Haben sie auch nicht. Guck dir doch einfach mal die gängigen Theorien über Kausalität an, bevor du hier Müll schreibst.
Kausalität zu verstehen, ist einer der Bestandteile meiner Ausbildung. Im Gegensatz zu dir verstehe ich sie auch.
Übrigens habe ich den in diesem Fall präziseren Begriff "Ursache/Wirkung Prinzip" verwendet, den du dann mit dem (vieldeutigeren) Begriff "Kausalität" in deinem Antwortposting ersetzt hast.
Wenn ich von "Kausalität" schreibe, ist also nur das "Ursache/Wirkung Prinzip" und eine Kausalkette darunter zu verstehen, nicht irgendwelche Theorien, ab wann der Mensch für "Kausalität verantwortlich" sei, oder ähnlicher Quatsch.
Und dann sind es natürlich die anderen, die das nicht verstehen.
Du verstehst Kausalität auch ganz offensichtlich nicht, oder du tust zumindest so.
Es gibt viele Faktoren, die man im Rahmen der Kausalität betrachten kann. Die Frage ist nur, ob sie auch Kausal wirksam sind. Die Bilder hätten sich ohne den Eingriff des Hackers nicht verbreitet, oder?
Und ohne das Hochladen in die Cloud auch nicht, oder?
Wobei: Streng genommen "kann man das nicht sagen", denn eventuell hätte ohne den Hackereingriff vielleicht ein Einbrecher die physischen Geräte geklaut und entschlüsselt, bzw. ein Räuber die Geräte geraubt und Vonn gezwungen sie zu entsperren, oder Vonn hätte sich entschieden, die Fotos freiwillig ins Internet hochzuladen. Das ist aber eben nicht die Welt in der wir leben, wir leben in der Welt mit der Kausalkette (vereinfacht) -> "Urknall, Planet Erde, Erfindung Smartphone, Nacktfotos machen, Nacktfotos in die Cloud laden, Hackerangriff, Verbreitung Fotos im Internet".
DAS ist der entscheidende Faktor, der die Kausalgeschichte startet.
Nope, das ist genau der Teil am Thema Kausalkette, den du noch nicht verstanden hast. Eine Kausalkette im Sinne des Ursache/Wirkung Prinzips startet nicht einfach "irgendwann" einfach so mitten in der Menschheitsgeschichte.
Davor gibt es natürlich auch einNarrativ, das ist aber nicht relevant. Wenn die für dich doch relevant ist, dann bekommst du ein ziemlich großes Problem. Dann ist nämlich nicht nur das Hochladen der Bilder relevant, sondern auch, dass jemand die Infrastruktur gebaut hat, ein paar Steps weiter landet man bei dem, der den PC erfunden hat und schließlich beim Urknall und dem Postulat Gottes oder wir geben unser Kausalitätsverständnis auf. Theoretisch lässt sich die Verkettung der Ereignisse nicht trennen.
Na sieh mal einer an, ein bisschen was von dem Thema hast du ja doch schon verstanden, wenn man es aus dir rauskitzelt.

Genau wie von dir beschrieben ist es nämlich, ein "großes Problem" bekomme ich dadurch jedoch nicht.
Pragmatisch nimmt man deshalb den letzen entscheidenen Faktor: Hier, den Häcker.
Nein, den Hacker nimmst du als "entscheidenden Faktor", damit du in der Diskussion "Recht behalten" kannst. Das ist nicht "pragmatisch", sondern schlicht und ergreifend "arbiträr".
Sinnvoll in Bezug auf die von mir aufgeworfene Frage, ist es, dort anzusetzen, wo ein Mensch die Möglichkeit hatte, den (möglichen) Ablauf der Kausalkette zumindest im Groben vorherzusehen, und entsprechend zu handeln.
Option 2: Der Hacker entscheidet sich, die Bilder nicht zu kopieren und ins Netz zu stellen -> Die Verbreitung ist verhindert.
Option 1 (zeitlich davor): Lindsey Vonn entscheidet sich, dass die Bilder sicherer verwahrt werden müssen und handelt entsprechend, sie läd die Bilder nicht in die Cloud hoch, oder verschlüsselt sie -> Die Verbreitung ist verhindert.
Beide Handlungen hätten die oben beschriebene Kausalkette, wie sie tatsächlich stattgefunden hat, unterbrochen! Und zwar jede einzelne der beiden Optionen hätte sie durchbrochen, nicht etwa nur beide in Kombination.
Alternativ kannst du auch Kausal-Skeptiker werden, aber das ist eine gänzlich andere Debatte.
Nachdem die Idee von Ursache/Wirkung meine Argumente stützt und auch in unserer physikalischen Welt (zumindest makroskopisch) zu funktionieren scheint, gibt es dazu keinen Grund.
Das willst du aber nicht, weil du einfach den Promis die Schuld geben willst. Kann ich auch nachvollziehen, aber dann sag das doch gleich.
