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Der Boulevardpresse Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Seo schrieb:
Er hat doch gestanden, dass er das Mädchen vergewaltigen wollte. Nix mit 'vermutlich'.

Tja, selber schuld. Aber das beläuft sich eben immer noch auf "wollte" und "hätte". Er war ja nicht mal in der Nähe eines Kindes. Keine Frage, das ist 'n mieses Schwein. Aber es ist und bleibt eine Verurteilung für ein Vebrechen, das nie stattgefunden hat.

eiti schrieb:
aber Wille und Absicht von dem Herrn sind doch klar, warum sollte der dafür nicht bestraft werden?

Öhm...weil wir imo noch in - theoretisch - freien Staaten leben, wo Gedanken nicht strafbar sind? Wie oft werden z.B. Frauen von angepissten Exfreunden direkt mit dem Tod bedroht und die Polizei bzw. die Behörden sagen, sie kann nix machen, wenn solange der Betreffende nicht zur Tat schreitet? Aber in so einem Fall kann man einen einfach mal prophylaktisch für fast 2 Dekaden wegschließen? Da stimmt doch irgendwas nicht?
 
Genau, war ja in diesem Fall auch wesentlich mehr, als der reine Gedanke. Die Einholung der Informationen, die Zahlung, die Reise, das Angebot mit dem Betäubungsmittel usw.
 
Das schöne daran: Es wird auch bereitwillig so hingekommen, da die Exempel genau an den richtigen statuiert werden.
Selbst wenn es in einem Fall wie diesem halt tatsächlich ein Schwein erwischt hat, ists eine Praktik die man auf keinen Fall gutheißen sollte und so eigentlich nicht geschehen dürfte.
 
Glod schrieb:
Öhm...weil wir imo noch in - theoretisch - freien Staaten leben, wo Gedanken nicht strafbar sind? Wie oft werden z.B. Frauen von angepissten Exfreunden direkt mit dem Tod bedroht und die Polizei bzw. die Behörden sagen, sie kann nix machen, wenn solange der Betreffende nicht zur Tat schreitet?
Was so auch nicht stimmt, denn Bedrohung mit einem Verbrechen ist auch ein Straftatbestand.
Ansonsten, ich kenn das nur aus amerikanischen Serien, gibt es dort nicht auch das Prinzip "entrapment"?

http://en.wikipedia.org/wiki/Entrapment

Kann sein, dass das nicht ganz passt, aber das Prinzip ist ja ähnlich.
 
Bart Wux schrieb:
Was so auch nicht stimmt, denn Bedrohung mit einem Verbrechen ist auch ein Straftatbestand.

Jo, das kann gut sein. Aber beweis das mal. Solange ich die Drohung nicht auf Tonband habe (und selbst da ist die Verwertbarkeit vor Gericht auch so eine Frage) wird die Polizei wohl kaum losziehen und jemanden wegsperren, nur weil ich behaupte, dass mich die betreffende Person bedroht.
 
Also ich finde die Methode mit dem Ködern jetzt nicht so verwerflich.

Man kann davon aus gehen das der Typ mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann tatsächlich ein Mädchen vergewaltigt hätte. Das einzige Problem in diesem Fall war, wie Glod schon richtig erkannt hat, das da weit und breit kein Mädchen in Sicht war.

Aber wenn jemand all diese Massnahmen ergreift und sich so expliziet darauf vorbereitet ist das sehr wohl eine Straftat.

Ich war auch überrascht über die härte der Strafe, weil es ja wirklich nicht zu der eigentlichen Tat gekommen ist, aber Grundsetzlich finde ich das mit dem Ködern okay.
 
calimero schrieb:
Da hätte ich als Richer auch nicht anders entschieden.
In Deutschland hättest du das schon, es sei du willst dich nach 5 Jahren Studium und 2 Jahren Referendariat der Rechtsbeugung schuldig machen. ;)
Wie weit man warten soll? Solang, bis der Kerl auch wirklich was macht. Der kann am Flughafen ja noch ohne Weiteres sagen: Och nö, doch nicht. Wie Glod sagte, die Gedanken sind frei (zumindest in Deutschland sollte das noch Grundsatz sein). Ich kann den perfekten Plan schmieden, mit allen Details ausarbeiten, den kann dann die Polizei in meinem Schrank finden, aber das ist schlichtweg nicht strafbar. Solang ich nicht dazu übergehe, das in die Tat umzusetzen. Der Mann wurde hier bestraft, obwohl er nichts gemacht hat, das muss man so erstmal einsehen. Man kann sagen, der hätte aber mal, darum war es richtig, in aus dem Verkehr zu ziehen. Mag sein, das ist aber kein Strafrecht, das ist dann präventiv. Und präventiv bestrafen, ist ne ziemlich gefährliche Kiste.
 
