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360/PS3 Binary Domain

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

KaKun schrieb:
Viele Spiele sind auch nicht mittelmäßig bzw. schlecht, sondern einfach nur speziell. Aber mittlerweile wird ja von fast jedem Titel erwartet, das er massenkompatibel und leicht zugänglich ist, was vor allem Titel trifft die sich abseits irgendwelcher Referenzen bewegen.

Ich glaube, es würde zumindest zur besseren Vermarktbarkeit beitragen. :D

Auch mit dem Wissen, dass die Demo nicht sonderlich gut gewählt war, glaube ich nicht, dass das Spiel selbst eine Granate ist. Ich kann mich täuschen, aber ich glaub's nicht.

Es mag traurig sein, aber unzählige (!) Spiele zeigen das immer wieder. Du gehst als Publisher mit deinem Spiel gnadenlos unter, wenn es nicht den Marktanforderungen nachkommt.

In 5 Jahren wird es keine Spiele mehr wie Binary Domain oder SotD geben.
 
Aber Massenkompatibilität heißt auch immer, das man sich so weit wie möglich dem kleinsten gemeinsamen Nenner anbiedert, diese Gleichschaltung der Genres ist doch schrecklich. Für mich als Fan von Cyberpunk, Cyborgs, Mechs und dem Erzählstil der Yakuza-Macher z.B. ist das Spiel ideal, besser geht's kaum noch.

Für Fans von Gears of War liegt der Makel allerdings vielleicht schon in der Tatsache, das es sich nicht wie Gears of War spielt, aber es sind halt auch zwei verschiedene Spiele und man kann nicht von jedem Spiel erwarten, das es alles gleich macht.

Ich meine, wer will denn nur noch Call of Dutys, Gears of Wars und God of Wars zocken?
 
Hab das Spiel bisher überhaupt nicht wirklich wahr genommen obwohl ich es schon ein paar Mal im MM hab stehen sehen. Gerade hab ich mir zum ersten Mal überhaupt ein Video zu angesehen. Eigentlich finde ich das Gesehene doch recht interessant. Würde schon sagen dass es sich um einen Marketingfail handelt. Die Grundstory finde ich jedenfalls interessant und mal was neues. Es wirkt mir allerdings doch sehr nach Mass Effect was mich unheimlich irritiert. Denn als Shooter hat ME ja auch nur bedingt genügt.
 
Fehlende Massenkompatibilität als Grund das Scheiterns anzuführen ist meiner Meinung nach nicht ganz so richtig. Syndicate ist als Gegenbeispiel bis zum Erbrechen auf Massenkompatibilität ausgelegt. Trotzdem ist es ebenso gescheitert.[/i]
 
silbex schrieb:
Fehlende Massenkompatibilität als Grund das Scheiterns anzuführen ist meiner Meinung nach nicht ganz so richtig. Syndicate ist als Gegenbeispiel bis zum Erbrechen auf Massenkompatibilität ausgelegt. Trotzdem ist es ebenso gescheitert.[/i]

Syndicate ist aber IMO auch eher im direkten Vergleich zu seinem Vorgänger weichgespült worden.

Dazu kommt hier wohl auch der starke Fokus auf den MP.

edit:

Hab gerade mal nachgeschaut. 50 Millionen PS3-Nutzer haben letztes Jahr 150 Millionen Spiele gekauft. Bei der 360 dürfte die Zahl leicht höher liegen. Sieht man das im Verhältnis und schaut sich dann an, wieviele Hochkaräter alleine im Jahr erscheinen, dann bleibt für ein Spiel wie BD nur der Kaffeesatz.
 
Aber Binary Domain ist ja ein sehr gutes Spiel und kein Murks. Die Tatsache, das es kaum jemand gekauft hat hängt wohl eher damit zusammen, das entweder für viele das Setting zu speziell ist, die Demo lieblos und zusammenhanglos wirkte oder die Leute es zwischen den ganzen hochbeworbenen Spielen nicht bemerkt haben. Dabei gab es zumindest Zeitschriftenwerbung und die Tatsache, das SEGA dem Spiel Synchros in vielen verschiedenen Sprachen spendiert hat, lässt immerhin die Ambition erkennen, den Titel nicht als Nebenprodukt zu servieren.