Ich habe bereits in meinen vorherigen Postings explizit geschrieben, dass ich bewusst die Worte "Schuld" und "Verantwortung" nicht in dieser Diskussion benutzen will, weil diese Begriffe zu mehrdeutig sind. Bevor wir sie in dieser Diskussion benutzen, müssten wir sie passend und bis ins Detail für die Zwecke dieser Diskussion definieren.
Dass du mir dennoch unterstellst, einem "Promi" die "Schuld" für etwas geben zu wollen, spricht Bände über deine Ehrlichkeit in dieser Diskussion.
Klar, ist der Schritt vom Dach, oder besser gesagt, der Entschluss vom Dach zu springen (es handelt sich ja um eine menschliche Handlung) der entscheidende Faktor, dass ich vom Dach falle und sterbe. DIES ist der zu letzt entscheidende Faktor. Nicht, dass jemand das Haus gebaut hat, die Erfindung des Betons..oder das Postulat Gottes.
Das stimmt eben nicht, natürlich ist in dieser Kausalkette der Bau des Hauses ebenso ursächlich für die Tatsache, dass ich gerade von diesem Haus fallen und sterben konnte.
Wie gesagt: Verständnis von Kausalität ist wichtig.
Im Fall von den Bildern war es aber leider der Hacker, der sich unrechtmäßig Zugang verschafft hat.
Ja, aber die unsichere Aufbewahrung der Bilder, die den unberechtigten Zugriff durch den Hacker erst möglich gemacht hat, ebenso. Siehe oben.
Ja, aber was sind das denn für Aussagen? Die sagen doch alle das gleiche: Wir, die Polizei/der Staat, können nicht für deine Sicherheit garantieren. Weil das so ist, raten wir dir, gewisse Tätigkeiten/Handlungen nicht auszuführen. Tut uns leid, wir sind loser. Das einzige, was wir machen können, ist dich zu informieren.
Deswegen ist der Staat ja noch kein "loser". Wir könnten Kriminalität wesentlich effektiver bekämpfen als wir es momentan tun, wären dann aber in einer Art Überwachungsstaat bzw. müssten mehr Ressourcen investieren, als wir das momentan für sinnvoll halten. Und ja, in manchen Fällen können Staaten auch nicht so viel Sicherheit bieten, wie sie möchten, weil ihnen die Möglichkeiten fehlen. Dann sind sie in deinen Augen vielleicht "loser".
Aber nochmal die Frage: Was soll es dann bringen, den Bürgern oder Touristen die Information über die daraus resultierenden Gefahren zu verschweigen?
Jetzt kommst du (arroganterweise) daher und sagt, die Frau, die einen kurzen Rock trägt und trotzdem im öffentlichen Raum operiert, ist einfach gefährdet, weil sie da in kurzem Rock existiert.
Ich verstehe nicht, was eine logische und faktisch korrekte Feststellung mit "Arroganz" zu tun hat. Außerdem ist deine Darstellung so verkürzt, dass sie dadurch schon falsch wird.
Nehmen wir an eine Frau wird im öffentlichen Raum von einem Mann sexuell belästigt, die Belästigung kommt (u.a.) zu Stande weil:
1.) Der Mann ein moralisch verwerfliches Subjekt ist, der Frauen belästigt, wobei Miniröcke ihn besonders anziehen.
2.) Die Frau geht im Minirock in den öffentlichen Raum, wo sie diesem Mann begegnet.
Dann kommt es zur Belästigung, die nicht passiert wäre (nehmen wir das auf Grund der Präferenzen des Täters als gegeben an), wenn sie eine Hose getragen hätte.
Deine Aussage, meine Aussage wäre, die Frau wäre "einfach gefährdet, weil sie da in kurzem Rock existiert", stimmt also nicht.
Meine Aussage ist: "Die Frau ist gefährdet, weil sie da in kurzem Rock existiert
und es moralisch verwerfliche Subjekte gibt, welche sie u.a. deswegen sexuell belästigen."
Punkt 1 und Punkt 2 müssen beide zusammentreffen, damit die Belästigung zusammenkommt (Kausalitätskette!- Wie die funktioniert haben wir weiter oben gelernt!) und damit treffe ich keine moralische Wertung über die Entscheidung der Frau, mit Minirock in die Öffentlichkeit zu gehen.
Ich erkläre es dir anhand eines weiteren Beispiels:
1.) Ein Verrückter, der eine Schusswaffe hat und blonde Männer hasst, will in der Innenstadt einen Amoklauf starten.
2.) Ich bin blond, entscheide mich an diesem Tag das neue Modern Warfare in der Innenstadt zu kaufen.
Ich laufen dem Typen über den Weg, er beginnt seinen Amoklauf mit mir, schießt mir in den Kopf, ich bin tot.
