Der Boulevardpresse Thread

Dieses Thema im Forum "Off-Topic" wurde erstellt von FLip, 27. Oktober 2008.

  1. Zerfikka

    Zerfikka GOTTKAISER

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  2. Hamlet

    Hamlet Der Uncoole

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    Naja euer Verhalten bestätigt meine Annahme, dass ihr echt keine Ahnung von der Lage habt.
    ;)
     
  3. pil

    pil Administrator

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    Jeder wird irgendwo durch irgendjemand diskriminiert, immer und Überall, manche mehr als die Anderen, manche aber halt mehr und die Auswirkung kann natürlich bedeutend sein während beim Anderen das Leben einfach nur weiter geht.

    Ich bleib auch dabei, die Affenstory hat mehr kaputt gemacht als sie gut gemacht hat.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2018
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  4. M4rius93

    M4rius93 Blasmusik ist toll!

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    Du bestätigst auch mal wieder einiges :gerri:
     
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  5. Leo_Lausemaus

    Leo_Lausemaus

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    Danke für den sehr interessanten Artikel, den ich gestern komplett gelesen habe.

    Ich muss sagen, dass ich bei diesem Thema nach wie vor hin und her gerissen bin und seit dieser H&M-Werbung schon darüber nachdenke, wie ich damit umgehen soll, ohne bisher zu einem Ergebnis gekommen zu sein.
    Auf der einen Seite kann ich die Ansichten derer, die sich dadurch tatsächlich SELBST diskriminiert fühlen (also nicht für andere sprechen) nicht nachempfinden. Ich bin ein weißer, deutscher Mann und damit vermutlich einer der am wenigsten benachteiligten Menschen auf diesem Planeten, und genau deshalb kann ich es nicht im Ansatz nachempfinden, wie es ist, diskriminiert zu werden. Ich versuche mich da hineinzuversetzen, aber es fällt mir schwer. Mir bleibt daher nur zur Kenntnis zu nehmen, dass sich manche Menschen durch diese Werbung diskriminiert fühlen, und es zu akzeptieren.

    Soweit die eine Seite.

    Auf der anderen Seite gibt es aber auch eine Stimme in mir, die sich diesem "Akzeptieren" empört entgegenstellt. Wobei - nein, das ist falsch - es geht nicht um das Akzeptieren an sich, dass sich jemand diskriminiert fühlt (das will und darf ich niemandem absprechen), sondern allein um die Konsequenzen, die daraus entspringen mögen. Muss H&M sein Marketing verändern, nur weil sich manche Menschen davon angegriffen fühlen? Muss ich meinen Lebensstil verändern, nur um möglichst niemandem auf den Schlips zu treten? Im Falle der H&M-Werbung kann ich den Unmut verstehen, aber wo kann so etwas hinführen und wo muss man die Grenze ziehen?
    Wenn nun der Ultrareligiöse daherkommt und sich beleidigt fühlt, dass seine Kinder in der Schule mit der Evolutionstheorie konfrontiert werden ... der Türkischstämmige regt sich auf, weil im neuen H&M-Katalog zwar ein schwarzes, ein weißes und ein asiatisches Model abgebildet werden, aber kein arabisch aussehendes ...
    Freiheit bedeutet eben auch, dass man ertragen muss, was andere in der Öffentlichkeit machen. Und die Frage, die ich mir stelle ist die, ob ein Schwarzer nicht ebenso diese H&M-Werbung ertragen muss, so wie ich es als sehr religionskritischer Mensch ertragen muss, dass ich tagtäglich mit der christlichen Tradition unseres Landes konfrontiert werden.
    Ich weiß nicht einmal, ob das vergleichbar ist und tue mich wie gesagt mit diesem Thema sehr sehr schwer.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2018
  6. Mingo

    Mingo Mingo

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    Kannst du das nochmal verständlich formulieren? Ich hab keinen Plan was du mir damit sagen willst.
    (Aber am allerwenigsten geht es mir um die Mutter des Jungen. Und warum überhaupt die Mutter? Warum nicht der Vater? Oder beide Eltern gleichermaßen?)

    Ich darf mich glücklich schätzen dass ich persönlich keine Diskriminierung erfahren musste in meinem Leben.
    Darf ich fragen warum das in dem Kontext relevant ist bzw. was diese Information ändert?
     
