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MULTI Deadly Premonition (GOTY 2010)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Also das hier stammt ungefähr aus den letzten 10 Minuten des Spiels. :ugly:
Zum Beispiel erwähnt er mehrfach, der Spieler übernehme die Rolle von Francis York Morgan, was nicht richtig ist. Der Spieler spielt Zach.
 
Von nun an Megaspoiler:

Falsch. Direkt in der allerersten Szene im Spiel wendet sich York direkt an den Spieler und sagt: "Zach, bist du da? Wenn du da bist, dann gib mir ein Zeichen." Und dann drückt man als Spieler eine Taste. Es ist von vorne herein klar, dass der Spieler Zach ist. Durch das ganze Spiel hinweg, wendet sich York immer direkt an den Spieler und spricht ihn mit Zach an und der Spieler antwortet York, zum Beispiel wenn abends ein Bericht geschrieben wird.

Der Storytwist am Ende sagt etwas ganz anderes: Nämlich, dass York und Zach die Rollen getauscht haben. D.h. Francis Zack Morgan ist der eigentliche FBI-Agent. Vorher denkt der Spieler, er ist Zach und steht dem Protagonisten York zur Seite. In Wahrheit ist man aber Zach, der Protagonist, und York spricht zu einem als Begleiter. DAS wäre ein totaler Spoiler. ;)
 
Also ich sag' mal, das ist zwar eine vertretbare Interpretation von "Zach", aber dennoch verbringt man 99% des Spiels als physische und psychische Gestalt von York. Außer Du hast immer geantworten, wenn York mit Zach gesprochen hat. :ugly:
 
Das ist übrigens auch der Grund, weshalb ich deine These nicht teile, man könne sich das ganze ja als Video anschauen, dann brauche man nicht die schlechten Actionszenen spielen. Weil das geniale an dem Spiel ja eben diese Rolle des Zachs ist. Das ist ein völlig neuer Zugang zu einem Spiel. Man spielt einen Teil einer gespaltenen Persönlichkeit/ oder meinetwegen den Teil eines Duos/ oder meinetwegen auch beide Teile einer Persönlichkeit.

Wobei mir letztere Theorie nicht gefällt. Ich werd beim zweiten Durchgang noch mal drauf achten müssen: Aber wenn ich mich recht entsinne, spricht einen York eigentlich nach den Zwischensequenzen immer wieder mit Zach an. Nach dem Motto: "Was machen wir nun, Zach?" oder "Wohin geht es jetzt?" wenn man auf dem Parkplatz steht. Und dann übernimmt man als Spieler die Kontrolle. Auch in den Dialogen. Immer wenn es so etwas wie Interaktion gibt, spricht einen York direkt mit Zach an und dann kann man auswählen, was man sagen möchte. Ansonsten bestimmt zu jedem Zeitpunkt York den Verlauf des Gesprächs. Natürlich dämmert das einem erst mit der Zeit, deshalb sind die Spoilertags sicher sinnvoll.

Auf jeden Fall erzeugt dieses York-Zach-Verhältnis eine emotionale Bindung zu den Charakteren, wie ich sie bisher noch bei keinem Spiel erlebt habe. Weil ich als Spieler, der auf der Couch vor dem Fernseher sitze, direkt in das Spiel involviert bin und nicht einfach in einen völlig fremden Charakter schlüpfe. Und das bringt kein Video rüber.

Wie auch immer man das ganze interpretiert, worauf ich hinaus will: Das Review behauptet man spiele York. Und das ist nun eine Interpretation des Spielgeschehens die überhaupt nicht tragfähig ist. Zu keinem Zeitpunkt des Spiels.
 
Okay, dann beharre bitte weiter auf deiner Interpretation. Man spielt also in Wirklichkeit eine verdrängte Persönlichkeit, die keinerlei Präsenz im Spiel hat, und York spielt sich selber. :D
 
In Wahrheit spielt man ja die ganze Zeit Zach als Protagonisten. Aber das erfährt man ja erst am Ende des Spiels bei dem Storytwist. Das was ich die ganze Zeit gedacht habe ist, dass ich die zweite Persönlichkeit dieses Yorks bin. Übrigens hat das auch KaKun gleich zu Beginn des Spiels gedacht (Seite 6 oder so). Im GAF und in einigen Reviews, die das Spiel loben, wird das auch so gesehen. Ich glaube zu eben diesen Schlüssen kann man aber nur kommen, wenn man selbst spielt. :P
Ich sage nicht, dass das die einzig gültige Interpretation ist. Und nicht alles in dem Spiel macht Sinn, vor allem nicht die Actionszenen. Aber das hat ja Gründe... :(
 
Hab endlich mal weiter gemacht. Bin zur Stadtversammlung gegangen, hab mit allen Leuten geredet und bin danach noch bisschem um die Gegend gefahren. Der Dialog im Diner war aber wirklich göttlich. Fand schon den Dialog beim Lunch im Revier ziemlich geil, aber das übetraf alles. :lol:

Werde nachher mal weiter spielen. Unter anderem werde ich wohl mal den General, die Mutter von Anna und die beiden Zwillinge besuchen gehen.
 
0shikuru schrieb:
Werde nachher mal weiter spielen. Unter anderem werde ich wohl mal den General, die Mutter von Anna und die beiden Zwillinge besuchen gehen.
Die sollte man wirklich so früh wie möglich besuchen gehen. Daraufhin folgen dann nämlich eine Reihe von Sidequests die einem Anna und noch einige andere Bewohner/Geschehnisse in Greenvale näher bringen.
In anderen Spielen wäre der Handlungsstrang vermutlich sogar Bestandteil der Mainquest.

