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Der Boulevardpresse Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Mal eine ganz blöde Frage: Ist es nicht ziemlich egal erstmal, aus welcher Ecke der Antisemitismus kommt?

Die ganzen letzten Jahre bekommt man mit (wenn man darauf achtet), dass Antisemitismus in Deutschland immer noch verbreitet ist.
Gibt nur mal einen kleinen Aufschrei, wenn mal wieder irgendein Spinner den Holocaust leugnet, ein stramm linker Politiker mit Kufiya posiert oder eine Synagoge verschandelt wird.

Und jetzt merkt man auf einmal: Oh wie dumm, Antisemitismus gibt's immer noch? Aber von uns doch nicht, das sind doch die Muslime, die die so dumm finden.

Das Gleiche auch mit den 26 Anschlägen auf Moscheen innerhalb von 8 Wochen.
Die immense Islamophobie in breiten Teilen der Gesellschaft.

Und wen interessiert es? So richtig wohl niemanden.

Ich möchte hier auch nicht in whataboutism verfallen wie @BitByter, aber ich finde es ziemlich bedenklich, dass es bestimmte Täter braucht, um auf ein Problem aufmerksam zu machen.
Antisemitismus ist immer scheiße, aber wieso braucht es muslimische Täter, um zu erkennen, dass es Antisemitismus in Deutschland gibt?
Richtet sich die Empörung also tatsächlich gegen den Antisemitismus oder doch nur gegen Muslime, weil die halt mal wieder Blödsinn machen?

Zweiteres scheint mir in der Diskussion fast wahrscheinlicher zu sein. Leider.
 
http://www.sueddeutsche.de/politik/...oert-auf-eure-lines-zu-verharmlosen-1.3955985

Hab gestern noch einen interessanten Beitrag von Lady Bitch Ray gelesen, der sich aber eher mit dem Thema Antisemitismus und Hip Hop als mit Antisemitismus und Islam beschäftigt.

Recht guter Text.

Allerdings kann ich mir von ihr nichts anschauen/lesen ohne sowas im hinterkopf zu haben:
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Recht guter Text.

Allerdings kann ich mir von ihr nichts anschauen/lesen ohne sowas im hinterkopf zu haben:
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Ich muss immer an den teaser zu ihrem album damals denken, wo sie den. Äh. Busen zeigt.

Fand sie aber schon immer trotz des Recht ausgefallenen Tons sehr helle.
 
Zumindest dieser ghettoscheiß ist schon hart peinlich.

Fassungslos.gif
 
Mal eine ganz blöde Frage: Ist es nicht ziemlich egal erstmal, aus welcher Ecke der Antisemitismus kommt?

Ich frag mal einfach, wie Antisemitismus überhaupt definiert wird.

Das Thema begleitet uns ja momentan täglich und immer wieder wird auch gesagt, dass Kritik am Staate Israel und sogar an der israelischen Politik bereits als Antisemitismus gewertet wird.

Und das kann es ja nicht sein. Der Vorwurf des Antisemitismus darf ja kein Freifahrtschein sein und Meinungsfreiheit muss auch bei Israel erlaubt sein.
 
Der Vorwurf des Antisemitismus darf ja kein Freifahrtschein sein und Meinungsfreiheit muss auch bei Israel erlaubt sein.

Ist es nicht, wird es auch nicht sein.
Ich war jahrelang in Israel beruflich unterwegs und fand es immer wieder erschreckend, wie offen dort Rassismus in allen Gesellschaftsschichten gelebt wird. Das kann man sich so gar nicht mehr vorstellen.
Es konterkariert für mich etwas das Auftreten und das schnelle Rufen von "Antisemitismus" und verwundert umso mehr, anhand der furchtbaren Erfahrungen in der Vergangenheit.
 
Wär mir neu, dass der Mensch aus der Vergangenheit etwas lernt.

Kritik an bspw. Israels Siedlungspolitik ist natürlich nicht antisemitisch. Es wird immer Leute geben, die das behaupten oder dir im Zweifel vorwerfen, aber das hat dann mehr die Qualität von "was gegen Bush sagen ist unpatriotisch" oder "Flüchtlinge nicht anzünden bedeutet Merkel zu lieben". Einfach Dummfug. Aber natürlich muss man, genau wie bei einer Merkel-muss-Weg-Demo auf die Definition von "Kritik" Rücksicht nehmen, wo ja durchaus manchmal hysterisch-debiles "F**ze"-Gebrüll noch irgendwie zu "Kritik an der Flüchtlingspolitik" zurechtgebogen werden soll.

Kommt irgendjemand mit Sprüchen ála "Die einzige Bank, die die noch nicht komplett kontrollieren ist die West Bank!" ist das natürlich keine Israelkritik mehr.
 
Recht haben sie. Einen Musikpreis auf Basis der Verkaufszahlen zu vergeben ist an sich schon die beknackteste Idee überhaupt. Aber passt ja auch zum typischen Musikgeschmack der Masse in Deutschland... Die ist auch keine gute Idee.
Ist ja beileibe nicht so, dass wir keine guten Musiker in Deutschland haben. Aber die Masse hört halt lieber Helene Fischer, die im Folgeschluss irgendwie über 20 Echos daheim unterbringen muss.
Ein Preis auf Basis der Güte von Musik schafft diesen guten Künstlern in vielen Genres eine Bühne und lässt nicht die eh schon überhypten "Stars" noch mehr glänzen.

Musik ist eine kreative Kunst und da MUSS ein Preis nach dem künstlerischen Wert vergeben werden. Oscars gibts auch nicht nach Box Office Zahlen.

Bin mal auf das Nachfolgekonzept gespannt.
 
Eine gute Idee für das Nachfolgekonzept wäre ja IMO, wenn die Verantwortlichen sich im Vorfeld der Verleihung mal die Künstler und ihre Machwerke genauer anschauen würden.

Das, was da beim Echo passiert ist, wäre ja zu 100% vermeidbar gewesen.
 
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