Demetrios (getestet PS4 und Vita Version)
Demetrios (mit vollem Namen Demetrios – The big cynical adventure) ist ein heiteres Adventure im Point & Click Stil, welches nicht nur dadurch, dass es in Paris startet, an die Bathomets Fluch Serie erinnert.
Der Hauptdarsteller Bjorn Thonen ist ein nicht besonders schlauer und zudem erfolgloser Antiquitätenhändler, der eines Nachts besoffen in seiner Wohnung niedergeschlagen und beraubt wird.
Hat man seine vermüllte und verdreckte Wohnung voller Schrott gesehen, wundert man sich was da wohl geklaut wurde. So geht es auch Bjorn, und so geht es erstmal darum herauszufinden was fehlt.
Natürlich geht er nach dem Überfall zur Polizei, aber viel schöner ist es doch sich selber auf die Suche nach dem Täter zu machen.
Schon vor Beginn des Spiels gibt es drei einstellbare Abstufungen. Aber nicht ob der Schwierigkeitsgrad leicht oder schwer sein soll, sondern ob man mit Toilettenhumor voll konfrontiert werden möchte, nur ein bisschen oder gar nicht. Dieses ist ernst zunehmen, denn Bjorn scheißt, pisst und frisst ekelhafte Sachen, dass es eine wahre Freude ist. (Benutzt im Spiel mal den Kopierer auf der Polizeiwache!)
Sehen kann man das Ganze zwar nicht, aber hören. Des weiteren wird es von Bjorn kommentiert.
Auch abseits des Fäkalhumors ist das Spiel ziemlich derbe. Es werden Klischees bedient (unfähige Polizei, zickiges Kind, nervige Verkäufer…) und es wird gestorben. Zu sterben ist zwar grundsätzlich keine Pflicht, es wird aber passieren. Und es gehört irgendwie auch zum Spaß am Spiel Bjorn auf möglichst viele bescheuerte Arten zu töten. Dafür kann man Sachen auszuprobieren, die man sonst nie im Leben machen würde. („Was passiert eigentlich, wenn ich die Finger in die Steckdose stecke?“) Reichliches sterben wird zudem mit Trophäen belohnt.
Der Tod bedeutet daher auch nicht das Ende des Spiels, sondern man findet sich nur eine kurze Zwischensequenz später an genau der Stelle wieder, an der man gerade war. Macht man zu viel Blödsinn kann man außerdem auch verhaftet werden, aber auch das ist nicht von langer Dauer.
Weiß man mal nicht weiter ist das auch kein großes Problem. In fast jeder Szene kann man mindestens drei Kekse finden, die einem bei Verzehr einen Hinweis zur Lösung des Spiels geben. Diese sind, obwohl reichlich vorhanden, ziemlich schwer zu finden und sollten daher für den Notfall aufbewahrt werden.
Damit das Ganze locker bleibt gibt es verschiedene Minispiele, wie beispielsweise Teller werfen, Wurmrennen oder Tierschießen. Dass letzteres nicht auf herkömmliche Weise von statten geht passt zum Spiel.
Die Aktionen des Spielers kommentiert Bjorn in Textboxen. Sprachausgabe gibt es keine, dafür stehen aber mehrere verschiedene Sprachen zur Auswahl, darunter auch Deutsch. Und die Übersetzung ist sehr gut! Es wurde wirklich alles übersetzt. Selbst Schilder, Zeitungen und kleine Zettel.
Die Grafik wurde von Hand gezeichnet, ist simpel gehalten und wahrlich keine Schönheit, gefällt mir aber nicht schlecht. Überhaupt scheint das ganze Spiel maßgeblich von einer einzigen Person gemacht worden zu sein. Man sieht das Geschehen in leicht animierten Standbildern und sucht den Bildschirm mittels Zeiger nach Objekten ab, mit denen man interagieren kann. Zwischensequenzen werden dagegen auch mal im Comicstil dargestellt.
Der Sound steht der Grafik und dem Toilettenhumor in nichts nach. Man sollte also auf Mund gemachte Rülps-, Furz- und Kotzgeräusche vorbereitet sein. Die Musik passt sich von der Stimmung her an die jeweiligen Situationen an.
Point & Click Adventures sind normalerweise besser mit einer Maus zu spielen, aber auf der PlayStation 4 funktioniert die Steuerung sehr gut. Das liegt zum einen daran, dass die einzelnen Szenen nicht sonderlich groß sind und zum anderen an der Funktion des rechten Sticks. Benutzt man diesen, schaltet das Spiel nämlich eine Lupenfunktion ein, die das finden kleinerer Objekte erleichtert.
Auf der Vita ist das Spiel dank Touchscreen angenehm zu bedienen, die Grafik allerdings auch sehr klein.
