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Ausländer und Integration?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Evin schrieb:
Wombi schrieb:
Wo er Recht hat... :kaffee:

Hallo Abraham. :) Ist natürlich reiner Zufall dass deine Partnerin seit du gekickt wurdest viel öfter postet... :grins:

Hör mal, du kannst mich gerne adden, dann sage ich dir während einer Xbox-Live-Party gerne meine Meinung und dann hörst du auch, dass ich weiblich bin und defintiv nicht mein Männe.
Und dann hörst du mit diesem lächerlichen Scheiß vielleicht endlich mal auf.
Danke
 
Finde ich auch, bin auch angenehm überrascht, dass es (nachdem es ja verneint wurde, wenn BAZONG, mein Männe oder ich es behaupteten) doch gescheiterte Integration gibt und das teilweise auch echt so richtig daneben ist.

Gute Beispiele haben wir auch gelesen. Was richtig ist und was ja auch keiner der o.g. User je verneint hat (auch wenn gerne so getan wurde.


Nun: BTT.

Ist mir eh zu doof.
 
silent breath schrieb:
Also ich wohne in Duisburg und vielleicht ca 10 KM vom berühmten Marxloh weg. Das ist ein ganzer Stadtteil mit einem Ausländeranteil von nahezu 100 Prozent. Dort ist es relativ schwierig als deutscher von einem Ende zum anderen Ende zu gelangen. Dort findet man ausschließlich türkische Läden. Das ist für mich ein gelungenes Beispiel für gänzlich verfehlte Integration. Das Problem ist hier sicherlich das diese auch von den Ausländern so gewollt ist und eine langsame Ausbreitung in alle anderen Stadteile statt findet. Man könnte als eigenen türkischen Staat in Deutschland bezeichnen.
Anders empfinde ich das in Berlin. Noch vor 3 Wochen da gewesen im tiefsten Kreuzberg. Auch hier ist der Ausländeranteil sehr hoch aber hier passiert dir als deutscher nichts. Da gehörst du einfach dazu. Das finde ich genial.

Wusste gar nicht das wir quasi Nachbarn sind. Wohne auch etwa 10Km neben Marxloh aber wahrscheinlich eher in entgegen gesetzter Richtung :)

Deine Meinung und Erfahrungen teile ich mit dir aber voll und ganz. N Kollege hat da Abends mal so richtig "Ey Kartoffel"- mäßig auf die Fresse gekriegt. Und haste mal die Türschilder bei Aldi und Co gesehen? Da steht stellenweise "drücken" und "ziehen" auf türkisch :lol:

Und ja Berlin ist supergeil und um einiges toleranter. Hab mich Nachts öfters durch das ach so böse Neukölln getrieben. Nie auch nur den Ansatz eines Problems gehabt.
 
@ Wombi
Diese Debatte bzw. die Öffnung Richtung Debatte haben wir ja maßgeblich einem Buch eines gewissen Sarrazin zu verdanken. Wird oft vergessen.
Hab schon oft gesagt, dass wir dem noch dankbar sein werden. Danke, Thilo :dhoch:
Tabuloser Umgang mit dem Thema ist der erste Schritt zur Besserung. Das Verkrampfte löst sich allmählich und auch Beschwichtiger in linken Kreisen sehen allmählich das Problem. Man muß diese halt immer mit der Nase direkt draufstoßen, sonst tut sich nix.

Mir gefällt zudem die Überschrift hier (und die des anvisierten Referats) überhaupt nicht. Es geht um gewisse/bestimmte Ausländer und nicht um Ausländer an sich (das ist pauschal diskriminierend).
Es ist doch kein Zufall, dass Urgs nicht von Griechen den Verzicht auf Kanakenslang oder von Vietnamesen das Schleppen des Einkaufs verlangt hat ;)
Da muß es doch klingeln.
Es geht um gewisse Ethnien mit dem Hintergrund einer nicht mehr zeitgemäßen Machokultur. Und das sind nunmal nicht "die Ausländer".
 
Aber meinst du nicht,dass das eher mit deren schiren Anzahl anstatt mit der Religionsangehörigkeit in Zusammenhang steht? Meinst du nicht dass es in einem ganzen Stadteil voller Vietnamesen ähnliche Probleme geben würde?

Versteh mich nicht falsch, ich bin auch jemand der dem Islam kritisch gegenüber steht aber ich finde diesen Faktor darf man nicht vernachlässigen.
 
