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Der Boulevardpresse Thread (3 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Die Strafen in Deutschland sind definitiv zu lasch. Fängt schon damit an, dass viele Fahrer prinzipiell auf der Autobahn 20 zu schnell fahren, weil bis zu dem Limit die Strafe so gering ist, dass man das gelegentliche Polizeifoto als Preis für den "Fahrspaß" mitnimmt.
Und geht damit weiter, dass die typischen Kandidaten für noch schlimmeres Fahrverhalten wie drängeln, massiv rasen, Nötigung, rechts-links-rechts überholen wie auf der Rennstrecke etc. meistens in Autos fahren, die signalisieren, dass für die auch ein dreistelliges Bußgeld absolut kein Problem und Schmerz darstellt. Das Punktesystem lässt dann halt auch viele Warnschüsse zu, bevor es hier wirklich ersnt wird. Und dann kann man ja bei Vorliegen dringender Gründe beantragen, dass ein verhängtes Fahrverbot in eine Geldstrafe umgewandelt wird. Die dann aus der Portokasse gezahlt wird.

IMO sollte es hier viel harscher zugehen und schon viel früher einem Menschen die geistige Reife aberkannt werden, ein Kraftfahrzeug zu führen. Sprich MPU nach einer Sperrzeit ohne wenn und aber. Verliert dann halt jemand seinen Job: Pech gehabt. Wenn ich weiß, dass mein Job an meinem Führerschein hängt, dann verhalt ich mich halt wie ein normaler Mensch auf der Straße und gefährde nicht bei ner Fahrt von 50km das Leben etlicher Menschen.

Es vergeht durch meine Pendelei eigentlich keine Woche, in der ich nicht einigen Menschen auf der Autobahn begegnen, die so fahren, dass man davon ausgehen muss, sie hätten keine Ahnung, wie gefährlich das Verhalten ist und damit kann man imo die Eignung für den Führerschein eigentlich in Frage stellen.
 
In ihrem Land ist das ja auch nicht so "gefährlich" wie hier. Da gilt strikt 130, das wird richtig teuer, wenn du geblitzt wirst. Und wenn du mit 110 auf die linke Spur ziehst und einer kommt von hinten mit max. 130 ist das weniger gefährlich als wenn jemand mit 200 kommt.

Siehste, noch ein Grund gegen ein generelles Tempolimit :D Für mehr Achtsamkeit im Verkehr!
 
Ich wohne ja an der luxemburgischen Grenze und da zahlt man bei 10km/h zuviel bereits 145€! Konsequenz ist, dass die Leute sich dran halten, überwiegend jedenfalls. Auch hier kann man einfach einen wesentlich angenehmeren und flüssigeren Verkehrsfluss beobachten.

Wenn 10 bis 15km/h zuviel quasi "Normalzustand" sind, warum gibt es dann die Schilder am Strassenrand?

Beim diesjährigen Blitzmarathon wurden in TR über 1000 Fahrer in 6 Stunden geblitzt. Ey, bei einem angekündigten Event. :ugly: Und warum? Weil's keinen interessiert.
 
Man merkt es bei diesen Diskussionen immer wieder: Die freie Autobahn ist in Deutschland ein Thema, das ähnlich emotional besetzt ist wie Waffenbesitz in den USA.
Wider besserer Argumente, Belege und Logik wird mit emotionalen Argumenten (FREIHEIT!!!) mit Zähnen und Klauen das Recht, schnell zu fahren/Waffen zu besitzen verteidigt.
 
Kommentare wie dieser dürfen dann natürlich auch nicht fehlen

giphy.gif
 
Geblitzt wird doch meistens eh nur, um die Stadtkasse voll zu machen :roll:
Man müsste sich ja nur an die Vorschriften halten.

Ich verstehe einfach nicht, wie man von Abzocke sprechen kann, wenn man es selbst verhindern könnte und man nur blechen muss, wenn man sich nicht an die Regeln hält.

Aber der Deutsche und sein Auto. #EchteLiebe
 
Man müsste sich ja nur an die Vorschriften halten.

Ich verstehe einfach nicht, wie man von Abzocke sprechen kann, wenn man es selbst verhindern könnte und man nur blechen muss, wenn man sich nicht an die Regeln hält.

Aber der Deutsche und sein Auto. #EchteLiebe
Ich werde dieses "Wegelagerei" Geschrei auch nie verstehen. Als Autofahrer ist es halt meine Pflicht, mich an die Regeln zu halten. Immer. Und ich werde nur geblitzt, wenn ich das nicht tue.
Klar gibt es Radarfallen, die "fies" aufgestellt sind. Ich hatte z.B. mal eine in einem 60er-Bereich in einer Autobahnbaustelle während einem Gefälle. Da bin ich auch mit 68 geblitzt worden. Ärgerlich? ja. Aber trotzdem meine Schuld.

