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Ryuu schrieb:Sehr gut gemacht von Schalke.
Schuldenabbau ist sowieso überbewertet.
snej1893 schrieb:Tja, manche Vereine müssen unter solchen Umständen dann halt auf einen Transfer verzichten, bei anderen ruft man kurz Papi mit der dicken Kreditkarte an.
Zunächst stellte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser klar, dass "Michael Ballack sicherlich ein sehr außergewöhnlicher Transfer" sei. Außergewöhnlich vor allem auch deshalb, weil der Deal "nicht aus eigenen Mitteln finanziert" werden konnte, sondern dass dies nur mit dem Mutterkonzern gehen konnte. "Deshalb haben wir schon sehr früh Kontakt mit der Bayer 04 AG aufgenommen, um einen Transfer zu realisieren, wenn Michael Ballack auf den Markt kommt", so Holzhäuser über die ersten Schritte des Transfers.
kicker.de
Ballack ist doch ablösefrei, wenn ichs richtig im Kopf hab. Klar, das Gehalt wird recht heftig sein, aber damit ist er doch letztlich über die zwei Jahre gerechnet nicht teurer, als nen Spieler der 4, 5 Mio. Ablöse kostet (= ein Jahresgehalt von Ballack grob übern Daumen?) und nen mittelmäßiges Gehalt bekommt.Steffko schrieb:Inkl. Handgeld?
Ich war diese Woche in der BayArena auf einer beruflichen Fortbildung und da hat u.a. Wolfgang Holzhäuser einen Vortrag gehalten. Thema: "Controlling und Finanzierung eines Bundesligavereins am Beispiel von Bayer 04 Leverkusen". Wirklich Neues hat er zwar nicht erzählt, aber einiges Erhellendes doch. Mich hat am meisten erstaunt, dass er zwar nicht explizit, aber doch eindeutig eingeräumt hat, dass Bayer Leverkusen mit einer Sonderstellung in der Liga ausgestattet ist und damit Wettbewerbsverzerrung betreibt. Das hat er nicht wörtlich gesagt, aber inhaltlich ungeschminkt, auch wenn er mehrmals versuchte dies zu relativieren, indem er auf seine altbekannte Masche zurückfiel, dass die anderen Vereine ja Stadien von der öffentlichen Hand finanziert bekommen hätten. GÄÄHN! Amateurhaft für einen Finanzfachmann, denn die Mietzahlungen zu unterschlagen, ist schon mal mehr als unredlich.
Hier ein paar Aussagen von ihm in Schlagzeilen.
- Bayer 04 Leverkusen erhält 25 Mio. EUR jährlich von der Bayer AG als sog. "Werbebeitrag".
- Zusammen mit TeldaFax erhält Bayer 04 Leverkusen damit um die 40 Mio. EUR jährlich an fixen Sponsorengeldern
- Der Werbewert der Fussball-GmbH für die Bayer AG betrug allein für das zweite Halbjahr 2009 138 Mio. EUR (!)
- Daraus leitet Holzhäuser die Berechtigung ab, ja im Grunde ein Vielfaches der 25 Mio. EUR vom Konzern einfordern zu können
- Er hat ausserdem eingeräumt, dass Bayer Leverkusen der einzige Verein sei, der das Logo des Sponsors im Logo des Vereins tragen dürfe und eben auch im Vereinsnamen integrieren dürfe.
Nur so sei auch dieser hohe Werbewert zu erzielen. Holzhäuser hat eindeutig erklärt, dass Bayer 04 eine Werbemaßnahme des Konzerns ist und diese der einzige Zweck des Vereins Bayer Leverkusen sei (explizit!).
Das habe ich zwar alles schon gewusst, aber in dieser Offenheit von Holzhäuser öffentlich ausgesprochen, war mir neu.
Wenn Bayer nun Ballack nebenher bezahlt, sind die 15 zusätzlichen Millionen also zehn- bis zwanzigfach durch den Werbewert der Bayer 04 Fussball GmbH gedeckt. PS: Der Umbau des Stadions hat übrigens die 100 Mio. EUR-Grenze überschritten, auch das hat Holzhäuser eingeräumt. Ich kann mich nicht erinnern, dass die Stadt Köln 100 Mio. EUR investiert hätte, um das geschaffene Wirtschaftsgut dann unentgeltlich dem 1.FC Köln zur völlig eigenständigen Vermarktung zu überlassen.
Bayer Leverkusen ist ein Geschwür, das dem puren Selbstzweck eines Chemiekonzerns dient und dabei vielleicht 30.000 Zuschauer erfreut, dafür aber Millionen von Fussballfans in Deutschland mindestens belästigt. Schade, dass sich soviele fähige Leute dafür hergeben, diesem Geschwür ihre Kompetenz zur Verfügung zu stellen, denn dass dort auch ohne Titelgewinne gute Arbeit geleistet wird und auch viele Dinge seit Jahrzehnten in Vorreiterrolle vorangetrieben worden sind, streite ich nicht ab. Aber die Grundlage dieser Arbeit ist eben Wettbewerbsverzerrung und das kann man nicht oft genug anprangern.
Muuhh schrieb:so lange sie mehr einnehmen als sie ausgeben macht er doch alles richtig
Sami Khedira steht kurz vor einem Wechsel zu Real Madrid. Das berichtet die für gewöhnlich gut unterrichtete Madrider Sportzeitung "Marca".
Der deutsche Nationalspieler soll am Mittwoch bereits in Madrid gewesen und von Reals neuem Trainer Jose Mourinho in einem persönlichen Gespräch vom Wechsel überzeugt worden sein.
Als Ablösesumme nennt das Blatt zehn Millionen Euro. Khedira soll bereits am Donnerstag in Madrid vorgestellt werden. Der Vertrag des 23-Jährigen in Stuttgart läuft noch bis zum 30. Juni 2011.
Wie die "Marca" berichtet, soll Khedira perfekt ins Anforderungsprofil für einen Mittelfeldspieler von Mourinho passen. Der Coach soll einen Spieler suchen, der sowohl offensiv wie auch defensiv einsetzbar, taktisch gut ausgebildet, zweikampf- und spielstark ist.
Khedira würde alle Anforderungen erfüllen, wie er bei der WM, als er in allen sieben Spielen in der Startelf stand, eindrucksvoll unter Beweis stellte.


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