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BVB - der Thread über Liebe und Fußball im Pott

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Also wie man es nicht schafft mit so vielen technisch guten und schnellen Spielern nicht Konter auf Konter zu laufen ist schon interessant.

Und den einzigen macht halt dann Reus auch wieder nicht.

Über die 90 Minuten gesehen hat Dortmund für mich aber eher ein Kader bzw.Aufstellungs Problem. Reus ist auf der Position verschenkt. Der muss weiter nach vorne. Alcacer ist alleine zu statisch. Kann auch kein Ball behaupten.
Muss man halt ein offensives 4-4-2 spielen. Dann hat Frankfurt zu arbeiten. Gerade wenn man führt. So War das für Frankfurt zu locker zu verteidigen.

Schade. Aber so sehe ich Dortmund nicht als Meister.
 
mein lieber scholli erzählt reus einen blödsinn:

Nach der Blamage bei Union Berlin war von fehlender Mentalität die Rede. Fehlt's da immer noch?

Marco Reus: Das geht mir so auf die Eier mit euch, mit eurer Mentalitätsscheiße. Ganz ehrlich!

Aber trifft es nicht genau den Punkt?

Reus: Heute? Ist das Ihr Ernst jetzt?

Michael Rummenigge hat es gerade im Studio auch noch einmal so formuliert.

Reus: Das war jetzt ein Mentalitätsproblem oder -tor? Ist das euer Ernst jetzt?

Dass man ein Spiel nicht konsequent zu Ende spielt.


Reus: Komm schon! Wir haben uns dumm angestellt auf jeden Fall beim 2:2. Aber kommt mir jetzt nicht mit eurer Mentalitätsscheiße. Jede Woche immer dieselbe Kacke!

Wo sehen Sie das Problem?

Reus: Wir ziehen es nicht bis zum Ende durch. Aber das hat nichts mit Mentalität zu tun. Das hat einfach mit einem richtigen Defensivverhalten zu tun. Dass man weiß, wenn man 2:1 hier führt, dass Frankfurt immer wiederkommen kann. Da müssen wir in den letzten fünf Minuten einfach besser dagegenhalten. Ich weiß nicht, wie das 2:2 zustande kam. Ich glaube durch einen Einwurf, wo wir uns selber in die Bredouille bringen. Das darf einfach nicht passieren. Aber kommt mir jetzt nicht mit Mentalität, bitte! Jetzt ist langsam mal gut. Okay?
https://www.spox.com/de/sport/fussb...-mentalitaetsscheisse-interview-wortlaut.html

interviews direkt nach dem spiel noch auf dem rasen sind eigentlich immer quatsch. man hört eh immer die gleichen platitüden. da finde ich es gut, wenn sich mal einer luft macht und nicht immer dieses PR-geschwurbel kommt. aber das?
was sonst als mentalität ist es, wenn ich aufhöre einen gegner unter druck zu setzen, der sich zu diesem zeitpunkt nicht wirklich wehrt? was sonst als mentalität ist es, wenn ich gegen barcelona 90+x minuten gas gebe, gegen union und frankfurt aber eben nicht? 5 punkte wurden in der liga hergeschenkt. ohne not. dass du gegen barca eigentlich gewinnen müsstest: geschenkt. in dem spiel haben sie alles dafür getan und man kann ihnen keinen vorwurf daraus machen. aber in der liga?

ich habs ja gestern schon geschrieben: es ist seit jahren das gleiche. auch unter klopp gab es schon einige solcher spiele. wir schaffen es nicht konsequent die spannung hoch zu halten. da wird sich dann einlullen lassen und am ende guckt man doof, dass man auf einmal punkte liegen lässt. es ist ja schön, wenn man vor der saison ansprüche und ziele raushaut. wirklich. ich finde es gut, dass wir die meisterschaft als ziel ausgeben. das ergibt sinn und baut einen gewissen druck auf. es ist auch nicht schlimm, wenn man es nicht schafft und nicht meister wird. allerdings muss man sich dafür den arsch aufreißen und das tut man nicht. man hält sich für besser, 80% leistung reichen, vor allem wenn man schon 1:0 führt und vom gegner nix kommt. nur: dann halte ich vor der saison die schnauze.

und reus? reus weiß das, so glaube ich, ganz genau. und ich glaube auch, dass er ganz genau weiß, dass das eben ein einstellungsproblem IST. er weiß, dass er im moment selbst den ausgegebenen zielen nicht gerecht wird. und das ist dann frustrierend und endet in so einem quatsch.
 