Ich bin noch nicht durch, aber mir gefällt das Spiel schon sehr gut. Und ich gebe mir natürlich die volle Fäkaldröhnung! Handlung und Rätsel sind Adventure typisch, der Humor derbe (aber auch wirklich lustig) und durch die Kekse war das Spiel bis jetzt nicht allzu schwer. Und natürlich möchte man unbedingt wissen wie es weiter geht, warum Bjorns Ramsch gestohlen wurde und an was er noch alles sterben kann.
Zu mäkeln habe ich bisher eigentlich gar nichts und Bugs sind mir auch keine aufgefallen.
Da das Spiel schon vor einigen Jahren erschienen ist, man aber nur wenig darüber findet, handelt es sich hierbei wohl um ein unentdecktes Juwel.
Die Spielzeit wird mit ungefähr 10 Stunden angegeben, also brauche ich mindestens doppelt so lange.
Für die derzeit aufgerufenen 9,99 Euro im PSN-Store macht man also nichts verkehrt. Es ist, im Zuge von Angeboten bzw. auf anderen Plattformen, aber auch erheblich günstiger zu bekommen. Es gibt, zumindest weiß ich das von der PS4, auch eine Disk-Version, dafür wird man aber sicherlich mehr berappen müssen.
Erschienen ist das Spiel für so ziemlich alle Plattformen die es gibt. Ich habe mir die PS4 Version gekauft, zu der es die Vita Version gratis dazu gab.
Auf der Vita gibt es übrigens eine Trophäe mehr als auf der PS4. Das ist vermutlich der einfacheren Bedienung geschuldet. Platin zu erreichen scheint bei beiden kein Problem sein. Laut Statistik haben es immerhin fast die Hälfte aller Spieler geschafft.
P.S.:
Der Text ist schon etwas älter.
Inzwischen bin ich durch, Platin habe ich allerdings nicht erlangt. Man könnte jetzt zwar die Szenen nochmal einzeln anspringen, aber dazu fehlt mir die Motivation.
Das ständige sterben lassen von Bjorn verliert mit der Zeit ein wenig seinen Reiz, aber dafür will man bis dahin natürlich wissen, wie die Geschichte zuende geht.
Das Spiel ist kein Superhit, aber auch wirklich nicht schlecht. Es war die knapp 10,- Euro die ich für die PS4 + Vita Version bezahlt habe und meine Zeit auf jeden Fall wert.
Demetrios (mit vollem Namen Demetrios – The big cynical adventure) ist ein heiteres Adventure im Point & Click Stil, welches nicht nur dadurch, dass es in Paris startet, an die Bathomets Fluch Serie erinnert.
Der Hauptdarsteller Bjorn Thonen ist ein nicht besonders schlauer und zudem erfolgloser Antiquitätenhändler, der eines Nachts besoffen in seiner Wohnung niedergeschlagen und beraubt wird.
Hat man seine vermüllte und verdreckte Wohnung voller Schrott gesehen, wundert man sich was da wohl geklaut wurde. So geht es auch Bjorn, und so geht es erstmal darum herauszufinden was fehlt.
Natürlich geht er nach dem Überfall zur Polizei, aber viel schöner ist es doch sich selber auf die Suche nach dem Täter zu machen.
Schon vor Beginn des Spiels gibt es drei einstellbare Abstufungen. Aber nicht ob der Schwierigkeitsgrad leicht oder schwer sein soll, sondern ob man mit Toilettenhumor voll konfrontiert werden möchte, nur ein bisschen oder gar nicht. Dieses ist ernst zunehmen, denn Bjorn scheißt, pisst und frisst ekelhafte Sachen, dass es eine wahre Freude ist. (Benutzt im Spiel mal den Kopierer auf der Polizeiwache!)
Sehen kann man das Ganze zwar nicht, aber hören. Des weiteren wird es von Bjorn kommentiert.
Auch abseits des Fäkalhumors ist das Spiel ziemlich derbe. Es werden Klischees bedient (unfähige Polizei, zickiges Kind, nervige Verkäufer…) und es wird gestorben. Zu sterben ist zwar grundsätzlich keine Pflicht, es wird aber passieren. Und es gehört irgendwie auch zum Spaß am Spiel Bjorn auf möglichst viele bescheuerte Arten zu töten. Dafür kann man Sachen auszuprobieren, die man sonst nie im Leben machen würde. („Was passiert eigentlich, wenn ich die Finger in die Steckdose stecke?“) Reichliches sterben wird zudem mit Trophäen belohnt.
Der Tod bedeutet daher auch nicht das Ende des Spiels, sondern man findet sich nur eine kurze Zwischensequenz später an genau der Stelle wieder, an der man gerade war. Macht man zu viel Blödsinn kann man außerdem auch verhaftet werden, aber auch das ist nicht von langer Dauer.
