Maximale Verarsche in der KfZ Werkstatt.
Bin an Ostern eine Strecke von 500km mit kaputtem Kühlkreislauf gefahren. Der Motor ist also heiss gelaufen und irgendwann verreckt. Mein Auto (Golf 5 FSI) also mit einem möglichen Motorschaden in einer freien Werkstatt abgegeben.
Kostenvoranschlag waren 1.250€ für Diagnose, Zylinderkopfdichtung neu, Wasserpumpe neu, Zylinderkopf planschleifen, Kraftsftofffilter neu, Ölfilter neu. Kolben hat er wohl glücklicherweise nicht gefressen, also kein Totalschaden.
Wurde 6 Wochen lang hingehalten, dann das Auto zurückbekommen. Er hat kein Geld verlangt ("schlechtes Gewissen") aber auch keine Rechnung ausgestellt. Nach 1km Fahrt zur Tankstelle: Motorkontrollwarnleuchte an. Wurde überhaupt gearbeitet? Vermutlich hat er da nur die Kraftsfoffilter und nen Ölwechsel gemacht. Wenn überhaupt.
Wieder zurück. Meister hat gleich losgelabert, es seien der Wärmetauscher bzw. die Dichtungen Schuld. Wieder zwei Wochen vertröstet, Auto zurückbekommen, wieder kein Geld verlangt, wieder keine Rechnung.
Halbe Stunde Autobahn: Motorkontrollwarnleuchte an. Hat er überhaupt was gemacht? Ja, der Wärmetauscher war zwischenzeitlich runter. Das hat er mir gezeigt. Da ist ihm noch die Führung vom Ölkontrollstab abgebrochen. Angeblich hat er die ersetzt. Ob und wie er die Dichtungen getauscht hat, keine Ahnung.
Die Telefonistin ruft mich an und erzählt mir unter vorgehaltener Hand, er hätte den Wagen nie probegefahren und laut eigener Aussage "kaputtrepariert" und wolle den nur noch loswerden.
Ich gestern hin und auf eine Rechnung bestanden, die ihn für seine Arbeit haftbar macht. Er völlig ausgeflippt: "Sie haben ja nichts gezahlt, wofür die Rechnung?" Und hat mir nach langer Diskussion für heute eine Leistungsaufstellung (was wurde am Auto gemacht) versprochen. Ich heute wieder hin....keine Rechnung, keine Leistungsaufstellung. Stattdessen knallt der mir 500€ auf den Tresen und sagt "damit ist es gut".
Habe das Geld liegen gelassen und auf das Schriftstück bestanden. Ihm erklärt, dass er verpflichtet ist ne Rechnung auszustellen, da die Arbeit sonst "schwarz" gewesen sei und das Finanzamt das sicher auch ganz interessant findet.
Hat der sich überhaupt nicht von beeindrucken lassen und sagt mir kackendreist ins Gesicht: "war das Auto überhaupt hier?" Dann ging die Diskussion ellenlang weiter.
Sind jetzt so verblieben dass ich morgen diese Leistungsübersicht bekomme. Ein offizielles Schriftstück. Mit allen geleisteten Arbeiten. Unter Angabe der noch zu erledigenden Arbeiten. Und die 500€ für die Instandsetzung des Autos, die sicherlich nicht ausreichen werden, on top.
Zu 100% wird da morgen wieder irgendein Haken dran sein. Entweder ein Haftungsausschluss im Kleingedruckten. Oder ein "zufälliger" Zahlendreher bei der Fahrzeugidentifikationsnummer. Oder aber ich bekomme einfach nur ne blanke Textliste. Vielleicht krieg ich auch gar nichts. Möglicherweise ist das Auto durch die Pfuscherei auch überhaupt nicht mehr zu retten. Was ich ohne Fremddiagnose nicht sagen kann. Er wird es wissen.
Diese Unverfrorenheit....hätte ich eine Rechtsschutzversicherung läge der Fall jetzt schon beim Anwalt.