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Der Boulevardpresse Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Gibt es ein längeres Video mit der "Vorgeschichte"? Also sprich wie der Polizist überhaupt in die Situation kam in dem Brunnen so nah an dem Typen zu stehen.
Die Situation selbst ist ja dann relativ klar: Nackter Mann mit Messer in der Hand bewegt sich auf den Polizisten zu, der rückwärts läuft und ihn auffordert das Messer wegzulegen. Und dann schießt er einmal. Was sollte er da sonst machen?
Frage ist halt wie er überhaupt in die Situation geraten ist.
 
Witzig ist ja, wenn mir das in Spielen passiert, wo ich in keinem Brunnen stehe und ebenso rennen kann, ich verballer da def. mein ganzes Magazin leer. :D
 
pil schrieb:
Witzig ist ja, wenn mir das in Spielen passiert, wo ich in keinem Brunnen stehe und ebenso rennen kann, ich verballer da def. mein ganzes Magazin leer. :D

Meinst du Spiele wie dieses hier:

Polizei-2013-Die-Simulation-PC-Polizei-Simulation.jpg


:D
 
Steffko schrieb:
Gibt es ein längeres Video mit der "Vorgeschichte"? Also sprich wie der Polizist überhaupt in die Situation kam in dem Brunnen so nah an dem Typen zu stehen.
Die Situation selbst ist ja dann relativ klar: Nackter Mann mit Messer in der Hand bewegt sich auf den Polizisten zu, der rückwärts läuft und ihn auffordert das Messer wegzulegen. Und dann schießt er einmal. Was sollte er da sonst machen?
Frage ist halt wie er überhaupt in die Situation geraten ist.

Der ganze Polizeieinsatz dauerte wohl ca. 5 Minuten. Viel ist da nicht passiert. Passanten haben den Typen im Brunnen bemerkt, wie er nackt an sich rumschlitzte und haben dem Wachschutz am Roten Rathaus Bescheit gegeben. Die haben wiederum die Polizei benachrichtigt.

Die haben ihn aufgefordert, das Messer wegzuwerfen, er hats nicht getan und dann hat einer der Polizisten entschieden, dort reinzugehen.
 
Und was soll er da falsch gemacht haben?


Irgendwie müssen sie ja an ihn ran... Man kann ja nicht damit rechnen, dass der Kerl gleich auf den Polizisten losgeht.
Hätten sie ihn aufgefordert und dann gleich niedergeballert, DAS wäre falsches Verhalten gewesen. Aber sie haben ja offensichtlich versucht, rauszufinden, was bei dem Kerl Sache ist.

Und auf den ersten Blick wird das eben nicht nach ner Situation gewirkt haben, zu der man erst mal nen Krisenstab, drei Seelsorger und Polizeipsychologen hinzuziehen muss. Ist halt letztlich blöd gelaufen, aber imo nicht wegen der Polizei...

Man sollte vllt. lieber froh sein, dass kein Passant mit Zivilcourage dem Kerl helfen wollte... Der hätte keine Waffe dabeigehabt um sich zu wehren.
 
el_barto schrieb:
Irgendwie müssen sie ja an ihn ran... Man kann ja nicht damit rechnen, dass der Kerl gleich auf den Polizisten losgeht.

Also gerade DAS muss man doch von einem geistig Verrwirten erwarten. Obwohl es ja so nicht stimmt, der ist ja nicht auf den Polizisten los gegangen und hat schon gar nicht mit dem Messer rumgefuchtelt wie man hier immer liest. Er ist einfach in seine Richtung getorkelt.

Ich glaube der Hauptfehler vom Polizisten war sicher in den Brunnen zu steigen wo er kaum Rückzugsmöglichkeiten hatte. Alles was er im Brunnen getan hat, hätte er auch von aussen tun können. Is ja nicht so das der Brunnen 4 Meter tief war.

Man kann einfach nicht davon reden "Ja hat doch alles richtig gemacht" wenn ein Mensch erschossen wurde. Da wurden Fehler gemacht, sicher bevor es zur eigentlichen Aktion kam, aber Fehler waren es trotzdem.
 
Raskolnikoff schrieb:
el_barto schrieb:
Irgendwie müssen sie ja an ihn ran... Man kann ja nicht damit rechnen, dass der Kerl gleich auf den Polizisten losgeht.

Also gerade DAS muss man doch von einem geistig Verrwirten erwarten. Obwohl es ja so nicht stimmt, der ist ja nicht auf den Polizisten los gegangen und hat schon gar nicht mit dem Messer rumgefuchtelt wie man hier immer liest. Er ist einfach in seine Richtung getorkelt.

Was wäre denn die bessere Alternative gewesen?

Nebendran stehen und abwarten (was evtl. der Kerl mitbekommen könnte), nur um eine Minute später einen nackten, unzurechnungsfähigen Mann mit Messer wild über einen öffentlichen Platz laufen zu haben, wo er potenziell brandgefährlich ist?
Da wäre nix mehr mit Schießen gewesen, wenn Passanten getroffen werden könnten (vom sich bewegenden Ziel abgesehen).
Sobald die Situation eskaliert wäre und der Kerl aus dem Brunnen gekommen wär, dann wäre die Situation schneller richtig böse geworden als man gucken kann. Und dann wäre das Geschrei wieder groß, wieso die Polizei nur nebendran steht und nix macht.
Daher musste man versuchen, den Kerl abzusichern, was eben nur geht, wenn man sich ihm nähert...

