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Der Nachrichten Thread (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

  • Kaum ein Großstadt-Hafen der Welt würde dich vermutlich als fahrende Bombe ins Hafengebiet lassen. Die reagieren schon allergisch auf Dünger.
    Interessanterweise ist der Frachter vor Gibraltar ja mit einem Flüssiggastanker kollidiert, der vor Anker lag. Wenn so ein Ding mal hochgeht, ist das wie eine kleine Atombombe, dagegen ist Beirut gar nichts. Mit Wasserstoff wäre es nichts anderes. Und Hamburg überlegt ernsthaft, so ein LNG-Terminal im Hafen zu installieren, na hadda marsch :ugly:
     
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    Weiterhin kein Gas aus Russland.
     
    Mal ne andere Ansicht zum 9€-Ticket:

    Ich hab ne Klientin, sehbehindert, psychisch krank und auf Grundsicherung angewiesen. Sie hat sich die letzten zig Jahre vom dauerhaften Klinikaufenthalt, über vollstationären Wohnheim gegen viele Wiederstände nun zu ihrer eigenen Wohnung hochgearbeitet. Jeden Tag fähr sie quer durch die Stadt in eine Werkstatt für psychisch kranke Menschen. Geld verdient sie dadurch quasi keines, aber sie will irgendwas arbeiten und leisten. Auch zur Tafel muss sie quer durch die Stadt.
    Das macht sie natürlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Trotz ihrer großen Sozialängste nimmt sie das auf sich. Darauf ist sie echt stolz.

    Dann kam das 9€-Ticket. Seitdem sind die Busse und Bahnen die sie nutzt hoffnungslos überfüllt, fallen aus oder sie darf nicht mehr mitfahren schlicht weil es schon zu voll ist. Wenn sie mitfahren kann ist sie Schulter an Schulter an andere Menschen gequetscht. Das löst bei ihr große Panik aus und wirkt retraumatisierend. Ihr eigentlich wichtiger Tagesablauf ist dadurch massiv gestört, sie kommt oft nicht zur Arbeit oder zur Tafel.
    Insgesamt macht sie dadurch eher Rückschritte in ihrer Entwicklung...

    Sie hofft inständig dass es keine Verlängerung des 9€-Ticket gibt... sie zahlt lieber deutlich mehr (von dem eh kaum vorhandenen Geld) wenn sie dadurch wieder die Möglichkeit hat sich frei zu bewegen. Im Moment fühlt sie sich eher wieder wie in der Klinik... zuhause eingesperrt ohne Möglichkeit am Leben teilzunehmen.


    Und sie hat recht... ich bin jede Woche bei ihr. Über ein Jahr (bevor ich mein Auto hatte) bin ich zu ihr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren. Noch weit vor dem 9€-Ticket... schon da waren die Busse und Bahnen ziemlich überfüllt und echt eine Zumutung. Das war sogar für mich, psychisch deutlich stabiler als sie, eine echt große Belastung.

    Das sollte man Bedenken wenn im Moment für ein 9€-Ticket geworben wird... mit den Argumenten den Schwachen in der Gesellschaft unter die Arme zu greifen... eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Ich glaube dass das Ganze, bei aktuellen Zustand der öffentlichen Verkehrsmittel, bei nicht wenigen Leuten tatsächlich eher anders rum wirkt. Vor allem bei denen die man eigentlich damit unterstützen will.

    Hier mal ein Spiegel-Artikel der sehr ähnliche Ansichten zeigt:

    9-Euro-Fahrschein als Ärgernis»Dass das Ticket jetzt ausgelaufen ist, erleichtert mich«
    Die Zeiten des 9-Euro-Tickets sind vorbei. Für viele Rollstuhlfahrer ist das eine gute Nachricht: Betroffene berichten von erschreckenden Erlebnissen in überfüllten Bahnhöfen und Zügen.


    https://www.spiegel.de/auto/9-euro-...es-hat-a-f72e581d-9bdf-4401-a389-677c41fe61f8
     
    Es stand ja eine weitere Erhöhung der GEZ im Raum.

    Der Laden gehört signifikant auf links gezogen und bis in die Bruchteile zerlegt.

    Das ist so ein gewaltiger Apparat geworden, den man nicht mehr unter Kontrolle hat.
     
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