Solche Dinge führen dazu, dass man sich in Deadly Premonition wirklich wie ein FBI Ermittler fühlt. Wenn man einfach mal auf eigene Faust ermittelt und zur Mutter des Opfers fährt, dann wird man dafür auch mit zusätzlichen Informationen entlohnt. :dhoch:
 
Mal ne ganz simple Frage von jemandem, der noch auf sein Exemplar wartet...welchem Genre gehört das Spiel eigentlich an? Ist das ein Adventure? Stellenweise sah es aus, als hätte es trotzdem Actionpassagen...
 
Die Actionpassagen sind ein leider notwendiges Übel in Deadly Premonition. Deshalb ist auch sinnvoll das Spiel auf leicht zu spielen, da man so den Frust so klein wie möglich hält.

Zum Genre... mmh, ich würde sagen Deadly Premonition ist eine Simulation - es ist ein "Twin Peaks Simulator of Awesomeness" :D
 
Ich hoffe, da entgeht mir nicht was, denn ich hab Twin Peaks noch nie gesehn :D

Aber mit bizarrem Bullshit kenn ich mich dafür ganz gut aus...ein ganz klein bisschen ;)
 
@Pöldi: Könntest du als jemand, der das Spiel durchgespielt hat, mal bitte deine Interpretation der Story schildern?

Insbesondere:
Vor allem würde mich interessieren, wie du die York-Zach-Geschichte wahrgenommen hast. Wann du welches Gefühl hattest, wen du gerade steuerst.

Vielleicht ist das ganze ja doch nicht so offensichtlich, wie es mir nach Ende des Spiels vorkam. ;)
 
Achtung! nur aufmachen, wenn man schon durch ist...
Ich sehe das so wie du.
Ich als Spieler bin Zach, die 2te Persönlichkeit bzw. der imaginäre Freund von York. Man bekommt das ja im Spiel immer wieder vor Augen geführt. Wenn man beispielsweise auf dem Weg zu einem Zielort unterwegs anhält und aussteigt, meldet sich York zu Wort und sagt so was in der Art von: 'Zach denk dran, wir sollen um 15:00 Uhr in XY sein. Aber wenn du hier was zu erledigen hast, kein Problem wir nehmen uns die Zeit'.
Oder wenn York die Berichte schreibt und sich nach unserer Sicht der Dinge erkundigt.

Im Laufe des Spiels erfährt man dann, dass sich York, nach einem grausamen Erlebnis in seiner Kindheit, Zach zum Selbstschutz erschaffen hat.
Ganz am Ende wird dann nochmal alles auf den Kopf gestellt in dem aufgelöst wird, dass Zach der FBI Agent ist und York der imaginäre Freund und man also von Beginn an den (für alle sichtbaren) FBI Ermittler gespielt hat.
 
Langsam wird das Spiel auch bei mir Intressant.
Hat es viele Grusel Effekte? (Mag ich gar nicht so, bin zu sehr schreckhaft)

Ist den die Steuerung besser als bei Dark Alone?

Ist das Spiel Exklusiv Xbox?
 
@michael: Sorry, wird länger als geplant und bin gestern nicht fertig geworden. Das Review kommt, aber erst wenn ich die Ruhe habe mich noch mal für den Rest dranzusetzen.
Mein Tipp bei der Kaufentscheidung: Man muss ein Faible für storybasierte Spiele haben, für eine Geschichte, in die man hineingesogen wird und die man durchlebt. Das ist die Stärke von Deadly Premonition, für mich hat das Spiel die beste Videogame-Story ever. Wer ein neues Silent Hill sucht oder Spiele wegen der tollen Gameplaymechanik (also wegen cooler Action oder spannenden Rätseln oder herausfordernden Verfolgungsjagden) spielt wird vermutlich enttäuscht werden, weil vor allem die Action schlecht gemacht ist. Ich würde das Spiel vielleicht noch am ehesten mit rätselarmen Adventures wie Shadow of Memories auf der PS2/Xbox oder mit Quantic Dreams Fahrenheit vergleichen. Nur halt Open World und mit enttäuschenden Actionsequenzen.

@Laruzo: Deadly Premonition hat mich zu keiner Zeit wirklich gegruselt oder gar geschockt. Von daher also Entwarnung. Das Spiel hat aber eine eigenartige, bedrückende, verwirrende Atmosphäre.
Ist die Steuerung besser als bei Alone? Sagen wir es so, die Steuerung ist fehlerfrei und das Spiel ist nicht verbugt. Aber: Die Technik ist nicht auf dem neuesten Stand. Das heißt, dass die Grafik auf PS2-Niveau ist (das Spiel wurde ursprünglich für PS2 entwickelt) und dass die Steuerung sogar auf PS1-/frühem PS2 Niveau ist. Sehr oldschoolig, während der Kämpfe kann man nicht gleichzeitig laufen und schießen! Das Spiel ist in Europa und den USA exklusiv für Xbox 360. Eine PS3-Version gibt es nur in Japan. Sie heißt Red Seeds Profile und hat englische Bildschirmtexte.

Edit: Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass in den Autos Fahrverhalten und glaubwürdige Steuerung nur sehr schwach vorhanden sind. Wie gesagt: Deadly Premonition spielt man wegen der interaktiven Story oder man lässt es besser bleiben.
 
Auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad ist das Spiel recht einfach. Vor allem gibt es ein paar Sidequests, wo man Extras bekommt, die einem die (doofen) Actionszenen einfacher machen. Die wichtigsten Hinweise dazu findest du hier:
http://www.gamecritics.com/daniel-weissenberger/the-manner-in-which-unforgiveable-design-mistakes-can-be-overlooked-deadly-premonition-is-the-goty-part-7
 
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