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MOVIE Batman v Superman: Dawn of Justice

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Filmstarts: 2/5
Regisseur Zack Snyder und seine Mitstreiter werden den selbst propagierten Superlativen mit ihrem ausufernden Action-Spektakel „Batman V Superman: Dawn Of Justice“ nicht gerecht. Sie machen aus dem Nachfolger des Superman-Solos „Man Of Steel“ [..] einen dramaturgisch dürftigen, teilweise zermürbenden zweieinhalbstündigen Marathon des unterbelichteten Überflusses.
[...]
Snyder und Co. wissen scheinbar nicht so recht, was sie eigentlich erzählen wollen, vollführen unzählige Handlungssprünge, lassen Figuren sterben und wiederauftauchen, bringen nebenbei die Grundfesten des amerikanischen Staats symbolisch zum Einsturz und sorgen bei all dem einmal mehr für einen Action-Overkill. Helden, Bösewichte und erst recht die „normalen Menschen“ bleiben eindimensional, sodass „Batman V Superman“ trotz toller Einzelmomente zunehmend beliebig wirkt und fast im erzählerischen Chaos versinkt – und auch die lang hinausgezögerte direkte Konfrontation der Titelhelden entpuppt sich als schlagkräftige Enttäuschung.
[...]
Fazit: Eine Enttäuschung.

http://www.filmstarts.de/kritiken/219262/kritik.html
 
Bin mal gespannt. Bei Filmstarts schwimme ich meist nur bei kleineren Filmen auf einet Wellenlänge, seltener mal bei Blockbustern.
 
Vom Trailer auf den Film schließen ist aber grundsätzlich gewagt. Auch wenn er am Ende natürlich dafür da ist. Ein finales Urteil lässt aber nur der Film zu. Deshalb sitze ich jetzt auch im Kinosaal. :)
 
Fand ihn mittelprächtig, hatte so seine Problemchen, aber auch seine Momente und ich fand ihn keinesfalls schlecht. Morgen vielleicht ein wenig mehr dazu.
 
Eigentlich wollte ich ja ne grössere Kritik schreiben, aber Filmstarts trifft hier den Nagel auf den Kopf. Fand den Film ziemlich beschissen und für mich als DC-Fan ne Riesenenttäuschung auf jeder noch so möglichen Ebene. 'Man of Steel' dagegen hab ich geliebt und ist imo eine der besten Comicverfilmungen. Nach dem Film mach ich mir echt Sorgen um das DCU und vor allem um den ersten Justice League Film.

4 von 10 Slowmotionszenen
 
Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Filmstarts und ich sind uns bei einem Blockbuster beinahe einig. :D Leichte Spoiler in der Kritik, auch wenn man das meiste eigentlich eh aus dem Trailer kennt.

Das war leider wirklich nicht sonderlich gelungen. Ich halte echt viel von Zack Snyder auch von seinen, teils leidlich erfolgreichen Filmen. Ich bin auch der Meinung, dass er aus einem wahnsinnig langweiligen Superhelden mit Man of Steel einen starken Film gemacht hat. Batman v Superman ist aber dann doch eher ein Schlag ins Wasser. Das Drehbuch ist erratisch und es will sich einfach kein richtiger Fluss einstellen. Dabei hat man schon Batmans Origin-Geschichte auf ein Minimum reduziert. Danach springt man jedoch von Szene zu Szene, ohne sie wirklich in Einklang zu bringen. Es will sich einfach kein sauberer Erzählfluss einstellen, zudem werden zahlreiche Traumsequenzen eingestreut. Affleck macht immerhin eine richtig gute Figur als bulliger Bruce Wayne und gnadenloser Batman, der dieses Mal wirklich keine Gefangenen macht.

Supes hingegen rettet Menschen, wird zum Heiland auserkoren und gleichzeitig kritisieren. Das Ganze erinnert ein wenig an Watchmen, ohne wirklich die Tiefe mit sich zu bringen, die dafür notwendig wäre. Irgendwo dazwischen dann Jesse Eisenberg als Lex Luthor, dessen Darstellung ich ziemlich anstrengend fand. Viel zu aufgekratzt und hektisch, die Genialität des gerissenen Luthors vermissen lassend. Und dann, ganz an den Rand gedrängt, hat man auch noch Wonder Woman ins Skript gequetscht, die wirklich wenig tut, als gut aussehen und später ordentlich auf die Mütze zu geben. Ach ja, beinahe hätte ich Lois Lane vergessen, die in der Regel zur Damsel in Distress reduziert wird. Der Rest des Casts ist kaum der Rede wert. Dass Gotham und Metropolis quasi nur durch einen Fluss getrennt sind, war mir auch nicht bewusst.

