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Bundestagswahl 2025 - Wahlkampf, Trends, Umfragen, Meinungen

Was wählt ihr?

  • CDU/CSU

    Stimmen: 16 16,3%
  • SPD

    Stimmen: 7 7,1%
  • Grüne

    Stimmen: 39 39,8%
  • FDP

    Stimmen: 2 2,0%
  • DIE LINKE

    Stimmen: 4 4,1%
  • AfD

    Stimmen: 15 15,3%
  • FW

    Stimmen: 1 1,0%
  • BSW

    Stimmen: 0 0,0%
  • Sonstige

    Stimmen: 11 11,2%
  • Ich wähle nicht

    Stimmen: 3 3,1%

  • Umfrageteilnehmer
    98

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Dass nicht alles alleine auf die jetzige Regierung zurückzuführen ist korrekt.
Die große Koalition hat in einigen Sachen nicht die richtigen Weichen gestellt, manches davon war aber auch so evtl nicht abzusehen wie es sich jetzt alles entwickelt hat.
Und dann aber jetzt zu sagen SPD und Grüne wollten ja, aber die FDP hat alles blockiert, darüber haben wir ja schon gesprochen, das ist mir zu billig.
Das ziehst du nicht 3 Jahre durch ohne da irgendwie einzuschreiten und was zu unternehmen. Und wenn doch, dann ist es eben auch ein großes Versagen da nicht vorher schon eingegriffen zu haben.
 
Diese Sache zeigt aber auch, weshalb ich mich so gegen dieses ewige Definieren - wer ist was - wehre. Es ist bestenfalls nicht zielführend, schlimmstenfalls gefährlich.

Wir verstehen ja links/rechts zumeist in dem verkürzten Kontext Progressiv vs. Konservativ, pro Migration vs. kontra Migration, Individualität vs. Konformität, freie Entfaltung vs. Tradition und so weiter.

Unter streng wirtschaftlichen Aspekten gibt es aber eben auch die Aufteilung: Links = Maximaler Staat, der viele bis alle Bereiche der Gesellschaft steuert vs. rechts = Minimalstaat, Markt regelt. Und isoliert durch diese Brille betrachtet war Hitler natürlich links. Nur ist es einfach verrückt, einen Diktator, der 50. Mio Menschen auf dem Gewissen hat, auf seine Wirtschaftspolitik zu verkürzen, die für ihn nur ein Nebenkriegsschauplatz (höhö) und Mittel zum Kriegszweck war.

Aber ich beobachte bereits, dass es verfängt, so wie viele Narrative aus der rechten Ecke in den letzten Jahren so sehr verfangen haben, bis sogar linke politische Kräfte wie die SPD und die Grünen sie aufgreifen (Stichwort Migration). Ich befürchte schon, dass Hitler in 5 Jahren für einen guten Teil der Deutschen ein Linksradikaler sein wird ...
Das glaube ich gar nicht unbedingt. Und links ist zumindest für mich auch teilweise weder progressiv, noch pro Individualität oder freier Entfaltung. Die Definitionen haben sich im Laufe der Zeit verändert, gehen teilweise sogar verschwommen ineinander über und werden derzeit nach undifferenziertem Belieben den Gruppen/Meinungen platt zugeschrieben. Denkt man an die heutigen Extremformen des "Linksseins" hat das mit Fortschritt auch herzlich wenig zu tun. Breche ich das z. B. mal herunter auf den "technischen" Fortschritt, so kann sich dieser zumindest im heutigen Miteinander und Egoismus der Menschen nur in einem vollkommen freien Markt entwickeln. Das ist also alles nicht so einfach.

