Favre raus
Favre raus!
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Favre raus
Hatte übrigens ne sehr gute Statistik. Sofascore sogar 7.6.Warum auch immer Hazard durchspielen darf.
https://www.spox.com/de/sport/fussb...-mentalitaetsscheisse-interview-wortlaut.htmlNach der Blamage bei Union Berlin war von fehlender Mentalität die Rede. Fehlt's da immer noch?
Marco Reus: Das geht mir so auf die Eier mit euch, mit eurer Mentalitätsscheiße. Ganz ehrlich!
Aber trifft es nicht genau den Punkt?
Reus: Heute? Ist das Ihr Ernst jetzt?
Michael Rummenigge hat es gerade im Studio auch noch einmal so formuliert.
Reus: Das war jetzt ein Mentalitätsproblem oder -tor? Ist das euer Ernst jetzt?
Dass man ein Spiel nicht konsequent zu Ende spielt.
Reus: Komm schon! Wir haben uns dumm angestellt auf jeden Fall beim 2:2. Aber kommt mir jetzt nicht mit eurer Mentalitätsscheiße. Jede Woche immer dieselbe Kacke!
Wo sehen Sie das Problem?
Reus: Wir ziehen es nicht bis zum Ende durch. Aber das hat nichts mit Mentalität zu tun. Das hat einfach mit einem richtigen Defensivverhalten zu tun. Dass man weiß, wenn man 2:1 hier führt, dass Frankfurt immer wiederkommen kann. Da müssen wir in den letzten fünf Minuten einfach besser dagegenhalten. Ich weiß nicht, wie das 2:2 zustande kam. Ich glaube durch einen Einwurf, wo wir uns selber in die Bredouille bringen. Das darf einfach nicht passieren. Aber kommt mir jetzt nicht mit Mentalität, bitte! Jetzt ist langsam mal gut. Okay?
Bei dem Spiel gabs 2 Probleme. Barca dachte es geht eh locker und waren quasi sauer, dass sie überhaupt antreten mussten. Und: Valverde hat einfach keinen Plan B. Wenn man 90 Minuten mit dem selben Rezept NIX reisst muss man sich halt schon fragen was da schief läuft. Gegen Dortmund ging das noch halbwegs gut, aber man hat auch da schon gesehen, dass Barca aktuell massive Probleme hat. Sowohl von der Coaching Seite als auch individuell. Aber "ganz anders" seh ich die Leistung von Dortmund jetzt auch nicht. Das war schon ziemlich fein gespielt.Granada hat die Leistung von Dienstag nun auch ganz anders aussehen lassen. Scheiß Bundesliga. Hoffentlich macht es Leipzig mal
nee, ich bleib dabei: es ist genau das. dazu gibt es auch noch keinen erkennbaren lerneffekt. dass die gerackert haben, habe ich nicht gesehen, nachdem sie in führung gingen. sie haben nicht lange aufs 2:0 gespielt sondern gedacht, dass das schon locker runterzuspielen ist. sie haben spiel und gegner nicht mehr ernt genommen und du konntest das spiel kippen sehen. die mannschaft als ganzes hat sich da nicht gegen gestemmt. sie sind noch einmal (etwas glücklich) in führung gegangen, aber auch hier: konsequent den gegner niederhalten gab es auch danach nicht. der ausgleich war nicht wirklich überraschend.Das ist aber auch kein Mentalitätsproblem.
Mentalität ist viel zu stark, es ist ja nicht so als würden die keinen Einsatz und keinen Charakter zeigen.
Die sind gelaufen und gerackert, auf das 1:0 gegangen und auf das 2:1.
Da von Mentalitätsproblem zu sprechen finde ich auch viel zu krass.
Ich kann verstehen, dass man da im Zeichen der Enttäuschung so argumentiert, aber das wird der Sache nicht wirklich gerecht imho.
Es ist natürlich bezeichnend, dass dieselben Sachen immer und immer wieder passieren.
Vielleicht wäre da ein Mentaltrainer mal angebracht.
Ja da hast du natürlich recht. War ein Bombenauftritt: vor allem von Delaney und Hummels wie von nem anderen Stern. Trotzdem war Barca wohl in den letzten 15 Jahren nicht einmal so schwach wie zur Zeit.Bei dem Spiel gabs 2 Probleme. Barca dachte es geht eh locker und waren quasi sauer, dass sie überhaupt antreten mussten. Und: Valverde hat einfach keinen Plan B. Wenn man 90 Minuten mit dem selben Rezept NIX reisst muss man sich halt schon fragen was da schief läuft. Gegen Dortmund ging das noch halbwegs gut, aber man hat auch da schon gesehen, dass Barca aktuell massive Probleme hat. Sowohl von der Coaching Seite als auch individuell. Aber "ganz anders" seh ich die Leistung von Dortmund jetzt auch nicht. Das war schon ziemlich fein gespielt.
nee, ich bleib dabei: es ist genau das. dazu gibt es auch noch keinen erkennbaren lerneffekt. dass die gerackert haben, habe ich nicht gesehen, nachdem sie in führung gingen. sie haben nicht lange aufs 2:0 gespielt sondern gedacht, dass das schon locker runterzuspielen ist. sie haben spiel und gegner nicht mehr ernt genommen und du konntest das spiel kippen sehen. die mannschaft als ganzes hat sich da nicht gegen gestemmt. sie sind noch einmal (etwas glücklich) in führung gegangen, aber auch hier: konsequent den gegner niederhalten gab es auch danach nicht. der ausgleich war nicht wirklich überraschend.
