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GEN7 Call of Duty 5

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Iro schrieb:
Also ich finde CoD WaW besser, weil es auf mich gigantischer und vorallem brutaler wirkt.

Das lässt dich auch so dermaßen blenden. Wo MW noch Akzente setzt und das Ganze an Größe und Brutalität verhältnismäßig klein einsetzt, wird bei WaW ein Feuerwerk hinter dem Anderen gezündet ohne irgendwo jemanden zu berühren beim Spielen.
Dieser Ausmaß ist heutzutage auch einfach nicht notwenig, die Spezialeinheiten operieren in kleinen Größen. Im 2. Wk war einfach Manstärke gefragt, weil technisch beide auf gleichen Niveau waren.

Und ob jetzt Russen morden und brandschatzen oder Deutsche, is im nachhinein egal.
 
Also ich hab es jetzt durchgespielt und das Ende ist doch einfach beeindruckend, alle Missionen sind aufwendig und spannend gemacht, also ich bin davon begeistert. Berührt haben mich beide Spiele nicht sonderlich, klar die Atombombe war ein heftiger Anblick, aber das Reichstagsgebäude beim Sturmangriff (auch diese Musik im Hintergrund) genauso...

CoD4 finde ich auch super, ich glaube auch beinahe das mit im Moment CoD WaW besser gefällt, weil ich CoD4 einfach rauf und runter gespielt habe.

Ansonsten ist heute auch noch so ein Ausmaß nötig, siehe den letzten Irakkrieg. Das 4 Elitesoldaten die halbe russische Armee besiegen ist einfach lächerlich und total unglaubwürdig, sowas geht einfach nicht.
 
Natürlich ist es lächerlich, wenn man suggeriert, eine SAS-Elite-Einheit könne zig Hundert Russen auseinander nehmen - man erinnere den Fünf-Tage-Krieg im Kaukasus. Dennoch hat darthELIAS insofern schon recht, als die reinen Materialschlachten der Weltkriege vorbei sind und Technik eine viel größere Rolle als damals spielt - siehe die Thematik "Töten per Knopfdruck" und den feinen Ausblick in eine mögliche Kriegszukunft, die GRAW gewährt.

Und ich stimme Dir zu, der Reichstag ist ein beeindruckender Anblick (den ich allerdings zuerst im MP auf "Downfall" und erst jetzt Wochen später im SP erlebt habe). Ich kann mich nur nicht damit anfreunden, wenn eine solch gewaltige Kulisse für so ein Spiel instrumentalisiert wird.
 
Natürlich aus Groß Britannien und den USA ;)

Also ich habe meine UK Version bei Amazon.co.uk bestellt. Ist günstig (38 Euro) und PAL.

@Insane Kraut
Ich denke CoD wird immer ein fragwürdiges Erlebnis bleiben, vorallem die letzten beiden Teile, weil sie irgendwie viel schockierender gemacht sind, mit ihren teils extremen Szenen. Jedenfalls geht mir das so.
 
Das die Russen viel Leid mit nach Berlin brachten ist unbestritten, dabei wollen wir aber bloß nicht vergessen was die Deutschen allen anderen an Leid angetan haben.

Es trifft eben immer die Falschen aber so ist das leider.
 
Ne, das sage ich auch nicht aber Insane regt sich drüber auf wieviel Leid die Russen nach Berlin brachten.
Es ist 60 Jahre her und selbst heute benehmen sich die Menschen Teilweise wie Tiere. Das die Russen keine Blumen mitbringen sollte auch damals jedem bewusst gewesen sein.
 
Er hat doch aber nur gesagt, dass ihm das halt sauer aufstößt, und das aus gutem Grund, ich spiel das Spiel deswegen gar nicht erst. Die Deutschen werden alle als menschenfressende Monster dargestellt und die Russen als die großen Helden, obwohl durch den Bolchewismus damals wohl weit mehr Menschen getötet wurden als durch die Nazis (wobei ich natürlich die Taten der Nazis nicht gutheißen will, ist ja eigentlich logisch, muss man aber immer wieder erwähnen).

Ich kann halt von mir sagen, dass meine Oma damals durch halb Deutschland flüchten musste vor den Russen. Dass die Russen unsere weiblichen Vorfahren aufs übelste gefoltert, vergewaltigt und massakriert haben.

Deswegen kann ich da Insane Kraut gut verstehen...
 
Ich will das jetzt auch nicht tot diskutieren aber frage doch mal zig Millionen Menschen der anderen Seiten was mit denen passiert ist !

Denke nicht das unsere Soldaten Harmonischer mit den Opfern umgegangen sind. Und auch glaube ich nicht das die Russen als die "Retter" angesehen werden. Das hätten sie wohl gerne.
 
ok, dann einigen wir uns darauf.

Man stelle sich mal vor die Deutschen hätten CoD5 WaW programmiert, kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen aber die anderen machen sowas ohne Bedenken. Schon krass.
 
Naja insgesamt werden die Russen schon als kaltblütig und grausam dargestellt... da gibt es z.B. drei absolut kaltblütige Hinrichtungen zu sehen und andauern spricht der alte Russe von Rache. Eigentlich werden die Russen in dem Spiel also nicht als Helden dargestellt...
 
Iro schrieb:
Naja insgesamt werden die Russen schon als kaltblütig und grausam dargestellt... da gibt es z.B. drei absolut kaltblütige Hinrichtungen zu sehen und andauern spricht der alte Russe von Rache. Eigentlich werden die Russen in dem Spiel also nicht als Helden dargestellt...

