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REVIEW Bulletstorm [Review]

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Die Kampagne von Bulletstorm fängt denkbar mies an. Unsympathische Charaktere, viele Schicksalsschläge von Kameraden, die man keine Minute kennt, generische Umgebung, eine frühe Rückblende zur völligen Verwirrung und das Fehlen von Killshots und Peitsche, all das macht die ersten 30 Minuten zu einer ziemlichen belanglosen Ballerei, die sich kaum von allen anderen 08/15 Shootern da draußen unterscheidet. Von dem Moment an allerdings, als ihr die Peitsche erhaltet, beginnt eine Kampagne, die in ihrer Qualität am besten als FirstPersonPendant zu Vanquish zu bezeichnen ist.

Vielleicht sollte man nicht immer alles ungefragt lassen?

Die Story dreht sich um Luftpirat Grayson Hunt. Nachdem er und seine Posse festgestellt haben, dass ihr Chef, General Serrano, sie hat Unschuldige töten lassen, wollen er und seine Crew Rache. Der erste Versuch geht schief und er landet samt Kind und Kegel auf dem Planeten Stygia not. Glück im Unglück, auch Chefe verschlägt es auf den schönen Planeten. Pech: Von der Crew überlebt nur einer und das auch nur halb. Halb? Ja, das erklärt sich im Spiel und macht eine der interessanteren Wendungen aus. Grayson fühlt sich schuldig (zu Recht) und versucht nun, mit seinem Kumpel von dem Planeten zu fliehen und wenn noch Zeit ist, vielleicht den General zu meucheln.

Was anfangs noch recht ernst wirkt, entpuppt sich mit zunehmender Spielzeit immer mehr als lockerer Spaßvertreter des Genres, der bis an die Grenzen der Parodie geht. Das Skript ist so über alle Maßen lächerlich, dass es nur noch Absicht gewesen sein kann. Der Antagonist Serrano würde jeden Samstag-vormittag-Cartoon Bösewicht beschämen, so lächerlich „böse“ ist er, die Charaktere fluchen wie GangstaRapper, haben Spaß wie kleine Kinder, wenn sie töten und machen sich teilweise ungeniert über Shooterklischees lustig. Wenn euer Kollege anfängt, eine Apparatur der Gegner zu erklären, unterbricht ihn unser Held mit den Worten: „Alles, was du sagen musst, ist: Schieß auf den Tank auf dem Rücken!“

Ist der Typ echt?

Der ganze Grundton des Spiels ist karikiert unreif und präpubertär, was dazu führt, dass selbst einige der ältesten Witze und Klischees einfach zünden. Eine Stelle blieb mir besonders in Erinnerung, weil ich Tränen lachend vor dem Fernseher gesessen habe. Dabei war der Witz nicht mal besonders gut, eher ein typischer comic-relief Effekt, wie man ihn seit hundert Jahren kennt, aber das Timing war einfach perfekt. Dazu kommen im späteren Spielverlauf einige sagenhaft sadistische Wortgefechte mit unserem Cartoon-Obermotz, die die Grenze des guten Geschmackes nicht einmal mehr im Rückspiegel sehen können. Mit dem Wort dick ließe sich an dieser Stelle auch ein nettes Trinkspiel gestalten, welches den Spieler schneller betrunken macht als Grayson Hunt durch seine aufgefundenen Flaschen. Nicht viele Spiele können von sich behaupten, sie seien witzig, diejenigen, die es sein wollen (Eat Lead) häufig am wenigsten. Bulletstorm ist ein Brüller.

Vanquish auf Speed

Ich habe das Gameplay als FPS Pendant zu Vanquish bezeichnet und das beschreibt das Ganze auch schon ganz gut. Auffällig ist vom Start weg die hohe Geschwindigkeit, die die Charaktere an den Tag legen. Bereits die Laufgeschwindigkeit ist enorm hoch, Grayson fühlt sich federleicht an und fliegt nur so über den Screen. Im Sprint legt er noch mal einen Zahn zu und der durch Doppeldruck der Sprinttaste ausführbare Slide erreicht locker den Speed von Sam Gideons Anzug. Zielen und Feuern erfolgt gleichsam schnell und extrem präzise. Wer will, kann zwei Zielhilfen aktivieren (bzw. aktiviert lassen, da das Game diese per default einstellt), diese sind aber nicht notwendig.

