Risikogruppen und Schutzfaktoren:
- Primär Männer mit einer eher mäßigen Schulausbildung, keinem Abschluss sowie instabilem Elternhaus sind laut der WHO Studie besonders betroffen
- Ein funktionierendes Umfeld, insbesondere der Rückhalt der Eltern in der Pubertät, bietet dagegen eine gute Grundlage, abstinent im Umgang mit Drogen und in diesem Fall, Cannabis, zu bleiben. Auch Religionszugehörigkeit und gute schulische Leistungen können die Abstinenz fördern
Kurzzeitfolgen:
- Cannabis kann zu Panikattacken, kurzweiliger Euphorie, Halluzinationen und Brechreiz führen
- Bewusstseins-, Verhaltens- und Wahrnehmungsstörungen, verzögerte Reaktionszeiten können auftreten
- In der letzten Studie der WHO aus dem Jahr 1997 konnte noch nicht eindeutig der Zusammenhang zwischen einem erhöhten Unfallrisiko und Cannabis verifiziert werden, wohin gegen aktuelle epidemiologische Studien belegen, dass Autofahrer, die unter Cannabiseinfluss stehen, ihr Unfallrisiko verdoppeln
Langzeitfolgen:
- Cannabis kann eine Abhängigkeit verursachen. Bei Personen, die erstmalig Cannabis konsumieren, liegt das Abhängigkeitsrisiko bei 1:10, bei einem tägl. Konsum bei 1:3
- Eine belegbare Folge ist der Rückzug aus dem alltäglichen Leben, Depressionen, Psychosen / Wahnvorstellungen, allg. Anspannung, erhöhte Selbstmordgefährdung und Krebsrisiken sowie chronisch-obstruktive Bronchitits / Lungenerkrankungen
- Besonders bei Jugendlichen (14-16 Jahre) sind die negativen Folgen eines regelmäßigen Cannabiskonsums und die daraus resultierende Suchtgefährdung weitaus stärker ausgeprägt, als bei Erwachsenen
- Auch das Erinnerungsvermögen sowie der IQ leiden unwiderruflich bei dauerhaften Konsum, wie eine Neuseeländische Studie dokumentiert. Darüber hinaus konnten durch MRT Untersuchungen Veränderungen der Hirnstruktur belegt werden.
- Es gibt Studien, welche den Zusammenhang zwischen einem gesteigerten Infarkt- und Schlaganfallrisiko bereits in jungen Jahren und dauerhaften Cannabiskonsum belegen
- Auch die Todesrate bei Langzeitkonsumenten ist um ein vierfaches höher als das von abstinenten Personen