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Der "Ich könnte kotzen" Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Habe ich tatsächlich und ist leider alles Andere als lustig.
Das war kein Scherz.
Es ist bei mir nicht diagnostiziert, aber ich habe seit Monaten schlicht nichts zu tun. Meine tägliche Arbeit könnte ich, bei konzentrierter Arbeitsweise, innerhalb von 30-60min erledigen. Ich zieh das nur immer bis ins unendliche, jedenfalls kommts mir so vor. Irgendwie muss ich den 9 Std-Tag ja rumbringen...
Oft bin ich auch noch den ganzen Tag alleine, und wenn dann nicht mal das Telefon klingelt, sind die Tage echt abartig.
Aber selbst wenn ich was zu tun habe, unterfordert mich das völlig. Im Grunde erledige ich Azubi-Aufgaben, bzw. Aufgaben, die ein Schüler, der ein Praktikum macht, erledigen könnte. Im Grunde schreibe ich alles ins Reine, was der Chef mit bleistift auf nem Schmierzettel notiert. Hier ist null Eigeninitiative gefordert, alles, wirklich alles muss notiert werden und dem Chef auf den Schreibtisch gelegt werden. Bin jetzt 7 Monate hier (2 Monate davon Gottseidank in Elternzeit), und weiß so gut wie nix. Gab null Einarbeitung. Aber die, die schon 20 Jahre hier sind, wissen auch nicht wirklich mehr. Denn wie gesagt, alles muss über den Chef laufen.

Das ist völlig demotivierend, ich schlepp mich von Tag zu Tag, und fühle mich völlig ausgelaugt, dabei mach ich ja echt nix.
Ich verdiene aber ziemlich gut (was völlig paradox ist), und wir sind gerade am Festzurren unserer Baufinanzierung. Also insofern muss ich wohl oder übel zumindestens so lange bleiben, bis der Kreditvertrag unterschrieben ist. Jetzt zu wechseln würde unszu mindestens 6 Monaten Warten verdammen, und das will ich auch nicht.
Aber ich halte es kaum noch aus.

Man hat ja dann auch keinen Bock mehr auf das Wenige, was man machen kann/darf/soll.
 
Ich hab das auch nicht als Scherz empfunden, alles gut. Wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass es nicht lustig ist, obwohl es sich erst einmal so anhört bzw. liest. Das Schlimme daran ist, dass es keinen auf Arbeit interessiert, weil man ja gute Arbeit abliefert.

Ja, das darf man im Bekanntenkreis keinem sagen. Alle sagen dann nur': "ach geil, den ganzen Tag chillen und dafür auch noch Geld bekommen!". Aber auf Dauer ist das echt alles andere als geil.
 
Ja, das darf man im Bekanntenkreis keinem sagen. Alle sagen dann nur': "ach geil, den ganzen Tag chillen und dafür auch noch Geld bekommen!". Aber auf Dauer ist das echt alles andere als geil.
Den Satz kenne ich in ähnlicher Form auch zu gut.
Auf Arbeit hat man mir dann zuerst 50% mehr zu tun gegeben und jetzt bin ich mittlerweile bei 150% mehr. Hab übrigens nicht ich ausgerechnet, sondern es gibt da Vorgaben anhand derer das bemessen wird. Zeitlich bin ich jetzt schon besser ausgelastet, aber mit was für einen Pipikram. Gab natürlich auch anfangs Stress mit einigen wenigen Kollegen, die nicht verstehen konnten, dass man darunter leidet. Hat sich allerdings mittlerweile gelegt und ich schätze meine Kollegen sehr.
Leider hat sich die Situation so zugespitzt, dass scheinbar meine angeschlagene Psyche echte schwere Krankheiten hervorruft. War heute nämlich beim Cardiologen und der erklärte mir mal eben, dass ein Infarkt im Rahmen des Denkbaren wäre und in meinem Alter statistisch gesehen mit dem Tod endet. Die Jungs sind da echt schmerzfrei bei sowas. Selber muss ich das jetzt erst einmal sacken lassen und überlegen, wie ich damit umgehe.
Meine Frau kann damit nun leider gar nicht umgehen, schiebt erst einmal Panik und macht die Pferde scheu. Das ist natürlich aktuell wenig hilfreich, auch wenn ich das verstehen kann.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Bei nem Bekannten ist das auch. Der hat den Job gewechselt und sitzt jetzt in der Stadtverwaltung und hat rund 3 Stunden arbeit in der Woche. Der hat die Vollkrise und wird auch verwechseln. Kann ich gut verstehen. So war das in meiner Zivizeit. 30 Minuten Arbeit am Tag die ich irgendwie auf eine Stunde gestreckt habe und dann war schreckliche Langeweile für den Rest des Tages angesagt. Ganz schlimm.
 