Berlin lebt fast allein durch seine Ausländerviertel. In Kreuzberg und Neukölln, in den Bezirken, wo es teilweise auch nur türkische Geschäfte gibt, ziehen immer mehr Akademiker und Künstler ein. In Kreuzberg 36 sieht man mittlerweile fast nur noch Studenten. Überall gibt es auch kleine Galerien/Ateliers und kleine kiezige Geschäfte. Neukölln wird je weiter man sich vom Hermannplatz entfernt immer türkischer, aber trotzdem sehr angenehm, lebendig und immer studentischer.
Gerade durch diese Ausländerviertel ist die Kultur dort sehr interessant. Mir gefällt das so. Niemand will und braucht Integration. Wir verlangen eher Assimilation und ich bezweifle, dass gut gemeinte Gründe dahinter stecken. Wenn jemand Metaltürken kennenlernen will, dann kann er das tun. An jeder Uni gibt es Türken mit selbstständigem Musikgeschmack. Und Türken, die in dreckigen Vierteln aufgewachsen sind, sind genauso wie Deutsche, die aus diesen Gegenden kommen. Die Umgebung zeichnet einen Menschen.
Und hier urteilen die meisten doch bestimmt ohne Kontakt mit den vermeintlich asozialen Türken gehabt zu haben. Auch die nuschelnden Lederjackentypen sind reflektierende Menschen. Sie haben kein Vertrauen in Deutschland. Es gibt von keiner Seite eine Annäherung. Und wenn man doch mal in Kontakt kommt (und nicht abgezogen wird), wenn man vielleicht etwas Fußball kicken geht und dann eine Türkengang aufkreuzt, dann herrscht doch spätestens nach dem Spiel ein sehr angenehmer Respekt auf beiden Seiten.
Das sind vollwertige Menschen und keine dämlichen Proleten, die man erst umerziehen muss. Ich finde es respektlos wie über diese Kultur gesprochen wird. Wenn Integration, dann bitte auf Augenhöhe und nicht dieses herablassende Belehren.
 
Jiders schrieb:
Mantis schrieb:
Aber ihr und euer Hip Hop hassen.........es würde ja schon reichen wenn es statt Massiv, Killa Hakan und Konsorten Eins Zwo oder Blumentopf heisst......

Geht doch nicht darum, Hiphop zu bashen. Sondern darum, dass ein paar eben anders sind und nicht dem stereotypen Türken entsprechen. Ein Türke, der gerne mal keine schwarze Lederjacke trägt und entweder ne Bushido- oder ne Tuntenfrisur hat. Kann Urgs einfach nur zustimmen und geb ihm dafür auch nen fetten Daumen hoch.
Allerdings würds mir (wie dir) auch schon reichen, wenn ein paar einfach nur wirklich die Kunstform Hiphop verehren würden, statt die Streetattitude raushängen zu lassen. Hab dafür nämlich Null Respekt. Null :kaffee:

Genau! :dhoch:
Das mit dem Hip Hop hassen würd ich jetzt auch nicht so ernst nehmen. ;)
 
eape schrieb:
Berlin lebt fast allein durch seine Ausländerviertel. In Kreuzberg und Neukölln, in den Bezirken, wo es teilweise auch nur türkische Geschäfte gibt, ziehen immer mehr Akademiker und Künstler ein. In Kreuzberg 36 sieht man mittlerweile fast nur noch Studenten. Überall gibt es auch kleine Galerien/Ateliers und kleine kiezige Geschäfte. Neukölln wird je weiter man sich vom Hermannplatz entfernt immer türkischer, aber trotzdem sehr angenehm, lebendig und immer studentischer.

Da poste ich doch mal glatt einer meiner Lieblingsvideos die das Netz so hergibt. Lachen erlaubt. :D
[vid]http://vimeo.com/16116523[/vid]
 
Haha. Das ist echt genial. Hach ja, das waren Zeiten als man noch in den Problembezirken als Jugendlicher verprügelt wurde. Jetzt muss man nur noch darauf aufpassen nicht von einem Fahrradfahrer angefahren zu werden oder eine Club Mate - Flasche an den Kopf zu bekommen. :D
 
Frequenzberater schrieb:
Aber meinst du nicht,dass das eher mit deren schiren Anzahl anstatt mit der Religionsangehörigkeit in Zusammenhang steht? Meinst du nicht dass es in einem ganzen Stadteil voller Vietnamesen ähnliche Probleme geben würde?

Versteh mich nicht falsch, ich bin auch jemand der dem Islam kritisch gegenüber steht aber ich finde diesen Faktor darf man nicht vernachlässigen.