Den nationalsozialistischen ideologischen Nährboden hingegen verorte ich weder weit links noch weit rechts. Sie hatte von beidem etwas, und wohl nicht unbedingt das Beste. Entscheidend jedoch war die Tiefe des Nationalsozialismus in seiner rassistischen und antisemitischen Ausprägung, die den überlegenen Herrenmenschen über alles gestellt hat. Das war eine tief verwurzelte und gewalttätige Ideologie voller Hass, die weit über über die Definition eines heutigen politischen Handelns/Profils hinausgegangen ist. Daher kritisiere ich auch den inflationären Gebrauch der Bezeichnung "Nazi", weil ich kaum einen Menschen, selbst in der AfD, in eine Schablone des Nationalsozialismus stecken möchte. Die gibt es, sind aber m. E. viel seltener als die, die so bezeichnet werden.

Die Probleme in unserer Weltgesellschaft sind übrigens heutzutage so vielfältig, dass sie m. E. nach derzeitigem Verständnis "linker" wie auch "rechter" Lösungen bedürfen. Eine Art Handreichung findet derzeit aber nicht annähernd statt, so dass wir dort stehen bleiben, wo wir jetzt sind und uns vielleicht sogar weiter voneinander entfernen. Und wenn mittlerweile 20% der Menschen der Meinung sind, dass die AfD unsere Probleme lösen kann, dann macht ein Verbot oder die derzeit stattfindende Ächtung m. E. alles nur noch schlimmer - da kann ich noch so sehr hochintellektuell durch die Gegend schwafeln, dass man mit Rechtsextremen keine Kompromisse macht. Wer nicht verstanden hat, dass diese Chance schon vorübergezogen ist, dem ist nicht mehr zu helfen - ein Blick ins Nachbarland genügt.

Was jetzt m. E. bleibt, ist der Kampf auf der Bühne der Politik und ständige Zurschaustellung der absoluten Inkompetenz, was nicht so schwer fallen sollte.
 
Richtig und imo ist das meiste in den letzten 20 Jahren an der Lahmarschigkeit der CDU bzw GroKo und die letzten 3 Jahre an der Schuldenbremse gescheitert, denn dafür brauch man Geld und Grüne sowie SPD waren willig etwas zu tun. Mit der CDU geht jetzt alles wieder rückwärts.

Das geht noch viel weiter zurück. In den Kohl Jahren war beim Koalitionspartner FDP u.a. "Bürokratieabbau" DAS Thema! Passiert ist aber gar nichts!

Und Kohl selbst galt damals übrigens schon als DER "Aussitz" - Kanzler!
 
Schön, dass die Grünen zulegen, aber mein Gott, wie kann die AfD, vorallem nach der Shitshow gestern soviel zulegen...es ist zum Mäusemelken.

Vielleicht ist es wirklich der Drang von vielen ein Leben wie Familie Ritter führen zu wollen. Frag die Italiener. Die sind momentan alle überglücklich mit dieser Situation. Und die Franzosen schauen schon ganz neidisch auf unsere europäischen Nachbarn. Das Leben in Deutschland wird für die arbeitende Mittelschicht sowas von zum Desaster werden. Die meisten die ein Kreuzchen bei der AfD erwägen, werden wahrscheinlich dann nicht damit warten können, es 2029 dort voller Stolz und Zuversicht setzen zu dürfen. Wenn sie überhaupt noch so lange durchhalten, denn die Realität ist ja doch eine andere, als die von der AfD propagierte. Aber spätestens dann, dürfte jeder Bürger die Unfähigkeit einer Partei zu spüren bekommen, die aus Protest gewählt wird und sich in der Moderne nicht zurechtfindet.

Viel Glück Deutschland! Ich hoffe echt, dass ihr die FDP für das absichtliche Eigentor vom Platz nehmt. Es stehen knüppelharte Jahre an, wenn Deutschland glaubt mit der AfD an große Erfolge anknüpfen zu können. Wem das Eigentor der FDP noch nicht genug war, der bekommt dann endgültig mit den selbsternannten Experten aus dem Osten den Rest - wenn die Natur sich nicht vorher noch dazu entscheidet, der AfD den Pokal zu stehlen.

Mit Mäusemelken alleine ist das nicht getan fürchte ich.
 
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