Scheiß Bundesliga. Hoffentlich macht es Leipzig mal
https://www.schwatzgelb.de/artikel/2019/unsa-senf/die-mentalitaetsscheisseVielleicht müssen sich beide Seiten erst einmal von der Vorstellung lösen, dass „Mentalität“ ein bewusster Prozess ist. Eine Denke, nach der die Kicker in der Kabine sitzen und sich sagen: „Boah, ich hab heute echt keinen Bock, aber ich muss ja auflaufen, damit die Kohle kommt“, ist ziemlich peinlicher Stammtischmist. Wer es in den Profifußball geschafft hat, hat seit der Jugend ein knallhartes Aussiebe-Verfahren durchlaufen und ein Spieler, der sich so eine Grundeinstellung leistet, wird lange vorher durchs Raster fallen. Ehrgeiz und Willen sind Grundtugenden, um es überhaupt erst einmal in die Kabine eines Bundesligavereins zu schaffen.
Und trotzdem ist der Anteil, der im Kopf entschieden wird, im Sport größer, als man annimmt. Jeder hat diese kleine Stimme im Hinterkopf, die einem einflüstert, dass es Aufgaben gibt, die zu schwer sind – aber eben auch, dass es gar keine ernsthafte Aufgabe ist. Die Stimme, die einem erklärt, dass man ja schon viel erreicht hat und man zufrieden mit dem sein kann, was man schon erreicht hat. Mentalität ist, einfach gesagt, die Fähigkeit, dieser Stimme gewaltig in den Arsch zu treten und das zu tun, was wirklich notwendig ist.
Aber nein, lieber Marco, ihr vermittelt tatsächlich nicht immer den Eindruck, dass ihr dieser Stimme genug entgegensetzt. In Köln und in Berlin habt ihr den Platz betreten und es stellte sich sehr schnell das Gefühl ein, dass ihr euch aufgrund der höheren technischen Qualität natürlich überlegen fühlt. Dabei ist Überlegenheit etwas, was man sich Spiel für Spiel immer wieder neu erarbeiten muss. Mit Anpfiff müsst ihr immer wieder neu beweisen, dass Ihr mit euren spielerischen Qualitäten den läuferisch-kämpferischen Qualitäten des Gegners den siegbringenden Faktor entgegensetzen könnt.
In Frankfurt habt ihr es ungefähr 30 Minuten lang gemacht und vielleicht sogar das Konzept von Lucien Favre sehr gut umgesetzt. Ein frühes Tor geschossen, die richtigen Laufwege gemacht, um das Spiel des Gegners aus dem gefährlichen Bereich heraus zu halten und eurerseits immer mal wieder mit schnellen Läufen über die Außen den Frankfurtern gezeigt, dass eigene Offensivbemühungen gleichzeitig eine große Gefahr darstellen. Ihr habt das Spiel kontrolliert, ohne es zu dominieren. Und vermutlich kam da die Stimme, die flüsterte, dass doch alles ganz gut läuft und man den Gegner ziemlich in der Tasche hat. Leider konnten eben nicht alle Spieler dieser Stimme widerstehen und vor allem die Offensive gefiel sich wieder mehr darin, das Bällchen mit der Hacke weiter zu leiten, statt notwendige Defensivlaufarbeit zu leisten. In der Folge verschob sich das Spielgeschehen Meter für Meter in unsere Hälfte und die relativ unglückliche Szene zum Gegentor kam nicht aus heiterem Himmel.
https://www.schwatzgelb.de/artikel/2019/unsa-senf/ihr-habt-den-schuss-nicht-gehoertBereits der Auftritt beim FC aus Köln war zunächst wenig vielversprechend, ehe der Borussia kurz vor Schluss noch der Sieg gelang. Der richtige Warnschuss folgte eine Woche später beim Bundesliga-Neuling Union Berlin. Eine verdiente Niederlage für den haushohen Favoriten. Eine kalte Dusche, ein Nackenschlag, der jeden beim BVB wachgerüttelt haben sollte. Denkste.
Wenn Union der Warnschuss war, was war das dann gestern in Frankfurt? Es wäre alles halb so wild, hätte der Auftritt gestimmt. Wäre, wäre, Fahrradkette – wie Lothar Matthäus nun sagen würde. Es ist etwas komplett Anderes, wenn du gut spielst und unglücklich den Ausgleich kassierst. Gestern aber war jedem klar, dass der Ausgleich fallen würde – außer vielleicht den Akteuren auf dem Rasen. Anders lässt sich die Spielweise nicht erklären. Eine freundliche Einladung an die Hausherren ist noch untertrieben. Und was macht ein Trainer, wenn er feststellt, dass seine Mannschaft ins Schwimmen gerät? Am besten nichts. Wäre ein Fußballspiel nicht auf 90 Minuten begrenzt, so wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch noch der Siegtreffer für die Eintracht gefallen, denn von Borussia Dortmund, einem selbsternannten Titelaspiranten, kam rein gar nichts mehr.
Jetzt fährt man mit einem Punkt nach Hause, ohne die nötige Hoffnung, dass das nur ein weiterer Ausrutscher war. Das Ergebnis ist nicht das Problem, die Art und Weise wie schon. Es fehlt der Glaube daran, dass es in den nächsten Wochen großartig anders werden wird. Täglich grüßt das Murmeltier. Man könnte meinen, die vergangene Saison hätte genug Fehler hervorgebracht, um aus ihnen zu lernen. Stattdessen wachst du auf und fabrizierst die ganze Scheiße von Neuem.
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