  7. Mondknallschlumpf

    Mondknallschlumpf Geizkragen

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    Unschön wird es auf jeden Fall, wenn Gruppen anfangen, überempfindlich zu reagieren und nicht mal mehr über sich selbst lachen können. Das beziehe ich jetzt explizit nicht auf die H&M Sache, aber als z.B. letztens Jürgen von der Lippe und Dieter Nuhr Homophobie vorgeworfen wurde, war das einfach nur absurd im Kontext dessen, was sie gesagt hatten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2018
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  8. BitByter

    BitByter KT-Pointenerklärer #ErklärByter

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    das stimmt, aber ich finde ein bisschen sensibilität würde durchaus gut tun.
    man sieht auch hier im forum wie bei vielen direkt eine abwehrhaltung einsetzt und es im grunde keinerlei bereitschaft gibt, dem anderen zuzuhören und einfach mal neutral drüber nachzudenken. im gegenteil bekommt man das gefühl, dass der ein oder andere körperliche schmerzen erleiden muss, wenn es tatsächlich jemanden gibt der z.b. die H&M-werbung als rassistisch ansieht. dabei geht es mir nichtmal darum, dass man zwingend seine meinung ändert (auch wenn ich es begüßen würde, wenn jeder meine meinung hätte :gerri:), aber ein auseinandersetzen wäre schön.
     
  9. kingpin68

    kingpin68

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    @BitByter
    Leuten pauschal vorzuwerfen sie seien nicht sensibel genug, können dem anderen nicht zuhören oder neutral über Themen nachdenken und sich damit auseinandersetzen, ist auch nicht gerade sehr feinfühlig. ;)

    Die "Abwehrhaltung" setzt bei vielen ein wenn aus jeder Mücke ein Elefant gemacht wird.
    Siehe auch Sexismus-Thread, wo ich gerade gelesen habe wie eine Frau die Sparkasse verklagt hat, weil sie in den Formularen als Kundin und nicht als Kunde angesprochen werden möchte. Ich denke das jeder hier gegen Rassismus oder Sexismus ist und würde nicht gleich Leuten mit anderer Meinung, die Sensibilität absprechen.
     
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  10. BitByter

    BitByter KT-Pointenerklärer #ErklärByter

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    von mir aus. wenn dir ignoranz besser gefällt, bitte...
     
  11. Mingo

    Mingo Mingo

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    Jeder ist gegen denjenigen Rassismus und denjenigen Sexismus, den er oder sie selbst definiert.
    Das schützt aber leider nicht davor rassistisch oder sexistisch zu handeln.

    Ein Donald Trump behauptet von sich, niemand habe mehr Respekt vor Frauen als er. Und vermutlich glaubt er das sogar wirklich.
    Ein Sexist ist er dennoch.
     
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  12. kingpin68

    kingpin68

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    Auch nicht besser, sind alles pauschale Unterstellungen.

    Über solche Extrembeispiele wie Donald Trump brauchen wir gar nicht reden, da sind wir uns ja alle einig.

    Ganz neutral, alltägliche Situationen als rassistisch oder sexistisch zuzuordnen ist meiner Meinung nach nicht so einfach. Ich bin eben nicht der Ansicht, dass alles automatisch rassistisch/sexistisch ist, weil es jemand so empfindet.
     
  13. Lord EKKA

    Lord EKKA In the darkest night, I ll be your knight!

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    bro gibs auf. obwohl man bei dem thema eigentlich dran bleiben muss...
     
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  14. Mingo

    Mingo Mingo

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    Da hast du auf jeden Fall Recht.

    Auch da hast du Recht. Aber es gilt hier eben auch der Umkehrschluss: nur weil jemand etwas als nicht sexistisch oder nicht rassistisch empfindet, bedeutet es nicht, dass es nicht doch rassistisch oder sexistisch ist.
    Und dann wird ein Schuh draus.
     
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  15. Lord EKKA

    Lord EKKA In the darkest night, I ll be your knight!

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    wenn es jemand als rassistisch empfindet, muss man es halt einfach überprüfen. es heißt ja nicht automatisch, dass es auch rassistisch ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2018
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  16. kingpin68

    kingpin68

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    Na da sind wir uns doch mal einig.
     
  17. Reaver

    Reaver Artorias Stark

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    Die Grenzen verschwimmen aber oft fließend und sind wie jegliche Gefühlsempfindungen und menschliche Sinne halt sehr subjektiv.
    Der eine findet den Spruch "Hey, ist das ein Baumwollpullover?" - "wer es pflückt, darf es auch tragen" halt mega lustig, sau gut gekontert und einen durchaus richtigen Umgang mit dem Thema.

    Der Andere ist über alle Maßen beleidigt über diesen rassistischen Witz. Entweder aus Einstellung die er sich einfach angenommen hat, weil er ein Ritter in Rüstung sein und sich für die armen, unterdrückten Leute einsetzen will... oder aus dem viel verständlicheren Grund, weil er Opfer massiver Diskriminierung geworden ist.

