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Der Boulevardpresse Thread (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Mal ganz wertungsfrei weil ich auf die Diskussion echt keinen Bock hab: Bei uns gibts oder gabs, so genau weiß ich das nimmer, Bergbauern Milch mit ner weissen Sennerin drauf. Jetzt ne ernst gemeinte Frage: Wäre es rassistisch da eine dunkelhäutige Frau im Dirndl abzubilden oder ist es eben rassistisch das NICHT zu tun?

Ja, ganz genau. Die ganze Diskussion ist total umsonst, denn nicht rassistisch wäre es, wenn die Hautfarbe keine Rolle spielen würde. Rassistisch finde ich es, wenn man bei schwarzen immer auspassen muss, wenn man sie in Zombie-Filmen, Zombie-Spielen, Filmen als Bösewicht, Schokomilch, etc einsetzt. Das ist Rassismus.
 
Braucht man auch nicht. Weil die beschwerde lächerlich ist. Das ist ne Schokomilch und da ist ne Frau drauf. Ist doch ganz egal welche Hautfarbe die hat.

Ich kann verstehen, wenn man sich an Mingos teilw. Stellvertreter-Rechte-Einsatz reibt. Sowas schmeckt nicht jedem. Aber man kann der Dame jetzt nicht absprechen, sich nicht verletzt fühlen zu sollen.
 
Einzelne Twitterposts zu zitieren ist jetzt auch nicht so prickelnd. Egal wie man es macht, es beschwert sich immer jemand. Immer. Egal wie. Immer immer. Es melden sich ja vor allem Leute zu Wort, die was zu meckern haben, kaum aber die üblicherweise um Größenordnungen zahlreicheren Zufriedenen und die, denen eh alles lauwarm am Arsch vorbeigeht. Von daher ist das Internet ein völlig verzerrtes Abbild der Realität. Nichts wird so heiß gegessen wie bla blub usw. usf.
 
Okay, nun will ich mich doch noch dazu äußern, weil ich das Gefühl habe, dass ich einige Dinge nicht unwidersprochen lassen kann und will.

Im KT gehören wir augenscheinlich nicht zu der Personengruppe, die sich durch die hier besprochenen Darstellungen auf den Müller Milch-Flaschen verletzt fühlen könnten. So weit so gut. Was ich jedoch unendlich anmaßend finde ist aber die Haltung, die sich bei einigen hier dann breit macht, bei der potentielle Betroffene negiert oder zumindest marginalisiert werden.

Getreu dem Motto, „Ich aus meiner Sicht sage: von so einer Darstellung kann man gar nicht verletzt oder betroffen sein. Ich habe zwar in meinem Leben keine derartige Diskriminierung, Marginalisierung, etc. zu spüren bekommen, aber fühle mich dennoch zu dieser Einschätzung berufen.“

Konkret geäußert wird das dann in etwa so…



(ich habe bereits einen Link gepostet, in dem sich ein Vertreter derInitiative Schwarze Menschen in Deutschland(sic!) äußert. Aber was ist schon die Stimme eines Betroffenen gegen das eigene Empfinden?)

… oder so…



… und hier finde ich die Argumentation schon fast perfide, weil hier bereits ein Grundstein gelegt wird, sich dem Diskurs verweigern zu können.

Ich kann also sagen „es gibt schwarze Frauen, die sich verletzt fühlen“, siehe zum Beispiel…

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… aber es ist eben nur eine betroffene Person, erst mal ein Einzelfall. Das hat ja keine Relevanz für die Mehrheitsgesellschaft. Wo kämen wir denn auch hin, wenn wir auf jede Befindlichkeit Rücksicht nehmen sollten?


Und das zieht sich so weiter…



Nochmal, es wird überhaupt nicht versucht, die Perspektive einer betroffenen Person einzunehmen, geschweige denn nachzuvollziehen. In der gesamten Diskussion werden Betroffene ausgespart, da wird „sich aufgeregt“ von Leuten „die zu viel Zeit haben“. Dabei verschaffen erst die Leute, „die zu viel Zeit haben“ und „sich aufregen“ den Betroffenen eine Bühne, auf der sie gehört werden können. Oder auch nicht, wenn man hier den Thread verfolgt.


Was Probleme sind, entscheiden nämlich wir, nicht die.







