Es mag natürlich Fälle geben, wo der Preis nicht mehr lukrativ ist.Ein komplett falsches Signal, der Preis von 49€ war eh schon am oberen Limit der Akzeptanz. Allein, dass die Preiserhöhung öffentlich zur Diskussion gebracht wurde, ist Gift für das Ziel. Wie man eine der wenigen politischen Innovationen der letzten Jahre so torpedieren kann, ist mir ein Rätsel. Die Politik will die Verkehrswende gar nicht, sie schauen nur auf die aktuellen Kosten, aber kein Stück in die Zukunft.
Ich habe das D-Ticket noch, weil ich das eigentlich gerne fördere, obwohl ich mit dem Auto jetzt schon günstiger zur Arbeit fahren würde, wenn ich rein die Kraftstoffkosten betrachte. Wenn ich dann noch die Nachteile der doppelten Fahrtzeit, Verspätungen, schlechten Taktung und geringen Flexibilität des ÖPNV einbeziehe, muss ich wirklich schwer überlegen, ob ich dabei bleibe.
Es gibt aber auch viele Leute, die auch noch nach der Preiserhöhung stark davon profitieren werden.
Arbeitskollegen haben vor dem D-Ticket bis zu 200 Euro für ein Monatsticket hinlegen müssen.
Alle die ich kenne stehen sich jetzt finanziell besser mit dem D-Ticket.
Hat es in meinem Arbeitsumfeld mehr Menschen zur Nutzung des ÖPNV bewegt?
Nicht wirklich, da es je nach Wohnort mit schlechter Anbindung keine Alternative zum Auto, Motorrad, Roller oder Fahrrad gibt.
Ich hätte kein Problem damit ÖPNV zu nutzen, ich müsste aber gefühlt ne Weltreise machen um zur Arbeit zu kommen.