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Der Boulevardpresse Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

nein Frequenzberater hat mich da schon richtig verstanden und das ganz richtig erkannt.

Ich glaub auch, wenn den heute jemand wecken und ihm sagen würde, dass mal wieder darüber gestritten wird, ob ein dunkelhäutiger Mensch, der auf eine Schokodrink-Packung gedruckt ist, rassistisch ist und verboten gehört, der gute Mann würde sich im Grabe umdrehen.
 
Ich finde das sehr exemplarisch für unsere überempfindlichkeit in Bezug auf die pc.

Ich finde es sehr traurig dass sich Menschen über sowas Gedanken machen und anderen das leben schwer machen, obwohl wir auf der Welt und auch speziell in der deutschen Gesellschaft genug ernsthafte Probleme haben.

Meines Erachtens ist es sogar rassistischer wenn man dunkelhäutigen Menschen untersagt Werbung für schoko Produkte zu machen.
Zu mal Kakao Bohnen ja auch aus Ländern stammen in denen vor allem dunkelhäutige Menschen leben.

Merkwürdigerweise regt sich niemand auf wenn deutsche für Kartoffeln werben, weiße für Weißbier ...

Ich frage mich ob ich der einzige bin der einsieht dass eine überempfindlichkeit und Bemutterung der Menschen mit dunkler Hautfarbe die Gleichstellung aller Menschen untergräbt und grade Nährboden für Rassismus bietet.
 
Never ever. Da passiert überhaupt nichts ausversehen.

Btw. Kann mir bitte einer den Sinn eines Nukleartorbedos erklären?
Ein Torbedo als Waffe gegen Schiffe / Ubote mit Nuklearsprengkopf ist doch etwas overpowerd.
Ein Torbedo als Waffe gegen Bodenstellungen ist doch eher blödsinn?
 
Never ever. Da passiert überhaupt nichts ausversehen.

Btw. Kann mir bitte einer den Sinn eines Nukleartorbedos erklären?
Ein Torbedo als Waffe gegen Schiffe / Ubote mit Nuklearsprengkopf ist doch etwas overpowerd.
Ein Torbedo als Waffe gegen Bodenstellungen ist doch eher blödsinn?


Torpedo. ;)

Aber wir sind einer Meinung: wie ich schon geschrieben habe ist das mit Kalkül gemacht worden.
Einfach eine indirekte Drohung an den Westen.
 
Okay, nun will ich mich doch noch dazu äußern, weil ich das Gefühl habe, dass ich einige Dinge nicht unwidersprochen lassen kann und will.

Im KT gehören wir augenscheinlich nicht zu der Personengruppe, die sich durch die hier besprochenen Darstellungen auf den Müller Milch-Flaschen verletzt fühlen könnten. So weit so gut. Was ich jedoch unendlich anmaßend finde ist aber die Haltung, die sich bei einigen hier dann breit macht, bei der potentielle Betroffene negiert oder zumindest marginalisiert werden.

Getreu dem Motto, „Ich aus meiner Sicht sage: von so einer Darstellung kann man gar nicht verletzt oder betroffen sein. Ich habe zwar in meinem Leben keine derartige Diskriminierung, Marginalisierung, etc. zu spüren bekommen, aber fühle mich dennoch zu dieser Einschätzung berufen.“

Konkret geäußert wird das dann in etwa so…

Ich glaub auch das da kein hier lebender schwarzer was schlimmes dran findet.

(ich habe bereits einen Link gepostet, in dem sich ein Vertreter derInitiative Schwarze Menschen in Deutschland(sic!) äußert. Aber was ist schon die Stimme eines Betroffenen gegen das eigene Empfinden?)

… oder so…

mich würden ja bei solchen Sachen echt mal objektive Statistiken interessieren, wie groß der Anteil der schwarzen Frauen ist, die sich durch so was rassistisch angegriffen fühlen

… und hier finde ich die Argumentation schon fast perfide, weil hier bereits ein Grundstein gelegt wird, sich dem Diskurs verweigern zu können.

Ich kann also sagen „es gibt schwarze Frauen, die sich verletzt fühlen“, siehe zum Beispiel…

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… aber es ist eben nur eine betroffene Person, erst mal ein Einzelfall. Das hat ja keine Relevanz für die Mehrheitsgesellschaft. Wo kämen wir denn auch hin, wenn wir auf jede Befindlichkeit Rücksicht nehmen sollten?


Und das zieht sich so weiter…

Etwas vergleichbares kann ich bei Müller hier nicht erkennen. Da wird ein Produkt, das aus der Natur der Sache heraus dunkel oder braun ist (Schokolade), mit einem Menschen beworben, der aus der Natur heraus eine dunkle Hautfarbe hat. Und darüber wird sich aufgeregt.