Eine weitere Strategie: nicht nur werden potentielle Betroffene nicht mitgedacht, es werden auch alle, die sich mit diesen „solidarisieren“ als nichternstzunehmende Spinner abgestempelt. Und da hilft auch der Zusatz nichts, dass ich nicht Adressat der Aussage bin, aber dass mit dem „verkorksten Leben“ nehme ich durchaus persönlich.


Und dann ist mir noch folgendes ein Anliegen, Thema: political correctness.





Dazu ein Zitat des österreichischen Kabarettisten Thomas Maurer:



Political Correctness wird mittlerweile hauptsächlich dazu verwendet, um die Gegenseite zu diskreditieren. Was der Begriff nämlich nahelegt ist, dass diejenige (heute mal generisches femininum) nicht wirklich diese Meinung vertreten würde, wenn sie nicht gerade der PC entsprechen würde. PC wird dabei als eine Meinung verstanden, die von einer Art ominöser, totalitärer Macht dem dummen Volk aufoktroyiert wird. Und jede, die eine Position einnimmt, die zufällig der PC entspricht, ist dann kein frei denkender Mensch mehr, sondern ein gesteuerter Lemming.
Im Umkehrschluss ist natürlich diejenige, die nicht die PC vertritt, die wahre Freidenkerin und im Gegensatz zur Gegenseite in der Lage, den eigenen Verstand zu benutzen und sich nicht von oben steuern zu lassen.
Das setzt ein vollkommen verqueres Verständnis voraus, wie PC überhaupt zustande kommt. Denn es ist doch so, dass PC überhaupt erst aus einem stattfindenden oder stattgefundenen Diskurs hervorgeht, in dem Argumente ausgetauscht wurden, Positionen vertreten wurden, freie Rede und Gegenrede stattgefunden hat. Das macht es irgendwie pervers all jenen, die eine Meinung vertreten, die sich mit der PC deckt, zu unterstellen, sie seien fremdgesteuert und plapperten ominösen Mächten nur nach dem Mund.

Ups, jetzt habe ich doch wieder eine wall of text produziert.
Deswegen gestern auch: tl;dr.


Das du deswegen aus deiner Höhle gekrochen kommst, war klar. :lol:
 
@Mingo

Kudos für deine ausführliche Antwort, aber in dieser Sache bin ich tatsächlich nicht bei dir.

Deine Argumentation kann ich zwar nachvollziehen und ich finde es gut, dass du den Fokus auf die legst, die sich beschweren, statt den Betroffenen ihre Betroffenheit absprechen zu wollen.

ABER:

… aber es ist eben nur eine betroffene Person, erst mal ein Einzelfall. Das hat ja keine Relevanz für die Mehrheitsgesellschaft. Wo kämen wir denn auch hin, wenn wir auf jede Befindlichkeit Rücksicht nehmen sollten?

Ja, genau so ist es. Es ist ein Einzelfall in einer 81 Mio-Gesellschaft. Selbst wenn sich zehn oder hundert beschweren würden, wären das noch immer Einzelfälle. Das ist der Punkt. Wir werden niemals jedem immer alles recht machen können, das ist bei vielen Millionen Menschen einfach nicht möglich. Darum sollte man die Kirche auch mal im Dorf lassen.

Was ich allerdings daneben fand, war Müllers Antwort auf die Beschwerde. Die Antwort zeugt imo von wenig Verständnis für die Betroffene und kommt ziemlich von oben herab.
 
Ein Torbedo als Waffe gegen Schiffe / Ubote mit Nuklearsprengkopf ist doch etwas overpowerd.
Ein Torbedo als Waffe gegen Bodenstellungen ist doch eher blödsinn?

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Ich kann verstehen, wenn man sich an Mingos teilw. Stellvertreter-Rechte-Einsatz reibt. Sowas schmeckt nicht jedem. Aber man kann der Dame jetzt nicht absprechen, sich nicht verletzt fühlen zu sollen.


Das die Frau in diesem Fall in ihren individuellen Gefühlen verletzt ist kann ihr freilich niemand absprechen. Ich denke niemand möchte verletzt werden und das war sicherlich auch keine Intention von Müller milch.

Doch die gesellschaftliche Relevanz ist nicht gegeben.
Und das ist nun mal auch teil des lebens: Dinge zu akzeptieren uNd tolerieren die evtl gegen eigene Befindlichkeiten verstoßen.