Das spielt sicherlich auch eine zentrale Rolle, diese schiere Masse. Es gab ja bei mir damals ein oder zwei Türken an der ganzen Schule (!!!) und da gab es keine Probleme, jedenfalls keine gravierenden (Streitereien gibt es immer). Die konnten perfekt Deutsch (Kanaksprak existierte nicht), wir haben mit denen gekickt nach der Schule, wir sind zusammen losgezogen in die Obstwiesen, Erdbeerfelder etc.
Aber das war Ende 70er/Anfang 80er.
Wir hatten aber 3 Griechen in der Klasse (an der Schule noch deutlich mehr) und 2 Italiener und außer bei Italien-Deutschland im Fußball gab es nie Zündstoff ;)

Was ich sagen will: "Die Südländer sind es" ist ebenfalls völlig irreführend. Das Problem kommt hauptsächlich aus dem arabischen Raum, Teilen des Balkan und teils aus einem bestimmten Gebiet der Ex-Sowjetunion (wo ein ebenfalls archaisch-patriarchalisches Weltbild vorherrschte, das hierher importiert wurde).

Ich bleibe dabei, dass der religiöse Background eine riesige Rolle spielt, sich einer Gesellschaft anzunähern oder sich ihr total zu verweigern.
 
eape schrieb:
Berlin lebt fast allein durch seine Ausländerviertel. In Kreuzberg und Neukölln, in den Bezirken, wo es teilweise auch nur türkische Geschäfte gibt, ziehen immer mehr Akademiker und Künstler ein. In Kreuzberg 36 sieht man mittlerweile fast nur noch Studenten. Überall gibt es auch kleine Galerien/Ateliers und kleine kiezige Geschäfte. Neukölln wird je weiter man sich vom Hermannplatz entfernt immer türkischer, aber trotzdem sehr angenehm, lebendig und immer studentischer.
Gerade durch diese Ausländerviertel ist die Kultur dort sehr interessant. Mir gefällt das so. Niemand will und braucht Integration. Wir verlangen eher Assimilation und ich bezweifle, dass gut gemeinte Gründe dahinter stecken. Wenn jemand Metaltürken kennenlernen will, dann kann er das tun. An jeder Uni gibt es Türken mit selbstständigem Musikgeschmack. Und Türken, die in dreckigen Vierteln aufgewachsen sind, sind genauso wie Deutsche, die aus diesen Gegenden kommen. Die Umgebung zeichnet einen Menschen.
Und hier urteilen die meisten doch bestimmt ohne Kontakt mit den vermeintlich asozialen Türken gehabt zu haben. Auch die nuschelnden Lederjackentypen sind reflektierende Menschen. Sie haben kein Vertrauen in Deutschland. Es gibt von keiner Seite eine Annäherung. Und wenn man doch mal in Kontakt kommt (und nicht abgezogen wird), wenn man vielleicht etwas Fußball kicken geht und dann eine Türkengang aufkreuzt, dann herrscht doch spätestens nach dem Spiel ein sehr angenehmer Respekt auf beiden Seiten.
Das sind vollwertige Menschen und keine dämlichen Proleten, die man erst umerziehen muss. Ich finde es respektlos wie über diese Kultur gesprochen wird. Wenn Integration, dann bitte auf Augenhöhe und nicht dieses herablassende Belehren.

Niemand braucht Integration? Du kannst mir glauben, mit der Multi-Kulti-Gemütlichkeit ist spätestens dann Schluss, wenn du für dein Kind einen Kitaplatz im Kiez suchst. Dann suchst du nämlich automatisch nach einem Kindergarten, in der der Ausländeranteil möglichst gering ist, sodass er noch einer vernünftigen Vorstellung von Integration entspricht.

Im übrigens ist mir auch klar, dass es deutsche Türken, Araber etc gibt, die nicht den gängigen Stereotypen entsprechen. Ich bin selbst mit einigen zur Schule gegangen. Aber es sind zu wenig. Besonders türkische und arabische Jugendliche befinden sich oft in einem Teufelskreislauf aus paschahafter Erziehung, veralteten Traditionen und hängen einem krankhaften Männerideal nach. Zeigst du ihnen gegenüber in irgendeiner Weise Schwäche, oder das was sie dafür halten, verachten und verarschen sie dich. Wo bleibt denn da der Respekt? Nicht jeder spielt gerne Fußball, nur um sich Respekt zu verdienen! In Schulen führt das dann nicht selten zu Gewalt. Diese Jugendlichen haben eine ganz eigene Form der Kultur für sich etabliert in der es um Ehre, Machogehabe, Frauenfeindlichkeit und Gewalt geht und für die habe ich überhaupt keinen Respekt übrig. Nein, diese Kultur - das würde ich mir wünschen und darum ging es mir - sollte sich von Innen heraus zerstören, indem viel mehr Individuen vielleicht mal die Schnauze voll von dieser Subkultur haben und mal in sich schauen, was sie wirklich wollen. Denn nicht selten, das hört man immer wieder, soll diese Fassade die sie da aufbauen, schnell zusammenbrechen, wenn es von pädagogischen Personal mal abgeklopft wird. Allein deswegen kann man hier nicht wirklich von Kultur sprechen.
Die Schuld bei der Gesellschaft zu suchen und diesen Jungs immer wieder die Opferrolle zuschieben, ist in meinen Augen falsch. Zumindest dann, wenn man die Schuld bei einer Gesellschaft sucht, mit der sie kaum noch in Kontakt treten. Es ist vielmehr die Gesellschaft, die sie selbst bilden, die sie zu dem machen was sie sind. Natürlich, man muss ihnen auch stärker die Hand reichen. Aber der erste Schritt muss immer selbst gemacht werden. Wer auf den Schwächen anderer rumtrampelt, der hat nämlich zuerst einmal ein Problem damit, seine eigenen Schwächen einzugestehen. Und dabei kann einem eigentlich niemand helfen.
 