Also nochmal: der hat "bestellt", dafür bezahlt, ist angereist, hat seine Utensilien mitgebracht und nacher sein Vorhaben gestanden. Das ist kein Plan im Schrank. Angeklagt wurde er lt. Spiegel für "versuchten Kinderhandels und Kindesmissbrauchs" und genau das war es.
 
@ Bart Wux: So weit so nachvollziehbar deine Ausführungen. Das entscheidende für mich war jetzt, dass er die Sache vorbereitet hat und auf dem Weg zur Tat war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wieso?
Ein SWAT-Team im Zimmer nebenan, die ihn festnehmen, sobald er den Schniedel rausholt.
Aber ok, ein 11jähriges(?) Mädchen kann man ja schlecht dieser Situation aussetzen.
 
Bart Wux schrieb:
calimero schrieb:
Da hätte ich als Richer auch nicht anders entschieden.
In Deutschland hättest du das schon, es sei du willst dich nach 5 Jahren Studium und 2 Jahren Referendariat der Rechtsbeugung schuldig machen. ;)
Wie weit man warten soll? Solang, bis der Kerl auch wirklich was macht. Der kann am Flughafen ja noch ohne Weiteres sagen: Och nö, doch nicht. Wie Glod sagte, die Gedanken sind frei (zumindest in Deutschland sollte das noch Grundsatz sein). Ich kann den perfekten Plan schmieden, mit allen Details ausarbeiten, den kann dann die Polizei in meinem Schrank finden, aber das ist schlichtweg nicht strafbar. Solang ich nicht dazu übergehe, das in die Tat umzusetzen. Der Mann wurde hier bestraft, obwohl er nichts gemacht hat, das muss man so erstmal einsehen. Man kann sagen, der hätte aber mal, darum war es richtig, in aus dem Verkehr zu ziehen. Mag sein, das ist aber kein Strafrecht, das ist dann präventiv. Und präventiv bestrafen, ist ne ziemlich gefährliche Kiste.

Ich würde jetzt einfach mal sagen, dass die Amis da den Versuch einfach wesentlich früher ansetzten als das in unserer kontinentaleuropäischen Rechtsordnung der Fall ist.

Dass auch der Versuch einer Straftat strafbar ist, ist ja wohl unumstritten und sinnvoll.

Jetzt würden wir in Kontinentaleuropa vielleicht sagen, dass der Versuch der Straftat (Kindesmissbrauch) erst dann beginnt, wenn der Mann tatsächlich in der Stadt ist in der er das Mädchen vergewaltigen will, und dort dann zum vereinbarten Termin das Hotel, oder vielleicht sogar erst das Hotelzimmer betritt.

Wenn die Amis jetzt meinen, der Versuch beginne bereits wenn er mit dem Vorsatz die Straftat zu begehen aus Deutschland in die USA fliegt, ist das zwar absolut diskutierenswert, ob das nicht überschießend ist, aber "präventiv" ist es deshalb auch noch nicht.
 
Bart Wux schrieb:
Wie weit man warten soll? Solang, bis der Kerl auch wirklich was macht. Der kann am Flughafen ja noch ohne Weiteres sagen: Och nö, doch nicht. Wie Glod sagte, die Gedanken sind frei (zumindest in Deutschland sollte das noch Grundsatz sein). Ich kann den perfekten Plan schmieden, mit allen Details ausarbeiten, den kann dann die Polizei in meinem Schrank finden, aber das ist schlichtweg nicht strafbar. Solang ich nicht dazu übergehe, das in die Tat umzusetzen. Der Mann wurde hier bestraft, obwohl er nichts gemacht hat, das muss man so erstmal einsehen.

naja wenn man so argumentiert muss man ja auch die ganzen terroristen freilassen die einen anschlag geplant haben aber davor erwischt wurden, wer weiß sie könnten ja ihre meinung ändern?!

bin der meinung dass bei solch schweren fällen schon gerne vorher eingegriffen werden darf. man kann ein kind nicht einfach so einer gefahr bzw. erfahrung aussetzen und abwarten bis der typ sich vor dem kind auszieht und es betatscht und erst dann den raum stürmen.

schade dass er nach deutschland überstellt werden darf...
 
