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Atomkatastrophen weltweit - immer mal wieder!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Steffko schrieb:
snowman schrieb:
Ich weiß nicht wieviel an der Aussage dran ist Tepco überlege zwei der sechs Reaktoren irgendwann weiterzubetreiben. Stand heut ja überall und trotzdem kann ich nicht glauben, dass die wirklich so derart den Bezug zur Realität verloren haben.


Da geht es um die Reaktoren 5 und 6, bei denen ja letztlich nix großartig passiert ist imo.

Klar es gibt in der Zukunft ja nie wieder Erdbeben in Japan, da blicken die Japaner wenigstens in
eine strahlende Zukunft :ugly:
 
Steffko schrieb:
snowman schrieb:
Ich weiß nicht wieviel an der Aussage dran ist Tepco überlege zwei der sechs Reaktoren irgendwann weiterzubetreiben. Stand heut ja überall und trotzdem kann ich nicht glauben, dass die wirklich so derart den Bezug zur Realität verloren haben.


Da geht es um die Reaktoren 5 und 6, bei denen ja letztlich nix großartig passiert ist imo.

Stimmt, außer die leicht verstrahlte Umgebung aber hey, irgendwas ist doch immer.
 
Steffko schrieb:
snowman schrieb:
Ich weiß nicht wieviel an der Aussage dran ist Tepco überlege zwei der sechs Reaktoren irgendwann weiterzubetreiben. Stand heut ja überall und trotzdem kann ich nicht glauben, dass die wirklich so derart den Bezug zur Realität verloren haben.


Da geht es um die Reaktoren 5 und 6, bei denen ja letztlich nix großartig passiert ist imo.

Klar, in DEN Reaktoren nicht. Aber die 4 anderen stehen ja in unmittelbarer Nähe und strahlen munter vor sich hin.
Der 2. Block in Tschernobyl war meines Wissens auch nicht von der Katastrophe betroffen, trotzdem konnte man ihn nicht mehr in Betrieb nehmen.
 
Doch doch, alle 3 Reaktorblöcke, die nicht von dem GAU betroffen waren, liefen erstmal weiter. Block 2 ist dann irgendwann abgeschaltet worden, weil die Turbinenhalle abgefackelt ist. Die anderen beiden Blöcke hat ihnen dann die EU "abgekauft". Den Weiterbetrieb von 5 & 6 traue ich den Japanern durchaus zu, die sind abgebrüht genug dafür.
 
Cale schrieb:
Doch doch, alle 3 Reaktorblöcke, die nicht von dem GAU betroffen waren, liefen erstmal weiter. Block 2 ist dann irgendwann abgeschaltet worden, weil die Turbinenhalle abgefackelt ist. Die anderen beiden Blöcke hat ihnen dann die EU "abgekauft". Den Weiterbetrieb von 5 & 6 traue ich den Japanern durchaus zu, die sind abgebrüht genug dafür.

OK, krass. Allerdings hätte man es von den Russen zu UdSSR-Zeiten auch nicht anders zutrauen dürfen... Nachdem die ja wochenlang den Super-GAU geheimhalten wollten.

Man kann nur hoffen, dass die japanische Regierung wie geplant TEPCO verstaatlicht. Scheint wohl echt ein ziemlicher Drecks-Konzern zu sein.
Das traurige ist: Würde das hier passieren, würden RWE oder eON auch nicht anders reagieren. Da würden auch erst mal finanzielle Interessen kommen und massive Schönrederei und Vertuscherei stattfinden.
Sieht man ja jetzt schon immer wieder schön bei Störfällen hierzulande. Da werden Meldungen verschleppt, verharmlost und vertuscht, dass sich die Balken biegen.
 
Kurzer Bericht über die Anhebung der Grenzwerte für radioaktive Belastung von Lebensmitteln in Europa ...
http://foodwatch.de/presse/pressearchiv/2011/atom_katastrophe_in_japan/index_ger.html

Für Lebensmittel und Lebensmittelimporte gelten für Cäsium 134 und 137 üblicherweise Höchstwerte von 370 Becquerel/Kilogramm für Säuglingsnahrung und Milchprodukte sowie von 600 Becquerel/Kilogramm für andere Nahrungsmittel (EU-Verordnung 733/2008). Mit der Eilverordnung 297/2011, in Kraft getreten am 27. März 2011, hat die Europäische Kommission diese Grenzen für Produkte aus den betroffenen japanischen Regionen deutlich heraufgesetzt: auf 400 Becquerel/Kilogramm für Säuglingsnahrung, auf 1000 Becquerel/Kilogramm für Milchprodukte und auf 1250 Becquerel/Kilogramm für andere Nahrungsmittel. Bestimmte Produkte wie Fischöl oder Gewürze dürfen diesen Wert sogar um das Zehnfache übersteigen, also bis zu 12.500 Becquerel/Kilogramm belastet sein – ein 20-faches des bisherigen Limits.
 