Es ist schon wirklich traurig, wie sich SEGA immer wieder mit seinen oftmals speziellen und stellenweise auch mutigen und sehr eigenen Produkten auf die Schnauze legt, bzw. zwischen all den größtenteils gleichförmigen Titeln untergeht, weil sie entweder nicht wissen sich zu vermarkten oder die Crux der Nische erleiden.
 
KaKun schrieb:
Die Tatsache, das es kaum jemand gekauft hat [...]
Als Nicht-Käufer von BD würde ich sagen ich sehe den 60€-Wert nicht. PR, Screens, Videos & Demo haben mir nicht im Ansatz vermitteln können, was das Spiel so besonders / kaufenswert macht. Man rennt mit halt mit 4, austauschbaren Typen durch eine grau / braune Stadt-Kulisse und knallt mechanische Gegner ab. Hat bei mir nicht gezündet, um da ein "muss ich haben" zu erzeigen. Dafür gibt es zu viele Titel auf dem Markt, die mich mehr interessieren oder die ich schon habe (aber z.T. noch nicht gespielt).

Es ist natürlich schon etwas unfair ein Spiel nur so nach einigen Screens / Videos / Demo zu beurteilen, aber es buhlen halt so viele Titel um die Gunst des Kunden, da muss man selektieren.
 
Das Spiel hat auf jeden Fall mehr zu bieten, als es die Demo suggeriert und was die "austauschbaren Typen" betrifft, so ist gerade das Storytelling und die Charakterisierung in Binary Domain wie schon in den Yakuza-Teilen weitaus besser als in vielen anderen aktuellen Titeln. Wenn die Entwickler was drauf haben, dann Geschichten zu erzählen.

Aber wie schon gesagt, Spiele können ja auch mal nicht den allgemeinen Nerv treffen, das macht sie aber nicht gleich schlechter als andere und ich persönlich finde auch immer, wer keinen Ecken und Kanten hat, der hat es auch schwerer irgendwo hängen zu bleiben...
 
Mein persönliches Problem mit allen nicht Must-Have-Games dieses Jahr ist, dass ich noch Unmengen (10+ Spiele) an TOP-Spielen aus dem Vorjahr ungespielt herumliegen habe, meine Freizeit fürs Zocken dieses Jahr sehr eingeschränkt ist und ich daher alle Spiele die ich nicht sofort spielen will, wie z.B. BD, auf einer Liste notiere und erst dann spiele wenn ich entweder gerade Lust auf das Genre habe oder ich alle "alten" Spiele fertig durchgespielt habe.
Deshalb habe ich heuer bis jetzt nur Mass Effect 3 gekauft und werde diese Woche wohl Trials Evolution kaufen, auch wenn es natürlich Schade ist, da ich sehr gerne mutige, neue Projekte unterstütze. Jedoch habe ich mir vorgenommen nicht sinnlos Spiele zu kaufen, welche ich erst in einem halben Jahr spielen werde.
 
Ich finde an BD so ziemlich alle geil, Setting 1A, die 4 Typen fand ich interessant und die Trailer haben mich auch angemacht. Nur das Genre ist komplett falsch. Shooter sind mir nach den ganzen Jahren Überfluss keine 5 Euro mehr wert.
 
KaKun schrieb:
Aber Binary Domain ist ja ein sehr gutes Spiel und kein Murks. Die Tatsache, das es kaum jemand gekauft hat hängt wohl eher damit zusammen, das entweder für viele das Setting zu speziell ist, die Demo lieblos und zusammenhanglos wirkte oder die Leute es zwischen den ganzen hochbeworbenen Spielen nicht bemerkt haben. Dabei gab es zumindest Zeitschriftenwerbung und die Tatsache, das SEGA dem Spiel Synchros in vielen verschiedenen Sprachen spendiert hat, lässt immerhin die Ambition erkennen, den Titel nicht als Nebenprodukt zu servieren.

Es ist schon wirklich traurig, wie sich SEGA immer wieder mit seinen oftmals speziellen und stellenweise auch mutigen und sehr eigenen Produkten auf die Schnauze legt, bzw. zwischen all den größtenteils gleichförmigen Titeln untergeht, weil sie entweder nicht wissen sich zu vermarkten oder die Crux der Nische erleiden.