Ausgerüstet ist Grayson mit bis zu drei Waffen, von denen einige dem Standardrepertoire angehören (Assaultrifle, Shotgun, Revolver) und andere etwas ausgefallener sind (Granatflail). Alle Waffen haben eine eigene Persönlichkeit und teils absurde sekundäre Chargefunktionen, die hervorragende Effekte bei den Gegnern erzielen. Die Assaultrifle feuert hundert Schuss gleichzeitig und hinterlässt nur das nackte Skelett während der Revolver eine Rakete abfeuert, die explodiert und eine ganze Gruppe in Flammen aufgehen lassen kann. Etwas seltsam verhält sich die Sniperrifle. Hier müsst ihr immer der Kugel per Kamera folgen, wie sich in Zeitlupe dem Ziel nähert und dann wenige Meter vor dem Ziel per Analogstick die Kugel in Ziel manövrieren. So cool es auch aussieht, wenige Meter vor dem Ziel kann man einer Kugel aus einem Scharfschützengewehr nicht mehr ausweichen. Die Mechanik wirkt etwas deplatziert, da sie zuviel Tempo aus dem Spiel nimmt. Etwas enttäuschend ist nur die geringe Auswahl an Waffen, aber lieber nur eine kleine Auswahl individueller Geräte als ein Haufen Einheitszeug.

Wer will, kann damit jetzt durch die sehr gradlinigen Schlauchlevel rennen und los ballern. Damit kommt er durchaus ein paar Meter weiter, aber früher oder später bemerkt er, dass er am Spiel vorbei spielt. Hier kommen nun die sogenannten Skillshots in Spiel.

Tut mir leid, Gefreiter Wux, aber Sie haben beim Kaktustritt und beim Eierschuss versagt! Das müssen Sie wiederholen!

Bulletstorm macht durchaus einen ganz brauchbaren Job darin, plausibel die Skillshots in die Story zu integrieren, immer der internen Logik folgend freilich. Ohne zu spoilern handelt es sich um eine Art Evaluationstechnik des Militärs, um die besten Soldaten zu finden. Prinzipiell ist es eure Aufgabe, eure Feinde so spektakulär und innovativ wie möglich zu töten. Zieht sie mit eurer Peitsche in Dornen oder tretet sie den Abgrund hinab, wickelt eine Granate um einen, tretet ihn in seine Kollegen und drückt dann den Auslöser, schießt den armen Hunden die Klöten weg und erlöst sie durch einen Kopfschuss oder kickt einem Riesen in den Hintern, entblößt sein Hinterteil und jagt ihm dann eine Kugel durch den Enddarm. Kreativität und Geschmacklosigkeit kennen hier keine Grenzen. Je mehr ihr entdeckt und kombiniert, desto mehr Skillpunkte fahrt ihr ein. Die Namen sind zwar verschlüsselt, aber in einem Menü seht ihr dankenswerterweise die Aufgaben und Voraussetzungen für jeden Kill, die teils Waffen-, teils Gegner abhängig sind. Einige der Aufgaben sind durchaus diffizil und erfordern gutes Timing, sowie den richtigen Gegner am richtigen Ort. Teilweise ist man regelrecht gewillt, Risiken einzugehen, nur um den benötigten Skillkill zu erzielen, obwohl man den Gegner längst besiegt haben könnte.