Und das ein Mensch in so einer Situation nervös wird, wenn sich in 5 Meter Entfernung Einsatzkräfte zusammenziehen ist nicht gerade weit hergeholt...

Acidinjector schrieb:
Der Bulle bleibt aber richtig cool, schön die Waffe in einer Hand! :cool:

Der wollte einfach mal abdrücken, hier war seine Chance.

Glückwunsch zum bescheuertsten Post zu diesem Thema... :nein:

Kannst dem Polizist ja mal ins Gesicht sagen... Will gar nicht wissen, was der jetzt durchmacht.
 
Sorry Leute, sind alles gutmenschen wie du und ich, das die einen gerne mal von oben herab behandeln oder dir gleich zu dritt in die Fresse hauen hat man ja nicht schon des öfteren gesehen/erlebt.
(Gabs da nicht gerade in den letzten tagen wieder ein Video zu?)

Jap, der musste einfach schiessen, CS Gas und co. wäre keine möglichkeit gewesen, naja ist eh egal, der Mensch ist tot und kommt nicht mehr zurück.
Und was dahinter steckte wird man so auch nicht mehr erfahren.
 
Acidinjector schrieb:
Jap, der musste einfach schiessen, CS Gas und co. wäre keine möglichkeit gewesen,

Vielleicht ja, vielleicht nein.
Tatsache ist, dass Menschen in so einer Situation (geistig verwirrt, evtl. unter Drogen, davon mussten die Polizisten zumindest ausgehen) nicht von CS-Gas, Kugel ins Bein oder sonstigen Maßnahmen abgelenkt werden wie man sich das so denkt.
Und er war nur noch einen Schritt vom Polizisten entfernt. Eine wirkungslose Abwehrmaßnahme hätte wohl bedeutet, dass der Polizist irgendwo ein Messer im Körper stecken hat.

Zudem gehen Einsatzkräfte in so einer Situation mit Pistole in der Hand vor - und das vollkommen zurecht. Und die Zeit, der Ding wegzustecken und das Gas rauszuholen war nicht wirklich da...
 
Acidinjector schrieb:
Sorry Leute, sind alles gutmenschen wie du und ich, das die einen gerne mal von oben herab behandeln oder dir gleich zu dritt in die Fresse hauen hat man ja nicht schon des öfteren gesehen/erlebt.
(Gabs da nicht gerade in den letzten tagen wieder ein Video zu?)

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=4qysUzIqDXA[/vid]

aber die werden ja ganz sicher auch ihren grund dafür gehabt haben (und mit keinerlei folgen rechnen müssen) :roll:
 
Acidinjector schrieb:
Sorry Leute, sind alles gutmenschen wie du und ich, das die einen gerne mal von oben herab behandeln oder dir gleich zu dritt in die Fresse hauen hat man ja nicht schon des öfteren gesehen/erlebt.

Und genau deswegen die Abertausenden Polizisten, die tadellos ihren Dienst verrichten, mit vorverurteilen :dhoch:

Natürlich gibt es Arschlöcher in grüner (blauer) Uniform und Deppen, die damit ihre Machtfantasien ausleben. Aber die gibts überall. Deswegen jetzt mal wieder nen kompletten Berufsstand damit abzukanzeln ist imo sehr schwach...

EDIT: Jap, über DAS Video sollte sich die Öffentlichkeit mal besser aufregen. DAS ist Missbrauch der Macht, die man als Polizist hat.
Und was hat es mit dem Toten in Berlin zu tun? Richtig, gar nix.
 
Also Du kannst denn ja auch locker absichern ohne in den Brunnen zu steigern. Daran wird es wohl kaum gelegen haben das er da reinsteigt.

Und Du machst Dir es sehr einfach mit der "könnte" Theorie. Wir müssen doch einfach die Fakten angucken. Da ist ein Typ (nackt) in einem Brunnen und verletzt sich selbst. Ok Brunnen absichern bin ich voll bei Dir. Aber da reinsteigen mit einer Waffe und dem Typen sagen "Hey leg das Messer weg" halte ich halt nicht für die beste aller Optionen. Das könnte man genauso gut von ausserhalb des Brunnens machen und hätte ihn immer noch gut im Visier.

Ich verurteile ja den Polizisten nicht. Natürlich ist in seiner Situation das sehr unangenehm und man kann da durchaus schießen. Aber nochmal, man kann nicht sagen, ja haben doch alles richtig gemacht, wenn ein Mensch erschossen wurde. Da hat man eben nicht alles richtig gemacht. Ziel der Aktion war es das der Mensch keine Gefahr für sich und für andere ist. Resultat der Aktion ist. Der Typ ist fucking tod.
 
