gibt es ein Bewertungsschema und dort ist auch der Punkt Dokumentation. Man könnte hier bei nicht gendergerechter Sprache abwerten, wenn man spitzfindig ist. Ich würde das nicht tun, allerdings kommt es auch auf den von der Hochschule gestellten Zweitgutachter an.

Also kann man abwerten, muss aber nicht? Ist das so ein "der Prüfer entscheidet"-Ding?

Sowas finde ich immer unangenehm. Es sollte klare Vorgaben geben und da bin ich eher bei dir, dass es nicht drauf ankommen sollte, ob jemand gendert, oder nicht, solang er damit nicht falsche Rückschlüsse in seiner Arbeit zulässt. Ich weis aber auch nicht, wo der Lesefluss gestört wird, wenn jemand "Studierende" statt "Studentinnen und Studenten" schreibt...
 
Als ich noch Student war, war ich die meiste Zeit nicht studierend.
Eher schlafend, faulenzend, zockend etc.
Von daher wäre die Bezeichnung Studierender nur ab und zutreffend gewesen.
 
Also kann man abwerten, muss aber nicht? Ist das so ein "der Prüfer entscheidet"-Ding?
Eine Arbeit mit 60++ Seiten wird man nie ganz objektiv bewerten können. Es handelt sich ja nicht um eine Klausur mit festen Aufgaben und Punkten. Insofern hängt auch viel am Prüfer, selbst wenn man eine vorgegebenes Bewertungsschema anwendet. Grundsätzlich wird aber eher freundlich bewertet, zumal die Ausbilder Erstkorrektur machen und sich die Zweitprüfer meist mit geringen Abweichungen anschließen.

Das ist halt eine bloße Meinung.
Ja, ist meine Meinung. Als Ingenieur mag ich es nicht wenn Dinge unnötig verkompliziert werden und zudem stört mich, dass vieles davon gar nicht offiziell anerkannt ist.
 
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