Diese Punkte dienen nicht nur dem üblichen virtuellen Schwanzvergleich, sondern auch als Währung und an dieser Stelle kommt nun auch derjenige in Probleme, der die Skillshots zu Gunsten üblicher Headshots ignoriert hatte. Bulletstorm ist erstaunlich geizig mit Munition. Auf kurz oder lang sitzt man mit regulärer Spielweise auf dem Trockenen, weil die Gegner viel einstecken, aber nur wenig Munition hinterlassen. Dafür gibt es aber Stationen an allen Ecken und Enden, an denen Grayson sich ausrüsten kann, gegen entsprechende Punkte versteht sich. Nur derjenige, welcher entsprechend Punkte sammelt, kann sich ausreichend mit Munition und Upgrades versorgen.

Die Einbindung der arcade-mäßigen Skillshots gleichermaßen sinnvoll in die Story und das Kerngameplay ist einer der größten Erfolge der Entwickler und war in dieser Form nicht zu erwarten.

Oh, das MUSS weh getan haben. Gleich nochmal!

Nicht, dass es soviel Motivation für die Nutzung der Skillshots bedurft hätte. Ein Kopfschuss ist einfach langweilig im Vergleich zu einem Eier- oder Arsch-schuss (schwer auszusprechen!). Kettenreaktionen lösen naturgemäß die größte Befriedigung aus, aber auch das schnelle Sliden von Gegner zu Gegner, um diese im Anschluss mit der Shotgun an die Wand zu nageln, löst Freudengefühle aus. Spätere Gegner lassen sich nicht ohne Weiteres mit der Peitsche an Land ziehen, aber wer hier schnell ist, kann sie dank der vielen Trefferzonen mit einem guten Schuss ins Knie erst mal lahm legen und sie verwundbar machen für weitere Kombos. Der Tiefe des Spiels tut dies nur gut. Als weitere Gruppe werden Mutierte vorgestellt, die zwar nur auf Nahkampf ausgerichtet sind, aber nur an bestimmten leuchtenden Punkten ihrer Körper verwundbar sind. Abgesehen davon, wie „videogamey“ diese Art Gegner sind, machen die menschlicheren Gegner einfach mehr Spaß. Ähnlich wie die Sturmtruppen in The Force Unleashed oder die Soldaten aus Dark Sector, am schönsten sterben halt immer noch schreiende, blutende Menschen, die sich nicht groß wehren können. Positiv ist aber anzumerken, dass Bulletstorm keine Gegner ersetzt, sondern einfach neue hinzufügt. Die bisher vorgestellten Gangs bleiben bestehen und Feinde greifen nun zu mehreren an. Teilweise bekämpfen sich die verschiedenen Gruppierungen sogar unter sich, was noch mehr Taktik und Abwechslung ins Spiel bringt.

Da Bulletstorm auf das besonders spektakuläre Töten der Gegner ausgelegt ist, ist die Gesundheit Graysons etwas höher als in Shootern üblich. Mr. Hunt kann durchaus einige Sekunden im offenen Kugelhagel stehen und erholt sich auch extrem schnell. Dies hält das Tempo hoch, jeweils bezogen auf den normalen Schwierigkeitsgrad. Dieses ist der voreingestellt und stellt die Mitte zwischen insgesamt fünf verschiedenen Schwierigkeitsgraden dar, wobei der letzte schon vom Ansatz her nur für diejenigen gedacht ist, die das Spiel schon kennen. Ein Großteil der Gegner ist daher auch eher als Kanonenfutter zu bezeichnen, wobei allerdings spätere Gangs durchaus gefährlich werden können. Gleiches gilt für Minibosse, die mit ihren schweren Waffen hohen Schaden verursachen können.

Bist du nur Zierde oder willst du auch mal was töten?

Während der Kampagne seid ihr immer mit mindestens einem Teamkollegen unterwegs. Die Entscheidung macht Sinn, soweit es die Story betrifft, fügt sich aber nicht immer perfekt ins Spiel ein. Eure Kollegen sind nicht übermäßig effektiv, können euch aber durchaus den einen oder anderen Skillkill ruinieren. Wenn mal Teamwork gefragt ist, leisten eure Kameraden auch nicht mehr als gemeinsam drauf zu halten. Ablenkungsmanöver oder Flankieren, Fehlanzeige.