Kali schrieb:
Bart Wux schrieb:
Wie weit man warten soll? Solang, bis der Kerl auch wirklich was macht. Der kann am Flughafen ja noch ohne Weiteres sagen: Och nö, doch nicht. Wie Glod sagte, die Gedanken sind frei (zumindest in Deutschland sollte das noch Grundsatz sein). Ich kann den perfekten Plan schmieden, mit allen Details ausarbeiten, den kann dann die Polizei in meinem Schrank finden, aber das ist schlichtweg nicht strafbar. Solang ich nicht dazu übergehe, das in die Tat umzusetzen. Der Mann wurde hier bestraft, obwohl er nichts gemacht hat, das muss man so erstmal einsehen.

naja wenn man so argumentiert muss man ja auch die ganzen terroristen freilassen die einen anschlag geplant haben aber davor erwischt wurden, wer weiß sie könnten ja ihre meinung ändern?!
Das ist keine Argumentation, das ist schlicht die Rechtslage in Deutschland. Versuch ist erst strafbar, wenn man zur Tat schreitet. Dass die Polizei das vorher verhindern darf, ist eine andere Frage.
Sicher, die Frage ist, wie weit die Amis das Versuchsstadium nach vorne ziehen. Da kann man aber irgendwann auch sagen, das Verlassen der Wohnungstür ist der Ansatz, wenn er da schon den Vorsatz hat, obwohl ihn vom Opfer noch hunderte Meilen trennen. Also nach unserer Ordnung kann das nicht passen.
 
Kali schrieb:
bin der meinung dass bei solch schweren fällen schon gerne vorher eingegriffen werden darf. man kann ein kind nicht einfach so einer gefahr bzw. erfahrung aussetzen und abwarten bis der typ sich vor dem kind auszieht und es betatscht und erst dann den raum stürmen.

...derartiges kann sich aber auch zum Präzedenzfall für andere Bereiche entwickeln und es wird schwer einen Schlussstrich zu ziehen. Wollen wir doch als "freie" Bürger "demokratischer" Länder nicht, oder?
 
Trayal schrieb:
Kali schrieb:
bin der meinung dass bei solch schweren fällen schon gerne vorher eingegriffen werden darf. man kann ein kind nicht einfach so einer gefahr bzw. erfahrung aussetzen und abwarten bis der typ sich vor dem kind auszieht und es betatscht und erst dann den raum stürmen.

Man soll ihn aber auch nicht so locken.
Wäre das Angebot nicht gewesen, wäre es vielleicht auch nie zu dem Verbrechen gekommen.
Das ist die selbe Scheiße, wie in den Staaten wo Prostitution verboten ist. Viele springen doch erst auf die Sittenbullen an, weil sie das Angebot bekommen & wären so vielleicht nie zu ner Nutte gegangen.

Natürlich kann man den Typen von mir aus jetzt aber auch an den nächsten Baum hängen, ich bin da nicht so :D
 
bin da anderer meinung, imo kann man gerne pädophile locken die bereit sind sexuellen verkehr mit einem kind zu haben.

und gerade bei diesem Fall liegt doch alles auf der Hand: der Typ ist mit einem Koffer vollgepackt mit betäubungsmitteln, gleitgel und kinderspielzeugen in die USA eingereist und hat sogar nochmal per mail der "Kontaktperson" erzählt was er mit dem Mädchen vorhabe. Wer bereit ist diesen Schritt zu gehen demonstriert deutlich genug dass er bereit ist ein Kind zu vergewaltigen. Wenn ein Pädophiler in so einem Zustand ist, gehört er imo schleunigst weggesperrt. Würde es dieses Lockangebot nicht geben würde er imo höchstwahrscheinlich früher oder später irgendwoanders zuschlagen(Thailand ist zum Beispiel ein geeignetes Land dafür) um seine Triebe auszuleben oder hat bereits schonmal zugeschlagen...
 
Trayal schrieb:
...derartiges kann sich aber auch zum Präzedenzfall für andere Bereiche entwickeln und es wird schwer einen Schlussstrich zu ziehen. Wollen wir doch als "freie" Bürger "demokratischer" Länder nicht, oder?

Deswegen habe ich bei solchen Aktionen auch immer ein flaues Gefühl. Gilt sicherlich nicht für den aktuellen Fall, aber wenn man mal anfängt ...
 
Trayal schrieb:
Kali schrieb:
bin der meinung dass bei solch schweren fällen schon gerne vorher eingegriffen werden darf. man kann ein kind nicht einfach so einer gefahr bzw. erfahrung aussetzen und abwarten bis der typ sich vor dem kind auszieht und es betatscht und erst dann den raum stürmen.

...derartiges kann sich aber auch zum Präzedenzfall für andere Bereiche entwickeln und es wird schwer einen Schlussstrich zu ziehen. Wollen wir doch als "freie" Bürger "demokratischer" Länder nicht, oder?

Wir wollen aber auch nicht, dass Kinder vergewaltigt werden, oder? Davon abgesehen, sehe ich auch nicht, dass es schwer wäre einen Schlussstrich zu ziehen. Dass (sexuelle) Gewalt gegen Kinder nun mal einen besonderen Stellenwert hat, bzw. haben sollte, ist für mich klar.
 
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