Piranhas als Aquarienfische werden manchmal in fremde Gewässer ausgesetzt, so wurden sie schon in der Hamburger Alster[8] wie auch im rheinländischen Fluss Erft, der durch warmes Grundwasser, das so genannte Sümpfungswasser aus dem Braunkohleabbau, gespeist wird, als "Exoten" gefangen. „Vorsicht! Piranhas in der Erft“ schockierte eine Schlagzeile in der Bild-Zeitung ihre Leser, und tatsächlich zogen Angler in den letzten zehn Jahren insgesamt drei Piranhas oder Verwandte dieser südamerikanischen Fische aus der Erft, zuletzt im September 2002 ein 50 cm langes Exemplar. „Unterhalb der Zuflüsse für das Sümpfungswasser können sich deshalb auch Fische behaupten, die von ihrer Herkunft wärmeres Wasser brauchen“, sagte ein Biologe. Der Wissenschaftler geht davon aus, dass die Tiere von Aquarienbesitzern im Fluss ausgesetzt wurden, die keinen Spaß mehr an den Raubfischen hatten: „Schließlich kann man Piranhas inzwischen problemlos in Zoohandlungen erwerben“