Natürlich hat meine Entscheidung, genau zu dem Zeitpunkt in die Stadt zu gehen, genauso meinen Tod ausgelöst, wie die Entscheidung des Täters, zu diesem Zeitpunkt einen Amoklauf gegen blonde Männer zu starten. -> Kausalkette.
Dies bedeutet jetzt aber natürlich nicht, dass ich eine moralische oder strafrechtliche "Schuld" an meinem eigenen Tod gehabt hätte!
Und nun stellt sich eben die Frage, ob man in einem Fall, in dem man eine mögliche Kausalkette, die z.B. über die Lagerung eigener Promi-Nacktbilder in einer bekanntermaßen unsicheren Cloud zu einer weltweiten Verbreitung über das Internet führt, nicht vielleicht von einer gewissen
Eigenverantwortung sprechen kann, Maßnahmen zu ergreifen, einer derartigen Kausalkette vorzubeugen.
Das kommt aber eben ganz darauf an, wie man das Wort "Verantwortung" definiert, weswegen ich diese Baustelle eben explizit nicht aufmachen will.
In meinem oben genannten Beispiel mit dem Amoklauf ist diese Kausalkette so unwahrscheinlich, dass es sich für mich rational nicht lohnt, wegen einer solchen möglichen aber extrem unwahrscheinlichen Kausalkette,
nicht in die Stadt zu gehen.
Wenn ich aber als Promi Nacktbilder in einer unsicheren Cloud lagere, könnte es sein, dass die Wahrscheinlichkeit, dass dies ein Glied einer Kausalkette ist, die zu deren Verbreitung im Internet führt, vielleicht so hoch ist, dass es sich gelohnt hätte, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Ebenso wird es sich für eine Frau, die sich in westlichen Staaten durch ganz normale urbane Gebiete bewegt, kaum lohnen, wegen einer möglichen Belästigung
auf Grund eines Minirocks, diesen nicht anzuziehen. Die Chance, dass der Minirock zum Teil einer Kausalkette wird, die zu einer Belästigung führt, ist so gering, dass die Vorteile des Tragens des Minirocks die Wahrscheinlichkeit einer so unglücklichen Kausalkette so stark überwiegen, dass es rational keine Sinn macht, auf das Tragen des Minirocks deswegen zu verzichten.
Anders wäre es vielleicht, wenn diese Frau vorhat, sich als Gefängnispsychologin mit einem verurteilten Sexualstraftäter in einem Raum zu treffen ohne physische Barriere, wenn dieser Sexualstraftäter einen Fetisch für die Vergewaltigung von Psychologinnen in Miniröcken hat. Eventuell ist nämlich in diesem Fall eine mögliche Kausalkette vorhersehbar, in der das Tragen des Minirocks ein Element ist, das schlussendlich zu einem Übergriff führt. In diesem Fall könnte man argumentieren, dass der Verzicht auf das Tragen des Minirocks vielleicht eine intelligente Vorgehensweise sei. Hier ist nämlich die Wahrscheinlichkeit, dass der Minirock zum Teil einer verhängnisvollen Kausalkette wird, einfach wesentlich höher.
Deshalb trägt sie auf jeden Fall auch eine Mitschuld.
Wieder diese infame Unterstellung, ich würde von einer "Mitschuld" reden, obwohl ich bereits am Anfang dieser Diskussion klargestellt habe, dass das eben gerade nicht der Fall ist. Wie bereits oben geschrieben, spricht dieser "Diskussionsstil" Bände. Hat man keine vernünftigen Argumente, muss man eben den Diskussionsgegner mit unberechtigten Vorwürfen "anpatzen".
Denn sie war ja einfach viel zu sexy angezogen für den gemeinem Mann aus dem, was weiß ich, Saarland! Das ist doch ABSURD. Hier wird ein Versagen/Verschulden der anderen Teilnehmer der Gesellschaft und des Staates (Polizei, Täter) legitimiert, weil es sich jemand - in diesem schönen freien Land - erbost hat zu Kleiden, wie der Staat es ihm rechtlich zugesteht.
Es steht mir auch rechtlich zu, Nachts allein ohne jemanden in der Nähe als Nichtschwimmer mit meiner Luftmatratze mitten auf meinen Privatsee zu paddeln und dann die Luft aus der Luftmatratze zu lassen, auch wenn ich eigentlich weiterleben will.
Die Frage ist nur, ob das besonders intelligent ist.
Deshalb ist das kein sinnvoller Hinweis, sondern ein Eingeständnis in die eigene Machtlosigkeit. Und am Ende ist die Frau schuld, oder wie? Und das ist nicht nur dein Verständnis von Opfer-Umkehr, sondern auch die, die
@M4rius93 und
@Mondknallschlumpf haben.
Und wieder, zum dritten Mal, der infame und widerliche implizierte Vorwurf, ich wolle hier einer Frau wegen ihres Kleidungsstils eine "Mitschuld" an einer Vergewaltigung oder Belästigung geben. Was ich von solchen Methoden halte, ist ja oben bereits zu lesen.