Wenn jeder auf alle Befindlichkeiten jedes einzelnen Rücksicht nehmen würde, dann wäre ein zusammenleben doch gar nicht möglich.
Darum braucht man doch ein gemeinsames WerteSystem und gesetze.
 
Aber wir können es zumindest versuchen.

Naja dann darf man aber doch eigentlich nicht mehr mit Hilfe von Menschen werben, oder?
Und eigentlich auch mit nichts mehr was ein Geschlecht (Kinderschoki Werbung) darstellen soll.
Ageschlechtliche, Gesichtslose Werbung kommt glaube ich schlicht nicht gut an / will doch kein Konsument.

In allen Lebenslagen hat doch jeder die Möglichkeit sich diskriminiert zu fühlen wenn er zwingend darauf aus ist sich dikriminiert zu fühlen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Möglich, ist das freilich. Gedankengänge a la "da nehmen wir eine Schwarze, damit wir gezielt provozieren" trau ich denen aber nicht zu.
Warum auch? Müllermilch hat es bei den Verkaufzahlen seiner Müllermilch schlicht nicht nötig imo. Außerdem kennt wirklich jeder das Produkt.

Ich glaube es ist unglaublich schwer bzw unmöglich Werbung zu gestalten, bei denen sich niemand aufregen kann.

ps.: Ich finde die Haltung des Unternehmens diesbezüglich gut.
pps: natürlich hat @Blacki138 recht. Schoko > Vanille! WTF @Lord EKKA ?!?!
dann kennst du aber die marketing-branche nicht. schau dir an, wie lange schon über diese milch gesprochen wird, allein hier im thread. ziel erreicht.


und zu mingo: auch wenn ich seine ansicht nicht zwingend teile und auch wenn ich ebenso über den punkt "einzelfall" stolpere, finde ich seine antwort und auch die art der antwort deutlich zielführender und auch seinen hinweis über die beruteilung und die beruteilungsfähiger einiger deutlich ansprechender als so manche andere antworten hier (allen voran diskussionsverweigernde einzeiler).

ich muss zugeben, dass ich mit mingos art und seiner einstellung anfangs auch meine schwierigkeiten hatte. grade die gender-geschichte ist etwas worüber ich eher müde lächel (ja, mingo, auch heute noch ;) ). aber trotzalledem kann er vernünftig diskutieren, vernünftig und sachlich (und das obwohl er teilweise sehr ins lächerliche gezogen wird) argumentieren. dafür hat er (mehr) respekt verdient. und dafür muss ich seine meinung auch nicht teilen. er regt aber mal zum nachdenken und reflektieren an.

ich hoffe du machst so weiter und lässt dich nicht zu sehr ärgern. und auch deine text-walls werden zumindest von mir gelesen.
 
Aber wir können es zumindest versuchen.


Ich sehe das anders. Ich finde, wir sollten es gerade nicht versuchen, aus den Gründen, die @nbk90210 zwei Beiträge weiter oben geschrieben hat.

Wir sollten echten Rassismus jederzeit bekämpfen. Sollten allen Menschen die gleichen Rechte einräumen, ihnen die gleichen Chancen und Möglichkeiten geben. Aber wir sollten nicht anfangen, nicht einmal versuchen anzufangen, es jedem einzelnen recht zu machen, denn dann können wir beinahe alles bleiben lassen.

Zudem steht der Beschwerdeführerin der Rechtsweg jederzeit offen. Dann wird ein Gericht entscheiden, ob Müller gegen geltendes Recht verstoßen hat. Das sollte imo der Weg sein im Falle von derartigen Vorwürfen.
 
dann kennst du aber die marketing-branche nicht. schau dir an, wie lange schon über diese milch gesprochen wird, allein hier im thread. ziel erreicht.


und zu mingo: auch wenn ich seine ansicht nicht zwingend teile und auch wenn ich ebenso über den punkt "einzelfall" stolpere, finde ich seine antwort und auch die art der antwort deutlich zielführender und auch seinen hinweis über die beruteilung und die beruteilungsfähiger einiger deutlich ansprechender als so manche andere antworten hier (allen voran diskussionsverweigernde einzeiler).

ich muss zugeben, dass ich mit mingos art und seiner einstellung anfangs auch meine schwierigkeiten hatte. grade die gender-geschichte ist etwas worüber ich eher müde lächel (ja, mingo, auch heute noch ;) ). aber trotzalledem kann er vernünftig diskutieren, vernünftig und sachlich (und das obwohl er teilweise sehr ins lächerliche gezogen wird) argumentieren. dafür hat er (mehr) respekt verdient. und dafür muss ich seine meinung auch nicht teilen. er regt aber mal zum nachdenken und reflektieren an.

ich hoffe du machst so weiter und lässt dich nicht zu sehr ärgern. und auch deine text-walls werden zumindest von mir gelesen.