Naja, sie legen sich zwangsläufig auf die Fresse, weil sie in diesem Business immer noch mit einer herrlich erfrischenden Naivität agieren. Sie treffen Entscheidungen, die in dem Business kein Mensch mit gesundem Verstand treffen würde (unter anderem auch die völlig unnötigen und richtig schlechten Synchros). Und das ist nicht mal böse gemeint, ich mag sie sehr dafür.
Spiele wie Binary Domain oder Alpha Protocol machen einige Dinge richtig scheiße, andere aber richtig gut und haben teilweise Ideen, die man sich von viel mehr Spielen wünschen würde. Manchmal kommen sogar Perlen wie Valkyria Chronicles dabei heraus.

KaKun schrieb:
so ist gerade das Storytelling und die Charakterisierung in Binary Domain wie schon in den Yakuza-Teilen weitaus besser als in vielen anderen aktuellen Titeln. Wenn die Entwickler was drauf haben, dann Geschichten zu erzählen.

Naja, spätestens ab Mitte des Spiels geht bei BD sowohl das eine als auch das andere komplett in die Grütze :D. Wobei sie damit immer noch besser liegen als andere Vertreter des Genres.
 
Nee, sorry, als sie dann mit ihren
schwangeren Robotern
anfingen und
deren Babys, die zwar 100% menschlich waren, aber auf öminöse Weise dann doch ein Hybridwesen waren
:lol:.
Oder der japanische Junge - wie alt war der, Anfang 20? - wo der eine dann meinte: "Yoshiki...er war 10 Jahre bei uns!"
Der Roboter kann also vom kleinen Kind zum Erwachsenen "wachsen"? Selbstwachsender Stahl
:D.
Nee, die Grundidee war nicht schlecht, wenn auch natürlich altbekannt, aber die Umsetzung später war nur noch lachhaft.
 
Krass fand ich, als da nachher

100 Yoshkis ankamen. Wo war der Sinn? Wen wollten die damit verarschen? Sinn macht das nur, wenn man auch verschiedene Gesichter nimmt.

Aber trotzdem, die Story und die Ideen dahinter waren sehr interessant. Bisschen guter Glaube gehört dazu.
 
KaKun schrieb:
Aber Binary Domain ist ja ein sehr gutes Spiel und kein Murks. Die Tatsache, das es kaum jemand gekauft hat hängt wohl eher damit zusammen, das entweder für viele das Setting zu speziell ist

Ganz ehrlich, ich kann diese Äußerungen nicht wirklich nachvollziehen. Binary Domain ist ein fucking Cover-Shooter. Das Grundsetting ist alles andere als speziell, sondern gewöhnliche Sci-Fi-Kost.

Ich glaube euch gerne, dass die Entwickler da ordentliches Gameplay draus gebastelt haben (auch wenn in der Demo da nichts von zu sehen war). Und ich glaube euch auch, dass bei den Entwicklern ne vernünftige Story bei rumgekommen ist. Aber das reicht in dem Genre in Zeiten von Uncharted nicht.

Und bitte versucht nicht Binary Domain als große kreative Errungenschaft zu verkaufen. Das Spielprojekt ist doch im Kern von japanischen Marketingleuten für den westlichen Markt entwickelt worden (das glaubte man jedenfalls, in Wahrheit natürlich grandios am Markt vorbei). Das sieht man an allen Ecken und Enden, insbesondere am peinlichsten Charakterdesign, dass ein Shooter diese Gen hatte. Und das will was heißen.
 
Eine große kreative Errungenschaft ist Binary Domain sicher nicht, aber ich spiele dieses Spiel lieber als Gears Of War, Uncharted oder jeden anderen fetten AAA-Titel. Ich kann es schon verstehen, dass für einige Gamer Binary Domain eine positive Überraschung ist. Allein die Story und die Präsentation sind erfrischend anders und am Gameplay ist überhaupt nichts auszusetzen. Mir hat auch das Voice-Feature sehr gut gefallen. Schade, dass SEGA offenbar irgendwas falsch macht und nicht mehr allzu viele solcher Spiele kommen werden.
 
