Wie so viele habe ich auch gedacht, dass für Dortmund die ersten drei spiele richtungsweisend werden. Daher, nach der langen Winterpause, umso erschreckender gestern der Auftritt. Scheinbar konnte man den mentalen Reset-Knopf nicht drücken. Aber das stellt man sich wohl auch leichter vor, als es ist. Ich kenne viele Dortmund fans und fand es schon erstaunlich, dass da einige im Winter noch rumgetönt haben, dass man es noch in die CL schaffe. Genau so eine Denkweise kann der entscheidende Nachteil im Abstiegskampf sein. Spätestens jetzt sollten aber auch die letzten verstanden haben, worum es nur gehen kann.
Ich glaube allerdings auch nicht, dass jemand in der Mannschaft so verblendet ist. Denen ist die Situation schon allen sehr bewusst, aber manche können damit besser umgehen als andere.
Man darf jetzt aber auch nicht in Panik und Fatalismus verfallen. Ganz nüchtern betrachtet ist man mit einem Sieg schon weg von den miesen Plätzen. Und auch wenn es ein schwacher Trost ist: Mit Paderborn, Hertha, und Stuttgart sind noch weitere Mannschaften da unten, die mental in einer ähnlichen Verfassung sind. Dazu kommen noch 2-3 Mannschaften, die ebenfalls unten drin bleiben werden. Das sollte man sich vor Augen halten in der momentanen Situation. Und daher kann es auch nur weiter eine Devise geben unter den Fans: Vollen Support und jede Form von negativer Stimmung im Stadion unterdrücken. Bei aller Frustration, Verzweiflung in Enttäuschung, die sicher berechtigt sind, muss man verhindern, dass die typischen Abstiegssymptome aufkommen, wie z.B. Pfiffe, "Wir wollen euch kämpfen sehen" etc.