Die Schlümpfe
Standort New York City, USA, anno 2011. Patrick Winslow, gespielt von TV Star Neil Patrick Harris, hat ein Problem. Seine Chefin verlangt von ihm eine komplett neue Werbekampagne in nur zwei Tagen, was ihn beinahe das erste Ultraschallbild seines Kindes mit Ehefrau Grace verpassen lässt. Durch ein Missgeschick schickt er der Werbeagentur die falschen Bilder und sorgt dadurch beinahe für seine Entlassung.
Wer sich nun fragt, was ein derartiges SetUp in einer Verfilmung der Kinderserie „Die Schlümpfe“ zu suchen hat, nun die Antwort lautet: Einen Scheißdreck. Aber das ist Hollyschund, da muss halt ein bisschen mehr her.
Wen's interessiert, die Blaulinge haben ihre übliche Auseinandersetzung mit Gargamel, in dessen Verlauf ein magisches Portal... oh, Moment...
Ok, bin wieder da, war nur für einen Augenblick in Tränen ausgebrochen.
Ein magisches Portal versetzt sechs Blaue ins moderne New York während Gargamel und Azrael ihnen folgen. Die Schlümpfe suchen Zuflucht bei Patrick und seiner Frau während sie versuchen wieder nach Hause zu finden. Gargamel nimmt derweil die Modeszene in Angriff auf der Suche nach den Schlümpfen.
Die sechs Hauptschlümpfe sind Papa, natürlich, Schlaubi, Clumsy, Schlampine, Grouchy und... ähm... Schotti Schlumpf? Gab es den schon in der Serie oder den Comics? Fans von Hefty, Torti, Handwerker-Schlumpf, ähm... Schönling-Schlumpf... äh... der, der immer schläft... ähm... und so weiter, werden daher unter Umständen leicht enttäuscht sein, da diese maximal Gastauftritte haben.
Bei den Sprechern der sechs Hauptschlümpfe hat man die Reichweite des verfügbaren Talents voll ausgeschöpft. Während Jonathan Winters und Alan Cumming als Papa Schlumpf und Schotti ihr ganzes Können einsetzen, erweitert Katy Perry als Schlumpfine die Liste ihrer nicht vorhandenen Fähigkeiten nach Singen und Tanzen jetzt auch noch um Sprechen.
Hauptproblem des Streifens ist nahezu das völlige Fehlen eines Plots oder auch nur einer Idee eines Plots. Was wir haben, ist nur ein SetUp. Was ist, wenn die Schlümpfe statt in ihrem Dorf im heutigen New York wären? Treffen mit New Yorkern, Taxen, Tauben, Hochhäusern, Computern und Menschen in Anzügen, das allein reicht mal locker für gute 60 Minuten Laufzeit. Dass nichts davon wirklich lustig ist, dürfte die anvisierte Altersgruppe zwischen 0 und zurückgeblieben kaum interessieren.
Was als Hauptplot durchgeht, ist im Grunde nur der Vorspann der TV Serie. Gargamel jagt Schlümpfe, allerdings nicht, weil er sie braucht, um aus Blei zu Gold zu machen, sondern weil Schlumpfessenz ihn zu einem mächtigeren Zauberer machen kann.
Riddle me this:
Gargamel braucht Schlümpfe, um ein mächtiger Zauberer zu sein (oder um Gold zu machen oder Kondome draus zu nähen, was auch immer). Aber er hat unbestritten und anerkanntermaßen Schlumpfine erschaffen. Er kann also jederzeit nach Lust und Laune Schlümpfe kreieren.
…
Ich geb's auf.
Gargamel stolziert also in seinem Pyjama durch New York auf der Suche nach den Schlümpfen. Er findet sie, fängt Papa, die Schützlinge retten ihn in einem heldenhaften Finale bladibladibla... wen juckt's, das Ende ist so vorhersehbar, das könnte glatt auf der Rückseite der Packung stehen.
Einsames Highlight in einem Kiddiefilm für die Kiddies, denen die Sesamstraße intellektuell zu hoch ist, ist Simpsons-Veteran Hank Azaria, der gemeinsam mit Kater Azrael durch den Big Apple chargiert als gäbe es kein Morgen. Hergerichtet 1:1 aus den Comics benimmt er sich in jeder Situation wie eine Comicfigur und bewirkt dadurch einen extremen Kontrast zum Realfilm, der für sich allein genommen urkomisch ist. Gleiches gilt für den abgrundtief bösen Azrael. Es gibt nichts Schöneres als psychopathische Katzen.