Das sehe ich aber ganz anders.
Die Entwickler bemühen sich nach meinem Empfinden stetig, dem Spieler eine einfältige "Auge um Auge, Zahn um Zahn"-Weltanschauung einzubläuen. Ständig betont Sgt. Reznov, "Was diese Tiere mit uns [in Stalingrad] gemacht haben, werden wir ihnen heimzahlen / Damals war es unser Land, jetzt ist es ihr Land, ihr Blut". Dabei kann ich keinesfalls einen kritischen Unterton der Entwickler erkennen. Im Gegenteil, der eine russische Soldat im vorletzten Level, der bei einer Hinrichtung von Deutschen zu Bedenken gibt: "Das ist kein Krieg, das ist Mord!", steht als Außenseiter, als zu weich für den gottgegebenen Auftrag "for the Motherland" da.
Mir scheint es, dass diese barbarische Sicht der Welt und Vorstellung von Gerechtigkeit ("Wie du mir, so ich Dir") von den Entwicklern zumindest gutgeheißen wird.

Ich halte das regelrecht für gefährlich, wenn ich an das miserable Schulsystem in den USA und im UK, die wohl den Hauptmarkt solcher Spiele bilden, denke.
Für viele Ami-Kinder sind Filme wie "Saving Private Ryan" oder Spieleserien wie "Call of Duty" der einzige "richtige" Geschichtsunterricht. Und nein, das ist keine Überspitzung der Realität; in den meisten Bundesstaaten der USA reicht es de facto, wenn die Schüler in Bezug auf Geschichte etwas über die Unabhängigkeitserklärung und die Pilgrim Fathers lernen; danach darf man dann wieder in der Werkstatt Autos zusammenschrauben, statt etwas über die Ereignisse zu erfahren, die unsere Welt bewegten.
Das Gleiche gilt für das UK. Auch dort ist es keine Pflicht, etwas über Deutschlands Geschichte nach 1945 zu lernen.

Insofern bleibt mir eben bei aller guten Inszenierung ein ganz schaler Beigeschmack. Es ist nach meinem Geschmack unverantwortlich, wenn nicht gefährlich, und zumindest abstoßend, Geschichte so nacherzählen.
 
Ich kann natürlich nur mutmaßen, aber ich glaube das der Spieler es durchaus falsch finden soll, was der Reznov so von sich gibt. Weil wenn man dem zuhört, kommt der doch rüber, wie ein Verrückter.
 
Insane Kraut schrieb:
Iro schrieb:
Naja insgesamt werden die Russen schon als kaltblütig und grausam dargestellt... da gibt es z.B. drei absolut kaltblütige Hinrichtungen zu sehen und andauern spricht der alte Russe von Rache. Eigentlich werden die Russen in dem Spiel also nicht als Helden dargestellt...

Das sehe ich aber ganz anders.
Die Entwickler bemühen sich nach meinem Empfinden stetig, dem Spieler eine einfältige "Auge um Auge, Zahn um Zahn"-Weltanschauung einzubläuen. Ständig betont Sgt. Reznov, "Was diese Tiere mit uns [in Stalingrad] gemacht haben, werden wir ihnen heimzahlen / Damals war es unser Land, jetzt ist es ihr Land, ihr Blut". Dabei kann ich keinesfalls einen kritischen Unterton der Entwickler erkennen. Im Gegenteil, der eine russische Soldat im vorletzten Level, der bei einer Hinrichtung von Deutschen zu Bedenken gibt: "Das ist kein Krieg, das ist Mord!", steht als Außenseiter, als zu weich für den gottgegebenen Auftrag "for the Motherland" da.
Mir scheint es, dass diese barbarische Sicht der Welt und Vorstellung von Gerechtigkeit ("Wie du mir, so ich Dir") von den Entwicklern zumindest gutgeheißen wird.

Ich halte das regelrecht für gefährlich, wenn ich an das miserable Schulsystem in den USA und im UK, die wohl den Hauptmarkt solcher Spiele bilden, denke.
Für viele Ami-Kinder sind Filme wie "Saving Private Ryan" oder Spieleserien wie "Call of Duty" der einzige "richtige" Geschichtsunterricht. Und nein, das ist keine Überspitzung der Realität; in den meisten Bundesstaaten der USA reicht es de facto, wenn die Schüler in Bezug auf Geschichte etwas über die Unabhängigkeitserklärung und die Pilgrim Fathers lernen; danach darf man dann wieder in der Werkstatt Autos zusammenschrauben, statt etwas über die Ereignisse zu erfahren, die unsere Welt bewegten.
Das Gleiche gilt für das UK. Auch dort ist es keine Pflicht, etwas über Deutschlands Geschichte nach 1945 zu lernen.

Insofern bleibt mir eben bei aller guten Inszenierung ein ganz schaler Beigeschmack. Es ist nach meinem Geschmack unverantwortlich, wenn nicht gefährlich, und zumindest abstoßend, Geschichte so nacherzählen.

Sorry for OT aber das passt grad. Hab letzte Woche Interviews mit Amerikanern gesehen, die im Kino gerade Valkyirie angeschaut haben. Die waren total erstaunt, dass nicht alle Deutschen Nazis waren und es tatsächlich auch Leute gab, die Hitler eben nicht toll fanden. Für mich war das ein grausiges Beispiel für das, was man in anderen Ländern oder gerade in den USA über uns denkt und das ist echt traurig.
 
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