Was auf Trailern oder in kurzen Demos aussieht wie ein Spiel, das nur für kurze Highscore-Jagden ausgelegt ist, überzeugt mit einer der besten SinglePlayer Kampagnen, die ich je in einem FirstPersonShooter gesehen habe. Die in verschiedene (sieben) Akte unterteilten Level sind extrem abwechslungsreich, vollgestopft mit Setpieces, Highlights, Bossen, atemberaubenden Stuntszenen und einem immer weiter ansteigenden Tempo. Nach dem etwas lahmen Einstieg tritt das Spiel aufs Gas und schaltet in jedem Kapitel einen Gang hoch. Spätestens auf dem Damm hat es mich aus dem Sessel gerissen. Das Pacing gehört definitiv zu den besten des Genres und muss Vergleichen mit Spielen wie Call of Duty keinesfalls scheuen. Im Gegenteil, während Call of Duty gerne mal wie eine Aneinanderreihung von spektakulären Actionszenen und damit wie eine Art Geisterbahn des Krieges wirkt, erscheint Bulletstorm im Vergleich erfreulich homogen. Die Kampagne wirkt nicht versatzstückhaft, sondern wie aus einem Guss.

Was soll das heißen, noch drei Sekunden bis zur Explo..............

Beeindruckend ist vor allem, wie es das Spiel schafft, immer ein Gefühl der Dringlichkeit zu erschaffen. Die Locations sind fast immer in Bewegung, ob der schon erwähnte Damm oder einstürzende Gebäude, durch die ihr euch durch bewegt, die Level werden mit all ihren Fallen beinahe zu einem weiteren Gegner. Die dadurch entstehende Dynamik verhindert so etwas wie Routine, die sich in Bulletstorm zu keinem Zeitpunkt einstellt. Man kennt es aus anderen Shootern. Kommen die brusthohen Mauerüberreste, wird es Zeit für das nächste Gefecht. Diese Art Berechenbarkeit kennt Bulletstorm nicht. Es schafft es bis zum Schluss, den Spieler mit völlig Neuem zu überraschen ohne dabei überladen zu wirken.

Das Ende enttäuscht leider mit einem der schwächsten Level und einem nicht besonders guten Bossfight (lies: Quick Time Event). Im Übrigen verheißt das Ende mehr als nur die vage Möglichkeit eines Nachfolgers. Die Kampagne dauert in etwa sieben bis acht Stunden, nicht mitgezählt der hohe Wiederspielwert, die einzelnen Echoes (Bonusmissionen), in denen es auf Punktejagd geht und den Multiplayer, der EA typisch aber wieder aktiviert werden muss. Wie dem auch sei. Bulletstorm bietet mehr als reichlich Unterhaltung für das Geld und ist einen Kauf, auch zum Vollpreis, durchaus wert.

Die Engine ist auch unecht

Technisch befeuert das Spiel die UnrealEngine. Umso erstaunlicher ist der Reichtum an verschiedenen Locations. Ja, die grauen, dunklen, metallischen Gängen gibt es, aber es gibt ebenso malerische Städte, realistisch wirkende Innenareale mit Unwetter, botanische Gärten mit Vegetation und verschiedene Höhlen. Der Look des Spiels erinnert an eine Mischung aus Gears of War und Enslaved, wobei insbesondere die überwachsenen Städte letzterem sehr ähnlich sehen. Die Grafik ist blitzsauber und beeindruckt mit tollen, scharfen Texturen, detaillierten Animationen und einer Vielzahl an Blut-, Gore-, und Splattereffekten, Ragdoll inklusive. Gesichter könnten allerdings etwas plastischer sein. Ladezeiten sind recht selten und dann in erträglicher Länge, ab und an stört ein kurzer Streamingruckler das Geschehen und ein, zwei Glitches waren zu bemerken, in denen Figuren in der Luft schwebten oder im Boden fest steckten. Und ja, das Engine-typische phasenweise Laden der Texturen ist immer noch nicht aus der Welt geschafft. Trotzdem: Bulletstorm sieht von vorne bis hinten fantastisch aus und die sich ständige bewegende und verändernde Umgebung lässt das Ganze noch beeindruckender wirken. Auf der PS3 wird zudem auf eine Zwangsinstallation verzichtet.