Naja mal ganz unter uns: willst du wirklich von jemanden der seinen eigenen Namen und Geburtstag als Tatoo hat verlangen zu wissen wie man Mentalität definiert. Vielleicht hätte man einfach nahc der EInstellung fragen sollen. :D
 
Das ist aber auch kein Mentalitätsproblem.
Mentalität ist viel zu stark, es ist ja nicht so als würden die keinen Einsatz und keinen Charakter zeigen.
Die sind gelaufen und gerackert, auf das 1:0 gegangen und auf das 2:1.
Da von Mentalitätsproblem zu sprechen finde ich auch viel zu krass.
Ich kann verstehen, dass man da im Zeichen der Enttäuschung so argumentiert, aber das wird der Sache nicht wirklich gerecht imho.
Es ist natürlich bezeichnend, dass dieselben Sachen immer und immer wieder passieren.
Vielleicht wäre da ein Mentaltrainer mal angebracht.
 
Granada hat die Leistung von Dienstag nun auch ganz anders aussehen lassen. Scheiß Bundesliga. Hoffentlich macht es Leipzig mal
Bei dem Spiel gabs 2 Probleme. Barca dachte es geht eh locker und waren quasi sauer, dass sie überhaupt antreten mussten. Und: Valverde hat einfach keinen Plan B. Wenn man 90 Minuten mit dem selben Rezept NIX reisst muss man sich halt schon fragen was da schief läuft. Gegen Dortmund ging das noch halbwegs gut, aber man hat auch da schon gesehen, dass Barca aktuell massive Probleme hat. Sowohl von der Coaching Seite als auch individuell. Aber "ganz anders" seh ich die Leistung von Dortmund jetzt auch nicht. Das war schon ziemlich fein gespielt.
 
Das ist aber auch kein Mentalitätsproblem.
Mentalität ist viel zu stark, es ist ja nicht so als würden die keinen Einsatz und keinen Charakter zeigen.
Die sind gelaufen und gerackert, auf das 1:0 gegangen und auf das 2:1.
Da von Mentalitätsproblem zu sprechen finde ich auch viel zu krass.
Ich kann verstehen, dass man da im Zeichen der Enttäuschung so argumentiert, aber das wird der Sache nicht wirklich gerecht imho.
Es ist natürlich bezeichnend, dass dieselben Sachen immer und immer wieder passieren.
Vielleicht wäre da ein Mentaltrainer mal angebracht.
nee, ich bleib dabei: es ist genau das. dazu gibt es auch noch keinen erkennbaren lerneffekt. dass die gerackert haben, habe ich nicht gesehen, nachdem sie in führung gingen. sie haben nicht lange aufs 2:0 gespielt sondern gedacht, dass das schon locker runterzuspielen ist. sie haben spiel und gegner nicht mehr ernt genommen und du konntest das spiel kippen sehen. die mannschaft als ganzes hat sich da nicht gegen gestemmt. sie sind noch einmal (etwas glücklich) in führung gegangen, aber auch hier: konsequent den gegner niederhalten gab es auch danach nicht. der ausgleich war nicht wirklich überraschend.
 