Ansonsten sehe ich die allermeisten Kontrollen an Stellen mit erhöhter Gefährdung wie Kurvenbereiche auf der Autobahn mit hohen Böschungen an der Außenseite, Baustelleneinfahrten oder halt innerorts an kritischen Stellen in der Nähe von Schulen oder halt einfach nur Straßen, an denen bekanntermaßen von vielen zu schnell gefahren wird.
 
Man merkt es bei diesen Diskussionen immer wieder: Die freie Autobahn ist in Deutschland ein Thema, das ähnlich emotional besetzt ist wie Waffenbesitz in den USA.
Wider besserer Argumente, Belege und Logik wird mit emotionalen Argumenten (FREIHEIT!!!) mit Zähnen und Klauen das Recht, schnell zu fahren/Waffen zu besitzen verteidigt.

Da gibts allerdings einen kleinen Unterschied - anders als andere Länder ist Deutschland bisher weder willens, noch in der Lage, einen öffentlichen Nahverkehr anzubieten, der ein Auto zuverlässig und günstig ersetzen kann. Insofern ist es imo nachvollziehbar, dass die Leute jede empfundene weitere Behinderung zurückweisen.
 
Da gibts allerdings einen kleinen Unterschied - anders als andere Länder ist Deutschland bisher weder willens, noch in der Lage, einen öffentlichen Nahverkehr anzubieten, der ein Auto zuverlässig und günstig ersetzen kann. Insofern ist es imo nachvollziehbar, dass die Leute jede empfundene weitere Behinderung zurückweisen.
Naja, ich bezweifle, dass Deutschland einen schlechteren Nahverkehr hat als JEDES (oder auch nur viele) Land mit Tempolimit hat...
Irgendwie hat auch bisher in jeder Stadt, in der ich war, der Nahverkehr recht gut funktioniert. Klar, nicht perfekt, aber (auch so eine deutsche Eigenschaft :D ) das Beschwerdeniveau hat imo wenig mit der tatsächlichen Situation zu tun.

Und klar, es gibt Situationen, in denen das Auto dem ÖPNV klar vorzuziehen ist. Ich bräuchte mit S-Bahn und Bus auch über 2 Stunden zur Arbeit anstatt 50 Minuten mit dem Auto. Aber das ist für mich verständlich, da ich in eine komplett andere Region muss und das Büro sehr weit vom Bahnhof entfernt ist.
Und in strukturschwachen Regionen siehts halt dunkel aus, was Bus und Bahn angeht. Aber auch da bezweifel ich, dass das in so vielen Ländern so grundlegend anders ist.

Und: Auch das berechtigt nicht, die Verkehrsregeln zu missachten oder zu dehnen. Und wo das Argument irgendetwas an der Sinnhaftigkeit von Tempo 130 ändern sollte, ist mir ebenfalls schleierhaft...
 
Man merkt es bei diesen Diskussionen immer wieder: Die freie Autobahn ist in Deutschland ein Thema, das ähnlich emotional besetzt ist wie Waffenbesitz in den USA.
Wider besserer Argumente, Belege und Logik wird mit emotionalen Argumenten (FREIHEIT!!!) mit Zähnen und Klauen das Recht, schnell zu fahren/Waffen zu besitzen verteidigt.

Ich habe doch Argumente abseits von "FREIHEIT!!" gebracht.
 
Ich habe doch Argumente abseits von "FREIHEIT!!" gebracht.

Du meinst, ein höheres Tempo sorgt zeitgleich für mehr Achtsamkeit?

Es gibt Menschen, für die ist eine deutsche Autobahn purer Stress, weil jeder fährt, wie er will. Wir wurden am Sonntag beinahe von einem Porsche abgeschossen, der mit weit über 200 an uns vorbei ist. Geräuschkulisse und Druckwelle haben meine Frau ziemlich erschreckt. Und wir hatten zwei Kinder im Auto. Übrigens in einer 130er-Zone...

Es ist ziemlich eindeutig erwiesen, dass ein Tempolimit zu weniger Unfällen führt. Und gleichzeitig auch die Umwelt schont.
 
Wieso? Was ist an meinem Post falsch? Ist es nicht so, dass ich mit 130 mehr Überblick, kürzere Reaktionswege und Bremswege habe? andere Verkehrsteilnehmer mit geringerer Wahrscheinlichkeit meine Geschwindigkeit falsch einschätzen als wenn ich 200 fahre? So als Beispiel.
 