Passend zum schnellen, harten Stil des Spiels ist auch der Soundtrack von harten, lauten Tracks begleitet, wenn die Action hochschnellt. Ansonsten dominieren die Geräusche bröckelnder Gebäude und die Schreie eurer Opfer das Geschehen. Waffeneffekte sind gut bis sehr gut, aber nicht auf Killzone-nievau. Ähnliches gilt für das (englische) Voiceacting. Wie das Skript ist das Acting sehr over-the-top und stark karikiert, das aber konsequent. Hauptcharakter Hunt wird von Steve Blum gesprochen, erfahrener Voiceactor im Bereich (ua Wolverine in verschiedenen Spielen, Grunt aus Mass Effect 2) während die weibliche Hauptrolle von Jennifer Hale vertont wird, ihre Zeichens die Stimme des weiblichen Commander Shepard aus Mass Effect. Den Vogel schießt aber der General ab. Einen derart durchgedrehten Psychopathen hat das Land selten gesehen.

Mehr Duke als der Duke

Wow. Dass Bulletstorm Spaß machen würde, das war durchaus an den Trailern zu erkennen. Dass es eine der besten SinglePlayer Kampagnen dieser Konsolengenerationen bieten würde, das eher nicht. Bulletstorm ist eine brilliante Idee konsequent und kompromisslos umgesetzt von Leuten, die ihr Handwerk perfekt beherrschen. Angefangen bei der präzisen Steuerung über die einfachen, aber ungeheuer motivierenden Skillshots mit den Punkten aus der guten alten Arcadezeit bis hin zu einer Story, die so dumm ist, dass sie einfach nur Spaß macht. Eine gehörige Portion Humor und Ironie hält die Mundwinkel während des Spiels zusätzlich oben. Top sieht es auch noch aus. Hier stimmt fast alles.

Wer sagt denn, dass wir keine FirstPersonShooter mehr brauchen? Kriegsshooter mit Snap'n'Shoot und Covershooter, die brauchen wir nicht mehr. Aber es ist schön zu sehen, dass sich Entwickler auch noch an andere Zeiten erinnern, in denen der Spielspaß nicht nur darin bestand, amerikanische Flaggen vor den Russen zu schützen und minutenlang bei blutrotem Bildschirm unter dem Tisch zu kauern, um dann ein, zwei Kopfschüsse zu verteilen. Bulletstorm ist nicht ernst zu nehmen und will das auch nicht. Statt Realismus steht hier nur eines im Vordergrund. Spaß! Unreifer, präpubertärer, saudummer Spaß, die Sorte, die Mütter und Ehefrauen mit dem Kopf schütteln, die USK verzweifeln und Politiker Verfassungswidriges fordern lässt. Und ich könnte nicht glücklicher darüber sein. Ganz ehrlich: Killzone 3 muss sich warm anziehen. Das, was Bulletstorm vorgelegt hat in Sachen Spielspaß und Pacing, das muss jetzt erst mal geschlagen werden.
 
Das liest sich fantastisch! Ich hatte bei Bulletstorm große Bedenken und wollte mir es daher eigentlich erst kaufen, wenn es unter 30€ gefallen ist - Scheiß drauf!
Wenn es auch nur annähernd so viel Spaß macht, wie Barts Review, dann lohnt sich der Releasekauf. :D

Muss sich Homefront halt hinten anstellen. Realistische Kriegsshooter habe ich in den letzten Monaten eh zu Genüge gezockt ...
 
muss bei der technischen seite anmerken, dass ich es auf der xbox installiert hab und von diesem unreal typischen "texturen-müssen-noch-geladen-werden" problem bei bulletstorm gar nichts bemerkt hab. das läuft da wirklich alles flüssig und ohne probleme.

sonst wie immer ein typisches bart wux review. ein eigener blog muss endlich her!
 