Bei dem Spiel gabs 2 Probleme. Barca dachte es geht eh locker und waren quasi sauer, dass sie überhaupt antreten mussten. Und: Valverde hat einfach keinen Plan B. Wenn man 90 Minuten mit dem selben Rezept NIX reisst muss man sich halt schon fragen was da schief läuft. Gegen Dortmund ging das noch halbwegs gut, aber man hat auch da schon gesehen, dass Barca aktuell massive Probleme hat. Sowohl von der Coaching Seite als auch individuell. Aber "ganz anders" seh ich die Leistung von Dortmund jetzt auch nicht. Das war schon ziemlich fein gespielt.
Ja da hast du natürlich recht. War ein Bombenauftritt: vor allem von Delaney und Hummels wie von nem anderen Stern. Trotzdem war Barca wohl in den letzten 15 Jahren nicht einmal so schwach wie zur Zeit.
 
nee, ich bleib dabei: es ist genau das. dazu gibt es auch noch keinen erkennbaren lerneffekt. dass die gerackert haben, habe ich nicht gesehen, nachdem sie in führung gingen. sie haben nicht lange aufs 2:0 gespielt sondern gedacht, dass das schon locker runterzuspielen ist. sie haben spiel und gegner nicht mehr ernt genommen und du konntest das spiel kippen sehen. die mannschaft als ganzes hat sich da nicht gegen gestemmt. sie sind noch einmal (etwas glücklich) in führung gegangen, aber auch hier: konsequent den gegner niederhalten gab es auch danach nicht. der ausgleich war nicht wirklich überraschend.

Des ist mir zu einfach.
Es gibt auch noch einen Gegner der mitspielt.
In deinen Augen hat der BVB nicht weiter nach vorne gespielt. Man kann aber auch sagen, Frankfurt hat nach dem Tor mehr nach vorne getan.

Oder andersrum ausgedrückt:
Hätte bvb in deinen Augen weiter nach vorne gespielt und tatsächlich das 2:0 geschossen, würde in einem Frankfurt-Forum geschrieben stehen:“ man warum stehen die weiter so defensiv. Sollen mal jetzt nach vorne spielen!“

Weißt was ich meine ;)
 
Reus hat schon recht mmn...das ist frankfurt, auswärts. Die sind klasse die letzten jahre. Da jetzt von fehlender Mentalität zu sprechen...

Mir gehen die reporter heutzutage eh auf den senkel, da sind echt richtige pisser dabei.

Ein sieg wäre ja auch verdient gewesen, das Unentschieden ist es ebenso.
 
och bitte. frankfurt war am boden. die waren noch müde von der EL und hatten im grunde keine chance. macht dortmund das 2:0 ist da feierabend. das haben sie aber nicht. im gegenteil, sie haben vor sich hingestümpert und den gegner damit wieder stark gemacht.
man muss sie jetzt nicht noch in schutz nehmen.
 
schwatzgelb.de stellt das in deren kolumnen imo gut dar:
Vielleicht müssen sich beide Seiten erst einmal von der Vorstellung lösen, dass „Mentalität“ ein bewusster Prozess ist. Eine Denke, nach der die Kicker in der Kabine sitzen und sich sagen: „Boah, ich hab heute echt keinen Bock, aber ich muss ja auflaufen, damit die Kohle kommt“, ist ziemlich peinlicher Stammtischmist. Wer es in den Profifußball geschafft hat, hat seit der Jugend ein knallhartes Aussiebe-Verfahren durchlaufen und ein Spieler, der sich so eine Grundeinstellung leistet, wird lange vorher durchs Raster fallen. Ehrgeiz und Willen sind Grundtugenden, um es überhaupt erst einmal in die Kabine eines Bundesligavereins zu schaffen.

Und trotzdem ist der Anteil, der im Kopf entschieden wird, im Sport größer, als man annimmt. Jeder hat diese kleine Stimme im Hinterkopf, die einem einflüstert, dass es Aufgaben gibt, die zu schwer sind – aber eben auch, dass es gar keine ernsthafte Aufgabe ist. Die Stimme, die einem erklärt, dass man ja schon viel erreicht hat und man zufrieden mit dem sein kann, was man schon erreicht hat. Mentalität ist, einfach gesagt, die Fähigkeit, dieser Stimme gewaltig in den Arsch zu treten und das zu tun, was wirklich notwendig ist.