Mit dem Argument müsste eigentlich ein deutschlandweites Tempolimit von 30 Km/h gelten.

Ich bleibe dabei. Man fährt defintiv achtsamer wenn sich nicht alles in einer homogenen Masse über die Autobahn schleicht. Und wenn jemand nicht einschätzen kann, dass ein Auto mit 200 km/h schneller da ist als ein Auto mit 100km/h dann gehört er einfach nochmal in die Fahrschule. Tempolimits haben wir bereits genug.

Und auf mein Argument bzgl "Sonntags allein auf einer dreispurigen Autobahn 120 fahren müssen" ist auch keiner eingegangen. Das hat auch nichts mit meinem Freiheitsdrang zu tun, sonder schlicht und ergreifend damit, dass ich mich gern möglichst effizient von A nach B bewegen möchte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man merkt es bei diesen Diskussionen immer wieder: Die freie Autobahn ist in Deutschland ein Thema, das ähnlich emotional besetzt ist wie Waffenbesitz in den USA.
Wider besserer Argumente, Belege und Logik wird mit emotionalen Argumenten (FREIHEIT!!!) mit Zähnen und Klauen das Recht, schnell zu fahren/Waffen zu besitzen verteidigt.
hm... also für mich hast du mit deinem ersten post die emotionalität reingebracht, nicht @Frequenzberater ...

ich selber bin relativ viel unterwegs, im jahr. verbringen 40k++ kilometer auf der straße (und das sind nur die km die ich selber fahre). bin auch lange strecken unterwegs und allein deshalb lehne ich generelle 130 absolut ab. wieviel lebenszeit mir verloren gehen würde, wenn ich jedes mal mit max 130 vor mich hin gondeln müsste nur weil man job diese mobilität erfordert, möchte ich mir gar nicht ausrechnen.

generell fällt mir oft auf, dass "diese 130" von den menschen gefordert werden, die ihr auto eh "wenig" brauchen. natürlich fällt es denen schwerer nachzuvollziehen, dass es mega nervt nach münchen 2h länger unterwegs zu sein, als es sein müsste.
ich kann die argumente dafür verstehen, keine frage. aber mir ist es lieber es bliebe wie es ist. und sind wir mal ehrlich: so mega viele strecken die freigegeben sind gibt es auch nicht mehr. und wenn jemand statt erlaubten 120 180 oder 200 fährt hilft ein generelles 130 auch nicht mehr.
 
Naja, ich bezweifle, dass Deutschland einen schlechteren Nahverkehr hat als JEDES (oder auch nur viele) Land mit Tempolimit hat...
Irgendwie hat auch bisher in jeder Stadt, in der ich war, der Nahverkehr recht gut funktioniert. Klar, nicht perfekt, aber (auch so eine deutsche Eigenschaft :D ) das Beschwerdeniveau hat imo wenig mit der tatsächlichen Situation zu tun.

Und klar, es gibt Situationen, in denen das Auto dem ÖPNV klar vorzuziehen ist. Ich bräuchte mit S-Bahn und Bus auch über 2 Stunden zur Arbeit anstatt 50 Minuten mit dem Auto. Aber das ist für mich verständlich, da ich in eine komplett andere Region muss und das Büro sehr weit vom Bahnhof entfernt ist.
Und in strukturschwachen Regionen siehts halt dunkel aus, was Bus und Bahn angeht. Aber auch da bezweifel ich, dass das in so vielen Ländern so grundlegend anders ist.

Und: Auch das berechtigt nicht, die Verkehrsregeln zu missachten oder zu dehnen. Und wo das Argument irgendetwas an der Sinnhaftigkeit von Tempo 130 ändern sollte, ist mir ebenfalls schleierhaft...

Ich bekomme es ja in Deutschlands zweitergößter Stadt mit. Fahrradfahren = Selbstmord (siehe Kopenhagen als Positivbeispiel). S-bahn gibts zwei Hauptstrecken, fällt eine aus bricht das System zusammen. Und es fällt regelmäßig aus, was dann hauptsächlich die Pendler betrifft). Andere Metropolen haben da deutlich mehr Ausweichstrecken. Und während man in Hongkong für 80 Cent durch die ganze Stadt fahren kann, kostet in Hamburg eine (!) Station bereits über 2 Euro.

Was 130 angeht - man ist halt langsamer unterwegs wenn die Autobahn frei ist. Das reicht für mich als Argument. Und wenn sie nicht frei ist kann man sowieso nicht schnell fahren.
 
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