    Eindeutige Definition kann man leider nur in der Extreme führen.... dazwischen die Frage: wie geht man denn nun damit um? Totschweigen? Alle Lieder und Märchen der Welt anpassen damit sich auch keine neu gebildeten Gruppierungen auf den Schlipps getreten fühlen?
    Das ist denn der Punkt, wo ich diese ganzen Debatten immer sehr schwierig finde und es sehr müßig wird, darüber zu diskutieren und auch mal wirklich einen konkreten Weg einzuschlagen.

    Ich finde es für mich auch extrem schwer da wirklich einen Weg zu finden, trotz, das ich schon viel darüber nachgedacht habe und dazwischen stehe, da ich Sexismus und Rassismus richtig scheiße finde, ich im Gegenzug aber auch ein strikter Gegner bin, das man jetzt gar keine bösen Witze mehr reißen darf und man gefühlt aufpassen muss, welcher Person man nun mit dem nächsten Wort auf die Füße tritt.
     
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  18. Lord EKKA

    Lord EKKA In the darkest night, I ll be your knight!

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    naja wenn man nüchtern über den Spruch nachdenkt, dann ist er klar rassistisch. Wenn ihn jemand nicht schlimm findet ok aber das ändert ja nichts am Kern des Spruchs. Wenn sich also jemand über so einen Spruch aufregt, ist es neutral betrachtet doch verständlich oder nicht. Dabei spielt es nicht mal eine Rolle, ob man Opfer von Rassismus war. Lieder und Märchen mögen Kulturgut sein aber auch sie passen sich halt an die Zeit an und diejenigen, die die Veränderung bremsen werden halt irgendwann nicht mehr da sein. Rassismus ist leider ein sehr zähes Problem und wird auch in nächster Zeit nicht verschwinden.

    Ist es denn schlimm, ein Ritter zu sein und die "armen, unterdrückten" Leute zu unterstützen? Man tritt ständig den Menschen auf die Füße. Man kann sich danach einfach entschuldigen und gut ist. Oder man bleibt ignorant und regt sich darüber auf, dass der gegenüber zu empfindlich ist und doch mal über böse Witze lachen sollte.

    Es hat auch keiner was gegen böse Witze aber warum tut man bei Rassismus oder Sexismus so, als sollte es hier keine Grenzen geben? Wir bremsen uns selbst so oft aus guter Erziehung etc aus aber bei dem Thema dann so eine Kontroverse?
     
  19. Reaver

    Reaver Artorias Stark

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    Hatte eigentlich noch mehr dazu geschrieben, aber nein... meine konkrete Stellung dazu habe ich wie gesagt noch nicht gefunden.
    Aber ich verstehe was du meinst und kann es auch nachvollziehen.

    Das es keine Grenzen geben soll, sage ich ja auch nicht... aber wo ist sie?
     
  20. Lord EKKA

    Lord EKKA In the darkest night, I ll be your knight!

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    Naja wie immer beim Gegenüber. Nur weil zb ein schwarzer etwas ok findet, heißt es nicht, dass man dann alle schwarzen so behandeln kann. Selbst wenn die meisten schwarzen es ok finden und einer es nicht ok findet, sollte man abwägen und vielleicht Rücksicht auf ihn nehmen. Natürlich Themen bezogen. Man selbst will ja selbst auch, dass Rücksicht genommen wird, wenn man etwas nicht gut findet. Bei Frauen und anderen Gruppen halt genauso.
    Die Grenze ist finde ich nicht so schwer zu finden und eher ein Problem, dass ,man mit sich selbst ausmachen sollte. Wie schlimm ist denn wirklich für mich selbst als weißer, wenn ein Kinderbuch nicht mehr das Wort Neger enthält? Wie wichtig ist mir dieses Kulturgut denn wirklich, um das ich mir keine Gedanken gemacht habe, bevor da jemand kam und es verändern wollte?
    Ich bemerke halt seit dem ich wirklich tief in dem Thema drin bin, dass viele sich eher oberflächlich darüber aufregen und glauben, dass jemand ihnen die freie Meinung oder sonstiges wegnehmen will. Dabei ist es eher förderlich. Wenn es weniger Rassismus und mehr Verständnis gibt, so ist es auch viel leichter über böse Witze zu lachen, weil klar ist, dass sie nicht rassistischer Natur sind. Aktuell müsste ich 2 mal überleben, ob mein Gegenüber es böse meint oder einfach nur ein Idiot ist :D.
     
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