Dr.Para schrieb:
muss bei der technischen seite anmerken, dass ich es auf der xbox installiert hab und von diesem unreal typischen ;"texturen-müssen-noch-geladen-werden" problem bei bulletstorm gar nichts bemerkt hab. das läuft da wirklich alles flüssig und ohne probleme.

auch ohne installation hab ich davon nichts gemerkt! (360)
 
Schön geschrieben Bart Wux. 100%ige Zustimmung :dhoch:

Das Spiel hat auch echt Momente, wo einem einfach nur die Kinnlade runterklappt. Das Spiel kann man auch durchaus mit Serious Sam vergleichen, nur in 5fach besser. Aber da sind durchaus auch Paralelen für mich erkennbar.
 
Immer das Wort Pacing. Sry den Spielablauf gestaltet immer der Spieler selbst. Egal bei welchen Spiel. Ich kann mich auch bei Bulltetstorm minutenlang in die Ecke stellen. Nix war es mit Pacing. Selten dämliches neumodisches Wort.
 
Ähm... ja...ok. Du kannst auch einen Film eine halbe Stunde auf Pause schalten und dann sagen, er habe Längen und sei zu lang. Die Frage nach dem Warum drängt sich dann auf, aber bitte.
 
Mir fällt nur auf das dieses Wort in test zu einen bestimmten Zeitpunkt in dieser Ära Einzuggehalten hat. In früheren Test (und ich hab hier noch die alte Videogames liegen) kam dieses Wort nichtmal vor. Ic frege mich warum gng das früher auch ohne. Mein Tipp. Die neue Erzählstruktur neuerer Titel die neben Videos kein Gameplay mehr bieten.
 
Pacing ist mitlerweile für mich ein wichtiges Kriterium geworden. Und ich mag es, wenn das Spiel die Pace vorgibt, und nicht ich. Ich find's öde, wenn ein Spiel so vor sich hindümpelt.
 
LoraMoha schrieb:
Mir fällt nur auf das dieses Wort in test zu einen bestimmten Zeitpunkt in dieser Ära Einzuggehalten hat. In früheren Test (und ich hab hier noch die alte Videogames liegen) kam dieses Wort nichtmal vor. Ic frege mich warum gng das früher auch ohne. Mein Tipp. Die neue Erzählstruktur neuerer Titel die neben Videos kein Gameplay mehr bieten.


Hat auch was mit der Lesekultur zu tun. Früher oder später haben die meisten die Ami Foren für sich entdeckt, in welchen Wörter wie "pacing" und auch "action set-pieces" gang und gäbe sind und diese schliesslich in ihren eigenen Sprachgebrauch/Wortschatz eingepflegt.
 
Die Demo liess aber vermuten, dass es ein relativ Hirn-, Story- und Gameplayloser Titel ist, bei dem es nur auf Speed und Skillshots ankommt. Barts Text liest sich aber anders. Watt'n nu?
 
Naja gut, die Story verdient garantiert keinen Oscar und ist auch so halt irgendwie trashig. Das Gameplay ist auch sicherlich nicht extrem abwechslungsreich, aber all diese Elemente sind halt perfekt aufeinander abgestimmt.

Es macht halt einfach einen unglaublichen Spaß und ist schon ein wenig krank, wie man richtig sadistisch nach immer brutaleren, abgedrehteren Killmethoden sucht um möglichst viele Punkte zu machen.
Ich hatte nur am Ende beinahe schon viel zu viel, dass ich gerne noch etwas mehr mit dem Skillpoints gemacht hätte, als nur Munition zu kaufen.

Als Actionspiel funktioniert es aber in allen Belangen. Es hat Witz und Humor, parodiert teilweise, sehr coole Charaktere, ein wunderbar schnörkelloses, flüssiges Gameplay, das immer durch neuere Möglichkeiten erweitert wird.
 
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