SPD will Gesellschaftsspiele stärker fördern
In einem Gespräch mit unserer Zeitung sagte sie, mit Mitteln aus dem Bundeshaushalt solle ermöglicht werden, die „Spiel des Jahres“-Auszeichnung mit einem Geldbetrag zu dotieren.
Brettspiele hätten mehr Aufmerksamkeit verdient, weil sie das soziale Miteinander pflegten sowie Kreativität förderten, betonte Griese.
Der Preis „Spiel des Jahres“ ist bislang mit keinerlei finanziellen Unterstützung für Autor oder Verlag verbunden.
Im Gegenteil:
Die Verlage müssen Lizenzgebühren an den Verein „Spiel des Jahres“ entrichten, wenn sie mit der Auszeichnung werben wollen.
Begehrt ist der Preis trotzdem, weil in der Folge die Verkaufszahlen deutlich steigen.
Zum Vergleich:
Die Sieger des in diesem Jahr erstmals vergebenen Deutschen Computerspielpreises erhalten 300000 Euro aus dem Topf des Kulturstaatsministers.
Wer die Auszeichnung „Spiel des Jahres 2009“ erhält, wird an diesem Montag in Berlin bekanntgegeben.
Im Anschluss will Griese mit Vertretern der Jury darüber diskutieren, wie man den Preis durch politisches Handeln aufwerten kann.
„Spielen macht klug“, benennt Griese ihren Vorstoß.
Zudem seien Gesellschaftsspiele wie „Die Siedler von Catan“ im Gegensatz zu Computer-Ballerspielen konstruktiv.
„Man baut etwas auf“, weiß die SPD-Politikerin aus eigener Erfahrung.
Früher habe sie selbst gern gespielt, jetzt fehle die Zeit.