War doch abzusehen, dass das Thema kontrovers diskutiert wird. Nicht nur hier im Forum. Aber das legt sich aus Erfahrung auch wieder. Bei uns brauchte es etwa ein Jahr und heute kann man den Konsum von Cannabis fast überall wahrnehmen und es stört sich gefühlt niemand (mehr) daran. Dir strömt der Geruch in die Nase wie jeder andere Duft auch. Ein Parfum hier, ein Cafe da. Ich würde sagen der Geruch von Cannabis gehört mittlerweile fest zum Stadtbild. Es gibt wirklich keinen Grund sich deswegen gegenseitig an die Gurgel zu gehen.
In der Hauptsache wird der Diskurs ja wegen der Bedenken geführt und das ist auch richtig so. Aber man wird nicht verhindern können, dass Kinder kiffen. Und nein, man wird auch nicht verhindern können, dass sich jemand bekifft ans Lenkrad setzt und jemand anderes oder sich selbst schadet. Wartet ab, was die BILD aus dem ersten Verkehrstoten machen wird, wenn Cannabis im Spiel war. Aber auch das, wird in ein paar Jahren keine Schlagzeile mehr wert sein. Grotesk, wenn man an das Leid der Betroffenen denkt, ich weiß.
Aber um miteinander reden zu können, müssen wir auch die gleiche Sprache sprechen. Ein Anfang wäre es, das Wort Droge als solches zu verstehen und nicht wie wir es im Sprachgebrauch verwenden. Mit Droge wird jegliche Substanz beschrieben, die Funktionen in einem lebenden Organismus zu verändern vermag, aber kein Nahrungsmittel ist. Sprich: Alkohol, Nikotin, Koffein, Saccharose etc. Wir nehme alle Drogen. Hier im Forum fällt mir auf Anhieb nur
@Master-Dan ein, der wirklich von sich behaupten kann, keine Drogen zu konsumieren. Glaube ich.
Jetzt sagen viele: "
Ach komm, du weißt was mit Drogen gemeint ist!" und ignorieren damit die eigentliche Bedeutung des Wortes. So kann man keine Diskussion führen, denn eigentlich betrifft es uns seit dem 1.4. jetzt alle. Wir müssen akzeptieren, dass es auch Menschen älteren Jahrgangs wie
@kingpin68 gibt, die völlig anders aufgewachsen sind. Wenn er Jahrgang 1968 ist, dann nennt er Haschisch im gleichen Atemzug mit Heroin und Kokain. Er kennt vermutlich auch die Geschichte von Christiane F., einer damaligen Heroinabhängigen und das sie auch Cannabis konsumierte. Das schürte damals Berührungsängste. Niemand der bei Verstand war, wollte solche Substanzen probieren. Warum also heute damit anfangen? Ist doch logisch, oder? Er kann nur seine Bedenken äußern und das ist jetzt nichts woran ich mich stören würde.
Seit dem sind aber viele Jahre vergangen und neue Erkenntnisse zeigen, dass Cannabis bei Schmerzpatienten, Menschen mit Schlafstörungen, Depressionen u.v.m. gute Dienste leistet und sogar Menschen ohne Bedarf, in Cannabis ein adäquates Genussmittel finden können. Mir persönlich sagt schon sehr lange die bewusstseinssteigernde Wirkung von Cannabis zu. Ich habe keine Schmerzen oder Depressionen, aber du hast auch noch nie Schokolade gegessen, wenn du vorher nicht gekifft hast. Insider verstehen mich. Natürlich braucht es aber kein Cannabis um Schokolade zu genießen und man kann auch mit seinem Leben abschließen ohne diese Erfahrung gemacht zu haben, aber Schokolade kannst du wirklich durch (fast) alles ersetzen. Und hier liegt eben die Gefahr, denn auch hier macht die Dosis das Gift. Wenn du jeden Tag, den ganzen Tag über stoned oder high bist, wird das nicht gut enden.
Ich kann jedem, der es erstmalig probieren möchte nur dazu raten, es ruhig angehen zu lassen. Macht euch nicht verrückt.
Das Mind-Setting ist ganz wichtig. Konsumiert nicht, wenn euch arge Probleme oder Ängste plagen. Am besten, wenn ihr die nächsten 3-5 Stunden nichts weiter vorhabt. Nehmt nicht zu viel. Ein kleiner Zug reicht. Als wenn ihr zaghaft an einem Strohhalm ziehen würdet. Direkt in die Lunge oder erst in den Mund und dann in die Lunge. Ein paar Sekunden einhalten - fertig. Mehr braucht es nicht. Geduld. Es dauert ein paar Minuten, bis es in der Blutbahn ist und
nicht im Glauben es täte sich nichts, noch mehr ziehen.
Unbedingt pur konsumieren. Tabak oder Tabakersatzstoffe gehören da nicht rein. Wenn ihr Nichtraucher seid, haut euch der Tabakflash aus den Latschen. Überhaupt ist das Verdampfen, dem Verbrennen vorzuziehen. Ein Indiz dafür, dass es im Körper angekommen ist, sind dann trockene Lippen. Mundtrockenheit ist eh ein Thema. Ich mag es trocken. Viele andere nicht. Halte was zum Trinken bereit und mach dann einfach was du sonst auch machen würdest. Musik hören, Spiel spielen, Film gucken, an der frischen Luft sein, etc. Der Rest kommt und geht von allein.
Abschließend vielleicht noch: Keine andere uns heute bekannte Substanz übertrifft Cannabis in seiner Wirkung, bzw. wirken völlig anders. Das heißt, dass das was du nach dem Konsum von Cannabis erlebst, sich in der Empfindung nicht weiter steigern lässt. Zumindest nicht, ohne danach sehr tief zu fallen. Das willst du nicht. Wie damals gilt also weiterhin: Finger weg von Heroin, Kokain und was es sonst noch gibt! Überhaupt von allem was synthetisch ist. Du tust dir keinen Gefallen. Aber weil die Erfahrung die man mit Cannabis macht, sehr gefällig sein kann, läuft man u.U. Gefahr, vielleicht mehr zu wollen und hält nach anderen Substanzen Ausschau. Das ist dann wohl mit Einstiegsdroge gemeint. Es wird nicht besser, nur schlimmer. Wenn dir die Wirkung von Cannabis gefällt, dann bleib dabei. Du kannst später, nach Bedarf mehr inhalieren oder auf andere Cannabis-Sorten (Strain) zurückgreifen.
Ich habe den Thread hier mehr nur überflogen und wollte das nur loswerden, aber ich meine OG Kush gelesen zu haben: