Tut es aber kurioserweise seit den 80er Jahren. Es sind selten die "großen Siege" die einen over bringen, dazu gehört so unendlich mehr. Charisma, Mic-work, evtl. ein Gimmick, und zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, und damit meine ich die richtige Ära zu erwischen.
Ein The Rock wurde auch nicht so richtig over gebracht, sieht man mal seinen Heel Sieg beim King of the Ring ab (sofern ich mich jetzt nicht vertue), ein Steve Austin ebenso wenig. Natürlich hatten alle ihre Siege, aber das war kaum der Grund für ihre Aufstiege in den Olymp. In der WCW spielte Austin immer nur eine Nebenrolle, in der WWE verpasste man ihm dann das richtige Image, und es krachte.
Wenn es ein Wrestler so unbedingt nötig hat durch eine Legende over gebracht zu werden, hat er mMn nicht das Zeug, es dann auch allein weit zu bringen.
Ich denke da an Sid Justice, der auch ohne Sieg über Hogan dann over kam. Ok, es war keine klare Niederlage, aber er hatte es einfach drauf. Er hatte den Body, die verrückte Ausstrahlung und das Zerstörer Image um dann als Sycho Sid ansrkannt zu werden. Und das braucht ein Wrestler.
ich glaube, du unterschätzt den einfluss der stories und booker/writer auf die karriere eines wrestlers...
ohne siege, wäre hogan heute ein nichts. ohne sein pump-up, ohne erst auf die fresse zu kriegen um am ende dann doch der strahelende held zu sein wäre hogan allenfalls ein charismatischer loser....
grade in den 80ern und 90ern wurden wrestler gebaut und gepushed und eben over gebracht durchs booking. natürlich braucht man jemanden, der in der lage ist, die ihm angedachte rolle auszufüllen. so jemand ist hogan. aber wenn sie ihn nicht unterstützen, passiert da nicht viel. leute wie ein undertaker, die quasi durch sich selbst over wurden, waren extrem selten. vielleicht war er sogar der erste dieser art.
the rock ist dem vernehmen nach nicht in der lage, spontan promos zu halten. er ist ein großartiger entertainer, braucht aber jemanden, der ihm sagt, was er tun soll. ein steve austin ist over gebooked worden. grade durch seine aktionen abseits des rings, durch das bier trinken, das tweener verhalten, den eindruck, dass ist der typ von nebenan, der es denen da oben mal zeigt, wäre seine karriere im sand verlaufen (hollywood blondes, the ringmaster)
mit cena kopiert man das hogan-prinzip (auf die fresse und dann phönix-aus-der-asche) und entwickelt es weiter (zu supercena)... auch das ist booking pur. damit beeindruckt man die kinder und sie lieben ihn.
das es heute leute gibt, die ohne hilfe over kommen liegt an der entwicklung des wrestlings in den letzten jahren (stichworte: kayfabe, smarks). sowas war früher praktisch nicht denkbar. allenfalls wurdne leute nicht angenommen, die in den mainevent gepushed wurden. heute ist man der uncharismatischen steroid-schränke überdrüssig, daher haben leute wie ziggler, ryder und bryan (auch punk) zulauf. heute ist es cool, den heel anzufeuern, heute präsentieren sich wrestler in social networks.... und selbst da arbeitet die wwe mit. bringt t-shirts, zeigt shows, stellt sie als liebenswerte underdogs dar, gibt ihnen mal spotlight und/oder nen titel....
wenn z.b. ein wyatt einen sieg gegen den undertaker holt, holt er ihn nicht aus dem nichts, sondern aus einer fehde, die er sich verdient. er muss als glaubwürdiger gegner aufgebaut werden, er muss talent und potential haben und er muss schon vorher von den leuten angenommen sein (alles vorhanden). wenn er dann gegen den taker bei WM gewinnt, hat meinen star auf jahre, einen glaubwürdigen maineventer, einen wrestler mit hall-of-fame-potential... lesnar hat/hatte das nicht nötig. der sieg war verschenkt...
kurze rede langer sinn: es geht nicht ohne booking und ohne, dass jemand over gebracht wird. auf welche art und weise das geschieht ist variabel.... aber ohne das geht es einfach nicht.