Sag ich ja nichts gegen, ich zweifel nicht an den Qualitäten des Spiels. Aber wir haben seit etwa drei Jahren vermutlich im Schnitt 1,5 A-Shooter im Monat gehabt. Zu diesem Zeitpunkt lockst du selbst hartgesottene Genre-Fans nur noch mit einem Feuerwerk hinterm Ofen vor.
 
Nasreddin schrieb:
KaKun schrieb:
Aber Binary Domain ist ja ein sehr gutes Spiel und kein Murks. Die Tatsache, das es kaum jemand gekauft hat hängt wohl eher damit zusammen, das entweder für viele das Setting zu speziell ist

Ganz ehrlich, ich kann diese Äußerungen nicht wirklich nachvollziehen. Binary Domain ist ein fucking Cover-Shooter. Das Grundsetting ist alles andere als speziell, sondern gewöhnliche Sci-Fi-Kost.

Ich glaube euch gerne, dass die Entwickler da ordentliches Gameplay draus gebastelt haben (auch wenn in der Demo da nichts von zu sehen war). Und ich glaube euch auch, dass bei den Entwicklern ne vernünftige Story bei rumgekommen ist. Aber das reicht in dem Genre in Zeiten von Uncharted nicht.

Und bitte versucht nicht Binary Domain als große kreative Errungenschaft zu verkaufen. Das Spielprojekt ist doch im Kern von japanischen Marketingleuten für den westlichen Markt entwickelt worden (das glaubte man jedenfalls, in Wahrheit natürlich grandios am Markt vorbei). Das sieht man an allen Ecken und Enden, insbesondere am peinlichsten Charakterdesign, dass ein Shooter diese Gen hatte. Und das will was heißen.

Mehr als die Demo hast du anscheinend doch gar nicht gespielt, wie kannst du da großartige Rückschlüsse auf Story und Charakterdesign ziehen? Die Demo ist bekanntlich keine adäquate Grundlage um das Spiel zu präsentieren, sie haben ganz einfach zwei Spielabschnitte zusammengewürfelt und so spielt man dort mit Figuren die man nicht kennt, Storyabschnitte die man nicht nachvollziehen kann. Ergo gehen die stärksten Elemente von Binary Domain, nämlich die Story und Charaktere, völlig unter.

Was für dich wie gewöhnliche Sci-Fi-Kost wirkt ist für andere in der Summe ein erfrischend anderes Setting, das sich mal nicht um Mutanten-Aliens, Dämonen oder Weltkriegssoldaten dreht, sondern ein Cyberpunk-Setting bedient, das mehr japanische Designluft atmet als deinen japanischen Marketingleuten womöglich lieb war. In diesem Bereichen kann man den Asiaten (sofern man dem Anime- und Manga-Genre nicht komplett abgeneigt ist) nichts vor machen, auch wenn sie das kybernetische Rad nicht neu erfinden, aber immerhin haben sie es geschafft das ganze in ein einwandfreies Gameplay zu packen. Das ist mitunter auch wohl der einzige Punkt in dem sie sich mit dem westlichen Markt gleichgeschaltet haben, ein japanischer Cover-Shooter der funktioniert.

Was der Querverweis bzw. Vergleich auf Uncharted soll, verstehe ich allerdings nicht, das sind Spiele die von der Grundlage und den Ambition unterschiedlicher nicht sein könnten.

Ich würde dir vorschlagen es einfach mal zu spielen...von Anfang an...
 
KaKun schrieb:
Mehr als die Demo hast du anscheinend doch gar nicht gespielt, wie kannst du da großartige Rückschlüsse auf Story und Charakterdesign ziehen?

Ich hab die schlimmen Gears-Figuren gesehen. Sorry, aber so etwas spiele ich nicht. Wenn Sega eine tolle Welt kreieren und in ihr eine tolle Geschichte erzählen will, dann sollen sie das ganze nicht in ein 08/15-Shooter-Korsett zwängen, das an allen Ecken Assoziationen zu Gears und Co weckt. Spieler sind keine Hellseher, originelle Titel müssen auch originell rüberkommen.
 
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