Was bleibt also? Snyder ist eigentlich ein Guter, wenn es um Action und Inszenierung anbelangt. Hier kann Batman v Superman tatsächlich immer noch punkten. Aus den Vollen schöpft Snyder hier aber ebenso wenig. Die Action Mann/Superheld gegen Mann/Superheld weiß immer noch zu überzeugen und liefert einige eindrückliche Bilder. Sobald die motorisierten Gadgets Batmans zum Einsatz kommen, krankt die Inszenierung ein wenig. Das Highlight ist das Finale, während der Zusammenstoß zwischen Batman und Superman zwar durchaus ansprechend ist, aber ohne richtige Dramaturgie bleibt. Zudem ist die Versöhnung der beiden (kein Spoiler, da im Trailer zu sehen) schon fast lächerlich. Die Action-Sequenzen können das ganze drumherum dann leider nicht wirklich zusammenhalten.

Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass die 2 1/2 Stunden Snyder nicht ausgereicht haben. Ein EC/DC wurde ja bereits angekündigt. So wirklich aus dem Sumpf wird er den Film vermutlich trotzdem nicht heben können. Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich mich in den 2 1/2 Stunden nicht nennenswert gelangweilt habe, auch wenn sich der obige Text ziemlich wie ein Verriss liest. Die Figuren bleiben blass, die Beweggründe für die Animositäten werden angedeutet, aber nicht ausgelotet und die Erzählweise ist holprig. Dafür ist die Besetzung immer noch gelungen, zumindest in Hinblick auf unsere Superhelden. Affleck passt sehr gut in seine Rolle, Cavill mimt einen charismatischen Superman (Clark Kent hat kaum Screentime) und Gadot wirkt auch vielversprechend, bekommt aber viel zu wenig Aufmerksamkeit. Ein paar Recken der Justice League werden auch schon angedeutet bzw. kurz gezeigt.

Am Ende bleibt man ein wenig enttäuscht zurück. Da wäre einfach viel mehr drin gewesen, hätte man die notwendige Konsequenz ins Skript eingewoben. Dafür kommt es wieder zu bombastischen Kämpfen, die keinen Stein auf dem anderen lassen und mit Momenten aufwarten, wie man sie aus den Comics kennt. Das macht Spaß und macht Bock auf mehr. Mehr liefert dann Snyder auch ab und irgendwann ufert es tatsächlich ein wenig aus. Und irgendwie ist Superman halt immer noch viel zu übermächtig. Kein dankbarer Held, wenn man wirklich Emotionalität und Dramaturgie einbinden möchte. Am Ende versucht man es dann ein wenig mit der Brechstange, mit leidlichem Erfolg.

Fazit: Batman v Superman ist definitiv kein Heilsbringer und gliedert sich im Kino-Cut nicht vorne bei den Superhelden-Verfilmungen ein. Das Drehbuch ist zu sprunghaft und es mangelt an Dramaturgie. Dafür versöhnt die Action, auch wenn Superman einfach einen richtigen Gegner braucht, um aufzublühen. Dieser fehlt halt den Großteil der Zeit, da kann Bruce Wayne noch so viele Lagen Metall um sich hüllen. Bei aller Kritik komme ich dann aber trotzdem noch auf 5/10, weil ich die Inszenierung mag, mir die Besetzung der Superhelden gefällt und ich mich sogar für den Soundtrack erwärmen kann. Ich kann aber auch verstehen, wenn man noch den ein oder anderen Punkt abzieht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Finds krass das der so schlecht weg kommt. Aber ich habs nach den ersten News bezüglich der Testvorführungen befürchtet.
Da hat man es ja schon im Wald rufen gehört, das sie über deren Reaktionen überrascht wurden.
 
Ich werde ihn anschauen, mir selber ein Bild davon machen. Geschmäcker sind so verschieden, vllt. gefällt er mir ja.