Schnitzelbrötchen schrieb:
Kann man so oder so sehen. Solange es "Privat"-Konzerne sind kann der Staat wenigstens noch prüfen. Wenn sie dann dem Staat gehören..... wer prüft dann?

Guter Punkt...
Aber grade in so Extremsituationen kann man doch annehmen, dass der Staat nachhaltiger und eher im Interesse aller agiert als ein börsennotierter Konzern.

Wie die Sache im Normalfall ohne GAU aussieht, das steht auf einem anderen Blatt. Grade unsere Regierung zeigt ja immer wieder, dass man sich gerne von wirtschaftlichen INteressen an der Nase rumführen lässt.
Aber zum Managen dieser Extremsituation scheint die Führung von TEPCO halt nicht gemacht zu sein, daher könnte ein Aukauf der Aktienmehrheit vom Staat schon was bringen. Kann ja auch nur vorübergehend sein, wenn die Krise irgendwie einigermaßen überstanden ist, kann der Staat seine ANteile ja auch wieder verkaufen.
 
Schnitzelbrötchen schrieb:
Kann man so oder so sehen. Solange es "Privat"-Konzerne sind kann der Staat wenigstens noch prüfen. Wenn sie dann dem Staat gehören..... wer prüft dann?

Eine unabhängige Reaktorsicherheitskommission. Aber selbst ohne eine solche unabhängige Instanz würde ich immer auf eine staatliche Selbstkontrolle setzen, anstatt auf einen (durch den Staat kontrollierten) kommerziellen Betreiber. Sobald Gewinnerwartungen im Spiel sind, werden Risiken nur von diesem Gesichtspunkt aus gesehen. Das ist zwar auch bei Staatsbetrieben so, aber noch lange nicht in diesem Ausmaß.
 
Heute, um 08:15 Uhr
Verzweifelte Lage in Fukushima

Tokio/Berlin (dpa) - Unermüdlich kämpfen Techniker gegen die atomare Katastrophe in Japan, doch die Strahlen-Lecks in Fukushima sind noch immer außer Kontrolle. Die Regierung plant jedoch vorerst keine Ausweitung der Evakuierungszone um das havarierte Atomkraftwerk
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© Reuters

Es gebe im Moment keine sofortigen Pläne für einen solchen Schritt, sagte Regierungssprecher Yukio Edano. Er reagierte damit auf Empfehlungen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). Man werde aber ausgehend von IAEA-Daten den Boden um das AKW intensiver auf Strahlen untersuchen.

Regen zwang den Betreiber Tepco dazu, das Besprühen verstrahlter Trümmer mit Kunstharz zur Eindämmung von Radioaktivität auszusetzen. Derweil steigt die Radioaktivität: Im Meerwasser nahe des AKW seien Jod-Partikel mit einer 4385-fach höheren Konzentration als erlaubt gemessen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo.

Kaiser Akihito traf erstmals mit Überlebenden des Erdbebens und Tsunamis zusammen. Gemeinsam mit seiner Gemahlin Michiko nahm sich der Monarch eine Stunde Zeit, um etwa 290 Flüchtlingen in Tokio Trost zu spenden, wie japanische Medien am Donnerstag meldeten.

Die Zahl der nach dem Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März offiziell für tot erklärten Opfer stieg auf 11.362. Weitere 16.290 Menschen werden noch vermisst. Wegen der hohen Strahlenwerte im 40 Kilometer von Fukushima entfernten Ort Iitate hatte die IAEA geraten, die 7.000-Einwohner-Stadt zu räumen. "Eine erste Beurteilung deutet darauf hin, dass eine der IAEA-Kriterien für die Evakuierung überschritten wurde", hatte IAEA-Experte Denis Flory in Wien gesagt. Greenpeace hatte nach eigenen Messungen dringend eine Ausweitung der Evakuierungszone rund um Fukushima von 20 auf 40 Kilometer verlangt.