Raskolnikoff schrieb:
Ich verurteile ja den Polizisten nicht. Natürlich ist in seiner Situation das sehr unangenehm und man kann da durchaus schießen. Aber nochmal, man kann nicht sagen, ja haben doch alles richtig gemacht, wenn ein Mensch erschossen wurde. Da hat man eben nicht alles richtig gemacht. Ziel der Aktion war es das der Mensch keine Gefahr für sich und für andere ist. Resultat der Aktion ist. Der Typ ist fucking tod.

ja, und der Fehler ging in meinen Augen von diesem geistig verwirrten Kerl aus. Niemand zwingt ihn, dazu, mit Messer auf nen bewaffneten Polizisten zuzulaufen.

Natürlich ist es immer Mist, wenn ein Mensch so stirbt, aber es gibt eben Situationen, in denen ist das unvermeidbar.


Und genau solche "könnte" Theorien und Abwägungen muss man da eben aufstellen. Wenn der Kerl plötzlich aus dem Brunnen gekommen wäre, hätte man eine richtig üble Situation gehabt, die man unter Umständen nicht schnell unter Kontrolle gebracht hätte ohne unschuldige Opfer. Und das muss eben primär verhindert werden und sich in Sekunden für eine Maßnahme entscheiden.
Und den Mensch dingfest zu machen (was ja wohl das Ziel ist, wenn man auf ihn zugeht in der Situation) erscheint mir da recht logisch.
 
Fakt ist nun mal, der Mann war für niemanden eine Bedrohung ausser für sich selbst, bis zu dem Zeitpunkt, als der Polizist in den Brunnen gestiegen ist. Die Polizei ist mit Sicherheit nicht von so einem Szenario ausgegangen, dass der plötzlich losspringt und alle Leute auf dem Platz ansticht. Wenn sie das getan hätten, wäre der Polizist sicherlich nicht in den Brunnen gestiegen, schon gar nicht alleine. Warum er das gemacht hat, das wissen nur die Polizisten. Vermutlich haben sie die Situation so eingeschätzt, dass er eben nicht das macht, was er letztlich getan hat. Aber an dem Punkt meine ich eben, darauf hätte man durchaus kommen können, wenn man mal ne Minute versucht in Ruhe darüber nachzudenken.
 
Diese ganzen Vermutungen sind doch hirnrissig, da niemand von uns WEISS, was wirklkich Sekunden vor den Aufnahmen geschehen ist. Vielleicht hatten die Polizisten mit dem Mann gesprochen oder es versucht; vielleicht war er ansprechbar, vielleicht nicht; vielleicht hatten die Polizisten bereits Zeugenaussagen eingeholt oder was auch immer. Die Tendenz aber hier von einigen, imme den ganzen Berufsstand der Polizisten durch den Dreck zu ziehen, ist einfach unter aller Sau.
 
Wenn man aber diese Aktion mit der ähnlichen Aktion vom letzten Jahr in Berlin vergleicht, merkt man, dass die Polizisten mit so einer nicht-ungewöhnlichen Situation ohne akute Gefahr recht verzweifelt und ahnungslos erscheinen. Das Verhalten wirkt sehr improvisiert. Es unterscheidet sich in zwei ähnlichen Fällen erheblich. Da liegt die Vermutung nahe, dass die Cops hier nicht so gut für solche Fälle ausgebildet wurden.
 
Is ja nicht so, dass es gerade hier in Berlin nicht genügend Artikel dazu gibt und auch Aussagen des Polizeisprechers.

eape schrieb:
Wenn man aber diese Aktion mit der ähnlichen Aktion vom letzten Jahr in Berlin vergleicht, merkt man, dass die Polizisten mit so einer nicht-ungewöhnlichen Situation ohne akute Gefahr recht verzweifelt und ahnungslos erscheinen. Das Verhalten wirkt sehr improvisiert. Es unterscheidet sich in zwei ähnlichen Fällen erheblich. Da liegt die Vermutung nahe, dass die Cops hier nicht so gut für solche Fälle ausgebildet wurden.

Ich hab nen Kommentar eines Polizisten auf Tagesspiegel.de gelesen. Der hat davon geschrieben, dass da gerade ein Schulungsprogramm abläuft, in der man beigebracht bekommt, wie man Messerstechern entgegentritt.
Das ist aber nicht das Problem. Das eigentlich Problem scheint mir zu sein, dass sie nicht wissen, wie sie mit geistig Verwirrten umgehen sollen. Bzw. es ist aus Sicht der Polizei sogar fast unerheblich, ob der Mensch mit dem Messer ne Psychose hat, unter Drogen steht oder betrunken ist. Für sie zählt vor allem die Herstellung der Sicherheit. Und das scheint mir wiederum von Grund auf der falsche Ansatz zu sein. Gerade wenn man bedenkt, dass in Berlin immer mehr psychisch Auffällige rumlaufen, weil es nicht die Kapazitäten gibt, die alle stationär zu behandeln, auch wenn es oft notwendig wäre.
Und dann kommt es halt immer wieder zu solchen Aktionen. Das ist ja schon das dritte Mal in relativ kurzer Zeit, das die Berliner Polizei einen psychisch kranken Menschen erschießt.
 
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