Aber diese Müllermilch kennt doch absolut JEDER! Und ich hab jetzt auch nicht mehr Bock eine zu Kaufen wie zuvor. Wir sind doch nicht in der Schauspielbranche in der irgendwelche abgehalfterten Promis scheiße bei Dschungelcamp und Co. bauen um wieder in die Presse zu kommen um anschließend vielleicht wieder mehr Aufmerksamkeit zu erreichen die für die Kariere wichtig ist. Da stimmt das Motto "schlechte publicity ist besser als keine publicity" aber bei einem der bekanntesten Produkte von Müller mit Umsatz von > 5.000.000.000€ ? Ich weiß nicht....
 
Jetzt mal ne ernstgemeinte Frage, weil ich den Aufschrei darum nicht so ganz verstehe.

Ist es Rassismus wenn die olle Frau Antje ihren Käse bewirbt? Nicht alle Holländer sind immerhin weiß.

Ich versteh den Sinn dahinter nicht. Ehrlich. Wegen "Schoko"? Also dem Wort? C'mon. Braun ist braun. Und Schokolade ist nunmal braun. Außerdem ist Schokolade lecker.

Ich verstehs nicht. Ehrlich.
 
Jetzt mal ne ernstgemeinte Frage, weil ich den Aufschrei darum nicht so ganz verstehe.

Ist es Rassismus wenn die olle Frau Antje ihren Käse bewirbt? Nicht alle Holländer sind immerhin weiß.

Ich versteh den Sinn dahinter nicht. Ehrlich. Wegen "Schoko"? Also dem Wort? C'mon. Braun ist braun. Und Schokolade ist nunmal braun. Außerdem ist Schokolade lecker.

Ich verstehs nicht. Ehrlich.

Wenn sich jeamnd dardurch angegriffen fühlt wohl schon.
Jetzt kommt Stammtisch:
Früher hat man zu solchen Leuten "Spinner" gesagt und sie anschließend ignoriert bis sie wieder normal waren.

Mir gehts da ähnlich wie dir.
Im aktuellen Fall fehlt mir dafür jegliches Verständnis.
 
Aber diese Müllermilch kennt doch absolut JEDER! Und ich hab jetzt auch nicht mehr Bock eine zu Kaufen wie zuvor. Wir sind doch nicht in der Schauspielbranche in der irgendwelche abgehalfterten Promis scheiße bei Dschungelcamp und Co. bauen um wieder in die Presse zu kommen um anschließend vielleicht wieder mehr Aufmerksamkeit zu erreichen die für die Kariere wichtig ist. Da stimmt das Motto "schlechte publicity ist besser als keine publicity" aber bei einem der bekanntesten Produkte von Müller mit Umsatz von > 5.000.000.000€ ? Ich weiß nicht....
natürlich kennt die jeder. bmw und mercedes kennt auch jeder. trotzdem machen die werbung. und was unterbewusst abgeht und was du als multiplikator der werbung leistest, steh auch noch auf einem ganz anderen blatt. werbung muss 2 dinge: auffallen und im kopf bleiben. beides wird hier geleistet...
 
Man muss ja auch gar nicht verstehen, warum sich jemand beleidigt/verletzt/angegangen fühlt. Ich verstehe das auch nicht immer. Man muss es aber akzeptieren.

Die Frage ist, wie wir gesellschaftlich damit umgehen und wo wir die Grenzen ziehen. Ich meine, in einer freien Demokratie zu leben, bedeutet auch, Dinge ertragen zu müssen, die einem nicht gefallen.
 
natürlich kennt die jeder. bmw und mercedes kennt auch jeder. trotzdem machen die werbung. und was unterbewusst abgeht und was du als multiplikator der werbung leistest, steh auch noch auf einem ganz anderen blatt. werbung muss 2 dinge: auffallen und im kopf bleiben. beides wird hier geleistet...
und vor nicht mal 15 jahren hätte sich über diese Müller Flasche keiner einen Kopf gemacht....
 
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