Frage: Hat es denn in der Pause ein reinigendes Gewitter gegeben?
Hummels: Erst einmal hat der Trainer gesagt, dass wir aus dem Spiel noch nicht raus sind. Wir müssen nur ein Tor schießen und dann kommen wir wieder rein. Dann entwickeln wir vielleicht auch nochmal diese Dynamik, um das zu schaffen. Ich fand die Unterstützung der Fans in der zweiten Halbzeit heute bemerkenswert, weil wir auch nach dem 1:3 Phasen hatten, wo es nicht so gut funktioniert hat, obwohl wir wollten. Trotzdem war immer wieder der Support da und ist wieder aufgekeimt. Das hat uns noch geholfen, um am Ende die Tore zu machen. Ganz elementar war natürlich, dass wir auf ein 4-1-4-1 umgestellt haben. Mit dem Ball und gegen den Ball hat uns das sehr geholfen.
Frage: Marco Reus sagte, dass die Mannschaft nicht wüsste, wie sie richtig Pressing spielen müsse. Wie sehen Sie das?
Hummels: Sagen wir so, wir tun uns im 4-1-4-1 leichter zu pressen. Ich belasse es dabei.
Frage: Die Dortmunder Fehler wiederholen sich in dieser Saison. Warum kommt der BVB nicht von der Stelle?
Hummels: Weil sich jeder bewusst sein muss, dass das wichtig ist und diese Fehler der Mannschaft viel kosten. Ich rede vor allem von einfachen Ballverlusten und Unkonzentriertheit. Und von Situationen, in denen man ohne Druck des Gegners den Ball dem Gegner in den Fuß oder ins Aus spielt. Davon haben wir einfach zu viele. Ich war jetzt drei Jahre in München und da wird es ganz groß geschrieben, dass das nicht passiert. Es ist ein absolutes Qualitätsmerkmal für Topmannschaften, dass man einen Gegner mit dem Ball kontrolliert und dominieren kann. Das schaffen wir überhaupt nicht, weil wir den immer viel zu leicht hergeben.