Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der Boulevardpresse Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Toll. Und dann erbt der Zweite den Titel. Das war ja ein paar Mal Jan Ulrich. Auch er war ja gedopt... Und ich wette der Dritt- und Viertplatzierte auch. Lächerlicher Sport.
 
Seo schrieb:
Yzerman schrieb:
Toll. Und dann erbt der Zweite den Titel. Das war ja ein paar Mal Jan Ulrich. Auch er war ja gedopt... Und ich wette der Dritt- und Viertplatzierte auch. Lächerlicher Sport.

Ulrich hätte dann 4 Tour-Siege, und Andreas Klöden einen.
Vorläufig. :deal:

:ugly:
So geil. Aber wenn man das lang und konsequent genug durchzieht bekommt irgendwann jemand nachträglich (nach ca 10 Jahren) den Toursieg, der tatsächlich nicht gedopt war. :bier:
 
Was willst du ihm geben? 77x lebenslänglich wie es die USA zu tun pflegen? Da die anderen Insassen wohl sehr gut wissen werden, dass er einige Kinder ermordet hat, werden die 21 Jahre schon kein Zuckerschlecken.
 
flexx schrieb:
Nach jahrelangem Katz-und-Maus-Spiel hat Lance Armstrong im Kampf gegen die Dopingjäger kapituliert. Die zuständige Behörde will dem früheren Radstar nun alle Tour-de-France-Siege aberkennen und ihn lebenslang sperren.

http://bazonline.ch/sport/rad/Armstrong-verliert-saemtliche-TourSiege/story/15545258

Armstrong hätte man schon sehr viel früher die Titel aberkennen sollen. Angeblich nahm er die Medikamente wegen seinem Krebsleiden. Praktisch ein Freibrief. Für Sport sollte man grundsätzlich kerngesund sein. Meine Meinung.
 
Chocolate schrieb:
flexx schrieb:
Nach jahrelangem Katz-und-Maus-Spiel hat Lance Armstrong im Kampf gegen die Dopingjäger kapituliert. Die zuständige Behörde will dem früheren Radstar nun alle Tour-de-France-Siege aberkennen und ihn lebenslang sperren.

http://bazonline.ch/sport/rad/Armstrong-verliert-saemtliche-TourSiege/story/15545258

Armstrong hätte man schon sehr viel früher die Titel aberkennen sollen. Angeblich nahm er die Medikamente wegen seinem Krebsleiden. Praktisch ein Freibrief. Für Sport sollte man grundsätzlich kerngesund sein. Meine Meinung.

Haben nicht etwa 90% der Tour de France Teilnehmer angeblich Asthma? Also jedenfalls vom Arzt bescheinigt, damit sie Medis nehmen können.

Kann man mit Asthma realistisch betrachtet überhaupt Leistungssport auf diesem Niveau betreiben?

Sörgel: Das passt natürlich nicht zusammen, aber so läuft es halt seit Jahren. Früher hatten 70 Prozent der Leute bei der Tour de France Belastungsasthma. Jan Ullrich hatte eine Allergie, da hatte er natürlich auch einen Grund, Steroide zu bekommen. Da hat man sich fast dran gewöhnt, so selbstverständlich ist das schon geworden. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen. Was soll man denn machen, wenn ein Arzt Belastungsasthma diagnostiziert? Bei 180 Radprofis der Tour de France kann man das schlecht kurz vor der Tour von unabhängigen Medizinern überprüfen.


http://www.news.de/sport/4270/sportler-experimentieren-heute-mit-allem/1/
 
http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/bverfg-zu-prominentenkindern-ochsenknecht-soehne-muessen-berichterstattung-dulden/

:grins:
 
Regelwut in Belgien

Gesetzeshüter Gnadenlos

Von Christoph Schult, Brüssel


Als Deutsche sind wir an staatliche Regelwut gewohnt, doch es geht noch extremer. Unsere Nachbarn in Belgien schreiben sogar vor, wie eine Badehose beschaffen sein muss und wo sie zu tragen ist. Bei Verstößen reagiert die Obrigkeit sofort - zum Leidwesen eines deutschen Diplomaten.
Info

Mein ältester Sohn geht seit einiger Zeit zum Schwimmunterricht. Der Unterricht findet statt im Gemeinde-Schwimmbad von Zaventem, einem flämischen Vorort von Brüssel. Als ich ihn zur ersten Schwimmstunde begleitete, trug ich Bermuda-Schwimmshorts. Kaum hatte ich die Schwimmhalle betreten, kam ein junger Bademeister auf mich zu und erklärte mir, dass meine Badekleidung verboten sei. Erlaubt seien nur richtige Badehosen aus echtem Badehosenstoff. Warum, wollte ich wissen, aber der junge Herr gab mir keine Erklärung. Ob ich denn das Schild am Eingang nicht gelesen hätte, fragte er zurück. Ich sagte ihm, ich wolle gar nicht ins Wasser, sondern nur am Beckenrand sitzen, aber er schickte mich nach draußen. Also kaufte ich mir eine richtige Badehose aus echtem Badehosenstoff.