Weiß man mal nicht weiter ist das auch kein großes Problem. In fast jeder Szene kann man mindestens drei Kekse finden, die einem bei Verzehr einen Hinweis zur Lösung des Spiels geben. Diese sind, obwohl reichlich vorhanden, ziemlich schwer zu finden und sollten daher für den Notfall aufbewahrt werden.
Damit das Ganze locker bleibt gibt es verschiedene Minispiele, wie beispielsweise Teller werfen, Wurmrennen oder Tierschießen. Dass letzteres nicht auf herkömmliche Weise von statten geht passt zum Spiel.
Die Aktionen des Spielers kommentiert Bjorn in Textboxen. Sprachausgabe gibt es keine, dafür stehen aber mehrere verschiedene Sprachen zur Auswahl, darunter auch Deutsch. Und die Übersetzung ist sehr gut! Es wurde wirklich alles übersetzt. Selbst Schilder, Zeitungen und kleine Zettel.
Die Grafik wurde von Hand gezeichnet, ist simpel gehalten und wahrlich keine Schönheit, gefällt mir aber nicht schlecht. Überhaupt scheint das ganze Spiel maßgeblich von einer einzigen Person gemacht worden zu sein. Man sieht das Geschehen in leicht animierten Standbildern und sucht den Bildschirm mittels Zeiger nach Objekten ab, mit denen man interagieren kann. Zwischensequenzen werden dagegen auch mal im Comicstil dargestellt.
Der Sound steht der Grafik und dem Toilettenhumor in nichts nach. Man sollte also auf Mund gemachte Rülps-, Furz- und Kotzgeräusche vorbereitet sein. Die Musik passt sich von der Stimmung her an die jeweiligen Situationen an.
Point & Click Adventures sind normalerweise besser mit einer Maus zu spielen, aber auf der PlayStation 4 funktioniert die Steuerung sehr gut. Das liegt zum einen daran, dass die einzelnen Szenen nicht sonderlich groß sind und zum anderen an der Funktion des rechten Sticks. Benutzt man diesen, schaltet das Spiel nämlich eine Lupenfunktion ein, die das finden kleinerer Objekte erleichtert.
Auf der Vita ist das Spiel dank Touchscreen angenehm zu bedienen, die Grafik allerdings auch sehr klein.
Ich bin noch nicht durch, aber mir gefällt das Spiel schon sehr gut. Und ich gebe mir natürlich die volle Fäkaldröhnung! Handlung und Rätsel sind Adventure typisch, der Humor derbe (aber auch wirklich lustig) und durch die Kekse war das Spiel bis jetzt nicht allzu schwer. Und natürlich möchte man unbedingt wissen wie es weiter geht, warum Bjorns Ramsch gestohlen wurde und an was er noch alles sterben kann.
Zu mäkeln habe ich bisher eigentlich gar nichts und Bugs sind mir auch keine aufgefallen.
Da das Spiel schon vor einigen Jahren erschienen ist, man aber nur wenig darüber findet, handelt es sich hierbei wohl um ein unentdecktes Juwel.
Die Spielzeit wird mit ungefähr 10 Stunden angegeben, also brauche ich mindestens doppelt so lange.
Für die derzeit aufgerufenen 9,99 Euro im PSN-Store macht man also nichts verkehrt. Es ist, im Zuge von Angeboten bzw. auf anderen Plattformen, aber auch erheblich günstiger zu bekommen. Es gibt, zumindest weiß ich das von der PS4, auch eine Disk-Version, dafür wird man aber sicherlich mehr berappen müssen.
Erschienen ist das Spiel für so ziemlich alle Plattformen die es gibt. Ich habe mir die PS4 Version gekauft, zu der es die Vita Version gratis dazu gab.
Auf der Vita gibt es übrigens eine Trophäe mehr als auf der PS4. Das ist vermutlich der einfacheren Bedienung geschuldet. Platin zu erreichen scheint bei beiden kein Problem sein. Laut Statistik haben es immerhin fast die Hälfte aller Spieler geschafft.
P.S.:
Der Text ist schon etwas älter.
Inzwischen bin ich durch, Platin habe ich allerdings nicht erlangt. Man könnte jetzt zwar die Szenen nochmal einzeln anspringen, aber dazu fehlt mir die Motivation.
Das ständige sterben lassen von Bjorn verliert mit der Zeit ein wenig seinen Reiz, aber dafür will man bis dahin natürlich wissen, wie die Geschichte zuende geht.
Das Spiel ist kein Superhit, aber auch wirklich nicht schlecht. Es war die knapp 10,- Euro die ich für die PS4 + Vita Version bezahlt habe und meine Zeit auf jeden Fall wert.