Und so sind der Zauberer und sein Kater die Lichtblicke in einem ansonsten klischeebeladenen, langweiligen, vorhersehbaren und witzlosen Fließbandprodukt, der Seele und Charme durch moderne Bildtechnik zu ersetzen sucht. Tip: Spart euch den Film und zieht euch folgenden Clip rein.
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=ZmHtLU1i_fk[/vid]
Hangover 2
Was ist besser als eine schöne Frau? Zwei schöne Frauen.
Den Spruch gibt es mit diversen Varianten seit Ewigkeiten und manchmal macht er auch Sinn. War der Pudding lecker, dann nimm doch noch einen. Gefällt dir der Pullover, dann kauf zwei, um wechseln zu können, wenn einer in der Wäsche ist. Ich habe auch zwei Akkus für mein Handy, aber nur weil eine volle Ladung nur ausreicht, um drei meiner vier Email-Konten abzurufen.
Oftmals aber ist der Spruch einfach nicht anwendbar. Wenn mir mein Auto gefällt, kaufe ich mir dann das gleiche Modell noch Mal? Wenn mir ein Film gefällt, kaufe ich ihn mir dann zwei Mal? Womit wir genau beim Thema wären, allerdings mit verschärften Vorzeichen. Es ist eine Sache, einen Film zwei Mal zu kaufen, aber ein- und denselben Film innerhalb von zwei Jahren zwei Mal zu drehen und zu veröffentlichen? Das ist selbst für Hollywood ein neues Tief.
Anhand der Trailer war es ja schon zu fürchten, aber das fertige Produkt schockierte dann doch. Anscheinend hatten Autoren und Regisseur nicht den leisesten Hauch einer Ahnung, was den Vorgänger so erfolgreich gemacht hatte, also haben sie sich nicht getraut, etwas zu verändern. Nicht, dass der Plot unverändert übernommen worden wäre, im Grunde ist der gesamte Film Szene für Szene nachgedreht worden. Fast jede Einstellung findet ein Pendant zum Vorgänger.
Zahnarzt Stu will heiraten, aber, verständlicherweise, auf eine Junggesellenparty verzichten. Nach einem Abend am Feuer landen er, Alan, Phil und Schwager in spe Teddy in Thailand. Teddy ist verschwunden, Alan ist kahl, Stu hat ein Tattoo und keiner weiß, was letzte Nacht vorgefallen ist, sodass das Trio nun erneut die letzte Nacht rekonstruieren muss.
Ich lachte während des Films zwei Mal. Einmal während des Abspanns, als die Bilder der Kamera gezeigt wurden. Und einmal beim Anblick wie Ken Jeongs Kopf tot auf die Tischplatte knallte.
Einen Film, der quasi von einem grenzgenialen Konzept und dem Überraschungseffekt lebte, ohne Überraschungen neu aufzulegen? Wer hat denn geglaubt, dass das gut geht? Nimmt man Hangover Originalität und Überraschungen weg, was bleibt dann? Ein Haufen hysterisch kreischender Kerle in ihren Vierzigern.
Naja, nicht ganz. In olympischer Manier „höher-schneller-abstoßender“ hat man hier die Grenze des guten Geschmacks, die man im Erstling noch gestreift hat, weit hinter sich gelassen. Statt einer Liebesnacht mit einer bezaubernden Heather Graham lässt sich Stu nun von einer Kathoey (aka Ladyboy) in den Arsch ficken. Und damit auch der letzte Hampel (lies Amerikaner) den Gag schnallt, läuft die Kathoey anschließend mit heraus hängendem Glied durch die Gegend. Es ist übrigens der zweite Penis, den man in diesem Film sieht, der erste Ken Jeong gehörend... oder zumindest das, was er dafür hält.
Was mich neben dieser dreisten Kopie jedoch am meisten störte, war, dass bis auf eine nahezu alle Fragen des Films ungelöst blieben bis zu den Fotos im Abspann. Wie verlor Teddy seinen Finger? Was passierte in der Bar? Wie kam es zur Schlägerei? Wo kam der Mönch her? Wieso hat Alan eine Glatze? Wer legte das Feuer? Anderthalb Stunden lang kreischen Stu und Kollegen durch Bangkok und alle Antworten auf die brennenden Fragen gibt es erst nach dem eigentlichen Film in einer anderthalb minütigen Clipshow.
Daher an alle Fans des Vorgängers. Kauft euch lieber den ersten Teil. Wenn ihr den schon habt, kauft ihn halt noch mal. Und wem das zu wenig Sinn macht, der sehe sich folgenden Clip an.