Aber nein, lieber Marco, ihr vermittelt tatsächlich nicht immer den Eindruck, dass ihr dieser Stimme genug entgegensetzt. In Köln und in Berlin habt ihr den Platz betreten und es stellte sich sehr schnell das Gefühl ein, dass ihr euch aufgrund der höheren technischen Qualität natürlich überlegen fühlt. Dabei ist Überlegenheit etwas, was man sich Spiel für Spiel immer wieder neu erarbeiten muss. Mit Anpfiff müsst ihr immer wieder neu beweisen, dass Ihr mit euren spielerischen Qualitäten den läuferisch-kämpferischen Qualitäten des Gegners den siegbringenden Faktor entgegensetzen könnt.

In Frankfurt habt ihr es ungefähr 30 Minuten lang gemacht und vielleicht sogar das Konzept von Lucien Favre sehr gut umgesetzt. Ein frühes Tor geschossen, die richtigen Laufwege gemacht, um das Spiel des Gegners aus dem gefährlichen Bereich heraus zu halten und eurerseits immer mal wieder mit schnellen Läufen über die Außen den Frankfurtern gezeigt, dass eigene Offensivbemühungen gleichzeitig eine große Gefahr darstellen. Ihr habt das Spiel kontrolliert, ohne es zu dominieren. Und vermutlich kam da die Stimme, die flüsterte, dass doch alles ganz gut läuft und man den Gegner ziemlich in der Tasche hat. Leider konnten eben nicht alle Spieler dieser Stimme widerstehen und vor allem die Offensive gefiel sich wieder mehr darin, das Bällchen mit der Hacke weiter zu leiten, statt notwendige Defensivlaufarbeit zu leisten. In der Folge verschob sich das Spielgeschehen Meter für Meter in unsere Hälfte und die relativ unglückliche Szene zum Gegentor kam nicht aus heiterem Himmel.
https://www.schwatzgelb.de/artikel/2019/unsa-senf/die-mentalitaetsscheisse

und

Bereits der Auftritt beim FC aus Köln war zunächst wenig vielversprechend, ehe der Borussia kurz vor Schluss noch der Sieg gelang. Der richtige Warnschuss folgte eine Woche später beim Bundesliga-Neuling Union Berlin. Eine verdiente Niederlage für den haushohen Favoriten. Eine kalte Dusche, ein Nackenschlag, der jeden beim BVB wachgerüttelt haben sollte. Denkste.

Wenn Union der Warnschuss war, was war das dann gestern in Frankfurt? Es wäre alles halb so wild, hätte der Auftritt gestimmt. Wäre, wäre, Fahrradkette – wie Lothar Matthäus nun sagen würde. Es ist etwas komplett Anderes, wenn du gut spielst und unglücklich den Ausgleich kassierst. Gestern aber war jedem klar, dass der Ausgleich fallen würde – außer vielleicht den Akteuren auf dem Rasen. Anders lässt sich die Spielweise nicht erklären. Eine freundliche Einladung an die Hausherren ist noch untertrieben. Und was macht ein Trainer, wenn er feststellt, dass seine Mannschaft ins Schwimmen gerät? Am besten nichts. Wäre ein Fußballspiel nicht auf 90 Minuten begrenzt, so wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch noch der Siegtreffer für die Eintracht gefallen, denn von Borussia Dortmund, einem selbsternannten Titelaspiranten, kam rein gar nichts mehr.

Jetzt fährt man mit einem Punkt nach Hause, ohne die nötige Hoffnung, dass das nur ein weiterer Ausrutscher war. Das Ergebnis ist nicht das Problem, die Art und Weise wie schon. Es fehlt der Glaube daran, dass es in den nächsten Wochen großartig anders werden wird. Täglich grüßt das Murmeltier. Man könnte meinen, die vergangene Saison hätte genug Fehler hervorgebracht, um aus ihnen zu lernen. Stattdessen wachst du auf und fabrizierst die ganze Scheiße von Neuem.
https://www.schwatzgelb.de/artikel/2019/unsa-senf/ihr-habt-den-schuss-nicht-gehoert
 
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