jeden Monat 500€ über haben um in die Altersvorsorge zu investieren… Ich lache mich schlapp!
Es kollidiert nicht nur mit meiner Lebensrealität, sondern mit den Lebensrealitäten aller Menschen in meinem erweiterten persönlichen Umfeld.
Von daher untermauert es nur meine Argumentation, dass ein solches (Privat-)Vermögen - und der Weg dorthin - keinesfalls weit in die Mittelschicht hineinreicht sondern ein privilegiertes Lebensmodell repräsentiert.
Das sind durchaus Leute aus der Mittelschicht.
Aber das sind auch alles keine Frugalisten.
Die 50k zum 30. Lebensjahr mal beiseite, aber du hast doch garantiert (auch) ne Menge studierte Leute im Umfeld. Die wären wirklich allesamt mit 500,- Euro sparen im Monat überfordert?
Leben die alle einzeln und das auch noch in teuren Wohnungen?
Ich finde aber eh, dass es in dieser Diskussion problematisch ist, von der "Mittelschicht" zu sprechen ohne das weiter einzugrenzen.
Kurzes Googlen ergab, dass alles von 75%-200% des Durchschnitts offiziell Mittelschicht sei?
Dann sind das an den beiden Enden natürlich zwei überhaupt nicht miteinander vergleichbare Lebenssituationen.
Würde jetzt das FA herkommen und 1% auf den Buchwert meiner Firma jährlich als Abgabe verlangen, sind das 10.000€ echte Euros an Mehrbelastung für mich persönlich für etwas, das mir monetär gar nicht zur Verfügung steht - denn der Buchwert ist eben nur virtuell.
Der Trugschluss ist der zu glauben dass Millionäre auch Millionen auf dem Konto liegen hätten. Das ist aber oft nicht der Fall.
Verständlich in deiner Situation.
Aber rein vom Prinzip her kann der Besitzer eines 20 Millionen-Unternehmens natürlich dasselbe sagen.
Womit ich wieder auf die Frage zurückkomme, die ich mir ständig bei diesen Diskussionen stelle:
Wie machen es denn die anderen Länder, in denen es bzgl. der Vermögensverteilung nicht so schlimm aussieht? (also in Bezug auf Besteuerung von Unternehmensanteilen, Erbschaften, Vermögen, ...)
Da muss man sich doch mal was Funktionierendes abgucken können.
Die oberen 10% der Einkommensbezieher zahlen über 50% aller Einkommenssteuern. Die unteren 50% der Einkommensbezieher zahlen 6% der Einkommenssteuern, als quasi nix.
Naja, oft genug ja auch, weil diese oberen 10% diesen unteren 50% halt so wenig zahlen, um in die oberen 5% zu kommen.

Und mehr kann man den Unteren ja auch gar nicht wegnehmen...während es oben (vor allem ganz oben) nur immer noch konzentrierter wird mit dem Vermögen...hat Mingo ja auch schon was gepostet. Es wird aktuell ja immer nur noch ungleicher im Laufe der Jahr. Vielleicht muss man dann an den Spielregeln mal was ändern. Monopoly.