so, jetzt kotz' ich mich mal richtig aus hier.
ich (it-mensch) und ein kollege (ebenfalls it-mensch) hatten gesten "Spätschicht" in unserer zweiten filiale. Wartungsarbeiten. soweit kein Problem, war alles zeitig bekannt. ging gegen 19 Uhr los und dauert - etwas länger als gedacht - bis um etwa halb vier Uhr morgens. statt ein Uhr. aber soweit egal. spielt keine rolle.
aus irgendeinem unerfindlichen grund war jemand in der gl der Meinung wir müssten nach abschluss unserer arbeiten noch einen Anhänger samt Rasenmäher mit zur anderen filiale nehmen. keine Ahnung warum, aber war so. war auch noch alles ok. den Anhänger haben wir dann bei Ankunft gegen 18:30 an den pkw gehängt und ich habe diesen kontrolliert. mir wurde der anhänger vom dortigen geschäftsführer mit "ist alles gesichert und verzurrt, wir haben uns schon um alles gekümmert" übergeben. lichter gingen, rasentraktor stand recht sicher, Seilzug war um das komplette gefährt herum und auch ziemlich fest.
gegen halb vier Uhr morgens waren wir dann so weit das wir den Heimweg antreten konnten. also nochmal(!) den Anhänger kontrolliert, Ladung geprüft, wackelige teile wie Benzinkanister vorsorglich in den Kofferraum gesteckt und haargenau mit tempo 80 über die Autobahn. nach etwa 10km sehe ich im Rückspiegel etwas "wabern". war schlecht zu erkennen, so in kompletter Dunkelheit. in der Vorahnung dass da was nicht stimmen konnte, also mal schnell rechts ran gefahren und Warnblinker eingeschaltet. was war passiert?! der Fangkorb hatte sich gelöst und baumelte an einem bereits fast abgerissenen seilgurt auf der Fahrbahn. "Fangkorb? die sind doch eingerastet" dachte ich. "kann doch gar nicht". im rahmen der "aufräumarbeiten" stellte ich dann fest das der komplette seilgurt zwar um den Anhänger herumgewickelt - und auch straff gewesen war, ich hatte diverse zugproben unternommen - jedoch scheinbar an keiner einzigen stelle im Anhänger eingehängt war. unmöglich das auf einem halbdunklen Parkplatz zu sehen. weder am abend um 18:30, noch um halb vier. der gurt ging unterm Anhänger durch, jedoch uneinsehbar. nun, wo der gurt gerissen war habe ich den rasentraktor notdürftig mit dem rest des gurtes direkt am hänger festgezurrt, so dass der Traktor kein großes Bewegungsspiel mehr hatte. rückblickend muss der Traktor durch den Fahrtwind nach hinten gegen die Rückwand des hängers gerollt sein, was wohl den korb gelöst hat. diverse "stoß und rüttelproben" am rasentraktor habe ich vor abfahrt natürlich unternommen. stand soweit fest. soweit man das bei einem 400kg schweren ungetüm so sagen kann.
den Fangkorb haben wir mit größter mühe in den Kofferraum bekommen (echt ein riesen glück!) und sind dann die restlichen 45km mit tempo 60 über die Autobahn nach hause gefahren.
als ich dann endlich zuhause war - immerhin fünf Uhr in der früh - habe ich meinem Geschäftsführer (derjenige der mir den hänger übergeben hat) per mail das ganze schriftlich mitgeteilt.
heute früh - gerade angekommen, kann ich mir vom Geschäftsführer der anderen filiale anhören das es gefälligst meine aufgabe gewesen wäre das gerät besser zu sichern, ich hätte ja schließlich den pkw gefahren. sämtliche "ja, haben wir doch. mehrere male." wurden mehr oder weniger mit "ja, aber sie wissen es doch - ihre aufgaben. da können die anderen nix für" abgestempelt. mein hinweis "ich habe kontrolliert" wurde beiläufig hingenommen. das Argument "wenn ich allen ernstes nachts um halb vier die gesamte Ladung abladen und neu aufladen soll, um einhundert prozent sicher zu gehen, dann nehme ich das teil beim nächsten mal nicht mit - ich mache die IT, ich bin kein lkw-fahrer oder logistiker" - invalid. das wir hier nachts um halb nach einem 18 bzw. 13 stunden tag noch private gefallen ausführen sollen - invalid.
ich bin so mega angekotzt, das glaubt ihr nicht. ich glaub ich geh' gleich so wieder nach hause.