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=SXvtqdyZF8U&feature=related[/vid]
Standort New York City, USA, anno 2011. Patrick Winslow, gespielt von TV Star Neil Patrick Harris, hat ein Problem. Seine Chefin verlangt von ihm eine komplett neue Werbekampagne in nur zwei Tagen, was ihn beinahe das erste Ultraschallbild seines Kindes mit Ehefrau Grace verpassen lässt. Durch ein Missgeschick schickt er der Werbeagentur die falschen Bilder und sorgt dadurch beinahe für seine Entlassung.
Wer sich nun fragt, was ein derartiges SetUp in einer Verfilmung der Kinderserie „Die Schlümpfe“ zu suchen hat, nun die Antwort lautet: Einen Scheißdreck. Aber das ist Hollyschund, da muss halt ein bisschen mehr her.
Wen's interessiert, die Blaulinge haben ihre übliche Auseinandersetzung mit Gargamel, in dessen Verlauf ein magisches Portal... oh, Moment...
Ok, bin wieder da, war nur für einen Augenblick in Tränen ausgebrochen.
Ein magisches Portal versetzt sechs Blaue ins moderne New York während Gargamel und Azrael ihnen folgen. Die Schlümpfe suchen Zuflucht bei Patrick und seiner Frau während sie versuchen wieder nach Hause zu finden. Gargamel nimmt derweil die Modeszene in Angriff auf der Suche nach den Schlümpfen.
Die sechs Hauptschlümpfe sind Papa, natürlich, Schlaubi, Clumsy, Schlampine, Grouchy und... ähm... Schotti Schlumpf? Gab es den schon in der Serie oder den Comics? Fans von Hefty, Torti, Handwerker-Schlumpf, ähm... Schönling-Schlumpf... äh... der, der immer schläft... ähm... und so weiter, werden daher unter Umständen leicht enttäuscht sein, da diese maximal Gastauftritte haben.
Bei den Sprechern der sechs Hauptschlümpfe hat man die Reichweite des verfügbaren Talents voll ausgeschöpft. Während Jonathan Winters und Alan Cumming als Papa Schlumpf und Schotti ihr ganzes Können einsetzen, erweitert Katy Perry als Schlumpfine die Liste ihrer nicht vorhandenen Fähigkeiten nach Singen und Tanzen jetzt auch noch um Sprechen.
Hauptproblem des Streifens ist nahezu das völlige Fehlen eines Plots oder auch nur einer Idee eines Plots. Was wir haben, ist nur ein SetUp. Was ist, wenn die Schlümpfe statt in ihrem Dorf im heutigen New York wären? Treffen mit New Yorkern, Taxen, Tauben, Hochhäusern, Computern und Menschen in Anzügen, das allein reicht mal locker für gute 60 Minuten Laufzeit. Dass nichts davon wirklich lustig ist, dürfte die anvisierte Altersgruppe zwischen 0 und zurückgeblieben kaum interessieren.
Was als Hauptplot durchgeht, ist im Grunde nur der Vorspann der TV Serie. Gargamel jagt Schlümpfe, allerdings nicht, weil er sie braucht, um aus Blei zu Gold zu machen, sondern weil Schlumpfessenz ihn zu einem mächtigeren Zauberer machen kann.
Riddle me this:
Gargamel braucht Schlümpfe, um ein mächtiger Zauberer zu sein (oder um Gold zu machen oder Kondome draus zu nähen, was auch immer). Aber er hat unbestritten und anerkanntermaßen Schlumpfine erschaffen. Er kann also jederzeit nach Lust und Laune Schlümpfe kreieren.
…
Ich geb's auf.
Gargamel stolziert also in seinem Pyjama durch New York auf der Suche nach den Schlümpfen. Er findet sie, fängt Papa, die Schützlinge retten ihn in einem heldenhaften Finale bladibladibla... wen juckt's, das Ende ist so vorhersehbar, das könnte glatt auf der Rückseite der Packung stehen.
Einsames Highlight in einem Kiddiefilm für die Kiddies, denen die Sesamstraße intellektuell zu hoch ist, ist Simpsons-Veteran Hank Azaria, der gemeinsam mit Kater Azrael durch den Big Apple chargiert als gäbe es kein Morgen. Hergerichtet 1:1 aus den Comics benimmt er sich in jeder Situation wie eine Comicfigur und bewirkt dadurch einen extremen Kontrast zum Realfilm, der für sich allein genommen urkomisch ist. Gleiches gilt für den abgrundtief bösen Azrael. Es gibt nichts Schöneres als psychopathische Katzen.
Und so sind der Zauberer und sein Kater die Lichtblicke in einem ansonsten klischeebeladenen, langweiligen, vorhersehbaren und witzlosen Fließbandprodukt, der Seele und Charme durch moderne Bildtechnik zu ersetzen sucht. Tip: Spart euch den Film und zieht euch folgenden Clip rein.