Wer gedacht hat, dass die Deutschen Weltmeister in Regelwut sind, der hat noch nicht in Belgien gelebt. Dort gibt es mindestens genauso viele Regeln und ziemlich eigenartige zudem.

Das hängt zum einen mit dem Konflikt zwischen Flamen und Wallonen zusammen. An der Kasse des Schwimmbads von Zaventem hängt, gleich über dem Badehosen-Erklär-Schild, ein anderes Schild. Es weist die Besucher darauf hin, dass es den Mitarbeitern des Schwimmbads verboten sei, als "Verkehrssprache" eine andere als Flämisch zu sprechen. Das Schild ist netterweise auf Französisch, Deutsch und sogar Türkisch übersetzt worden, aber die Kassiererin weigert sich beharrlich, ein Wort Französisch zu verstehen oder zu sprechen.

Überhaupt drängt sich nach einiger Zeit in Belgien der Eindruck auf, die Flamen seien Regelungsverliebter als die Wallonen. Sie sind uns Deutschen kulturell näher, bewundern die deutsche Wirtschaftskraft und die Bundeskanzlerin. Die frankophonen Wallonen hingegen fühlen sich eher dem Süden Europas zugehörig und zeigen in der Euro-Krise mehr Mitleid mit den Griechen, Spaniern oder Portugiesen. Belgien vereinigt nordeuropäische Disziplin und südeuropäisches Laisser-faire. So ist Belgien nicht nur besonders hoch verschuldet, seine Bürger sparen auch soviel wie kaum ein anderes europäisches Volk. Die Steuersätze sind eher skandinavisch, das Ausmaß der Schwarzarbeit orientiert sich mehr an Südeuropa.

Aber Regeln gibt es überall. Und wo es Regeln gibt, gibt es auch Ordnungskräfte, die sie durchsetzen. Die belgische Polizei greift gerne und hart durch. Vor einigen Jahren ging ein deutscher Diplomat, der gerade nach Brüssel versetzt worden war, zum ersten Mal in eine Sauna. Nichtsahnend entledigte sich der Diplomat seiner Kleidung und betrat die Sauna-Kabine. Wenig später erschien die Polizei. Zeugen hatten sie gerufen und wollte ihn nun festnehmen, wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses.

In Belgien geht man mit Badehose in die Sauna. Man geht auch mit Badehose duschen. In den Schwimmbädern, die ich bislang besucht habe, duschen Frauen und Männer im selben Raum. Wie soll man (und vor allem frau) da die Seife von der Haut kriegen? Und das ausgerechnet in dem Land, die der Welt mit der Stadt Spa den Inbegriff für Wasser und Wellness geschenkt hat.

Neulich habe ich beobachtet, wie eine Mutter in der Rue Franklin mit ihrem Auto anhielt, weil sie einen der chronisch mangelnden Parkplätze ergattern wollte. Die Mutter hatte Kinder dabei und es dauerte etwas, bis sich das andere Auto aus der Parklücke gekurbelt hatte. Ein beistehender Polizist hatte jedoch keine Gnade: Er klopfte der Mutter auf das Autodach und wies sie an, weiter zu fahren. Ich fragte den Polizisten, seit wann es verboten ist, auf einen frei werdenden Parkplatz zu warten. "Ce n'est pas votre problem", schnaubte der Polizist. Inzwischen hatte die Mutter eine Runde gedreht, doch den Parkplatz hatte ihr ein anderer Autofahrer weggeschnappt.

Auch wenn man selbst die Polizei um Hilfe bittet, kann sich das in Belgien schnell rächen. Eine deutsche Freundin war nachts mit dem Auto unterwegs, als eine Belgierin ihr die Vorfahrt nahm und ihr in die Seite fuhr. Um nur ja keinen Fehler zu begehen, bestand die Freundin darauf, die Polizei zu holen. Die belgische Fahrerin gab bei Eintreffen der Beamten sofort zu, dass sie Schuld habe, aber die Polizisten interessierten sich schon nicht mehr für den Unfall. Sie wollten die grünen Versicherungspapiere der Deutschen sehen. Unsere Freundin hatte nur den Fahrzeugschein dabei, aber ein deutsches Kennzeichen reicht laut Gesetz als Nachweis einer Kfz-Versicherung. Doch was taten die Polizisten? Orderten einen Abschleppwagen, konfiszierten den Wagen und ließen unsere Freundin nachts um 23 Uhr bei winterlichen Temperaturen auf einer menschenleeren Straße stehen.

Es geht übrigens noch dreister: Einem Deutschen wurde einmal das Auto konfisziert und als er es wieder auslösen wollte, hatte die Polizei vergessen, wo sie den Wagen abgestellt hatte.

Spiegel.de

:ugly:
 
Zurück
Oben