Die japanische Regierung erwägt verschiedene Notmaßnahmen, um die Radioaktivität einzudämmen. Dazu gehört auch die Idee, die Reaktoren mit Spezialgewebe abzudecken oder verseuchtes Wasser aus dem Kraftwerk in ein Tankschiff zu pumpen.

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy wird am Donnerstag als erster ausländischer Staatschef seit der Katastrophe in Japan erwartet. Zuvor traf bereits die Chefin des französischen Atomkonzerns Areva, Anne Lauvergeon, mit fünf Experten in Japan ein, um in der Atomkrise zu helfen. Sie sind auf die Behandlung radioaktiven Abwassers spezialisiert.

Der Chef des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Achim Steiner, kritisierte die Informationspolitik der japanischen Behörden und des Tepco-Konzerns. "Was im Augenblick für viele am schwersten nachzuvollziehen ist, ist die Frage, wieso Information, deutliche, klare, präzise Information, so schwierig zu bekommen ist", sagte Steiner der "Berliner Zeitung". Der UNEP-Direktor warnte zugleich vor weiteren schweren Reaktorunfällen. Mindestens zwanzig, dreißig Reaktoren der gleichen Bauart wie der Katastrophenreaktor Fukushima seien weltweit in Betrieb, auch in erdbebengefährdeten Gebieten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte in einem Telefonat mit Japans Ministerpräsidenten Naoto Kan Hilfe bei der Bewältigung der Krise zugesagt. Kan habe versichert, dass Japan die internationale Gemeinschaft weiter umfassend über das Krisenkraftwerk Fukushima unterrichten werde, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert im Internet-Kurznachrichtendienst Twitter prüfe die japanische Regierung ein deutsches Angebot für den Einsatz von Spezialrobotern.

Im Kampf gegen einen Super-GAU wird am Donnerstag weitere Technik aus Deutschland nach Japan geflogen. Vom Stuttgart aus soll ein Großraumflugzeug mit einem Gerät des Pumpenherstellers Putzmeister an Bord starten. Mit der mehr als 60 Meter hohen Pumpe kann nach Angaben des Unternehmens Wasser von oben in die Reaktoren gepumpt werden. In den nächsten Tagen sollen drei weitere der bis zu 80 Tonnen schweren Geräte folgen. Die Pumpen sollen zunächst zur Kühlung verwendet werden, später werden sie eventuell für Beton-Arbeiten gebraucht. Eine erste Pumpe der Firma hilft bereits seit mehr als einer Woche bei der Kühlung des Atomkraftwerks Fukushima eins.

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel forderte die Bundesregierung auf, Japan die Ausrichtung einer Internationalen Hilfskonferenz zur Bewältigung der Atomkatastrophe anzubieten. "Dabei sollte es nicht nur um die Sicherung des Reaktors gehen", sagte Gabriel am Mittwoch in Braunschweig. Fragen nach Belastungen des Wassers, der Nahrungsmittel, nach Untersuchungen der betroffenen Menschen und nach der Größe des zu evakuierenden Gebiets sollten auch Themen sein.



http://web.de/magazine/nachrichten/erdbeben/12486438-verzweifelte-lage-in-fukushima.html#.A1000109
 
Ich dachte jetzt erst ich hätte das falsche Wort genommen... :grins:

Soll das eine Anspielung sein auf die Kühlung die ausgefallen ist im AKW :?
Denn dann ist das ja jetzt nicht gerade der Oberwitz... oder hab ich das jetzt nicht kapier?! :ugly:
 
Hab es nur durch ein Wort ersetzt das besser dazu passt (und ja, da sie ein Problem mit der Kühlung haben ist es halt die Kühlkette). Es soll nicht lustiger als "Fahrradkette" sein.

Zumal ich den Spruch weder so noch so kenne :D
 
11.09.01 plus 10.03.11 (Japan Katastrophe) ergibt 21.12.12 - Weltuntergangstermin der Maya.
Erneutete Verschwörungstheorien bzg. 2012, weiß nicht ob es schon gepstet wurde.
Aber eigentlich war ja die Katastrophe am 11.3 oder? Das Datum würde aber trotzdem irgendwie "aufgehen", wegen Zeitverschiebung, wäre ja nicht automatisch sofort der 21.12 auf der ganzen Welt :ugly:
 
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