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Oxblood schrieb:ich finde es ist keine gute Idee, echte Schauspieler für sowas herzunehmen, also ihre Optik.
Bart Wux schrieb:Womit genau soll ich überfordert sein?

Oxblood schrieb:Ein Spiel lebt primär vom Gameplay, nicht von der Story
Oxblood schrieb:Ich habs nicht gespielt, nur Reviews gesehen, aber wenn das ähnlich viel Spielinhalt wie HR seinerzeit hat, kann ich viele der Wertungen durchaus verstehen. Ein Spiel lebt primär vom Gameplay, nicht von der Story, so wie ein Film von der Story lebt und nicht vom Boxcover. Die Kombination von Spiel und Film gab es schließlich schonmal vor 15 Jahren, genauso wie es 3D in den 50ern schonmal gab und ich hoffe, beides verschwindet recht schnell wieder... :/
Zimtzicke schrieb:Ich hoffe nur, dass das Feedback aus der Community besser ist, damit Cage/QD nicht auf die beschissene Idee kommt in Zukunft "gute" Spiele zu machen. Da dürfen sie gerne den eingeschlagenen Weg weiter bestreiten, denn das können sie definitiv.

Glod schrieb:Oxblood schrieb:Ein Spiel lebt primär vom Gameplay, nicht von der Story
Invalides Argument. Ein Point & Click Adventure z.B. hat genauso viel Gameplay wie HR oder Beyond, nur das selbige weitaus cineastischer präsentiert werden. Und niemand würde auf die Idee kommen, einem Adventure das Gameplay abzusprechen.
Oxblood schrieb:Allerdings würd ich auch vermutlich noch ne Ecke weniger Freude dran haben, denn ich mag die Page absolut gar nicht, finde die ziemlich fürchterlich...was mich zu ner anderen Sache bringt - ich finde es ist keine gute Idee, echte Schauspieler für sowas herzunehmen, also ihre Optik.
Zimtzicke schrieb:"Früher" hab ich mich immer in elendig lange Diskussionen verwickeln lassen bei solchen Themen.
Heute ist es mir schlicht scheissegal und ich erfreue mich an diesem geilen Spiel. Ich hoffe nur, dass das Feedback aus der Community besser ist, damit Cage/QD nicht auf die beschissene Idee kommt in Zukunft "gute" Spiele zu machen. Da dürfen sie gerne den eingeschlagenen Weg weiter bestreiten, denn das können sie definitiv.