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=ZmHtLU1i_fk[/vid]
Hangover 2
Was ist besser als eine schöne Frau? Zwei schöne Frauen.
Den Spruch gibt es mit diversen Varianten seit Ewigkeiten und manchmal macht er auch Sinn. War der Pudding lecker, dann nimm doch noch einen. Gefällt dir der Pullover, dann kauf zwei, um wechseln zu können, wenn einer in der Wäsche ist. Ich habe auch zwei Akkus für mein Handy, aber nur weil eine volle Ladung nur ausreicht, um drei meiner vier Email-Konten abzurufen.
Oftmals aber ist der Spruch einfach nicht anwendbar. Wenn mir mein Auto gefällt, kaufe ich mir dann das gleiche Modell noch Mal? Wenn mir ein Film gefällt, kaufe ich ihn mir dann zwei Mal? Womit wir genau beim Thema wären, allerdings mit verschärften Vorzeichen. Es ist eine Sache, einen Film zwei Mal zu kaufen, aber ein- und denselben Film innerhalb von zwei Jahren zwei Mal zu drehen und zu veröffentlichen? Das ist selbst für Hollywood ein neues Tief.
Anhand der Trailer war es ja schon zu fürchten, aber das fertige Produkt schockierte dann doch. Anscheinend hatten Autoren und Regisseur nicht den leisesten Hauch einer Ahnung, was den Vorgänger so erfolgreich gemacht hatte, also haben sie sich nicht getraut, etwas zu verändern. Nicht, dass der Plot unverändert übernommen worden wäre, im Grunde ist der gesamte Film Szene für Szene nachgedreht worden. Fast jede Einstellung findet ein Pendant zum Vorgänger.
Zahnarzt Stu will heiraten, aber, verständlicherweise, auf eine Junggesellenparty verzichten. Nach einem Abend am Feuer landen er, Alan, Phil und Schwager in spe Teddy in Thailand. Teddy ist verschwunden, Alan ist kahl, Stu hat ein Tattoo und keiner weiß, was letzte Nacht vorgefallen ist, sodass das Trio nun erneut die letzte Nacht rekonstruieren muss.
Ich lachte während des Films zwei Mal. Einmal während des Abspanns, als die Bilder der Kamera gezeigt wurden. Und einmal beim Anblick wie Ken Jeongs Kopf tot auf die Tischplatte knallte.
Einen Film, der quasi von einem grenzgenialen Konzept und dem Überraschungseffekt lebte, ohne Überraschungen neu aufzulegen? Wer hat denn geglaubt, dass das gut geht? Nimmt man Hangover Originalität und Überraschungen weg, was bleibt dann? Ein Haufen hysterisch kreischender Kerle in ihren Vierzigern.
Naja, nicht ganz. In olympischer Manier „höher-schneller-abstoßender“ hat man hier die Grenze des guten Geschmacks, die man im Erstling noch gestreift hat, weit hinter sich gelassen. Statt einer Liebesnacht mit einer bezaubernden Heather Graham lässt sich Stu nun von einer Kathoey (aka Ladyboy) in den Arsch ficken. Und damit auch der letzte Hampel (lies Amerikaner) den Gag schnallt, läuft die Kathoey anschließend mit heraus hängendem Glied durch die Gegend. Es ist übrigens der zweite Penis, den man in diesem Film sieht, der erste Ken Jeong gehörend... oder zumindest das, was er dafür hält.
Was mich neben dieser dreisten Kopie jedoch am meisten störte, war, dass bis auf eine nahezu alle Fragen des Films ungelöst blieben bis zu den Fotos im Abspann. Wie verlor Teddy seinen Finger? Was passierte in der Bar? Wie kam es zur Schlägerei? Wo kam der Mönch her? Wieso hat Alan eine Glatze? Wer legte das Feuer? Anderthalb Stunden lang kreischen Stu und Kollegen durch Bangkok und alle Antworten auf die brennenden Fragen gibt es erst nach dem eigentlichen Film in einer anderthalb minütigen Clipshow.
Daher an alle Fans des Vorgängers. Kauft euch lieber den ersten Teil. Wenn ihr den schon habt, kauft ihn halt noch mal. Und wem das zu wenig Sinn macht, der sehe sich folgenden Clip an.
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=SXvtqdyZF8U&feature=related[/vid]





Zwischendurch wurde laut gelacht und die Wichtel waren 1 1/2 Stunden in den Bann des Filmes gezogen
Vielleicht solltest du dir mal Filme ansehen, die wenigstens etwas deinen "Ansprüchen" entsprechen 