Nochmal, es wird überhaupt nicht versucht, die Perspektive einer betroffenen Person einzunehmen, geschweige denn nachzuvollziehen. In der gesamten Diskussion werden Betroffene ausgespart, da wird „sich aufgeregt“ von Leuten „die zu viel Zeit haben“. Dabei verschaffen erst die Leute, „die zu viel Zeit haben“ und „sich aufregen“ den Betroffenen eine Bühne, auf der sie gehört werden können. Oder auch nicht, wenn man hier den Thread verfolgt.


Was Probleme sind, entscheiden nämlich wir, nicht die.

Na wenn man sonst keine Probleme hat...

Und sich dann wieder den echten Problemen zugewandt.

Während alte Menschen mit zu viel Zeit und verkorkstem Leben sich die Zeit damit vertreiben, am Fenster zu sitzen und Kinder anzuschreien oder Falschparker anzuzeigen, scannen jüngere Menschen mit denselben Attributen die Medien nach Dingen, über die man sich vermeintlich aufregen kann. Oder treten in entsprechende Vereine ein, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als diese künstliche Aufregerei zu professionalisieren. (Das solll jetzt keine Anspielung auf Mingo sein).

Eine weitere Strategie: nicht nur werden potentielle Betroffene nicht mitgedacht, es werden auch alle, die sich mit diesen „solidarisieren“ als nichternstzunehmende Spinner abgestempelt. Und da hilft auch der Zusatz nichts, dass ich nicht Adressat der Aussage bin, aber dass mit dem „verkorksten Leben“ nehme ich durchaus persönlich.


Und dann ist mir noch folgendes ein Anliegen, Thema: political correctness.

nur wenn man political correctness und ihre anhänger zu ernst nimmt

Ich finde das sehr exemplarisch für unsere überempfindlichkeit in Bezug auf die pc.

Dazu ein Zitat des österreichischen Kabarettisten Thomas Maurer:

Ich glaube, dass die Diskussion über Political Correctness in Österreich eine Chimäre und eigentlich ein Popanz der Rechten oder derKronen Zeitungist. Intensiv beschäftigen sich vorwiegend jene damit, die sich sowieso grundsätzlich unkorrekt verhalten. Und sich dann in die Rolle werfen, die Kraus "die verfolgende Unschuld" genannt hat: Nämlich sagen, dass sie das, was sie sagen, ja eigentlich nicht sagen dürften, wegen der Political Correctness. Dafür bekommen sie dann auch noch einen Heldenbonus.

(Auszug aus einem Interview, komplett auf:http://derstandard.at/2000025312203/Thomas-Maurer-Political-Correctness-ist-ein-Popanz-der-Rechten)

Political Correctness wird mittlerweile hauptsächlich dazu verwendet, um die Gegenseite zu diskreditieren. Was der Begriff nämlich nahelegt ist, dass diejenige (heute mal generisches femininum) nicht wirklich diese Meinung vertreten würde, wenn sie nicht gerade der PC entsprechen würde. PC wird dabei als eine Meinung verstanden, die von einer Art ominöser, totalitärer Macht dem dummen Volk aufoktroyiert wird. Und jede, die eine Position einnimmt, die zufällig der PC entspricht, ist dann kein frei denkender Mensch mehr, sondern ein gesteuerter Lemming.
Im Umkehrschluss ist natürlich diejenige, die nicht die PC vertritt, die wahre Freidenkerin und im Gegensatz zur Gegenseite in der Lage, den eigenen Verstand zu benutzen und sich nicht von oben steuern zu lassen.
Das setzt ein vollkommen verqueres Verständnis voraus, wie PC überhaupt zustande kommt. Denn es ist doch so, dass PC überhaupt erst aus einem stattfindenden oder stattgefundenen Diskurs hervorgeht, in dem Argumente ausgetauscht wurden, Positionen vertreten wurden, freie Rede und Gegenrede stattgefunden hat. Das macht es irgendwie pervers all jenen, die eine Meinung vertreten, die sich mit der PC deckt, zu unterstellen, sie seien fremdgesteuert und plapperten ominösen Mächten nur nach dem Mund.

Ups, jetzt habe ich doch wieder eine wall of text produziert.
Deswegen gestern auch: tl;dr.
 
Mal ganz wertungsfrei weil ich auf die Diskussion echt keinen Bock hab: Bei uns gibts oder gabs, so genau weiß ich das nimmer, Bergbauern Milch mit ner weissen Sennerin drauf. Jetzt ne ernst gemeinte Frage: Wäre es rassistisch da eine dunkelhäutige Frau im Dirndl abzubilden oder ist es eben rassistisch das NICHT zu tun?
 
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