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Der Boulevardpresse Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

welche meinst du da genau?

Na die beiden hier:

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ok, versteh ich jetzt nicht genau. weil die milch weiblich ist? milch kann doch garnichts anderes sein :? :D

Was ich damit sagen wollte, ein paar Frauen in meinem erweiterten Umfeld posten in den sozialen Medien öfter Szenen dieser Werbungen, als metaphorisches Abbild ihres Lebens. Ist halt mal eine Werbung die irgendwo zumindest nach meinem Empfindem auch auf ethnischen Spielereien fußt, prinzipiell jedoch positiv aufgenommen wird.
 
Finds selbst auch nicht so schlimm.
Da ist ne attraktive schwarze Frau abgebildet.

Evtl. gleich auch nochmal jede Wiederholung von Scrubs als rassistisch melden weil Turk den Spitznamen Chocolate Bear hat?

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Ich glaub auch das da kein hier lebender schwarzer was schlimmes dran findet.
Evtl. lieber überlegen ob das sexistisch ist weil es kein männliches Pendant dazu gibt... wobei dann wird der Mann wieder sexualisiert. Zwickmühle.
 
Sagen wir mal so, ich hätte an Stelle der Produktmanager ein solches Design nicht angepeilt. Gerade, nachdem Ferrero mit den weißen Küsschen eine Steilvorlage ähnlicher Art geliefert hat. Wie gesagt, ich würde es als unüberlegt und plump bezeichnen.

Aber ich glaube, Theo Müller ist in dieser Hinsicht nicht zimperlich.

Rassistisch wäre das ganze nur, wenn dadurch eine bestimmte Gruppe von Personen benachteiligt oder als qualitativ anders als eine andere Gruppe von Personen dargestellt werden würde. Zumindest nach der Definition von Rassismus, die ich für vernünftig und brauchbar halte. Dies ist hier aber nicht der Fall.

Stellen wir uns mal vor, man hätte für das Produkt eine weiße Frau auf der Flasche abgebildet. Stellen wir uns vor, es gäbe eine ganze Produktlinie von Drinks (Erdbeer, Banane, Vanille, Schoko) und überall sind weiße Personen abgebildet. Dann kommt der Vorwurf des "Whitewashing", also dass keine Schwarzen (und Mitglieder anderer Ethnien) auf den Produkten abgebildet sind, das wäre rassistisch, weil hier absichtlich andere Ethnien ausgeklammert würden.

Wenn also beides rassistisch ist, bliebe nur die "korrekte Möglichkeit" auf den Produkten verschiedene Ethnien abzubilden, aber darauf zu achten, dass die schwarze Person NICHT auf der Flasche mit dem Schoko-Produkt ist. Und natürlich dann auch darauf zu achten, dass die weiße Person NICHT auf dem Vanille-Getränk abgebildet ist. Und ach ja, die schwarze Person sollte vielleicht auch nicht gerade auf dem Bananen-Getränk abgebildet sein, oder?

Allerdings tut sich ein weiteres Problem auf: Das Vanille-Getränk mag vielleicht eine weiße Flüssigkeit sein, allerdings ist die Vanille selbst (das Gewürz) ja dunkel. Sprich, vielleicht besser doch keine schwarze Person auf der Vanille-Flasche.

Damit bliebe bei der von mir oben beschriebenen Konstellation nur noch die Erdbeermilch für die schwarze Person. Die weiße Person könnte auf der Schokomilch abgebildet werden.

Die asiatische Person sollte wohl eher nicht auf der Bananen-Milch abgebildet werden (Banane = außen gelb), weshalb sie dann auf der Vanille-Flasche abgebildet wird.

Die Bananen-Milch wäre in dem Fall dann noch frei für eine Abbildung eines Mitglieds einer Ethnie, die NICHT im stereotypen Verdacht steht (!) gerne Bananen zu essen.

Also entweder, wir spielen dieses völlig bescheuerte Spielchen, ODER wir einigen uns darauf, dass alle Menschen im Prinzip gleich sind, auch wenn es phänotypische Unterschiede gibt und dass es halt einfach farblich gut passt, wenn auf der Schokomilch eine schwarze Person und auf der Vanillemilch eine weiße Person ist, solange damit nicht impliziert wird, dass Hautfarbe bedeutet, dass ein Mensch mit einer bestimmten Hautfarbe qualitativ schlechter ist, als ein Mensch mit einer anderen Hautfarbe.

Achja, noch eines: Stellen wir uns mal vor, ein Unternehmen will ein Shooting für ein bestimmtes Produkt machen, für Werbeplakate. Das Produkt ist schwarz. Nun ist dem Unternehmen klar, dass sich einige Menschen aufregen werden, wenn sie eine schwarze Person als Model nehmen. Daher schreiben sie in die Einladung für das Casting unter anderem: "Bewerbungen von Personen mit dunkler Hautfarbe können wir für diese Kampagne leider nicht berücksichtigen."

Schwarze Models die sich gerne für diese Kampagne beworben hätten (und möglicherweise sogar den Job bekommen hätten, hätte das Unternehmen nicht Angst von Teilen der Bevölkerung als rassistisch angesehen zu werden), werden also effektiv auf Grund ihrer Hautfarbe rassistisch diskriminiert.

Für Vertreter der Ansicht, dass es rassistisch ist, Produkte mit dunkler Farbe mit Personen mit dunkler Hautfarbe zu bewerben, wäre dies dann aber wohl eine gerechtfertigte rassistische Diskriminierung, da sie ja dazu dient, "rassistische" Werbung zu verhindern.

Ich halte diese Denkweise allerdings für absurd und kontraproduktiv und lehne sie daher entschieden ab.
 
Ich finde es rassistisch, das Motiv rassistisch zu finden. Warum muss gleich die Hautfarbe mit Schoko assoziiert werden? Ich sehe da einfach eine Frau einer Nationalität, von der ich ausgehe, dass da Kakao angebaut wird. Wollen wir nun auch Italiener von unseren Pizzen verbannen, griechische Ziegenhirten vom Käse und Eskimos von Gletscherbonbons? Und so platt es erstmal klingt, ist doch was Wahres dran: Wäre da ne "weiße" Frau drauf für Vanille würds keinem auffallen. Über die bayrischen Dirndlträgerinnen auf der Obatzterpackung interessiert sich auch kein Schwein.
 
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