Diese Probleme hast du aber lediglich bei einer 'niedrigeren' Schicht. Und das ist auch bei Deutschen nicht anders. Du hast die (augenscheinliche) Individualität doch überwiegend in höheren Bildungsschichten. Wenn du auf eine x-beliebige Hauptschule gehst, die von Deutschen besucht wird, wirst du auch nicht das antreffen, was du hier von den Türken verlangst. Und deine Individualität, die du so gerne siehst, den Britpop, den bedachten Umgang mit Frauen, etc. findest du hauptsächlich auf Gymnasien/Universitäten und dort bilden die Türken selten eine menschenverachtende HipHop-Enklave.

Alles was du dir wünschst gibt es überall. Geh doch mal auf ein Hiphop-Konzert. Immer wieder höre ich wie Araber sich über J Dilla und Madlib unterhalten, über die Musik reflektieren und sich einfach angenehm unterhalten. Ist jetzt kein Indie, aber das ist wahrscheinlich auch für dich nicht das Entscheidende. Oder geh mal auf irgendein türkisches Kulturfest oder in eine Moschee oder so'n Kulturverein. Auch diese Menschen denken über das nach, was sie tun und setzen sich mit ihrer Kultur auseinander.
Und es stimmt, dass sie trotzdem gerne unter sich bleiben. Sie verstehen sich einfach besser. Das heißt aber nicht, dass sie nicht offen sind. Ich war letztens als einziger Nicht-Türke auf einem Geburtstag (es waren bestimmt 30) und erst habe ich mich nicht sehr wohl gefühlt, aber es waren alle total interessiert und nett und alles. Ganz normale Menschen halt. Sie brauchen keine deutschen Kontakte, genauso wenig wie Deutsche türkische Kontakte brauchen und wollen. Und das sollte man auch nicht erzwingen. Aber trotzdem sind sie höflich, behandeln ihre Frauen sehr respektvoll und denken über die Welt nach so wie wir alle es tun.
Und ja, es gibt hier auch primitive Araber, so wie es auch primitive Deutsche gibt. Nur dass man es bei den Deutschen auf ihre Bildung und ihr soziales Milieu und nicht auf die Herkunft schiebt.
 
Bei den sozial schwachen Ausländern schiebt man es zurecht auf ihre mangelnde Bildung, dem sozialen Millieu UND auf ihre Herkunft, einfach, weil sie dadurch eine weitere Komponente ins Spiel bringen, sei es auf der religiösen oder der traditionellen Schiene. Etwas, das deutschen sozial Schwachen auf ähnlichen Niveau meistens abgeht. Es sei denn, sie sind Neonazis und dann schiebt man es natürlich auch irgendwie auf die Herkunft.

Das du ein Mindestmaß an jugendkultureller und individueller Bandbreite in Deutschland grundsätzlich nur auf Gymnasien und Universitäten vermutest, erstaunt mich.

Das letzte HipHop-Konzert (eigentlich fühle ich mich dafür schon zu alt), war übrigens das Marteria-Konzert in der Columbiahalle. Überwiegend deutsche Jugendliche, kaum ausländische. Ich kann mich eigentlich an gar keine erinnern, habe aber auch nicht gezielt drauf geachtet. Zufall? Wenn man beachtet, wie sich Marteria inhaltlich positioniert? Betont tolerant gegenüber Frauen- und Homosexualität. Ein Mann der Gefühle zeigt und über sich selbst lachen kann und der sich bewusst gegen das vorherrschende Ideal des Gangster-Rappers entscheidet.
Meine Vermutung ist ja, dass viele von den kleinen Gangsta-Türken in meinem Kiez heimlich Marteria unter der Bettdecke hören, aber nie zum Konzert kommen würden, weil sie dann von ihren Freunden ausgelacht würden! :D Deswegen sage ich, steht auf und kauft euch ein Ticket!
 
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