ASH schrieb:Zimtzicke schrieb:"Früher" hab ich mich immer in elendig lange Diskussionen verwickeln lassen bei solchen Themen.
Heute ist es mir schlicht scheissegal und ich erfreue mich an diesem geilen Spiel. Ich hoffe nur, dass das Feedback aus der Community besser ist, damit Cage/QD nicht auf die beschissene Idee kommt in Zukunft "gute" Spiele zu machen. Da dürfen sie gerne den eingeschlagenen Weg weiter bestreiten, denn das können sie definitiv.
+1
Von mir aus könnte alle 6 Monate so ein game rauskommen, es wäre immer ein Release-Kauf.
Ich bin auch durch und schliesse mich im Großen und Ganzen dem Urteil an.xJayFox schrieb:Bin gerade durch...dürften insgesamt so um die 10 Stunden gewesen sein. Es ist für sich nicht das perfekte Spiel geworden, aber eines, das ich in der Form unbedingt weiter sehen möchte.
Grafisch ist das Ding ein absolutes Brett: Meiner Meinung nach die besten Facial Animations aller Zeiten, tolle Lichteffekte, viele Details und zum Teil Partikeleffekte, die ich auf der PS3 gar nicht mehr erwartet hätte.
Der Sound schließt qualitativ problemlos an: Musik top, deutsche Synchro dank Original-Sprechern ebenfalls gut gelungen - wenn auch mit vereinzelten Aussetzern.
Beim Gameplay bin ich mir unschlüssig: Die Idee mit den weißen Punkten sowie "Stick wie den Charakter bewegen" zieht einen zwar besser in die Szene rein und wirkt weniger wie QTE aufgeklebt, allerdings hatte ich hier und da meine Probleme. Zum einen habe ich die weißen Punkte in der Welt nicht immer gesehen, zum anderen sind die Charakter-Bewegungen teilweise unverständlich gewesen.
Aiden wiederum fand' ich klasse: Das "Fliegen" durch die Szenen sowie die Aktionen haben intuitiv und sehr gut funktioniert.
Insgesamt finde ich da das Prinzip von Heavy Rain (wo jeder Button ein Körperteil darstellte und beibehalten wurde) aber besser.
Kommen wir aber zum Hauptpunkt, der Story, die für den größten Missmut bei den Reviews im Vorfeld gesorgt hat und die auch mich nicht in Gänze überzeugt hat.
Meine Gedanken im Spoiler und damit am besten erst lesen, wenn man ebenfalls durch ist.
Dass die Handlung übernatürlich wird, war dieses Mal ohnehin klar (womit ein Fahrenheit schon einmal nicht in Frage kam). Die Story wartet ja auch nicht lange und wirft einen relativ fix in eine Welt voll von Existenzen, anderen Welten und Kondensatoren.
Mir persönlich war das Ganze trotz der "Klarheit" dennoch etwas zu viel, gerade zum Ende hin. Zum einen bin ich nicht unbedingt Fan von spirituellem Zeug (Jenseits oder Leben, etc.), zum anderen wurde mir die Anderswelt zu plakativ vorgestellt.
Ein Riss? "Böse" Geister, die aussehen, wie aus einem Comic? Dinosaurier, die aus dem Riss kommen? Ne, sorry: Mit dem Übergang ins Jenseits hätte ich mich vielleicht noch anfreunden können, aber alles andere wirkt fremd gegenüber dem restlichen realistischen Ansatz.
Hinzu kommt die unnötige Problematik der Zeitsprünge: Ich kann im Ansatz die Idee von Cage erkennen: Wenn beispielsweise in die Kindheit gesprungen wird, um zu zeigen, wie Nathan seine Familie verloren hat, und dann zurück ins Finale, wodurch Nathan's Bestreben klar wird, "kann" man ein solches Stilmittel in der Erzählung anwenden.
Ansonsten kann ich Kritiker verstehen, weil ein Großteil der Sprünge in keinem Zusammenhang zueinander steht. Wenn vom Training der CIA in die Kindheit für 'ne Schneeballschlacht gesprungen wird, stört mich (!) das persönlich nicht krass, aber es schadet der Handlung mehr, als das es ihr was bringen würde.
Seltsam sind auch die Längen der einzelnen Kapitel. Da gibt's das australische Kapitel, was fast eine Stunde dauert. Und dann gibt's wiederum ein Kindheitskapitel, bei dem man ein Buch aus der Garage holt - Dauer: Zwei Minuten.
Ein weiteres Problem: Dadurch, dass man Ereignisse in der Vergangenheit spielt, hat man a) wenig Entscheidungseinfluss und b) weniger Spannung. Denn wenn Cole am Ende noch lebt, wird er wohl kaum in dem Vergangenheits-Event in Gefahr sein, indem ich mich gerade befinde.
HR große Stärke war noch, dass die Charaktere jederzeit sterben konnten. Das fällt hier komplett weg, weil Cage einen anderen Ansatz verfolgt.
Dieses Mal ist es mehr ein "Nachspielen" eines Menschen und das Miterleben von 15 Jahren. Bis auf kleinere Sachen (z.B. was ich kochen soll oder ob ich Ryan küssen will) wurde ich leider erst in den letzten 30 Minuten mit 2-3 knallharten Entscheidungen konfrontiert.
Und auch hier: Am Ende soll man sich entscheiden, mit wem man zusammen bleiben will. Man darf wählen, ob man Ryan nimmt, der einen 70% des Spiels verdammt nahe steht oder jemanden wie Jay, den man ein (!) Kapitel auf 'ner Farm kennenlernt? Ich weiß nicht...
Und ich gehe soweit zu behaupten, dass einzig die 2-3 Entscheidungen am Ende und deren unterschiedliche Auswahl die "verschiedenen" Enden erklären.
Die große Stärke der Story ist aber zum Glück das, was es sein will: Die Entwicklung von Jodie. Die Performance von Ellen Page sowie die Ereignisse, die sie erlebt, finde ich nämlich ganz hervorragend! Auch wenn viele Klischees dabei sind, habe ich zumindest mit ihr das ganze Spiel über mitgefiebert und sie Lieben gelernt.
Aiden wurde auch klasse ausgearbeitet: Ich hatte das Gefühl, nicht Aiden, sondern mich selbst zu spielen, wenn ich z.B. wütend "meine" Jodie vor Bösem gerettet habe oder meinen Gefühlen wie Wut freien Lauf gelassen habe.
Denn Emotionen hat das Spiel auf jeden Fall geweckt, wenngleich auch nur über einzelne Szenen und nicht über das komplette Spiel hinweg.
Für mich war's ein wenig eine "Achterbahn der Gefühle": Das Spiel schafft situative Emotion, es hat einen starken Charakter, mit dem ich mitfühle und bei dem ich wissen will, wie es mit ihm weitergeht.
Gleichzeitig ist das Übernatürliche zu plakativ, die Ereignisse stehen zudem alle zu sehr für sich allein. Das Kapitel in Australien z.B. ist nett, steht aber etwas im leeren Raum.
Ich kann die polarisierenden Meinungen jetzt absolut nachvollziehen. Entweder man nimmt die Story an, kann mit dem Charakter Jodie mitfühlen und stört sich nicht am Stilmittel der Zeitsprünge oder aber man kann mit der "One-Woman-Show" und dem Übernatürlichen nichts anfangen.
Ich kann dem Spiel nicht wirklich böse sein: Es trifft genau den Nerv Spiel, den ich so gern mag, sieht absolut fantastisch aus und weckt mehr Emotionen in mir, als viele andere Spiele. Und es hat mich 10 Stunden auf hohem Niveau unterhalten ohne für mich je langweilig zu werden. Wenn ich mich zwingen muss aufzuhören, ist das das beste, was ein Spiel mir geben kann.
Nach dem Ende lässt sich etwas Ernüchterung aber nicht verleugnen: Heavy Rain ist für mich das bessere Spiel, weil es die für mich bessere Steuerung hat, mir mehr Entscheidungseinfluss vorgaukelt und mir trotz Logiklöchern eine bodenständigere (statt übernatürliche - Geschmackssache) Geschichte bietet.
In Zahlen klingt sowas wie 8 oder 9 also fair für mich. Ich gebe aber gern eine 10 für das Konzept des Spiels: Von solchen cineastischen Geschichten mit superben Gesichtsanimationen will ich unbedingt mehr sehen!
Und das Spiel werde ich mit Sicherheit noch ein zweites Mal spielen: Genau wie HR ist das Spiel prädestiniert dafür, manche Situation anders anzugehen und sich dem Ganzen noch einmal hinzugeben.
An die unter euch, die es auch durchhaben: Wie denkt ihr über die Story und den Aufbau? Stimmt ihr meinen Gedanken zu?
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