So gehört sich das auch! :D

Im Kino selber, hatte ich halt trotzdem meinen Spaß, weil ich die Mängel da quasi gezielt übersehe, um mir den Film nicht madig zu machen. Sobald ich so ne Kritik schreibe, gehe ich da auch relativ nüchtern ran und zerre die Mängel ans Tageslicht. Da springt einen halt schon ne Menge an. Ich denke, dass hier noch einige Kritiken kommen, die wohlwollender ausfallen werden.
 
Ein typischer Snyder eben. :grins:
Leider nein. Denn beim typischen Snyder Film, so stilisiert das Ganze auch umgesetzt wird, ist die Story ziemlich fokussiert und zielgerichtet und sicher nicht überladen. Bei BvS habe ich irgendwie das Gefühl, dass ihm von allen Seiten her noch gesagt wurde was alles noch in den Film gehört. So ist ihm die Story dann auch über den Kopf gewachsen und er konnte aus den 3 oder 4 Storysträngen in den 2.5 Stunden schlichtweg keinen runden Film machen. Der Film ist wirklich katastrophal zusammengeschnitten. Das passt hinten und vorne nicht. Ich denke auch, dass das Hauptproblem des Filmes ist, dass er die Justice League einläuten muss. Denn diese Szenen waren es auch die am ehesten gestört haben und wie ein Fremdkörper im Film wirken.
Auf die Visionen von Bruce Wayne wird nicht weiter eingegangen und die E-Mail Szene war ja wohl der billigste und dämlichste Weg die anderen Figuren einzubauen. Hätte man imo besser sein lassen. Hätte weniger störend und vor allem weniger lächerlich gewirkt.
Ich hoffe, dass da der 30 Minuten längere Director’s Cut einen runderen und besseren Film macht in dem alles ein wenig mehr zusammenpasst. So bleib ich dabei, dass der Film grosse Grütze ist und imo der bis dahin schwächste Film von Snyder. Bisher habe ich nämlich alles von ihn gemocht, auch Sucker Punch.
 
Würde ich so pauschal nicht unterschreiben. Watchmen wird wohl Snyders Magnum Opus bleiben. Ein vielschichtiger Film, der auch visuell einiges zu bieten hat. Liegt sicherlich auch an der Vorlage. 300 ist ja alles andere als überladen, eher schon minimalistisch. Zumindest in Bezug auf die Story, die Inszenierung finde ich aber über jeden Zweifel erhaben. Auch hier stimmt die Vorlage halt. Sucker Punch ist dann wieder etwas schwieriger, wenngleich ich der Meinung bin, dass der Film mehr Schelte erhalten hat, als er verdient. Hier setzt Snyder aber primär auf die Optik, verliert die Story etwas aus den Augen. Für mich am ehesten mit BvS zu vergleichen. Man of Steel fand ich wiederum ziemlich gelungen und auch Die Legende der Wächter wusste zu überzeugen.

Snyder ist ein Mann fürs Auge, dem man ein sauberes Drehbuch in die Hand drücken muss. Und da hakt es bei BvS einfach, wie es @Zhadow so passend gesagt hat. Es ist tatsächlich überladen und sprunghaft und gerade deshalb für mich nicht vergleichbar mit seinen anderen Filmen. Selbst die 2 1/2 Stunden haben nicht gelangt, um alle Charaktere an Ort und Stelle zu bringen. Das wirkt teilweise schon leicht plump, wie der Part im obigen Spoiler. Dabei kann es Goyer auch besser. Auf der anderen Seite kann er es halt noch schlechter, wie er es bei Blade: Trinity unter Beweis gestellt hat. Gefühlt hatte Snyder relativ wenig Kontrolle über den Film. Ich fand auch den Schnitt längst nicht so gelungen, wie in seinen anderen Filmen.
 
Watchman mag eine kleine Ausnahme bilden, hab den Film auch schon mehrfach gesehen und mindestens so oft dabei eingepennt. Ich komm wohl einfach aus einer anderen Welt, ich kann prinzipiell mit Snyder, seiner Machart und diesen elends übertrieben Inszenierungen schlichtweg nichts anfangen. Die Filme nehmen sich auch einfach viel zu ernst und wirken dann ab einem gewissen Punkt einfach nur noch unfreiwillig komisch. Wir werden da auf keinen gemeinsamen Nenner kommen. :D
 
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