Mal Vitamin D und C Gehalt geprüft? Antriebslosigkeit und lähmende Müdigkeit tagsüber hatte ich auch. Jetzt ziehe ich mir jeden Morgen ein großes Glas Wasser mit Ascorbinsäure rein und bin tatsächlich wacher und besser drauf.
Wenn man sich anguckt, was Fikka sich den ganzen Tag an Essen reinballert, wundert mich der Zustand nicht. Das schlägt nun mal auf Geist und Körper.
Die gute Wirkung von Vitamin C wird unterschätzt, das Zeug schützt nicht nur vor einer Erkältung.

Nur ist es leider ein Mythos, dass Vitamin C bei und gegen Erkältungen hilft.
https://www.medizin-transparent.at/vitamin-c-beinahe-nutzlos-gegen-erkaltungen

Ich würde die positive Wirkung eher dem Glas Wasser zuschreiben.

Wenn ich nach einem anstrengenden Arbeitstag auf der Couch liege, bin ich auch oft gerädert und denke ich muss sofort ins Bett. Dann überlege ich, wie viel ich über den Tag verteilt getrunken habe und komme auf weniger als einen (halben) Liter. Nachdem ich mir dann eine Flasche Mineralwasser im Schuss rein leere, fühle ich mich 10 Minuten später wieder topfit.
 
Komm aber noch ganz gut damir klar.
Das würde ich auch gerne und rede mir die Sachen schön. Und natürlich hat mein Job außerhalb der unterfordernden Arbeit sehr viele positive Aspekte. So habe ich noch nie soviel Kohle für so wenig Arbeit bekommen, bin super gut abgesichert, hatte dieses Jahr fast 30 Tage zusätzlichen Urlaub durch Gleittage, feste Arbeitszeiten, Gleitzeit, bin Kreditwürdig und und und.
Aber am Ende des Tages, wenn man auf sein jämmerliches Dasein runterschaut, fragt man sich, ob es das wirklich alles wert ist!? Dann gucke ich, was ich alles auf der Habenseite habe und denke, ja, den Rest kriege ich schon irgendwie hin, ich halte das aus und vor allem was ist die Alternative? Alternative ist dann wieder fehlende Sicherheit und die ist mir mittlerweile sehr wichtig.
 
Ich hab das Glück das ich gute Arbeitskollegen habe, mit denen ich leichter die Zeit rum bekomme.
Die habe ich glücklicherweise auch und das macht es erträglicher, aber nicht leichter.

Was ich an solchen Szenarien immer absurd finde ist, das man um sich rum dann Leute hat die mit dem gleichen Arbeitspensum völlig überfordert sind. Bei mir auf der Arbeit auch so, ich bin aus anderen Einrichtungen anderes gewohnt und bei uns wird wirklich low profile gearbeitet. Trotzdem hab ich Kolleginnen denen das noch zu viel ist.
Will ich lieber nix zu sagen. Könnte mich schon immer aufregen, wenn ich höre, wer schon wieder alles eine Ünerlastungsanzeige gestellt hat. Frage mich dann immer, wie die in der echten Arbeitswelt überhaupt klarkommen würden bzw. geworden sind.
 
Den Satz kenne ich in ähnlicher Form auch zu gut.
Auf Arbeit hat man mir dann zuerst 50% mehr zu tun gegeben und jetzt bin ich mittlerweile bei 150% mehr. Hab übrigens nicht ich ausgerechnet, sondern es gibt da Vorgaben anhand derer das bemessen wird. Zeitlich bin ich jetzt schon besser ausgelastet, aber mit was für einen Pipikram. Gab natürlich auch anfangs Stress mit einigen wenigen Kollegen, die nicht verstehen konnten, dass man darunter leidet. Hat sich allerdings mittlerweile gelegt und ich schätze meine Kollegen sehr.
Leider hat sich die Situation so zugespitzt, dass scheinbar meine angeschlagene Psyche echte schwere Krankheiten hervorruft. War heute nämlich beim Cardiologen und der erklärte mir mal eben, dass ein Infarkt im Rahmen des Denkbaren wäre und in meinem Alter statistisch gesehen mit dem Tod endet. Die Jungs sind da echt schmerzfrei bei sowas. Selber muss ich das jetzt erst einmal sacken lassen und überlegen, wie ich damit umgehe.
Meine Frau kann damit nun leider gar nicht umgehen, schiebt erst einmal Panik und macht die Pferde scheu. Das ist natürlich aktuell wenig hilfreich, auch wenn ich das verstehen kann.
Oje, das klingt aber übel.
Hat er dir wenigstens Tipps gegeben, wie du da was verbessern kannst?

@SirHorst
Ist bei mir auch so. Kollegin jammert auch immer. Letztens war sie in Urlaub und ich hab ihre Arbeit miterledigt. Mir war immer noch stinklangweilig....
Die hat auch nicht mehr zu tun, aber sie denkt, es ist viel.
 
Oje, das klingt aber übel.
Hat er dir wenigstens Tipps gegeben, wie du da was verbessern kannst?
Nein, er möchte gerne direkt reingehen und sich die die Herkranzgefäße direkt anschauen um sicherzugehen, denn das Herz selbst ist völlig in Ordnung. Eine OP möchte ich allerdings gerne vermeiden.

Rest bespreche ich die Tage mit meiner Hausärztin.
 
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